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Fähigkeit Fremdsprachen


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12 Antworten in diesem Thema

#1 Eisdrache123

Eisdrache123

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Geschrieben 05. Februar 2007 - 21:24

Hallo,

ich hatte mal eine kleine Diskussion am Spielltisch bezüglich der Fremdsprachen:

ist es möglich auch noch "nach der Chara erschaffung" neue Sprachen zu lernen quasi im Abenteuer!? durch gegenseitiges beibringen oder duch intensives studium?

könnte es mir schon vorstellen das ein Chara der ein Mythosbuch auf Altgriechisch liest der dann ebefnalls ne art Wörterbuch hat nach seeeeehr langer zeit (Fähigkeit 0 %) wohl dann mindestens so auf 3 % sein dürfte

Oder der Chara lernt in ner Bücherei / kauft sich in Buch. BI x 3 wurf klingt mir da ziemlich relastisch

9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen das ich nicht verrückt bin............................................die 10. hockt in der Ecke und summt die Pokécenter Melodie


#2 Thomas Michalski

Thomas Michalski

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 02:50

Also tendentiell ist "Fremdsprache" auch nur ein Skill.
Will sagen, die normalen Regeln zum Erlernen von Fertigkeiten gelten auch hier. "Fremdsprache" hat eine Grundchance von 01%, nicht von 0%, wie du schreibst (vgl. Spielerhandbuch (SHB) erste Edition, S. 127). Das hat nur Cthulhu-Mythos.

Sagen wir, der verwendete Text ist auf Französisch. Vielleicht muss Charakter Carl Gustav von Stresenberg darauf würfeln, vielleicht regelt er es aber auch "weich" mit seinem Spielleiter und man erklärt, dass er mit der nötigen Zeit und seinem getreuen Wörterbuch schon irgendwie aus dem Text schlau wird. Der Spielleiter gewährt ihm einen Haken.
Nach dem Abenteuer würfelt der Spieler, wie in den Regeln erklärt (SHB1, S. 109), einen W100 gegen seinen aktuellen Wert. Wenn er jetzt nicht exakt 01% erwürfelt, dann darf er sich den Skill "Fremdsprache Französisch" fest auf dem Bogen notieren und addiert 1W10.

Irgendwelche Sonderregelungen würde ich mir da sparen.
Genauso liefe es, wenn Carl Gustav bei seinem Kumpel John Jackson in Amerika zu Besuch ist und der Ami Sprachunterricht nimmt. Der SL gibt Jackson nach dem regelmä?igen ?ben dafür einen Haken, der würfelt und wenn das Ergebnis seinen bisherigen Wert (also ggf. auch 01%) übersteigt, dann darf er den W10 addieren.
So einfach ist das...

Ansonsten noch die Anmerkung, dass man die Alt-Vorsilbe bei Sprachen ernstnehmen sollte. Kann es von Griechisch nicht sagen und bei Englisch geht es ja noch, aber wer etwa versucht Deutsch per mittelhochdeutschem Wörterbuch zu lernen, der kann nachher vermutlich ganz gut geschriebenes Holländisch verstehen, aber Neudeutsch spricht der deshalb noch lange nicht...


Kuriose Randnotiz:
"Er wird allerdings nur dann als Einheimischer durchgehen können, wenn sein Fertigkeitswert in der betreffenden Sprache mindestens bei INx5% liegt." (SHB1, S. 128).
Jetzt nur mal so für's Protokoll - Bruno, der Bauarbeiter mit Minimalintelligenz 8 beherrscht Finnisch bei einem Fertigkeitswert von 40% wie ein Muttersprachler, Heinrich, der Dozent für angewandte Sprachwissenschaft mit einer Maximalintelligenz von 18 erst bei einem Wert von 90%?
Das ist jetzt echt mal schräger Unfug...


Grü?e,
Thomas

PS:
Pro Forma: Die Fertigkeit "Fremdsprache" steht in der zweiten Edition des Spielerhandbuchs auf S. 133, den Haken gibt's auf S. 114.

