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[De Profundis] Andeutungen


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4 Antworten in diesem Thema

#1 Guest_Vandermeer_*

Guest_Vandermeer_*
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Geschrieben 30. Mai 2005 - 22:02

Erstaml vorneweg, ich hab das DeProfundis-Regelwerk nicht, und werde es noch bestellen (ISBN??).

Aber wie macht ihr es, irgendwelche Andeutungen zu machen, ohne gleich alles zu erzählen? Scheinbar fehlt mir diese Gabe, und das ist eines meiner grö?ten Probleme, auch als SL: Ich bringe alles sofort auf den Punkt. [Oft auch merkbar in meinen kurzen Posts]

Was für stilistische Techniken habt ihr da?

greets,
tobi

#2 Guest_Manji_*

Guest_Manji_*
  • Gäste

Geschrieben 30. Mai 2005 - 22:13

Hm so richtige Techniken, hab ich eigentlich nicht, aber du solltest dir schon ungefähr eine Entwicklung überlegen oder eine ungefähre Richtung vor Augen haben. Von dieser gibst du dann eben nur kleine Ausblicke. Zum Beispiel wird der geistige Verfall einer Person ja nicht plötzlich kommen sondern sich eher langsam entwickeln.
Also werden sich gewissen Dinge die diese Person eigentlich ausmachen, wie zum Beispiel Selbstsicherheit oder rationales Denken, langsam verschwinden. Du könntest ja schreiben das, die Person um die es geht, langsam diese Eigenschaften einbü?t. Im Falle der Selbstsicherheit, fühlt er sich plötzlich nicht mehr ganz so sicher und lässt das in einem Satz mit ein paar Wortem einflie?en, später wird das mehr und immer mehr, so dass in späteren Briefen kaum noch etwas von seinem früheren Charakterzug zu bemerken ist.

#3 Eibon

Eibon

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Geschrieben 31. Mai 2005 - 07:36

Hallo Vandermeer,

Ich halte es beim Aufbau der Geschichten immer so, das ich mit ein bis zwei Briefen anfange, die das cthuloide Element allerhöchstens zwischen den Zeilen erkennen lassen. Als Beispiel: Ein Mann plant das alte Herrenhaus seines verstorbenen Gro?vaters zu renovieren und entdeckt im Keller, der seltsame Kindheitserinnerungen in ihm weckt, eine abgehangene und schimmelige Stelle in der Wand. Im zweiten Brief, beim Ausbessern eben jener Stelle, entdeckt er, das sich hinter den Ziegeln etwas befindet, scheinbar ein alter zugemauerter Türrahmen. Im dritten Brief dann bemerkt er die seltsamen im Türbalken eingeritzten Schriftzeichen, die scheinbar keinen Sinn ergeben, bis er schlie?lich im vierten oder fünften Brief beginnt das einst zugemauerte Kellergewölbe mit den okkulten Büchern seines Gro?vaters zu erforschen und später sich daran macht, in Bibliotheken und bei Verwandten, seiner Linie auf den Grund zu gehen und grausiges entdeckt..

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich versuche immer durch Wortspielereien und die "richtige" Ausdrucksweise um das eigentliche Thema drumherumzureden, sodas immer nur ein Bruchteil der Geschichte verraten wird, ohne das dabei die Spannung zu kurz kommt. Generell wirst du aber hierzu auch im De Profundis Regelwerk einige Anregungen finden. Suche einfach mal bei Amazon danach, oder geh auf www.krimsu.de. Da lässt es sich mit einer Lieferzeit von maximal zwei Wochen leicht bestellen.

Eine weitere Technik, die ich immer benutze (bei manchen Spielern wohl nicht funktioniert) ist Folgende: Ich rede den Spielercharakter immer mehrmals in den Briefen mit Namen an und spinne wenn möglich eine kleine Geschichte um die Beziehung der Charaktere, die dem anderen Briefschreiber vielleicht noch gar nicht bekannt ist, sprich, die nicht abgesprochen war, sodass sich auch auf dieser Ebene etwas neues und spannendes entwickeln kann. Gut ist hierbei natürlich wenn sich die Charaktere nicht völlig fremd sind. Spontan ausgedachte gemeinsame Kindheitserinnerungen oder bislang nicht näher ausgedachte Konflikte in der Vergangenheit können dem ganzen nochmals einen zusätzlichen Reiz geben.
Ebenfalls schweife ich in den Briefen kurz und knackig ab, und lasse in Andeutungen andere Themen, die den Charakter und seine Umgebung beschreiben, miteinflie?en.

Natürlich kann dies alles auch mal in die Hose gehen, weil der, oder die anderen, Spieler sich nicht wirklich darauf einlassen, aber in der Regel habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Nach einer Weile des Schreibens wird man auch an den eigenen Ansprüchen und Erfahrungen wachsen und sich ganz automatisch immer neue Kniffe und Tricks einfallen lassen, um das Ganze gut zu gestalten. Das passiert ganz automatisch. Für den Anfang ist es sicherlich ratsam einfach alles in der Umgebung um einen herum genau zu beobachten. So sieht man dann schon, welche alltäglichen Dinge man mit etwas Phantastik anreichern kann, um sie als spannendes Stilelement in die Geschichte miteinflie?en zu lassen. So werden die Kirschbäume im Garten, die sich leicht in der Sommerbriese biegen, zu kalten Schatten mit Klauenhände in einer windigen Nacht, die mit Heulen und Pfeiffen an die Spinnenweben verhangenen Fensterscheiben schlagen und so weiter.

Versuche einfach alles etwas Auszuschmücken und mache dir am Anfang eine Liste, inder du niederschreibst, was in welchem Brief passieren soll. Bei mir passiert es dann ganz automatisch, das ich diese Liste dann immer in weitere Briefe unterteile, bis sowieso keine Gefahr mehr besteht, zuviel zu verraten.

Puh, ich rede mich hier um Kopf und Kragen, wird mal Zeit zum Ende zu kommen. Hoffe ich konnte helfen... auch hier bitte zwischen den Zeilen lesen, um die sinnvollen Informationen herauszubekommen... Genau wie bei den De Profundis Briefen :D

Gru?,
Eibon

#4 Hakon

Hakon

    Meister des Dampfes

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Geschrieben 31. Mai 2005 - 10:52

Hi,

Hier ist der Link zu Amazon: http://www.amazon.de...ASIN/3932932048

Wegen der Andeutungen: Kupfer einfach vom Meister persönlich ab. Schau Dir an, wie Lovecraft den Schrecken in seinen Geschichten andeutet und verwende das als Anregung/Vorbild.
Lovecraft hat auch eine Abhandlung über das Verfassen von Horrorgeschichten geschrieben, möglicherweise ist das auch etwas für Dich: http://www.amazon.de...ASIN/351838922X

Gru?,
Matthias

#5 Guest_Vandermeer_*

Guest_Vandermeer_*
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Geschrieben 31. Mai 2005 - 18:50

schankedön




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