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Pfeil und Bogen????


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23 Antworten in diesem Thema

#16 Skyrock

Skyrock

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Geschrieben 06. Juni 2005 - 15:07

Das ist eine Zahl die ich aus dem Gedächtnis habe, und so weit ich wei? gibt es sogar Quellen die von 140lbs sprechen, auch wenn diese sehr unzuverlässig sind.

Laut Wikipedia gibt es jedenfalls definitiv Langbögen mit mehr als 100lbs.
Nach kurzer Googlerecherche bin ich au?erdem auf einen Post in einem Bogenreiterforum gesto?en in dem am Rande ein 120er-Bogen erwähnt wird.

So oder so kann man die Durchschlagskraft des walisischen Langbogens als erwiesen betrachten, besonders in Relation zu anderen Bögen.

#17 Phil Maloney

Phil Maloney

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Geschrieben 06. Juni 2005 - 15:20

Au?erdem handelt es sich ja nicht um unsere deutschen 500g-Pfund... ich meine, es wären Pfund avoirdupois (ß 453g) gewesen; ich müsste aber lügen, wenn ich Pfund troy (ß 373g) ausschlie?en wollte. :rolleyes:

#18 Skyrock

Skyrock

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Geschrieben 07. Juni 2005 - 06:56

Wichtig ist jedenfalls dass Differenzierung da sein sollte, zumindest zwischen Kurz- und Langbogen. Solche Feinheiten wie den Unterschied zwischen dem herkömmlichen und dem walisischen Langbogen kann man für Spielzwecke auch unter den Tisch fallen lassen, schlie?lich sollen die Charaktere von Tentakelviechern gefressen werden und nicht den hundertjährigen Krieg nachstellen :D

1w8 halte ich in jedem Fall(au?er bei o.g. LARP-Bogen) für untertrieben - das wäre lediglich der Schaden von .32ACP.
Ein Kurzbogen sollte Chancen haben ein Kettenhemd zu durchschlagen, aber nicht wirklich mehr.
Ein Langbogen sollte ein Kettenhemd mit einiger Verlä?lichkeit durchschlagen und auch Plattenrüstung zumindest gefährlich werden.
Leider habe ich keine Werte zu archaischen Rüstungen da hier gerade nur das alte GRW rumliegt.

#19 Thomas Michalski

Thomas Michalski

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Geschrieben 07. Juni 2005 - 09:45

Bin bis Donnerstag in meinem "Studienwohnsitz" in Aachen und habe daher gerade auch keine Zugang zu meinem 1000 AD, da muss mal eben jemand anders in die Bresche springen ... was schützt denn so ein Kettenhemd? Was eine Platte?
Habe zwar von Bögen nur ansatzweise Ahnung, von Rüstungen aber wenigstens was mehr - wäre da also neugierig :-)

Gru?,
Thomas

#20 Peer

Peer

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Geschrieben 07. Juni 2005 - 11:12

Als erstes-ich bin nicht Peer sondern seine Freundin Claudia und nutze jetzt mal aus Faulheit seinen Account. Er hat mich auf diesen Thread aufmerksam gemacht und ich dachte, einige Infos wären villeicht nicht schlecht. Ich bin nun seit über 20 Jahren aktive Bogenschützin und habe inzwischen auch so ziemlich jede Bogenart mal geschossen die es gibt. Ich werde euch das jetzt nicht in irgendwelche Rollenspielwerte umrechnen sonden gebe euch nur ein paar reale Fakten.

