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Wirken der Magie


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18 Antworten in diesem Thema

#16 Guest_Gast_*

Guest_Gast_*
  • Gäste

Geschrieben 21. Juli 2005 - 10:50

Nur zum Thema "Denkweisen entlarven":

Original von Erich Zann
Im Ernst: es ist nicht das Wort allein, es ist nicht der Gesang allein, es sind sind nicht die Ingredienzien oder die Beschwörungsutensilien, nicht die Partikel der Seele des Zauberers, nicht sein Glaube oder sein Wahnsinn, nicht der Stand der Sterne und nicht die Kraftlinien und Nodices der Ritualorte, nicht die Präsenz vergangener Welten oder niederhöllischer Echos, auch nicht die Schwingungen aus dem Limbus oder die Gedanken der Grossen Alten, möglicherweise aber alles zusammen oder von allem ein bisschen was, Anteil variabel. Das ist (für mich zumindest) Magie bei Cthulhu.


Kraftlinien, Nodices, niederhöllisch, Limbus - hihi, DSA-Spieler...

#17 Carsten S.

Carsten S.

    .....

  • Cthulhu Insider
  • PIPPIPPIP
  • 1.596 Beiträge

Geschrieben 21. Juli 2005 - 11:39

Hallo,
mal meine bescheidenen Gedanken zu dem Widerspruch: Die Magie bei Cthulhu ist so furchtbar unerklärlich, gleichzeitig gibt es aber teilweise banal klingende "Kochrezepte".
Nun, die "Magie", die "Gro?en Alten", all das ist für unsere beschränkten Gehirnchen völlig unerklärlich. Das ist aber eine Sache, mit der der Mensch nicht gut klarkommt. Wir mögen keine unerklärlichen Dinge.
So, jetzt gehen wir mal weiter davon aus, da? die meisten der Zaubersprüche sehr alt sind, man findet sie ja nun auch in alten wurmstichigen Folianten. Gehen wir weiter mal davon aus, da? man halt "damals" (absichtlich weit gefa?t) eine Vorstellung von Magie hatte, die viel dem Herumsauen mit Blut und Fledermausflügeln zu tun hatte. Irgendein Magier möchte einen Gro?en Alten beschwören, probiert lustige Rituale aus und -peng!- es funzt. Also denkt er sich: Fein, das mu? ich also machen, wenn ich die Gottheit XY beschwören will. [Das ist jetzt seeehr vereinfacht ausgedrückt, gehen wir einfach mal davon aus, da? er noch denken kann] Er schreibt die lustige Formel in einem Buch auf, die wird von anderen kopiert und nachgemacht und schlie?lich wird sie zu allgemein akzeptierten Art und Weise dieses Wesen zu beschwören.

Ist das aber die "Wahrheit"? Nö, mu? ja nicht. Warum kann es nicht genausogut sein, da? allein die Bereitschaft zu akzeptieren, da? es so etwas wie die Gro?en Alten gibt und dann noch dazu einen von ihnen beschwören zu wollen, ausreicht die Aufmerksamkeit dieses Wesens auf sich zu ziehen. Der ganze Hokuspokus drumherum dient dann lediglich dem Menschen als "Krücke", von mir aus als Fokus zur Konzentration. Das Ritual hätte also theoretisch auch ganz anders aussehen können.
Der Würfelwurf (wenn man darauf nicht sogar ganz verzichten will) ist dann nur der spielmechanische Ausdruck für die Willkürlichkeit, mit der sich der GA, das Mythoswesen, wasauchimmer entscheidet, aufzutauchen, zu passieren usw. Eine erhöhte Fertigkeit in "magischen" Dingen geht weiterhin meist mit einer, äh, deutliche reduzierten Geistigen Stabilität einher, die wiederum als Ausdruck einer grö?eren Bereitschaft zur Akzeptanz des Vorhandenseins "unerklärlicher" Dinge verstanden werden könnte.
Als lustigen Nebeneffekt kann man dann z.B. mal einen Kultisten o.ä. vorkommen lassen, der plötzlich eine ganz andere Art und Weise hat, einen bestimmten Zauber zu wirken, etwa weil er die "Krücke" nicht mehr braucht oder seine eigene erdacht hat. Das könnte weiter zur lustigen Verwirrung der Spieler beitragen.

Die Idee von Gemüse Ghoul finde ich übrigens sehr gut, diese lä?t sich IMHO auch hier einbauen.

Das ist jetzt sicherlich nicht der Weisheit letzter Schlu? sondern nur, was mir spontan dazu eingefallen ist. Kann auch gut sein, da? etwas ?hnliches hier bereits diskutiert wurde und ich Teile davon nur aus der Erinnerung wiedergegeben habe. Egal, vielleicht hilft es ja als Gedankenansto?.

Cheers,
Carsten

#18 Skyrock

Skyrock

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  • 706 Beiträge

Geschrieben 21. Juli 2005 - 14:06

Original von carsten
Die Magie bei Cthulhu ist so furchtbar unerklärlich, gleichzeitig gibt es aber teilweise banal klingende "Kochrezepte".

Das ist eine Ansicht der ich mich nur anschlie?en kann.

Menschliche Zaubersprüche sind ein Versuch die Macht des Mythos greifbar zu machen und in eine für Menschen verständliche Form zu packen, ein Vorgang der diese Macht nur sehr ineffizient und unvollkommen ausschöpfen kann gegenüber der reinen, ungreifbaren Macht des Mythos.

Es ist so als wolle man als Taubstummer mit den Fü?en auf einem Kinderklavier ein Barockkonzert spielen: Man kann mit viel, viel ?bung und Schwei? etwas krudes hinbekommen das dem gewünschten Ergebnis entfernt ähnelt, aber man wird nie in der Lage sein auch nur annähernd an das Original herankommen, einfach weil unser Zauberer das Original weder voll erfassen noch voll ausführen kann.

#19 Eibon

Eibon

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  • 722 Beiträge

Geschrieben 21. Juli 2005 - 14:21

@Carsten: Danke! Das war mal ein guter Beitrag zum Thema, der für mich persönlch
zumindest die Bande zwischen den "Kochrezepten" und dem Aspekt der
Unbegreiflichkeit des Mythos leicht verständlich erklärt hat.

Gru?,
Eibon




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