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Kurzer Spielbericht ''Am Rande der Finsternis'´


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2 Antworten in diesem Thema

#1 Gurkbert

Gurkbert

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Geschrieben 24. Mai 2009 - 20:51

Mein erstes Spiel war doch ganz nett.

Das Szenario war ''Am Rande der Finsternis'' , ich war der Spielleiter, und zwei meiner Kollegen waren die Charaktere.
Eigentlich hätten es drei sein sollen, aber der dritte Herr war dann wohl nicht so ganz erpicht darauf, sich auf das
Spiel einzulassen, und ist dann teils freiwillig, teils nicht, gegangen. Ich habe ihn nicht rausgeschmissen, aber ich
glaube, er hat kapiert, dass er entweder mitziehen kann, oder es sein lässt.

Danach hat sich die Situation beruhigt und wir konnten anfangen.



Kurz etwas zu den Charakteren



Jephrey ist Arzt, und hat Medizin auf der Miskatonic University studiert. Da hat er dann auch Merriweather,
den ''Auftraggeber'' kennen gelernt, welcher zu dieser Zeit nämlich dort ein Lehramt inne hatte
( so schlecht fand ich die Geschichte gar nicht x) ) .
Er ist hauptsächlich in Erste Hilfe, Medizin, Psychoanalyse und ähnlichem versiert.
Ausserdem weiss er über Bibliotheken bescheid und hat begrenztes Fachwissen in diversen Wissenschaftszweigen.






Humphrey ( ich fand lustig, dass beiden unabgesprochen so ein Name vorschwebte :D ) ist ein verwöhnter Waisenbengel,
dessen Eltern unter mysteriösen Umständen * hust* ums Leben kamen und von deren Erbe er nun lebt. Er kümmert sich hauptsächlich
um Aufgaben, die soziale Kompetenzen ( positiv, wie negativ ;) ) vorraussetzen und eher halbseidene Angelegenheiten ( Schlösser knacken, ?berreden, Ausweichen, Pistolen ) .
Seine Eltern haben Merriweather zu seinem Paten ausgesucht.






Nachdem der arme Rupert also über den Jordan war, haben sie sich ( mit freundlicher ?nterstützung eines Ideenwurfes ;) ) zur Uni-Bibliothek
aufgemacht um Nachforschungen anzustellen. Dabei haben sie ausser nach den üblichen Büchern auch nach dem '' De Vermiis Mysteriis'' gesucht,
mussten aber feststellen, dass der liebe Professor Armitage in dieser Hinsicht nicht sehr zuvorkommend war.
Der Bengel ( das ist nicht abwertend gemeint, aber das Wort beschreibt ihn sehr gut :P ) war natürlich sofort in seinem Element und hat den
abgeschlossenen Bereich der Bibliothek aufgesucht, in dem sich das begehrte Buch befand. Blöderweise hat er beim Knacken des Schlosses
den Alarm ausgelöst und musste sich verdrücken ( ich hatte gehofft, dass er Am Schloss scheitert, war aber nicht der Fall ) . Der Arzt hat den
anrückenden Sicherheitsdienst jedoch in eine völlig andere Richtung gelotst, weswegen die Beiden sich dann vom Acker machen konnten.






Die zwei sind am nächsten Tag mit dem Bus nach Ross's Corner gefahren, und haben sich im General Store folgendes gekauft:

Papier und Stift
10 Haarnadeln ( um in Schlössern zu fudeln)
Ein kleines Messer
Eine Reisetasche
Eine Taschenlampe
Und ein paar Kompressen und Mullbinden






Dabei haben sie dann auch die Neuigkeiten über die verschwundene Frau gehört ( der Arzt hat nach seltsamen Vorkommnissen gefragt) .
Die Nacht haben sie in einer Gaststätte verbracht ( Ich weiss nicht ob das authentisch ist, aber Ich wollte jetzt nicht in irgendein Kaff
ein Hotel stellen) , weil es Mittlererweile schon recht spät war.