Zum Langbogen (engl. Longbow): wurde in der Regel aus Eibe gemacht und im Krieg wurden teilweise wohl wirklich Bögen mit über 100 lbs geschossen - hatte den Effekt, dass es den Schützen damit aber nicht sehr gut ging und die ausgegrabenen Skelette ziemliche Verformungen aufwiesen. Um gegen ein Kettenhemd oder eine Ritterrüstung anzukommen kam es vor allem auf die richtige Spitze an. Im Krieg wurde dann auch nicht auf ein Ziel sondern auf Masse geschossen (also in die Menge). Eine Entfernung für einen Longbow, bei der man noch einigerma?en sicher (als geübter Schütze) trifft, sind ca. 35 m - damals wie heute (Scheibe ungefähr mit 50 cm. Durchmesser). Was weiter weg ist ist dann schon recht schwer. Wenn heute ein Longbow-Schütze mit 60 lbs oder mehr Zuggewicht ankommt kann ich nur den Kopf schütteln - die machen sich dann schnell die Schulter kaputt, da Langbögen einen recht harten Rückschlag haben. Dem versucht man entgegen zu wirken, indem man heute verschiedene Hölzer zusammenleimt - besonders weich wird ein Langbogen z.B. durch Bambus. In Turnieren stehen für Langbogenschützen die Scheiben meist zwischen 20 und 35 m, max. 45 m. Alles darüber ist eigentlich Quatsch. Den Nullpunkt (da kann man mit der Spitze direkt in Ziel halten) ist meist bei 30 m. Klassisch sind Pfeile aus Holz, z.B. Kiefer, mit Naturfedern die übrigens Regen gar nicht gerne mögen (saugen sich voll und der Pfeil fliegt nicht mehr so weit - bis zu 5 m weniger). Heute schie?en Männer meist ein Zuggewicht zwischen 40 und 55 lbs, Frauen bis zu 40 lbs. Ich habe mir mal einen in einem Bogenbaukurs selbstgemacht - der hat gut 30 lbs und trifft bis 25 m einigerma?en, alles was weiter weg ist ist dann aber pures Glück. Ich habe ihn absichtlich so leicht gemacht, da er auch so schon einen ziemlich heftigen Rückschlag aufweist.
Und was das Lernen angeht - nach einem halben Jahr kann man einen Anfänger einigerma?en alleine schie?en lassen - bis man beim Bogenschie?en dann aber auch mal etwas besser schie?t muss man schon 2 Jahre ?bung mitbringen. Im ?brigen habe ich selbst miterlebt, wie ein Langbogenpfeil (aus Versehen) auf 50 m glatt durch einen Arm durchging. Und gerade früher, mit Jagdspitzen, waren Pfeil und Bogen ziemlich tödliche Waffen, wenn man traf.
Zu aller letzt - heutige Langbogenschützen schie?en meist weniger mit zielen sondern mehr instinktiv, auch ein Grund, warum vor allem auf kürzere Entfernungen geschossen wird.
Falls auch Infos zu den Disziplinen Bowhunter (instinktiv mit Recurve-Bogen), Blankbogen Recurve, Olympic Recurve oder Compound-Bogen gewünscht werden sagt Bescheid.

Gru?
Claudia

#21 Hakon

Hakon

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Geschrieben 07. Juni 2005 - 14:29

Mein Bruder ist Sportschütze und hat einige Kataloge zu Waffen und Munition - meines Wissens nach auch mit den jeweiligen Joule-Angaben. Wenn ich ihn mal wieder treffe, werde ich ihn danach fragen und die Infos dann hier ins Forum stellen. :)

Gru?,
Matthias

#22 Sturmknecht

Sturmknecht

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Geschrieben 07. Juni 2005 - 14:39

Eine Entfernung für einen Longbow, bei der man noch einigerma?en sicher (als geübter Schütze) trifft, sind ca. 35 m - damals wie heute (Scheibe ungefähr mit 50 cm. Durchmesser). Was weiter weg ist ist dann schon recht schwer.

Zusatz-Info:

Unser Club organisiert jedes Jahr die Schweizermeisterschaft im Bogenschiessen... Da sind die Recurve-Distanzen (olympische) 70 m und die Longbow-Distanzen 50 m.

m ?brigen habe ich selbst miterlebt, wie ein Langbogenpfeil (aus Versehen) auf 50 m glatt durch einen Arm durchging.

Au, Schmerz... ?bel sowas.

Hab auch noch grad ne Frage:
Was genau ist der Unterschied zwischen Bowhunter und Barebow (Blanker Recurvebogen)?

#23 Peer

Peer

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Geschrieben 07. Juni 2005 - 15:59

Olympisch bzw. Fita (eine bestimmte Disziplin des Bogenschie?ens) wird weiter geschossen, das stimmt. Ich schie?e inzwischen fast nur noch Jagd/Feld (nicht-olympische Disziplin, aber recht reizvoll), also auf einem Wald- und Wiesnparcours - dort sind für Olympic-Recourve die Maximalentfernungen 60 m (Scheiben sind auch etwas kleiner als bei der Fita - max. 80 cm Durchmesser).

Bow-Hunter wird mit Recurvebögen beschossen, ähnlich wie Blankbogenschie?en, also ohne Visier und Stabilisatoren etc. Beim Blankbogenschie?en wird an der Sehne je nach Entfernung abgegriffen, so dass man immer mit der Spitze zielen kann. Beim Hunter-Schie?en gibt es nur einen einzigen Abgriff und man schie?t instinktiv. Diese Trennung der Bogenklassen findet man eigentlich nur beim Feldschie?en. Hinzu kommt, dass die meisten Hunterschützen Recurve-Bögen aus Holz präferieren - da wird dann gerne mal der "Black Widow" ausgepackt (der Mercedes unter den Bögen).
Ich schie?e übrigens meist Blankbogen und hier einen schweizer Bogen - einen Talenta - eigentlich auch schon eine Antiquität aber ein wundervoller Bogen!

Gru?
Claudia


#24 PacklFalk

PacklFalk

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Geschrieben 07. Juni 2005 - 16:44

@Thomas Michalski: Kettenhemden wenden, laut 1000 AD, einen Schaden von 6 Punkten ab, aber gegen Durchbohren (wie eben durch einen Pfeil, ainen Arbrustbolzen oder etwa einen Speer) sind es nur 4 Punkte. Plattenpanzerung habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden.

"I hope you brought your wits with you

for sanity is in short supply here!"

 

Hratli - Diablo 2, Act III

 

"Still sane, Exile?"

 

Zana, Mastercartogrpher - Path of Exile





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