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Aktion Spielbericht - Eisige Tiefen (+Delta Green Einstieg)


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2 Antworten in diesem Thema

#1 Boris

Boris

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Geschrieben 18. März 2009 - 19:30

Spielbericht û Eisige Tiefen, NOW Einstieg zu Delta Green
Aus Cthulhu NOW - Grundbuch
Spieler: 3 - CIA Case Officer (im folgenden CIA Agent),
- Navy Offizier vom ONI (im folgenden Leutnant)
- Physiker vom Dekontaminations Team (DEID)
Dauer: 4.5h (was für unsere Gruppe absolut rekordverdächtig kurz ist)


#2 Boris

Boris

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Geschrieben 18. März 2009 - 19:31

Das Abenteuer startet auf der USS Roosvelt, wo die SC ihr Briefing erhalten. Die CIA hat neue Informationen über den Vela-Zwischenfall, die nahelegen, dass die südafrikanische Marine in den Fünfzigern tatsächlich ein Atombombentest vor den Prinz-Edward-Inseln durchgeführt hat. Nicht nur dass, eine Bombe sei möglicherweise verschollen! Der Auftrag ist klar, Hinweise über die zweite Bombe gewinnen und Prof. Langley von der Marion-Island Forschungsstation verhören, da dieser bereits zum Zeitpunkt der Test in der Forschungsstation vor Ort gearbeitet hat.
Die Charaktere besteigen Ihr Ticket zur Marion-Island, eine Rettungsinsel û ihrem Deckmantel als schiffsbrüchige Segler entsprechend. Auf dem Weg zur Marion-Island kommt es zu zwei Zwischenfällen: zum einen werden sie von der Roosvelt informiert, dass die Forschungsstation über Funk nicht erreicht werden kann und dann wird später in nächtlicher Finsternis das rhytmische Schaukeln der Rettunginsel auf einmal durch einen Ruck unterbrochen und der wachhabende CIA-Agent hört wie eine der Luftkammern aufgerissen wird. Als dieser sich aus dem zeltartigen Inneren schält, hört er jedoch nur ein lautes Platschen, was neben der aufgerissenen Luftkammer die einzige Spur des Angriffs eines Wesen aus der Tiefe bleibt.
Trotz dieses Defekts schaffen die drei es die vorgelagerten Riffe zu umschiffen und sicher auf der Insel anzulanden. Ein erstes kleines Erdbeben hält sie nicht auf und sie begeben sich direkt zur Station. Dort wird sofort klar, warum diese nicht über Funk zu erreichen war. Die Station wird gesichert und der Generator wieder angeworfen. Während sich der Wissenschafftler daran macht, einige der aktuellen Forschungsdaten auszuwerten, durchsuchen die anderen beiden die Station ausführlicher: die Leiche wird untersucht, Salzspuren gefunden, die Katze wird verscheucht, der Abschiedsbrief von Prof. Linderoth Wort für Wort mittels eines englisch-schwedischen Wörterbuchs übersetzt und in Prof. Langleys Raum werden Patronenhülsen gefunden. Besonders aufschlussreich sind die Diktaphon-Aufnahmen von Dr. Holloway, da aus diesen nicht nur hervorgeht, dass der seismische Druck unter Marion-Island seit den sechziger Jahren exponentiell zunimmt, sondern einige private Kommentare auch die Geschehnisse der letzten Tage erahnen lassen. Natürlich durchsuchen die SC auch den kleinen ausgelagerten Archivschuppen nach Aufzeichnungen aus dem Jahr 1979, müssen aber feststellen dass zwei Kartons fehlen. Beim Durchsuchen sorgt ein weiterer Erdstoss dazu, dass der Leutnant unter einem Stapel Kartons beinahe begragben wird. Der Wissenschafftler kann schlie?lich bestätigen, dass in der Tat ein Ausbruch der Schildvulkane auf der Insel nur kurz bevorsteht. Man entscheidet sich jedoch dafür, gemä? des Auftrags am nächsten Tag noch Prog. Langley zu suchen, der nach den Aufnahmen von Holloway zum Robbenjägerdorf wollte. Deshalb richten sich die SC für die Nacht ein, ihre Ruhe währt jedoch nur kurz, da bereits in der Morgendämmerung der Notruf der Pasteur aufgefangen wird. Sie brechen sofort auf.