Am nächsten Tag sind sie dann ab zum Farmhaus.
Weil sie einen Wurf auf verborgenes entdecken verlangten habe Ich das als ''Suche'' gewertet, und nicht als Intuition im eigentlichen Sinne,
war doch legitim, dass sie das machen durften, oder?Dadurch haben sie dann den toten Waschbären mit ohne Herz gefunden haben, wie der Arzt
mit seiner Medizinkenntnis herausfand( irgendwie unheimlich, dass man mir so in die Hände gespielt hat ) .Nachdem sie ( auf eigene Faust) ums Haus
herumgegangen waren, fanden sie auch die angelehnte Hintertür, welche sie auch benutzten. Sie fanden dann Jacks Habseligkeiten, die sie seltsamerweise
in ihre Tasche packten, und die Beschwörungsutensilien.Den Wurf für Horchen habe Ich geworfen, der hat auch geklappt und Der Bengel hörte die Kreatur
im Dachgeschoss. Ausserdem schlossen sie anhand des Krams auf dem Boden, dass ein Obdachloser wohl in der Nähe ist ( mit oder ohne Ideenwurf weiss
ich nicht) .Auch kamen sie auf die Idee, die Schutzzeichen am Türrahmen abzuzeichnen. Danach widmeten sie sich der Kellertür. Zuerst riefen sie nach unten,
als Nichts passierte, leuchteten sie mit der Lampe hinein, welche aber nicht ganz bis zum Rand reichte ( oh Wunder ;) ) . Der Arzt kam dann darauf, Jacks
Plunder nach unten zu werfen ( von sich aus) und darauf kam dann auch der verstörte Mann in ihr Blickfeld. Als dieser jedoch nicht antwortete, wenn sie ihn
ansprachen, und begann, die Leiter nach oben hinaufzuklettern, haben sie die Klappe zugedonnert, und sich erst einmal besprochen ( und dabei auf die
Klappe geachtet) .Folgendes kam dabei heraus: Der Arzt öffnete die Luke, während sich der Andere auf den Heraussteigenden warf, und ihn zu Boden rang.
Das klappte gut, und nach etwas gutem Zureden, sowie Psychoanalyse seitens des Arztes, hatten sie ihn soweit, dass sie mit ihm reden konnten. Sie konnten
nichts Wichtiges aus ihm herausbekommen, kamen aber nach dem Studium der Papiere im Regal selber darauf, dass sie ihn als zusätzlichen Sänger für das
Ritual gebrauchen konnten. Jack konnte blöderweise nicht lesen, weswegen Ruperts Pate mit ihm den Text studierte, und Jephrey das Ritual mit den Dingen
aus der Zigarrenschachtel ( denen ich die Kerzen der Einfachheit halber zugefügt hatte) vorbereitete. Das Holz für den Kamin sammelten sie sich aus dem
umherliegendem Schutt und Streichhölzer borgten sie sich von Jack, schliesslich hatte dieser eine Kerze angezündet. Als Mitternacht näher rückte, sahen
sie das Untier aus dem Dachstuhl entfahren und zündeten schon einmal das Feuer an. Um Mitternacht fingen sie mit dem Ritual an, und Humphrey, der als
Aufpasser auserkoren war, sah das Monster ins Dachgeschoss zurückkehren. Dieses war nun leicht angefressen und machte den dreien unten das Leben
schwer. Nachdem brüllen und rumoren, und eine Säurebehandlung nicht fruchteten, versuchte es, den Arzt und Jack mit einem Stück Schutt ( ich hatte
ihm spontan telekinetische Fähigkeiten zugestanden) ins Nirvana zu befördern. Aufgrund seiner Fähigkeiten konnte Humphrey diesen Anschlag jedoch
bemerken und rechtzeitig vereiteln, indem er den Brocken festhielt.Um Viertel vor zwei, hörte er dann ausserhalb des Hauses die Hilferufe der untoten
Dame, ignorierte sie aber und weigerte sich vehement aus dem Fenster zu schauen. Als die Frau sich dem Haus näherte und versuchte, Humphrey durchs
Fenster zu packen, liess ich die Schutzzeichen in Kraft treten, und ihr Arm begann, blasen zu werfen, verfärbte sich schwarz und wurde schlaff. Von all den
kleinen Scheusslichkeiten ungebremst, brachten sie die Austreibung zuende.Als das Wesen im Pentagramm erschien, wollte Humphrey aus Angst vor seinem
Anblick nicht das Pulver des Herrn Ibn Ghazi werfen, was ich aber fallen liess, da ich erstens nicht wieder im Buch nachschlagen wollte, was das Bröselzeug
denn macht, zweitens jetzt nicht Alles kaputt machen wollte, und drittens im Tagebuch nur von einer Sichtbarmachungsfunktion ( mir fällt kein anderes Wort ein) die Rede war.

