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Spielbericht "Die schreckliche Welt des Paul Wegener"


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8 Antworten in diesem Thema

#1 starwarschef

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Geschrieben 24. März 2008 - 09:59

Die schreckliche Welt des Paul Wegener

Damit hier mal wieder was neues steht
:D

An der Stelle nochmal FROHE OSTERN
und viel Spa? beim Lesen...

Am WE vom 15./ 16. März habe ich das Abenteuer mit sechs Spielern auf der KH-Con in Bad Kreuznach unter dem Motto "Cthulhu zum Frühstück" geleitet.

Die Spieler waren durchweg rollenspielerfahren, hatten ihr Horrorsetting aber bisher eher im Bereich WoD verankert.

Die zur Auswahl stehenden Helden waren eine Anwältin, ein Informatiker, ein Polizist, ein Stra?enmusiker, ein Student und der Zugschaffner.
Da das Abenteuer auf einer Con gespielt wurde, waren die Charaktere vorgefertigt, aber die Hobbyfertigkeiten teilten sich die Spieler selber ein. Und auch bei der Ausrüstung hatten sie freie Hand (was bei diesem Abenteuer im ?brigen eh irrelevant ist).

Die Charaktere befanden sich im Zug von Mainz nach Bad Kreuznach, der Schaffner kontrollierte die Karten, bis sich alle Spieler über das "Fahrkarten bitte!" einander vorgestellt und sich ein wenig in ihre Figur hineingefühlt hatten.
RUMMS- KLIRR- SCHEPPER
Der Zug bleibt abrupt stehen, die übrigen Mitfahrerinnen und Mitfahrer haben sich urplötzlich in splitterfasernackte Schaufensterpuppen verwandelt, die Scheiben des Zuges sind milchig geworden, es ist unmöglich nach drau?en zu sehen...
Erste Reaktion der Spieler: "Typisch Bahn!"
Der Schaffner hatte dann die Ehre sich nach dem Grund für das plötzliche Stehenbleiben des Zuges zu erkundigen, der Rest blieb erst einmal sitzen; nur der Polizist folgte dann (kurze Zeit später) dem Schaffner. Der Informatiker regte sich über seinen Laptop auf, der, als der Zug stehengeblieben war, den Geist aufgab. Wunderte sich dann über die angeschlossen Spielzeugkamera und wollte auf den Schreck eine rauchen, wozu er dann den Zug verlie?.
Drau?en angekommen löste die Schokoladenzigarette, die er rauchte erst einmal für einen kräftigen Hustenanfall; führte aber dazu, dass sich der Rest der Truppe in Bewegung setzte.
Der Polizist und der Schaffner waren mittlerweile beim Zugführer angekommen und während der letztere versuchte den Zug wieder in Bewegung zu setzen, untersuchte der Polizist die Schaufensterpuppen. Dabei stellte er fest, dass sich irgendwas im Kopf der Puppe befand, so dass er diesen zertrümmerte. Im Inneren des Kopfes fand er einen Zettel auf dem das Wort "Puppe" stand und langsam begriff der Polizist, dass die Situation in der sich die Gruppe befand mehr als ein normaler Unfall war, wobei seine Ideen nun in Richtung Regierungsexperimente und Chemieunfall gingen, nachdem das Thema "Versteckte Kamera" nun ad acta gelegt wurde.
Der Schaffner versuchte inzwischen den Zugführer von den Kontrollen zu lösen, worauf sich dieser in Luft auflöste und nur die Mütze übrigblieb. Jetzt war es für ihn an der Zeit telefonisch um Hilfe zu rufen, bis er erschreckt feststellen musste, dass sich sein Mobiltelefon in ein Spielzeughandy verwandelt hatte.

