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Vorschlag: Neue Startwerte für Fertigkeiten


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23 Antworten in diesem Thema

#1 Ede

Ede

    Heimlicher Bücherwurm ungeahnten Ausmaßes

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Geschrieben 03. August 2004 - 10:29

Ok, ihr habt es so gewollt: Hier ist die Liste. Fertigkeitswerte haben keinen festen (meist kümmerlichen) Startwert mehr, sondern hängen von einem übergeordneten Attribut ab.

Für ein paar Fertigkeiten (z.B. Horchen, Verborgenes erkennen) war es ganz schön knifflig, ein Attribut zu finden. Leider fehlt bei Cthulhu ja so etwas wie "Wahrnehmung" als Attribut. Intelligenz kommt dem noch am nächsten. Bei anderen kann man sich streiten, unter welchem Attribut sie laufen sollten (z.B. Autofahren und Pilot: IN oder GE?).

Die Liste ist für Spielrunden, die um 1920 in Deutschland spielen.

Charaktere, die eine Fertigkeit nicht als Berufsfertigkeit haben, kriegen nur die Hälfte des in Klammern angegebenen Wertes als Startwert. Zudem sei angemerkt, dass wir die optionale Regel für Fertigkeitswürfe aus dem Keeper's Companion angewendet haben: leichte, durchschnittliche und schwere Proben. Das muss man nicht so machen. Ich wollte es nur der Vollständigkeit wegen erwähnen.

Und an alle Regel-Puristen (und ich glaube, davon gab's im Cthulhu-Forum immer eine Menge ;) ): Ihr müsst diese Regeln nicht benutzen. Sie sind OPTIONAL. Und überhaupt poste ich die hier nur, weil ich drum gebeten wurde. Also: Den Ball immer schön flach halten. Alles andere geht nur auf die Pumpe.

Los geht's:
Anthropologie (BI), Archäologie (BI), Astronomie (BI), Ausweichen (GEx2), Autofahren (GEx2), Bibliotheksnutung (INx2), Biologie (BI), Buchführung (IN), Chemie (BI), Cthulhu-Mythos (kleiner Scherz, natürlich 00%), Elektrische Reperaturen (IN), Erste Hilfe (INx2), Feilschen (IN), Fremdsprache (*), Geologie (BI), Geschichtskenntnisse (BI), Gesetzeskenntnisse (BI), Handwerk (GE), Horchen (INx2), Kampfsportart (GE), Klettern (GE + ST), Kreditwürdigkeit (AU), Kunst (IN), Mechanische Reperaturen (GE), Medizin (BI), Muttersprache (BI x5), Naturgeschichte (BI), Navigation (IN), Okkultismus (BI), Pharmazie (BI), Photographie (IN), Physik (BI), Pilot (GE), Psychoanalyse (IN), Psychologie (IN), Reiten (GE), Schleichen (GE), Schlosserarbeiten (GE), Schweres Gerät (GE), Schwimmen (KO + GE), Springen (GE + ST), Spurensuche (IN), Tarnen (IN), ?berreden (IN), ?berzeugen (IN x2), Verbergen (GE), Verborgenes erkennen (IN), Verkleiden (IN), Werfen (STR + GE); Gewehr (GE x2), Handfeuerwaffe (GE), Maschinengewehr (GE), Maschinenpistole (GE), Schrotflinte (GE x2); Faustschlag (GE x4), Kopfsto? (GE), Fu?tritt (GE x2), Ringen (STR + GE).

Anmerkung:
*) Fremdsprache: ab BI 10+ gibt's in Englisch einen Startwert von BI x1; ab BI 13+ gibt's in Englisch einen Startwert von BI x2 und in wahlweise Latein, Alt-Griechisch oder Französisch BI x1; es kann davon ausgegangen werden, dass der Charakter ein Gymnasium besucht hat.

[i]Beispiel: Hans Gruber ist Anwalt. Er hat BI 18, IN 15 und AU 12. Er startet mit folgenden Werten. Bibliotheksnutzung 30%, Feilschen 15%, Gesetzeskenntnis 18%, Kreditwürdigkeit 12%, Psychologie 15%, ?berreden 15%, ?berzeugen 30%. Als Hobbies wählt er Astronomie 9% und Okkultismus 9% an. In beiden kriegt er als Starwert nur seinen halben BI-Wert. Als Fremdsprachen gibt's Englisch 18% und Latein 9% als Startwerte.