#3 Tom

Tom

    Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 07:56

Original von Thomas Michalski
Ansonsten noch die Anmerkung, dass man die Alt-Vorsilbe bei Sprachen ernstnehmen sollte. Kann es von Griechisch nicht sagen und bei Englisch geht es ja noch, [...]

Bemerkung am Rande und um Thomas These bzgl. der Silbe Alt zu untermauern: Die Exfrau eines Freundes hat u. a. Altgriechisch studiert. Das hatte so gut wie nichts mit Griechisch zu tun, wie wie es heute kennen.

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.


#4 Dingo

Dingo

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 08:18

auch nach der charaktererschaffung sind möglichkeiten vorgesehen, sich au?erhalb von abenteuern weiterzubilden. das betrifft natürlich auch fremdsprachen.

1. möglichkeit: für jede 10 jahre, die der char das mindestalter überschreitet, bekommt er einen punkt bildung hinzu. das sind 20% die z.b. auf ne sprache gehen können.

2. möglichkeit: der spieler sagt, sein char würde eine bestimmte fertigkeit nun studieren oder lernen wollen. wenn ich mich recht erinnere, konnte der char dann nach 6 monaten auf einen wert würfeln, der sich irgendwie aus IN und MA zusammensetzt und bei gelingen 1w10 % auf die fertigkeit bekommen. steht irgendwo im shb, glaube ich...

Kuriose Randnotiz:
"Er wird allerdings nur dann als Einheimischer durchgehen können, wenn sein Fertigkeitswert in der betreffenden Sprache mindestens bei INx5% liegt." (SHB1, S. 128).
Jetzt nur mal so für's Protokoll - Bruno, der Bauarbeiter mit Minimalintelligenz 8 beherrscht Finnisch bei einem Fertigkeitswert von 40% wie ein Muttersprachler, Heinrich, der Dozent für angewandte Sprachwissenschaft mit einer Maximalintelligenz von 18 erst bei einem Wert von 90%?
Das ist jetzt echt mal schräger Unfug...


ja, die regel haben wir auch gleich verworfen, totaler quatsch.
(andererseits ist es natürlich einfacher als einheimischer bauarbeiter durchzugehem, als als einheimischer sprachwissenschaftler...)

„Wenn ist das Nunstück git und Slotermeyer? Ja! … Beiherhund das Oder die Flipperwaldt gersput!“

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#5 Tom

Tom

    Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 08:25

Original von Dingo
1. möglichkeit: für jede 10 jahre, die der char das mindestalter überschreitet, bekommt er einen punkt bildung hinzu. das sind 20% die z.b. auf ne sprache gehen können.

Gibt es das noch? Mir war so als wäre das wieder abgeschafft worden.

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.


#6 pirx

pirx

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 10:34

Generell habe ich aber Zweifel, da? ein Charakter, der nicht Altgriechisch gelernt hat, ein Mythosbuch auf Altgriechisch lesen kann. Ich würde die Grundchance anwenden, wenn es darum geht, den Sinn eines kurzen Satzes zu verstehen. Wenn es darum geht, einen Text in einer fremden Sprache zu lesen, dann mu? der Charakter zunächst die Sprache einigerma?en lernen. Das Bedeutet Zeit und Aufwand, bringt dann aber auch Sprachkenntnisse - wie im richtigen Leben.

Regeltechnisch kann man das zumindest improvisieren.