Die restliche Gruppe hatte sich mittlerweile vor dem Zug versammelt und wartete auf Schaffner und Polizist, die sich nun als Autoritätspersonen etabliert hatten. Aber beide verschwiegen ihre Entdeckungen erst einmal vor den anderen und gaben den Befehl, sich erst einmal dem Bahnhof zu nähern, um dort weitere Hilfe zu finden oder irgendjemanden über den Zugunfall in Kenntnis zu setzen.
Nach einer kleineren Diskussion, ob die Unterführung oder der Weg über die Bahngleise gewählt werden sollte, entschied sich die Gruppe für die Unterführung, da das Betreten der Gleise ja verboten ist.
Die Bahnhosplakate mit allerlei sexuellen Anspielungen wurden von der Anwältin nur mit "Sexistische Schweinereien" kommentiert und darufhin von der restlichen Gruppe ignoriert. Bei der Begegnung mit einem alkoholisierten Obdachlosen stellte der Student fest, dass aus seinem Geld Spielgeld geworden war ("Hast du mal ?nen Euro?").
Die Toilette, in welcher der Obdachlose verschwand, wurde zwar durchsucht und ein Spritzbesteck für Heroin gefunden, aber der Obdachlose blieb verschwunden, so dass sich die Gruppe weiter auf den Weg machte.
Auf der Stra?e vor dem Bahnnof trafen sie nun auf die "Grauen Männer", die gehetzt durch die Gegend liefen. Diesen ausweichend bahnten sie sich nun einen Weg zu Ali?s Dönerbude, um sich erst einmal mit Essen zu versorgen.
Aschendöner mit Spermaso?e und Pippicola wurden bestellt, während der Polizist von Ali eine Erklärung für die veränderte Umgebung haben wollte, aber nach drei "Mit scharf?!"-Antworten und der Feststellung, dass Ali keinen Unterleib aber ein scharfes Dönermesser hat, bemühte er die anderen die Imbissbude doch besser zu verlassen.
"Okay, dann nehmen wir die Döner halt mit..."
Da nach dem ersten Biss in den Döner, keiner dem anderen glauben wollte, wonach dieser schmeckt (s.o.), warfen und spuckten gleich mehrere Helden vor der Dönerbude mit Müll um sich, bis die beiden dreimetergro?en Kollegen des Polizisten auftauchten. Und spätestens nach dem Spruch "Am liebsten verprügeln wir Studenten!" hatten sie sich Respekt verschafft.
Allerspätestens jetzt war den Spielern klar, dass hier irgendtwas so gar nicht stimmt...

Es wurde beschlossen, nun die Häuser in der Stadt mit den grauen Riesen zu durchsuchen. Zuerst höfflich indem die Charakere sich durch klingeln bemerkbar machen wollten, dann wurde einfach eine beliebige Tür aufgebrochen. Erstaunt war die Gruppe nun darüber, dass das Haus nur eine Fassade war und versuchte hinter der Häuserwand weiter zu kommen. Aber auch dort fand sich bis auf eine undurchdringbare Nebelwand nichts, so dass sich die Gruppe nun wieder auf die Stra?e wagte. Dort sahen sie die Gestalt eines gro?en schwarzen Riesen, der die grauen Männer zur Flucht veranlasste, also flüchteten sie in eine Seitenstra?e, in der sie einen Zugang zu einer schönen grünen Wiese fanden, auf der schöne Blumen wuchsen und über der die Sonne schien.
Geräusche in einem Gebüsch lie?en die Spieler auf eine kleinwagen gro?en Hund sto?en, der unentwegt einem Ball hinterherlief. Zuerst gewannen sie Spa? daran, den Hund mit dem Ball hin und her zu schicken, als sich herausstellte, dass auch der Park eine Sackgasse war, nahmen sie aber ihren Mut zusammen und gingen vorsichtig zurück zur Stra?e.
Zum Glück war der schwarze Riese dort wieder verschwunden und die Gruppe folgte der Stra?e entgegen der Richtung in der sich der Riese bewegt hatte.
Der Besuch bei A-L-D-I diente den Spielern vor allem zur Ausstattung mit Messern und als der Schlund auftauchte, welcher die Waren des Supermarkts verschlang, drangen sie schnellstmöglichst zur Kasse vor. Um auftauchende Gestalten wurde jetzt ein gro?er Bogen gemacht und die als PRIVAT gekennzeichneten Räume im Supermartk nicht durchsucht. Zurück auf dem Parkplatz suchten sich die Helden dann einen Pfad zwischen den übergro?en Autos zurück zur Stra?e. ?ber die Grö?e der auftauchenden Wesen machten sie sich keine Gedanken, au?er dass sie eine Begegnung mit ihnen zu vermeiden suchten.
Da die Stra?e in einem Wendehammer endete folgten sie nun der Stra?e in die andere Richtung bis sie auf das Krankenhaus stie?en. "Vom Dach aus können wir bestimmt die Stadt überblicken?!"
Leider war das Dach unerreichbar und auch dass Hausmeisterbüro bot nur eine Menge Schlüssel, welche in gro?er Menge mitgenommen wurden; dabei fand sich auch ein besonderer Schlüsselbund, welchen der Polizist an sich nahm.
Nach der Begegnung mit einer Krankenschwester, welche einem der verletzten Charaktere eine übergro?e Spritze verpassen wollte, floh die Gruppe Hals über Kopf aus dem Krankenhaus, um sich den noch unentdeckten Teilen der Stadt zuzuwenden.

