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SPOILER Erfahrungsbericht û Vom Winde verwest:


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Eine Antwort in diesem Thema

#1 Boris

Boris

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Geschrieben 06. März 2007 - 19:19

In meiner Gruppe wurden die vorgefertigten Charaktere aus dem Anhang benutzt. Allerdings gab es sechs Spieler, deshalb trat als sechste Figur der arrogante Clark Frost hinzu, der immer die Hauptrollen spielt und seit langem ein Verhältnis mit Candy Black hat. Im Abenteuer spielten die SC also alle Rollen, nicht nur die Statisten.
Nach dem anfänglichen Scheinwerfer-Unfall wurde Johnny im Krankenhaus behalten, aber Dr. Seuss setzte ihn nicht gleich von seiner Entdeckung in Kenntnis. Am nächsten Tag langweilte er sich und war ungeduldig wieder nach hause zu kommen. Etwas beunruhigt lass er dann in der Zeitung von der sensationellen Entdeckung von Dr. Seuss. In einer Drehpause entdeckte der Rest der Crew, dass am Scheinwerfer manipuliert worden war. Aus diesem Grund beschloss Johnny aus dem Krankenhaus zu türmen und entkam damit dem Feueranschlag.
Am nächsten Tag erschien alles nicht so schlimm, bis Clark Johnny beinahe erschossen haette û nach diesem Schock und unerfreulichen Diskussionen mit der erschreckend untätigen Polizei, waren alle etwas schockiert, in der Zeitung vom Brand im Krankenhaus zu erfahren. Besonders Johnny war über die ganzen Ereignisse ziemlich verstört, so dass er sich nach Feierabend die Kannte gab. Im besoffenen Kopf machte er dann einen Spaziergang zum Krankenhaus. Er war recht überrascht, als er auf dem Beifahrersitz eines Cabrios, welches vor dem Krankenhaus geparkt war, unter einem Stapel anatomischer Bücher eine Krankenakte mit seinem Namen entdeckte. Das Auto war schnell aufgebrochen und nach Betrachtung der seltsamen Röntgenaufnahmen war Johnny erstmal geplättet. Das folgende Telefonat mit Clark gehörte sicherlich zu den rollenspielerischen Highlights: äDu weissu was! Ich hab Dir doch immer gesacht, ich möchte mich ma tätowieren lassen. Und nu sach ich Dir: Ich bin tätowiert û und rat mal wo!ô
Am nächsten Morgen kam es dann zu dem letzten Mordversuch von Gamble, bei dem sich dann im Handgemenge mit Elvis Nash ein Schuss löste, der Gumble ins Jenseits beförderte. Erneutes Auftreten der Polizei und Diskussion mit Romero, mit dem man sich darauf verständigte, dass keine neuen Szenen mehr gedreht werden mussten, sondern der Rest zusammengeschnitten werden können. Anhand der Visitenkarte konnte Gumbles Kanzlei ausfindig gemacht werden und damit wurden auch die Hinweise auf Venegance, Nevada gefunden. Weiterhin wurde recherchiert, dass ein Alberto Houngan wohl mal in der Nähe von Venegance gewohnt hätte - damit war die nächste Station des Abenteuers klar.
Insgesamt gefällt mir diese etwas gestraffte und leicht abgewandelte Form des 1. Teils des Abenteuers besser als das Original. Meine Spieler haben nie wirklich z.B. nach dem Brandstiffter gesucht oder anderweitig versucht zu recherchieren. Vorallem musste ich als Romero schon einiges an ?berzeugungskraft spielen lassen, um die SC überhaupt am Set zu halten.