Als sich der Gast aus einer anderen Welt dann wieder im Bernstein befand, wurde dieser nach dem Motto '' Klappe zu, Affe tot'' wieder in seinen Sarkophag gelegt.
Nach etwas Aufatmen, kam den Charakteren dann noch die geifernde Untote, die noch ums Haus geisterte in den Sinn. Da die beiden aber Angst vor ihr hatten,
bewarfen sie sie so lange mit brennenden Holzscheiten aus dem Kamin, dass ihr Kleid Feuer fing, und ihr den Garaus machte.Nachdem diese Angelegenheit auch
geklärt war, kam es den beiden Spielern in den Sinn, dass sie das Haus abfackeln wollten. Vermutlich, weil sie die Leiche der Frau und die Beweise für die Vorkommnisse
in diesem Haus vernichten wollten. Als Abschluss setzten sie dann Jack in der Gaststätte ab, wurden aber vom raffgierigen Spross ihres Auftraggebers gestellt, der sich
des Sheriff's Unterstützung versichert
hatte. Der forderte nun Urkunde und Schlüssel für das Haus zurück, was bei den beiden beraubten zu einiger Erheiterung führte :D .

Bevor der Miesepeter noch den Braten roch, waren die zwei schon über alle Berge.


Soviel dazu.

Wie sich das Abenteuer weiter entwickelt, und ob ich zum Beispiel and die Schtzzeichen, und andere aufgeworfene Fragen ( was war das für ein Ding? )
im späteren Verlauf noch einmal anknüpfe ( würde ich gerne) oder anknüpfen lasse, wenn sich die Spieler für etwas interessieren, muss ich mal sehen.

Uns hat es auf jeden Fall ziemlich gut gefallen, auch wenn ich ab und an um Worte ringen musste.

Jetzt wüsste ich gerne, was ihr davon haltet, und hätte gerne ein paar Hinweise :]

Dankeschön für eure Zeit

Gurkbert











#2 Hypocrisy

Hypocrisy

    Advanced Member

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  • 76 Beiträge

Geschrieben 25. Mai 2009 - 00:05

Na siehst du ... alles wunderbar geklappt.
Bei mir lief es damals auch nicht ganz flüssig
beim Vortrag ab, aber das ist ja zu verschmerzen.
Die Hauptsache es hat dir und den anderen Spass gemacht.
Freut mich auf jeden Fall, dass es so gut bei euch lief. :D

#3 Phil Maloney

Phil Maloney

    Cthulhus Synchronsprecher

  • Cthulhu Insider
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  • 473 Beiträge

Geschrieben 25. Mai 2009 - 08:28

Ja... es ist schon ne ganz eigene Sprechsituation als Spielleiter, das bessert sich schon mit der Zeit. Neulingen n NSC zur Seite zu stellen kann zwar problematisch werden, aber mit Jack warst du da jedenfalls auf der sicheren Seite, verstört wie er ist. :D

Klingt jedenfalls lustig (und schon wieder ne ganz andere Art, die Geschichte zu Ende zu bringen.. hihi).

Was den ausgestiegenen Kollegen angeht... das gab hoffentlich kein böses Blut, man kann ja niemanden zwingen...

Hinweise, du meinst wie weiter? Also ganz unabhängig von dem nächsten Abenteuer, das du aussuchst, säh ich jede Menge Möglichkeiten für weltliche Konsequenzen:

- das Haus ist abgebrannt, was Merriweathers Sohn sicher nicht gefallen wird
- dazu könnten *in* der ausgebrannten Ruine ?berreste eine Frauen(!)leiche entdeckt werden
- und wenn ich dich recht verstanden habe, kann der Sheriff bezeugen, dass Humph und Jeff den Schlüssel für die Hütte hatten
- und wer wei?, woran Jack sich alles erinnert (als Zeuge vor Gericht ist er aber durchaus... anfechtbar)

Je nach Zeit, die verstrichen sein soll, könntest du die Spieler nächstes Mal also in Kenntnis davon setzen, dass da ein gerichtliches Verfahren gegen sie vorbereitet wird, stattfindet, oder gewesen ist - und zwar durchaus ausführlich, damit die Nachricht auch ankommt. (Wenn die einzige Möglichkeit, die Welt vor einem grauenvollen Ende zu bewahren, einem ne langjährige Haftstrafe einbringt... ds ist nämlich auch ne klassische Lovecraft-Situation, denke ich.)
Dafür aber bietet so ein Prozess weitere Möglichkeiten, zB um die Charaktere hinzukommender Spieler einzubinden. Etwa der Rechtsanwalt, der sie da wieder raushaut, oder die Journalistin, die rei?erische Artikel über die finsteren Geheimnisse eines so harmlos scheinenden Hausarztes (Jeff!) schreibt, oder... dir fällt schon was ein. (Uuuui... wenn's sich die Möglichkeit bietet, könntest du die nächste Runde sogar hochdramatisch mitten in der Gerichtsverhandlung beginnen lassen 8) )




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