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Eine Frage der Perspektive (Spoiler!)


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Dingo

Dingo

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Geschrieben 09. Mai 2006 - 10:48

hallo, forum!

da ich nun letztens im titel genanntes abenteuer geleitet habe und dabei auch an einige nicht vorhergesehene stolpersteine geraten bin, würde ich hier gerne einen kleinen spielbericht reinstellen!

das abenteuer liest sich an sich für den meister recht schön, was mir besonders gut gefallen hat ist, dass die chars am ende mal wirklich einen blick hinter die schleier der realität werfen können und sehen, dass selbstverständliche dinge nicht auf physikalischen gesetzen beruhen sondern auf übernatürlichem. 8o

:)) der erste haken ist, dass erfahrene spieler denen wegemann im zug begenet ist, diesen nicht einfach verlorengehen lassen wollen. ich wahr schon froh, dass sie nicht an seinen koffer gedacht haben, als sie ihn zum hotel fahren wollten...auch das ganze abklappern der hotels später hat einiges an spielzeit geraubt...
am besten wärs gewesen, er erzählt der gruppe von einer pension in einer stra?e, die es tatsächlich gar nicht gibt. das bringt die guppe dann schneller auf die spur des anwalts.
auch war kurz im gespräch, die stadt zu verlassen um stettin zu besuchen...da sollten der gruppe alle telefonischen und -grafischen mittel zur verfügung stehen um nicht ein oder mehrere chars für tage aus dem abenteuer zu haben.

:)) zweitens ist es für das abenteuer zwingend, dass einer der chars zielonkas untersuchung mitmacht und in sein spiegelkabinett gehen.
meine gruppe rief als erstes auf dem jahrmarkt: "kuriositätenkabinett! sofort!!! :D " und landete gleich bei zielonka. die im abenteuer beschriebene "show" war im ersten teil allerdings bereits derart menschenverachtend rassistisch, dass die gruppe bereits im ersten zelt laute buh-rufe von sich gab und den ganzen rest der führung sich immer wieder lautstark über zielonka und seine theorien lustig machte!
die folge: jedem in der gruppe war zielonka so unsympatisch, dass niemand auch nur im traum daran dachte, sich für seine wissenschaft zur verfügung zu stellen oder auch nur sein kabinett zu betreten... :(

mit der im abenteuer dargestellten führung, verkommt also zielonka recht schnell zum gruppenfeind, gar zur lachnummer. da die verbindung zum jahrmarkt somit nicht zustande kam, musste die wegemann-kreatur mehr spurenlegearbeit leisten als vorgesehen, was mir als leiter nich immer plausibel erschien...

:)) punkt drei, die kreatur: die chars treffen irgendwann auf sie, und dann ist sie eine wichtige spur zum jahrmarkt, und dann in der spiegelwelt zum zentrum. der haken: was machen chars, die auf eine kreatur treffen, die sie womöglich noch mit einem fauchen begrü?t? genau! die knarre ausm strumpfband und die flinte ausm zylinder...
anstatt die kreatur als hinweis zu nehmen, wird sie zur zielscheibe. es empfiehlt sich, immer wenn die kreatur auftaucht, einen fluss in der nähe zu haben, um sie fix verschwinden zu lassen, wenns für sie zu gefährlich wird!

die verbindung zielonka-wegemann wurde dann letztendlich nur zufällig zustande gebracht. dort ergab sich die möglichkeit einen char der gruppe vor einen zauberspiegel zu setzen. dieser hatte glücklicherweise vorher auch betrunken die untersunchung mitgemacht, aber das war nur glücklicher zufall...

für den weg in die spiegelwelt musste dann die wahrsagerin der gruppe aufs auge gedrückt werden...einen grund die welt zu betreten hatte die gruppe erst nicht.
das wesen war heim, was zielonka aufbrachte, der gruppe hingegen also auch gefiel.
dass das wesen die anderen befreien würde, beunruhigte die gruppe auch wenig. diesen hinweis zielonkas sollte man vermeiden, damit die gruppe nicht die vermutung hegt, die wegemann-kreatur würde das abenteuer alleine lösen...

die spiegelwekt hab ich dann aus zeitgründen recht schnell abgehakt, ich finde sie wirkte auch besser, wenn man nicht alles so detailliert beschreibt, wie vorgegeben, sonder alles etwas vage hält.
hatte angst, dass sich die gruppe irgendwann wie in den traumlanden fühlt, und jede weitere monstrosität irgendwann nur noch schulterzucken hervorruft...

letztendlich waren die chars zurück und mit zielonka besteht noch immer ein guter gegner im hintergrund. ihn plötzlich in der spiegelwelt auftauchen zu lassen, war mir am ende doch zu konstruiert...

ja, so war das abenteuer bei uns, vielleicht kann ja jemand was nützliches daraus gebrauchen. ;)

„Wenn ist das Nunstück git und Slotermeyer? Ja! … Beiherhund das Oder die Flipperwaldt gersput!“

The funniest joke in the world


#2 oliver der entsafter

oliver der entsafter

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Geschrieben 09. Mai 2006 - 14:03

Vielen Dank für den Bericht.
Ich wei? zwar noch nicht, wann ich dieses Abenteuer spielen werde, Deine Anmerkungen werden mir aber sicher weiter helfen.

#3 Die Farbe aus dem All

Die Farbe aus dem All

    Deine neue Lieblingsfarbe

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  • 2.696 Beiträge

Geschrieben 17. Mai 2006 - 00:03

Scheint recht originell zu sein, wo findet man das Abenteuer denn? Festival Obscura?

"Die Farbe... sie brennt... kalt und feucht, aber sie brennt... ich hab sie gesehen... bricht Dir den Verstand, und dann kriegt's Dich... verbrennt Dich... kannst nich loskommen... zieht Dich... nur 'ne Farbe... es ist von weit her gekommen, wo die Sachen nich so sind wie hier... saugt das Leben aus..."

 

Nahum Gardner in "Die Farbe aus dem All" von H.P. Lovecraft


#4 Tom

Tom

    Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

  • Cthulhu Moderator
  • PIPPIPPIP
  • 10.074 Beiträge

Geschrieben 17. Mai 2006 - 06:28

Original von Die Farbe aus dem All
Scheint recht originell zu sein, wo findet man das Abenteuer denn? Festival Obscura?

Ja. Ist das erste der drei Abenteuer.

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.





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