Ich hoffe mal, ich habe nichts durcheinander gebracht. Im Normalfall kommen die Spieler besser davon als im Standardregelwerk. Manchmal bin eben sogar ich ein netter Spielleiter. ;)

Wer will, kann zum Ausgleich die frei verteilbaren Fertigkeitspunkte auf BI x4 und IN x4 reduzieren.

Irgendwo in diesem Forum wurde auch der Schaden von waffenlosen Angriffen als zu hoch empfunden. Also, wir haben uns auf Folgendes geeinigt: Faustschlag (1+SB), Kopfsto? (1W2+SB), Fu?tritt (1W3+SB). Funktioniert eigentlich ganz gut.

"Off vom/im Off ist ja quasi wieder 'Mittendrin'. Daher: Weitermachen!" - Judge Gill (am 15. Mai 2013, 15:35 Uhr).


#2 Frostvater

Frostvater

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Geschrieben 03. August 2004 - 17:33

Warum macht ein Kopfsto? mehr Schaden als ein Schlag mit der Faust?

#3 PacklFalk

PacklFalk

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Geschrieben 03. August 2004 - 18:19

@Frostvater: Ist doch im GRW genau das selbe! Der Schaden wurde zwar runtergeschraubt aber ansonsten ist es gleich.

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#4 Guest_Gast_*

Guest_Gast_*
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Geschrieben 03. August 2004 - 23:28

@Ede:
Der neue Schaden ist gut... Aber dann machen ja Charaktere mit negativem Sb GAR KEINEN Schaden mehr??? Vielleicht eher: 1W2 für Fauststo? und Kopfsto? und 1W3 für Tritt/Ringen?
Kopfsto? hat dann den Vorteil, auch im Ringkampf einsetzbar zu sein!

#5 Frostvater

Frostvater

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Geschrieben 04. August 2004 - 01:38

@PacklFalk:
O.k., aber wäre doch eine gute Gelegenheit, das zu ändern, oder?

#6 PacklFalk

PacklFalk

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Geschrieben 04. August 2004 - 02:09

Es wäre zumindest eine Möglichkeit, wenn man das als so störend empfindet. :)

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#7 Frostvater

Frostvater

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Geschrieben 04. August 2004 - 02:45

Nö, stören tut es mich nicht. Aber die Motivation hinter der Reduzierung der waffenlosen Schadenswürfe ist ja wahrscheinlich der Wunsch, das Kampfsystem realistischer zu gestalten. Warum also nicht bei der Gelegenheit mit der nächsten Ungereimtheit aufräumen? Das Kampfsystem bei Cthulhu ist ebenso gnadenlos unrealistisch wie die aller anderen mir bekannten RSPs, aber dafür wenigstens schnell und tödlich. Das sollte meiner Meinung nach auch so bleiben.

#8 Ede

Ede

    Heimlicher Bücherwurm ungeahnten Ausmaßes

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Geschrieben 04. August 2004 - 10:27

@Gast: Klingt gut. Das Leute mit negativem Schadensbonus (fast) gar keinen Schaden anrichten war beabsichtigt. Stell dir mal ein kleines Kind vor. Kann das einem Erwachsenen ernsthaft Schmerzen oder Schaden zufügen?

Aber mit deinem Verbesserungsvorschlag kann ich gut leben. Werde ihn bei Gelegenheit mal ausprobieren. :)

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#9 Ede

Ede

    Heimlicher Bücherwurm ungeahnten Ausmaßes

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Geschrieben 04. August 2004 - 10:34

Original von Frostvater
Das Kampfsystem bei Cthulhu ist ebenso gnadenlos unrealistisch wie die aller anderen mir bekannten RSPs, aber dafür wenigstens schnell und tödlich.


Wenn du ein realistisches Kampfsystem suchst, empfehle ich dir Riddle of Steel. Nach allem, was ich darüber gehört habe, ist es derzeit das Non-Plus-Ultra bei Kampfsystemen.

Infos zu Riddle of Steel von Driftwood Publishing gibt's hier!

