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Der Blutsauger von Schwarzbrunn - Aus Aeonen


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8 Antworten in diesem Thema

#1 Guest_Lysistrata_*

Guest_Lysistrata_*
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Geschrieben 16. Februar 2006 - 09:58

Mich würde Eure Meinung interessieren

Wer es noch nicht kennt nicht mehr weiterlesen:

Ich habe letztens mit meiner Gruppe "Der Blutsauger von Schwarzbrunn" ein Cthulhu 1000AD gespielt. Schon am Anfang merkte ich das dieses Abenteuer eher zäh flie?t. Die Ideenlosigkeit meiner Gruppe zwang mich dazu die zeitlichen Abstände etwas zu straffen.

Viele "highlights" hat das Abenteur nicht, die Suche nach dem Mörder der Kinder blieb bis auf ein paar Wilde Tiere und merkwürdige Sinnestäuschungen recht ereignislos.
Die Erscheinung im Hof, sorgte zwar kurzfristig für etwas Ratlosigkeit und Schrecken aber mehr nicht.
Ich glaube am Ende waren alle froh das es vorbei ist.

Oft bestand die schwierigkeit darin, die Zeit auszufüllen, in der Klosterbibliothek zu forschen ist spieltechnisch relativ schnell abgehandelt, aber wie hätte ich die Tage abhandeln müssen wo nichts oder nicht viel passiert.

Was bei dem Abenteuer aufgefallen ist, es fehlt der Zeitdruck und die damit verbundene Spannung....

Vielleicht habe ich auch was falsch gemacht, mich würde interessieren wie es andere sehen.

Gru? Lysi



#2 Guest_Manji_*

Guest_Manji_*
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Geschrieben 16. Februar 2006 - 12:37

Also ich hab einem meiner Spieler, der war Totengräber, eine Vision zukommen lassen, während er eins der Kinder begraben hat.
In dieser Vision stieg das Kind aus dem Grab und attackierte ihn und wie beabsichtigt schlug er auf das Kind ein, was für die Dorfbewohner nun schon wie eine schwere Entweihnug aussah und auch auf seine Begleiter einen komischen Eindruck machte.
Das könnte man auch auf andere aus der Gruppe ausweiten und so Unstimmigkeiten erzeugen.

Ansonsten könnte man auch die Begegnung mit der jüdischen Familie etwas mehr ausweiten, jeh nachdem ob man sich auf ihre Seite schlägt oder nicht.

Ansonsten muss ich auch sagen, dass das Spiel recht langsam vorran ging und ich die Tage schon von vornherein abgekürzt habe.

#3 Erich Zann

Erich Zann

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Geschrieben 16. Februar 2006 - 20:10

Auch ich hatte mit den zu grossen Zeitabständen zu tun, das ist mir jetzt wieder eingefallen. Das ist aber kein Problem, da verkürzt man einfach die Tage/Nächte, das kann man ja spontan machen.

Ich habe das Abenteuer mit einer "Einsteiger-Gruppe" gespielt, es waren auch zwei Nicht-Cthulhu Spieler dabei, und für dies war das Abenteuer nicht schlecht. Man wird in dieser kleinen Geschichte schön in die Mechanismen von Cthulhu 1000 AD eingeführt. Und es stellt eben keine gro?en Anforderungen an die Spieler. Ein gutes Einstiegsabenteuer.

Ich habe versucht, etwas vom Flair der Name der Rose zu vermitteln und als Soundtrack ein paar Gregorianische Choräle und Glockengeläute gehabt; und fast ausschlie?lich Kerzenbeleuchtung.

Das Abenteuer kam dadurch schon recht gut an, als "Highlight" ist es aber sicherlich nicht in Erinnerung geblieben.


#4 gemüse-ghoul

gemüse-ghoul

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Geschrieben 17. Februar 2006 - 10:51

Mich stört vor allem, dass das Abenteuer nicht nur linear ist, sondern den SL zum Schummeln auffordert. Egal was die Spieler machen, es hat keinen Einfluss, bis das Finale da ist.
Das einzig potentiell gute an dem Szenario ist die Möglichkeit eine verschwörerische Atmosphäre wie in "Der Name der Rose" aufzubauen.
Ich würde es nicht leiten wollen.

#5 Guest_Lysistrata_*

Guest_Lysistrata_*
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Geschrieben 17. Februar 2006 - 11:29

Hier fehlt ein Button, "eigenen Beitrag löschen" 8)
Den Habe ich versehendlcih zwei mal geschickt....

#6 Guest_Lysistrata_*

Guest_Lysistrata_*
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Geschrieben 17. Februar 2006 - 11:39

Original von Lysistrata

Original von gemüse-ghoul
Mich stört vor allem, dass das Abenteuer nicht nur linear ist, sondern den SL zum Schummeln auffordert. Egal was die Spieler machen, es hat keinen Einfluss, bis das Finale da ist.