Dann also auf nach Venegance. Bei einem Zwischenstop in Mercury wurden Gerüchten über die Army-Base gelauscht und dann in Venegance den zahlreichen, unterschiedlichen Geschichten auf den Grund gegangen. Neben Selma waren dabei alle Mitglieder des Lopez-Clans Informationsquelle, und Emilio kam sogar zu zwei Dates mit Sandy Green. Auch der private Bereich des Diners wurde erkundet û unser gruseliger Höhepunkt. Einzig Witwe Towns wollten die SC nicht bis zu ihrem Haus folgen û als der gute Butch ihr beim Tragen der Tüte behilflich sein wollte, hat er die Arme doch allzu sehr erschreckt. Das Íffnen des Grabs von Alberto wurde von den meisten Mitgliedern der Gruppe zu diesem Zeitpunkt noch abgelehnt. Mannings Haus wurde schnell als das eigentliche Ziel ausgemacht, doch war Mannings beim ersten Besuch nicht zu hause. Der auf der Suche nach Lisa Hammilton vorbeikommende Sheriff konnte die Spieler von der Idee eines Einbruchs abbringen. Doch zumindest die Scheune wollten diese sich mal genauer Anschauen und rätselten danach sehr über die zahlreichen Fässer mit Säure.
Beim zweiten Besuch bei Mannings waren die SC erfolgreicher. Mannings bat sie herein und schaffte es alleine mit Johnny/ Alberto zu sprechen und ihn aufzuklären.
Es folgte nun eine Phase in der Johnny hinundhergerissen war - sicherlich am reizvollsten für den Spieler von Johnny und den SL. Zuerst schlug er sich auf die Seite von Mannings und versprach die anderen abzuwimmeln und alleine zurückzukehren, dann wurde er wegen der Mordanschläge wieder unsicher. Deshalb klärte er ûzurück in Venegance- die anderen auf und als Beweis wurde nachts sein Grab geöffnet. Am nächsten Morgen kehrten dann alle zu Mannings zurück. Dieser fühlte sich hintergangen und eröffnete mittels Schrotflinte das Feuer auf Johnny. Elvis und Clark konnten ihn allerdings überwälltigen. Erstaunlicherweise gelang es Johnny erneut alleine mit dem gefesselten Mannings zu sein. Die ehrliche Antwort, dass Mannings ihn hatte umbringen wollen, um die äForschungô zu schützen, überzeugte Johnny und er befreite Mannings. Die Schrotflinte und Gumbles (zweite) Pistole befanden sich aber noch in den Händen der Anderen, die mittlerweile das Labor erkundeten, LisaÆs Skelett fanden und zertrümmerten. Nun kam es zum eigentlichen Höhepunkt des Abenteuers, als Mannings und Johnny die anderen versuchten zu überzeugen, dass sie nichts böses getan hätten und vorallem, dass sie - verdammtnochmal - auf keinen Fall die nächste Tür im Keller öffnen sollten. (Johnny: äDas ist ein Durchbruch der menschlichen Forschung!ô Clark: äNein, das ist der reinste Horror-Film!ô). Schlie?lich bereitete Elvis dem Gerede mit einem Schuss auf Johnnies Kopf ein Ende und auch Mannings wurde erledigt. Die Verbleibenen erlagen jedoch nicht dem Locken des Schoggothen :D , sie verlie?en das Haus und die Tür blieb zu. Schlu?endlich kam es dann doch noch zum Atombomben-Finale, da der Sherif die Szenerie einige Tage später entdeckte und dem Flehen hinter der Kellertür nachging.
Alles in allem ein gutes Abenteuer mit teilweise wirklich lustig-skurilen Szenen. Doch gibt es auch einige Kritikpunkte: 1. Die humorvolle Atmosphäre kam gut an û Grusel kam aber so gut wie nie auf (tatsächlich war die Entdeckung der echten Selma der wohl gruseligste Moment). 2. Das Abenteuer wurde in unserem Fall schon ziemlich von Johnny dominiert, einzig am Anfang des zweiten Teils war es ausgeglichener, ich denke das ist doch etwas zu einseitig û gerade bei 6 SC! 3. In unserem Finale fehlte doch ein bi?chen was, dabei meine ich weniger, dass es nie zu einer direkten Auseiandersetzung mit Schoggothen oder Zombies gekommen ist, sondern vor allem sind manche Teile der Geschichte etwas zu kurz gekommen (Linda und die Army).


#2 Peer

Peer

    Advanced Member

  • Cthulhu Insider
  • PIPPIPPIP
  • 299 Beiträge

Geschrieben 07. März 2007 - 01:05

Noch einmal: vielen lieben Dank für den Erfahrungsbericht und die Kritik! :D

Immer her mit so etwas, Leute!




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