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#10 Frostvater

Frostvater

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Geschrieben 04. August 2004 - 11:19

Habe mir mal die Riddle of Steel-Seite angeschaut, und ich muss sagen, dass sieht vielversprechend aus. Das Grundproblem aller mir bekannten Kampfsysteme scheint zu sein, dass die Erfinder offensichtlich nicht den blassesten Schimmer vom Kämpfen haben. Was mich aber (s.o.) nicht weiter stört, solange die Kämpfe in einem Spiel trotzdem Spa? machen. Lächerlich finde ich es nur dann, wenn ein solches RSP ständig auf den Realismus in seinen Regeln verweist (siehe DSA). Aber das hat Cthulhu glücklicherweise nie getan.

#11 Tom

Tom

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Geschrieben 04. August 2004 - 11:27

Original von Frostvater
[...] Lächerlich finde ich es nur dann, wenn ein solches RSP ständig auf den Realismus in seinen Regeln verweist (siehe DSA). Aber das hat Cthulhu glücklicherweise nie getan.

Poul Anderson hat vor vielen Jahren einen sehr interessanten Artikel hierzu geschrieben:
On Thud and Blunder.

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.


#12 PacklFalk

PacklFalk

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Geschrieben 04. August 2004 - 12:53

Stell dir mal ein kleines Kind vor. Kann das einem Erwachsenen ernsthaft Schmerzen oder Schaden zufügen?

Jaaaaaa! Vor allem, wenn es dir bis zur Hüfte reicht und mal nicht den Oberschenkel trifft! Du verstehst wohl was ich meine.

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#13 Thomas Michalski

Thomas Michalski

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Geschrieben 04. August 2004 - 14:09

Lächerlich finde ich es nur dann, wenn ein solches RSP ständig auf den Realismus in seinen Regeln verweist (siehe DSA). Aber das hat Cthulhu glücklicherweise nie getan.

Hihi, DSA-Verteidungswoche, Episode 2...
DSA spricht eigentlich an keiner mir bekannten Stelle davon, realistisch zu sein. Es sagt, es habe sich um Realismus bemüht. Das ist ein himmelweiter Unterschied...
Sprichst du mit den Machern, ich habe mich auf dem Feencon mal wieder länger mit Thomas Römer unterhalten können, so fällt da normalerweise der Terminus "Pseudorealismus" und es wird erneut betont, dass gerade die Expertenregeln der vierten Edition optional sind.
Last but not least finde ich, die DSA 4-Kampfregeln erzeugen vielleicht keine realistischen, aber doch zumindest extrem glaubwürdige Kämpfe, die zugleich, wenn von allen Leuten am Tisch einigerma?en beherrscht, sogar noch regelrecht cineastisch genannt werden können.
Und nein, ich habe keine Kampfausbildung, doch ja, ich habe selbst schon Schwerter in der Hand gehabt.


Was ich aber eigentlich sagen wollte:
@ Tom:
Schöner Artikel, danke!


Gru?,
Thomas

#14 Frostvater

Frostvater

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Geschrieben 04. August 2004 - 14:26

Oh je, ich wollte keinen weiteren DSA-Thread starten. Nur soviel: Ich spiele seit 1987 DSA, bin totaler Fan und liebe das System. Trotzdem sind die Kampfregeln vollkommener Bockmist. Und wenn es in der Vorbemerkung zu MBK hei?t, das (sinngemä?) auch die "Erfahrungen vieler Reenactor und LARPer" eingeflossen sei (und von beiden halte ich goar nix, wenn es ums Kämpfen geht), dann verstehe ich das schon als Aussage in Richtung "Wir wollten das System realistischer gestalten". Leider basiert es schon im Ansatz auf so falschen Prämissen (was ebenso für D&D, Ars Magica, GURPS usw. gilt), dass da einfach nichts Realistisches rauskommen kann. Dann doch gleich ein System, das einfach zu handeln ist und Spa? macht (D&D finde ich hier ein gutes Beispiel).

#15 Frostvater

Frostvater

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Geschrieben 04. August 2004 - 14:27

P.S.: Erst recht kann ich nichts "Glaubwürdiges" an den DSA-Kämpfen finden.




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