Ja genau, das hat mich auch extrem gestört, teilweise habe ich es auch bei meinen Spielern bemerkt, irgendwie ahnten sie das sie keinen Einflu? auf die Geschehnisse haben.
?(



#7 Guest_Aberwiss_*

Guest_Aberwiss_*
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Geschrieben 15. März 2006 - 14:05

Ich habe das Abenteuer vorher gestrafft. Aus dem 5-tägigen Rhythmus der Morde habe ich einen 3-tägigen gemacht, wobei ich aber trotzdem das Datum als Höhepunkt beibelassen habe.
Zur Problemathik der Unausweichlichkleit der Ereignisse muss ich sagen, dass dies doch kein neues oder diesem Abenteuer spezifisch anhaftendes Problem ist, sondern in Wirklichkeit stellt sich dieses Problem bei jedem Abenteuer, dass auf einen Höhepunkt hin ausgerichtet ist.
Die Methode, damit umzugehen habe ich flexible response genannt. (Na, erinnert sich noch jemand an den kalten Krieg?) Man sollte sich bereits im Vorfeld überlegen, was mache ich bzw. was machen meine NSC wenn... Und dann eben eine adäquate Reaktion der NSC in der Hinterhand haben.
Dadurch werden meine Abenteuert unebrechenbarer und damit auch für mich spannender.
Einzige echte Schwierigkeit ist der durch die Spieler zu verursachende Tod des guten Kultisten. Meine Spieler machen das nicht einfach so, weil sie um eventuelle Konsequenzen wissen. Und einen tödlichen Unfall ohne doe Möglichkeit einzugreifen halte ich für arg konstruiert.
Ich habe mir also überlegt, dass die Spieler irgendwie die langwierigen Vorbereitungen des Kultisten ruinierten (bei mir war es ein Gefä? mit gesammeltem Mana) und daher mit seiner Hilfe und unter Einsatz ihres eigenem Manas ein Ritual improvisieren mussten.
Das führte im Vorfeld auch zu einer sehr schönen von gegenseitigem Mistrauen geprägten Rollenspielsituation.


#8 Cagliostro

Cagliostro

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Geschrieben 28. Dezember 2013 - 17:56

Moin.

Ich wollte "Der Blutsauger von Schwarzbrunn" morgen leiten bzw. werde es leiten. Es ist zwar eher "na ja" im Fazit, aber ich werde es abändern.
Die Idee zum spielen kam in unserem Urlaub in Rothenburg ob der Tauber auf ;)


Gibt es noch Feedback/Tipps/Spielberichte zum Abenteuer
(den Spielbericht von lutzeccard kenne ich)

Hat wer Zeitleiste und Handouts eingescannt? Play by the book geht ja bei Cthulhu leider seltenst ohne Kopierer im Haus.

1) Ich peppe es mit interessanten vorgefertigten Chars auf ;)
Wird wohl die Totenleserin unterwegs sein.
Ach ja, mein Mittelalter ist "mein Mittelalter". Hab den MA-Band zwar da, aber ist mir zu dick, ich will spielen, nicht lesen ;)

2) Wie so oft werde ich gnadenlos kürzen (muss ich eh, hab nur 5-6 Stunden Spielzeit zur Verfügung).
Ich denke, dass Abenteuer gewinnt eh dadurch.
Ich frage mich eh, wer so etwas so schreibt? Zig Tage, die mit "Nichts" gefüllt werden und dadurch baut sich dann langsam Spannung auf?
In der Praxis ist es doch so, dass die Spieler das ja nun mal nicht wissen und versuchen die Tage zu füllen, wodurch Frust mangels Ergebnisse aufkommt.
Spannung nimmt eher ab, da viel Leerlauf.

Ich greife den Tipp von aberwiss auf und werde aus dem 5-tägigen Rhythmus der Morde ebenfalls einen 3-tägigen machen
wobei ich ebenfalls aber trotzdem das Datum als Höhepunkt beibelassen habe.

3) Hat jemand einen Tipp für ein befriedigendes Ende? Bei mir wird es ein One Shot bleiben (ein Spieler zieht weg)

4) Ich werde nicht totales Railroading machen. Wenn z.B. der Rote Mönch überlebt (was ich bei meiner Gruppe vermute) werde ich das Ende ändern.
Dann halt gemeinsamer Showdown ;)

5) Ich werde nicht die zeitlichen Lücken mit merkwürdigen Sinnestäuschungen im Wald (Nebel) füllen, nur die Visionen bringen.

Evtl. sogar Fantasy-mäßig ein wildes gefährliches Tier einbauen, so von wegen vom drohenden Bösen beeinflusst (werden die Chars ja immerhin auch)

6) Wichtig: Da nun wirklich gar nichts für einen Werwolf spricht wird dann schnell das Wort "Vampir" umgehen und ein mutiger wenn auch verzweifelter
Dörfler wird die Leichen pfählen und köpfen wollen ;)
Außerdem laufen alle mit Knoblauch und Co. rum ;)
Passt inhaltlich viel besser. Außerdem fallen so Handouts weg und ich spare Zeit. Die Dinger kann eh kaum wer lesen im halbdunkeln.


7) Die jüdische Familie passt dann auch "gut rein", von wegen geschächteten Kindern ... Traurig, aber historisch.


8) Noch mal: Viiiiiiiiiiiiiiiel weniger Railroading ;)

9) Ende: Evtl. die Überflutung aber mehr eben nicht.
Ich werde sie das Ritual evtl. probieren lassen und die Auswirkungen dann von den Erfolgen abhängig machen.
Überflutung aber kein Großer Alter vor Ort klingt doch nach einem akzeptablen Ende.


"Name der Rose" klingt als Flair gut und danke für den Tipp mit den Gregorianische Choräle und Glockengeläute


Bearbeitet von Cagliostro, 28. Dezember 2013 - 18:07 .


#9 Cagliostro

Cagliostro

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Geschrieben 29. Dezember 2013 - 14:14

So, hab jetzt auch die Beschreibung des Gebäudes kapiert. Meine räumliche Vorstellungskraft ist mies und ich hab jetzt kapiert, dass vom zweiten Stock keine Übersicht da ist.

"G" steht für Geräteschuppen? ;) Edit: Wohl "Gärten" ;)

So, Fazit folgt später. Abenteuer beendet

Bearbeitet von Cagliostro, 29. Dezember 2013 - 22:57 .





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