#7 Dingo

Dingo

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 11:30

Gibt es das noch? Mir war so als wäre das wieder abgeschafft worden.



steht im shb unter weiterbildung auf s.123. fand ich auch immer ganz vernünftig, wenn chars zwischen den abenteuern ihre hobbys perfektionieren wollen.

das würfeln an sich bei sprachen ist immer problematisch, abstrakt und unrealistisch. eigentlich müsste jeder fremdsprachliche text einen inividuellen schwierigkeitsgrad haben der dann mit dem fertigkeitswert verglichen wird. aber der aufwand ist dann doch unangemessen.

als sl frag ich meistens nur, welchen wert der spieler auf die sprache hat und sag ihm dann, dass er den text entweder lesen kann oder eben nicht.
im zweiten fall oder bei einzelnen worten lasse ich dann würfeln um zu sehen, ob bestimmte schlagworte zum wortschatz des chars gehören und der grobe inhalt eines textes vielleicht ersichtlich sein könnte, oder eben ein wort bekannt ist.

bleibt nur noch die frage, ob man in solchen fällen haken vergeben sollte, denn wenn chars ihre fremdsprachenkenntnisse dadurch erweitern, dass sie ich an ein spezielles wort erinnern, ist das schwer nachzuvollziehen...

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#8 pirx

pirx

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 14:25

Grundsätzlich ist das richtig, was Dingo sagt. Aber im Grunde gilt ähnliches auch für alle anderen Fertigkeiten. Die Fertigkeitswerte liefern nichts weiter als Anhaltspunkte. Und was die Würfe für Konsequenzen haben, ist eine Frage, die der Spielleiter im Einzelfall mit Leben füllen mu?.

#9 Playmaker-M1

Playmaker-M1

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 18:30

Dingo=Naja, normalerweise besteht etwas aus mehr als einen Wort. Aber ist wirklich schwer zu sagen.

#10 Thomas Michalski

Thomas Michalski

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 20:36

Generell habe ich aber Zweifel, da? ein Charakter, der nicht Altgriechisch gelernt hat, ein Mythosbuch auf Altgriechisch lesen kann. Ich würde die Grundchance anwenden, wenn es darum geht, den Sinn eines kurzen Satzes zu verstehen. Wenn es darum geht, einen Text in einer fremden Sprache zu lesen, dann mu? der Charakter zunächst die Sprache einigerma?en lernen. Das Bedeutet Zeit und Aufwand, bringt dann aber auch Sprachkenntnisse - wie im richtigen Leben.

Jein. Dingo spricht schon zu Recht davon, dass Spraachen - für Realismus, nicht Spielspa? - alle eine individuelle Komplexität bräuchten.
Nun gibt es da noch verschiedene Detailgrad - so ist Englisch beispielsweise leicht zu erlernen und im Detail eine der modernen, westlichen Sprachen mit der grö?ten Tiefe - aber das ist spieltechnisch schwer zu machen.
Man muss aber vor allem auch die Wechselwirkungen sehen. Mein flickschusteriges Latein hilft echt bei spanischen oder italienischen Texten und meine Kenntnisse in Neu- und Mittelhochdeutsch eben beim Holländisch.

Mein Tutor für ?ltere Deutsche Literatur hat das im ersten Semester gemacht. Hat uns in der letzten Sitzung des Einführungskurses einen Text zur "?bersetzung" aus dem MHD ins moderne Deutsch gegeben. Das war bockig schwer, viele Wörter standen nicht im Lexer ... doch es ging. Und es stellte sich der Grund dann auch bald raus: der Text war älteres, aber nicht mal mittelalterliches Holländisch.

Nun könnte man über Regeln zum Ableiten nachdenken.
Kann man aber auch lassen.
Ich finde die 01% da schon 'ne gute Faustregel - fast unschaffbar um drauf zu würfeln, wenn auch theoretisch denkbar (Was? Wie war das letzte Wort? Oh, das, das kenne ich doch aus dem Sprichwort sonstwienoch...) - und man kann die üblichen Cthulhu-Steigerungsmechanismen dran ansetzen.
Und realistisch ist eh kein Regelwerk...

2. möglichkeit: der spieler sagt, sein char würde eine bestimmte fertigkeit nun studieren oder lernen wollen. wenn ich mich recht erinnere, konnte der char dann nach 6 monaten auf einen wert würfeln, der sich irgendwie aus IN und MA zusammensetzt und bei gelingen 1w10 % auf die fertigkeit bekommen. steht irgendwo im shb, glaube ich...