Im Robbenjägerdorf angekommen, beobachten sie durch ihre Ferngläser, dass die Pasteur mit Volldampf auf die Küste zuhält und mehrere Gestallten vom Rumpf ins Wasser springen, dann läuft das Schiff schon auf. Mittels einer Leiter wird das Wrack betreten. Auf das überlebende Wesen aus der Tiefe kann nur der CIA Agent einen kurzen Blick werfen, bevor dieses sich ins Wasser stürzt. Er feuert zwar noch mehrfach, erhält aber keine Bestätigung, dass er getroffen hat. An Bord werden Spuren des Kampfes gefunden, doch lediglich zwei Mitglieder der Besatzung, beide tot.
Erst danach sehen sich der Leutnant und der CIA Agent näher im Robbenjägerdorf um und entdecken die gro?e blutige Schleifspur, die direkt ins Meer führt. Sie suchen nach dem Ausgangspunkt der Spur und werden erstmal durch eine Katze und eine knarzende Tür gehörig erschreckt. Dann entdecken sie die Hütte mit Prof. Langleys Leiche. Neben Spuren des Kampfes û Langley hat offensichtlich einen seiner Widersacher angeschossen û entdecken sie ein Loch, wo der Prof. eine Schatulle ausgegraben hat. In dieser Schatulle finden sie ein etwas unscharfes Foto von Kopf und Torso eines Wesens aus der Tiefe sowie ein Tonband. Auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1979 berichtet Langley über den Atomtest und über die zweite Explosion, welche das Anspülen von toten Fischen und einer seltsamen Fischmensch-Spezies zur Folge hatte. Er berichtet au?erdem über die Vertuschungsversuche des südafrikanischen Militärs und das sein Leben bedroht sei, so da? er sich entschlossen habe, sein einzig verbliebenes Beweisfoto zu vergraben.
Mit diesem letzten Hinweis fügt sich für die SC das Bild zusammen und in Anbetracht immer stärkerer Erdbeben und der latenten Bedrohung durch die Wesen aus der Tiefe entscheiden sie sich dafür, sich durch die Roosvelt evakuieren zu lassen.
Bereits kurze Zeit später hören sie einen sich nährenden Hubschrauber, staunen aber nicht schlecht, als dieser über sie hinweg zu drei winkenden, in rote Overalls gekleideten Gestallten am Horizont fliegt. Ein schneller Funkspruch sorgt jedoch dafür, dass die Zivilisten nicht aufgenommen werden. Vielmehr werden die Soldaten schnell über die Vorkommnisee auf der Station aufgeklärt und der Leutnant befielt die Landung in sicherem Abstand und steigt mit zwei Soldaten aus. Da die drei Zivilisten sich seltsam bewegen, zu starke Erfrierungen aufweisen, um noch am Leben zu sein, und nicht auf Anruf anhalten, werden sie bedingungslos niedergemacht.
Auf dem Weg zur Roosvelt meint der CIA Agent zahlreiche, menschengro?e Gestallten im Wasser zu sehen, welche sich schwimmend von der Insel entfernen. Als er die anderen darauf aufmerksam machen möchte, sind diese jedoch schon abgetaucht.
Vier Tage später û mittlerweile sind die Vulkane auf der Marion-Island ausgebrochen û werden die SC in Johannesburg zum Debriefing geladen. ?berraschenderweise treffen sie auf Ms Miller, die Ihnen erstaunlich genaue Informationen über die Geschehnisse auf Marion-Island geben kann, sie klärt sie über Wesen aus der Tiefe auf und darüber, wie diese möglicherweise die Kontrolle über die Körper der Forscher erhalten konnten. Dann spricht sie über Delta Green und lädt die SC ein, den Kampf gegen das ?bernatürliche aufzunehmenà