Am Ende der Stra?e fand sich dann ein gro?es schmiedeeisernes Tor, welches sich mit einem der gefundenen Schlüssel öffnen lie? und der erste Blick auf das Haus wirkte idyllisch, bis sich beim Betreten des Gartens um das Haus alles verwandelte, die Hecken und das Unkraut wucherten überall, das Haus wirkte verfallen, aber aus einem der Fenster schien Licht.
Die Gruppe teilte sich nun auf, einige gingen um das Haus herum, um zu schauen, ob es nicht wieder nur eine Fassade ist, während sich die anderen der Vordertür zuwandten.
Erfreut darüber, dass dieses Haus nicht nur eine Fassade war, drang di Gruppe dann in das Haus ein und beobachtete die Szenen im Haus, um beim Betreten der Zimmer festzustellen, dass jeder Raum zwei Seiten hatte; eine belebte beim Beobachten und eine verlassene, verkommene Atmosphäre nach dem Betreten des Raumes.
Als dann der übergro?e Vater mit drohender Stimme auftauchte ("Ich schneid dir den Ding ab!"), schloss sich der Student in der Toilette ein, ein Teil flüchtete nach oben, während der Polizist auf Kampf aus war, nachdem der Informatiker von der Heckenschere schon schwer verwundet war.
Der Kampf zog sich eine Weile hin, der Informatiker "starb", wachte aber in der wirklichen Welt wieder auf und weckte den Musiker, der ihm gegenüber sa?. In der anderen Welt lösten sich dann beide auf, beschlossen aber in der wirklichen Welt noch ein wenig abzuwarten, bevor sie die anderen zurück holen wollten.
Der Polizist kämpfte nun allein mit dem Vater, versetze ihm Schlag um Schlag; was letzteren aber kaum zu stören schien. Ebenfalls schon um einige Trefferpunkte ärmer, kam ihm die rettende Idee: "Ich entrei?e dem Schei?kerl die Schere." Woraufhin sich dieser auflöste.
Währenddessen durchsuchte der Rest das Obergeschoss, fand eine Pornosammlung und einige Informationen über die Familie Wegener. Der Student, der nun aus der Toilette befreit war, erwies sich als wenig hilfreich, da er sich die Pornosammlung, welche die anderen gefunden hatten, zu Gemüte führte.
Der Polizist (mittlerweile mit Heckenschere bewaffnet) untersuchte derweil den Keller und fand dort die engelsgleiche Gestalt eines kleinen blonden Mädchens, das er von ihren Ketten befreite.
RUMMS- SCHEPPER- KLIRR
Plötzlich waren alle wieder im Zug, der gerade in den Bahnhof einfuhr. Alle schauten sich verwirrt an, nur der Student meinte, "Ich muss hier raus!".
Als der Polizist den Schlüssel in seiner hand fand, schaute er kurz die anderen an und schon stürmte die Gruppe nach drau?en. Nur der Schaffner wollte weiter seinem Dienst nachgehen.
Am realen Bahnhof erfuhr der Polizist von Kollegen, dass es wohl einen Unfall gegeben habe, bei dem eine Frau angefahren wurde, deren Tochter vor ein paar Tagen verschwunden war.
Nach einem kurzen Blick ins Telefonbuch stürmte die Gruppe zum Taxistand und lie? sich zu der angegebenen Adresse der Familie Wegener fahren.
Nachdem sich Polizist und Musiker vor dem Haus der Wegeners auf Hilfeschreie, die sie gehört hätten, geeinigt hatten, wurde Haus gestürmt (Gefahr im Verzug). Dort fanden sie das entführte Mädchen und die Leiche Paul Wegeners...