Ajupp, die Regel gibt's.
Die Probe ist (IN+MA)x2 - gelingt der Wurf, erhält der Charakter 1W10 Punkte dazu. Ist auch unter Weiterbildung zu finden - auf Seite 123 im alten und Seite 127 im neuen SHB.

Hatte ich vergessen, aber ja, den Mechanismus gibt es auch noch...


Grü?e,
Thomas

#11 pirx

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Geschrieben 06. Februar 2007 - 22:12

[QUOTE]Original von Thomas Michalski
[quote]Dingo spricht schon zu Recht davon, dass Spraachen - für Realismus, nicht Spielspa? - alle eine individuelle Komplexität bräuchten.[/QUOTE]

Natürlich hat er recht. Aber man kann jede Fähigkeit und jeden Lernproze? in eine beliebig detaillierte und komplexe Simulation abbilden. Sprachen sind ein gutes Beispiel dafür, wie Deine Ausführungen zeigen. Aber man kann das gleiche sicher auch für andere Fertigkeiten durchexerzieren. Die Frage ist immer, wie genau und detailliert man alle diese Faktoren beim Rollenspiel in algorithmische Regeln pressen will. Ich persönlich finde es eigentlich sehr schön, wie es bei Cthulhu gelöst ist. Man mu? sich eben nur darüber im Klaren sein, da? Fertigkeitswerte Richtwerte sind, und diese im Spiel entsprechend benutzen. Ich finde es sinnvoller, wenn Spieler und Spielleiter sich über den Hintergrund des Charakters unterhalten und sich klarmachen, woher seine Werte kommen, als alles in Form von Werten zu dokumentieren. Denn letztlich kommt man so oder so nicht drumherum, da? im Einzelfall alles Ermessenssache ist.

Wenn der gute Wert in Fremdsprache Deutsch daher kommt, da? der Charakter Althochdeutsch in Heidelberg studiert hat, dann kann der Spielleiter einfach einen erschwerten Wurf auf Deutsch zulassen, wenn ein mittelalterlicher Text aus Holland zu entziffern ist - anstelle von der 1%-Chance. Das halte ich für vernünftiger als sämtliche Dialekte als eigenständige Fertigkeiten einzuführen und komplexe Regelnetze zu spinnen, die realistisch abbilden, wie diese einander beeinflussen.

Dingo hat recht, da? die Regeln nicht besonders realitätsnah sind, wenn man sie stumpf anwendet. Ich denke nur, da? sie das garnicht sein sollen. Ich würde den Realismus im Rollenspiel suchen, nicht in den Regeln.

#12 Erich Zann

Erich Zann

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Geschrieben 07. Februar 2007 - 10:41

Original von Eisdrache123
Hallo,
ist es möglich auch noch "nach der Chara erschaffung" neue Sprachen zu lernen quasi im Abenteuer!? durch gegenseitiges beibringen oder duch intensives studium?


Bei unseren Spielern bin ich da recht gro?zügig. Wenn mir einer erklärt, er habe die letzten zwei drei Monate damit verbracht, eine Fremdsprache zu lernen, bekommt er (je nach Einschätzung der Sprache) 5 - 10 % für diese Sprache.

Oder als Beispiel: in unserer Orient Express Kampagne hat eine Spielerin erklärt, dass sie immer wenns geht (während der Zugfahrt, in Wartezeiten, im Hotelzimmer) Türkisch aus ihrem Türkischbuch lernt, nach 6 Wochen Fahrt habe ich ihr einen Wert von Türkisch in IN:2 gegeben.

#13 Guest_Black Aleph_*

Guest_Black Aleph_*
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Geschrieben 16. Februar 2007 - 00:09

Ich mache da immer Abstriche am Realismus und bewege mich da in Richtung Hollywood-Filmrealität.

Wenn jemand wirklich einen äSprachen-Charakterô machen will, dann kostet ihm das nur die Hälfte Berufs-/Hobby-Fertigkeitspunkte.




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