#3 Boris

Boris

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Geschrieben 18. März 2009 - 19:32

Anmerkungen:
Abwandlungen:
Wer das Abenteuer kennt, der hat sicherlich schon gemerkt, dass ich es doch etwas abgewandelt habe. Mir haben viele Szenen sehr gut gefallen, aber in der änormalenô Version gibt es einfach keine Chance für die SC die Hintergrundgeschichte heruaszubekommen, au?er die Hintergrundgeschichte in einer Vision äerzähltô zu bekommen, und das ist m.E. ein ziemlich unschöner Notnagel.
In meiner Agentengeschichte wussten die Spieler schon vom Anfang über den Vela-Zwischenfall Bescheid und das komplette Bild setzte sich recht schön durch die Entdeckungen auf der Insel zusammen.
Zugegbenerma?en ist der Delta-Green Hintergrund bislang minimal û natürlich nur der Einstieg, aber ich habe bereits ein gutes Element entdeckt: De-Briefing! Ms. Green konnte den Spielercharakteren Hintergrundwissen über die Wesen aus der Tiefe geben, so dass sich dann für diese das Bild zusammensetzte, was Ihnen da gegenübergestanden hat. Ich konnte also die Szenen mit den Wesen aus der Tiefe wunderbar vage und gruselig halten und später aufklären und damit die Frustration der Spieler vermeiden.
Meine Handouts:
Da ich den Hintergrund und die Handlung etwas abgeändert hatte und weil ich die Handouts aus dem Abenteuer zu langweilig fand (Tagebuch und Zeitungsarikel û passt m. E. von der Stimmung nicht so gut zu Cthulhu NOW), habe ich für dieses Abenteuer mehrere neue Handouts gestalltet.
1- Vela-Dossier: Auftrag, Infos zum Vela-Zwischenfall, zur Marion-Island und zur Station (Quelle: Abenteuer, Wikipedia), Karte, Protokoll der Vernehmung eines äübergelaufenenô südafrikanischen Militärs. Das ganze etwas geheimdienstmä?ig aufgepeppt (Quelle: Delta-Green).
Kann jetzt nicht unbedingt sagen, dass es die Spieler vom Hocker gehauen hat, aber es erlaubte mir zumindest auf eine lange Einleitung zu verzichten. Konnte gleich mit der Rettungsinsel ins Abenteuer starten.
2 û Abschiedsbrief Prof. Linderoth: Ich habe den Brief in eine Form umgeschrieben, wie sie vielleicht bei einer stümperhaften Wort-zu-Wort ?bersetzung rausgekommen wäre. Dieser Aufwand hat sich ganz klar nicht gelohnt. Die SC kannten zu diesem Zeitpunkt bereits das Tonband von Holloway.  äJa, der Brief bestätigt das Bild, was wir bereits von dem Tonband haben!ô
3 û Zeitungsartikel Katzen auf Marion-Island: Das einzige Handout, was ich so aus dem Abenteuer verwendet habe.
4 û Tonbandaufnahme Holloway: Im wesentlichen habe ich die Tagebuch-Einträge aus dem Abenteuer verwendet. Dann noch ein bi?chen äWissenschafftler-Slangô über die bevorstehende Katastrophe mit reingemischt. Aber das ganze halt als Tonbandaufnahme. Zuerst Schmunzeln von den Spielern, aber es hat eigentlich super funktioniert. Sie fanden es dann doch spannend und sie haben auch alle Informationen sofort mitbekommen und abgespeichert, was mitunter bei langen Text-Handouts nicht der Fall ist.
5 û Foto Wesen aus der Tiefe: Habe hier eine der Illustrationen aus dem Abenteuer benutzt und viel mit Photoshop rumgespielt. War wirklich mehr ein Gag!
6 û Tonbandaufnahme Langley: siehe 4.

Zum Ablauf:
In der hier präsentierten Version des Abenteuers lief wirklich alles ohne Komplikationen. War schnell und spannend. Durch einen Logikfehler habe ich mir allerdings den von mir geplanten Höhepunkt versaut. Ich wollte eigentlich die Zombies zwischen dem rettenden Hubschrauber und den SC haben. Die haben aber einfach clever den Hubschrauber zu sich beordert (natürlich haben Militärs erstmal ihre Befehle und Zivilisten kommen viel später), und einen spannenden Kampf dadurch umgangen. Nicht wirklich schlimm.

Zu Agenten als SC:
War das erste Mal (zumindest bei Cthulhu) und ich fand es super: Briefing und Debriefing sind zwei tolle Stilmittel. Briefing zum schnellen Einstieg ins Abenteuer, Debrieifng um die Spieler über Dinge aufzuklären, welche die SC nicht herausgefunden haben oder vielleicht nicht unbedingt herausfinden konnten (also insbeosndere wie in diesem Fall der übernatürliche Hintergrund).

Fazit:
Mit 4.5h war es das kürzeste Abenteuer ever in unserer Gruppe und es war spannungsdicht und gut. Zum ganz gro?en Wurf fehlte das gewisse Etwas. Ich würde sagen, es war dann doch etwas zu einfach und geradlinig, der entscheidende Twist in der Handlung fehlte. Die von mir eingebrachten ?nderungen haben sehr gut funktioniert und ich kann sie empfehlen. Sollte jemand Interesse and den Hanouts haben: PN an mich.





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