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#2 starwarschef

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Geschrieben 24. März 2008 - 10:02

FAZIT:
Es gab einige Dinge, welche die Spieler im Abenteuer nicht herausfanden; einge davon war eher unwichtig (z.B. die Koffer der grauen Männer), im Krankenhaus war die Angst vor den ?rzten und Schwestern grö?er als die Neugier, so dass dieses zu schnell verlassen wurde (beim nächsten Mal werde ich die übergro?en Gestalten im Haus und die riesige Spritze der Schwester weniger bedrohlich darstellen).
Student und Schaffner verloren irgendwann (wegen vorhandener Con-Müdigkeit ;) ) ein wenig das Interesse und liefen einfach nur noch mit :( . Der Polizist als Autoritätsperson trug viel zur Lösung des Abenteuers bei und dessen Spieler war auch derjenige mit der grö?ten Rollenspielerfahrung.
Das Thema Kindesentführung/ -missbrauch sorgte an manchen Stellen (wegen der pornographischen Darstellungen im Haus) ein wenig zuviel zur "Belustigung" bei einigen (siehe den Studenten oben), andere bezeichneten die Familie nur als pervers und handelten in der realen Welt sofort. Prinzipiell sollte an der Stelle behutsam mit dem Thema umgegangen werden, dass es nicht ins Lächerliche gezogen wird.
Durch die Con-Atmosphäre bestand ein gewisser Zeitdruck, so dass ich an ein paar Stellen den Spielern ein wenig auf die Sprünge geholfen habe, um das Abenteuer weiter voranzutreiben bzw. sie in eine bestimmte Richtung zu lotsen. Ich erachte das auch von daher für sinnvoll, da sich sonst Szenen wie z. B. das Spielen mit dem Hund sehr lange hinziehen können, die Gruppe aber nicht wirklich voranbringt.

Zu Abschluss noch ein Bild von der Runde :D
Eingefügtes Bild
von links nach rechts:
der Informatiker, der Polizist, der SL, der Musiker und der Student

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#3 angband

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Geschrieben 24. März 2008 - 12:12

cooler Bericht. Sehr nett geschrieben. Und die Idee mit dem Foto find ich super! :]

#4 starwarschef

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Geschrieben 24. März 2008 - 12:26

War auf meiner HausCon, da klappt das mit den Fotos halt ganz gut (auch wenn mein Gesichtsausdruck äu?erst dämlich ist)

:D

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#5 sting3r

sting3r

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Geschrieben 24. März 2008 - 14:37

[Klug-scheiss]Die SL wäre richtig, oder?[/Klug-scheiss]

Ich find den Ausdruck übrigens spitze!

#6 Lavalampe1364424446

Lavalampe1364424446

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Geschrieben 24. März 2008 - 22:27

Ich finde die Amtosphäre auf dem Bild leider weniger Cthuloid...
Hab den Bericht nicht gelesen, da ich das Abenteuer irgendwann mal gerne als Spieler erleben möchte :)

#7 der_jojo_1987

der_jojo_1987

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Geschrieben 25. August 2008 - 01:55

Hört sich nett an... Wo ist denn das Abenteuer erschienen, finde es gerade net???

#8 Reynhold

Reynhold

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Geschrieben 25. August 2008 - 09:40

Das gibt es im Cthulhu NOW-Band als Abenteuer!

#9 der_jojo_1987

der_jojo_1987

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Geschrieben 25. August 2008 - 11:26

Ahh, dankeschön, wusste doch, dass ich es irgendwo mal gelesen hatte, aber wo hab ich nicht mehr rausgefunden... Na dann muss ich mich wohl auch so langsam mal an Cthulhu Now ranmachen :)




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