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Spielbericht "Abwärts"


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#1 Guest_Adrian_*

Guest_Adrian_*
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Geschrieben 04. August 2009 - 12:11

Wir haben Cthulhu Now gespielt - um genau zu sagen das Szenario Abwärts von Peer Kröger aus den Cthuloide Welten #15.
Die Charaktere waren:
- Nancy Cunningham, Kosmetikerin und werdende Mutter
- Marc Girauld, Anwalt
- Tony Legardo, Wachmann
- Geoffrey Turner, Arbeitsloser Buchhalter

Die Charaktere und deren Hintergründe und den ein oder anderen Hinweis hatte ich ein paar Tage vorher an die Spieler verteilt. So konnten sie sich ein bisschen Vorbereiten, entsprechend Kleiden und auch die ein oder andere Requisite besorgen. So kam zum Beispiel der Spieler von Marc Stilgerecht im Anzug, Nancy war mit einer gro?en und unübersichtlichen Handtasche dabei, Tony hatte eine Stabtaschenlampe mit und Geoffrey?s Spieler hatte sich sogar einen Spielzeugrevolver besorgt.
Das Abenteuer wurde quasi "Life" gespielt. Also keine Outgame Kommentare und spielen in Echtzeit.
Die Beleuchtung hab ich per dimmbaren Deckenfluter und einer kleine Lampe mit rotem Licht bestritten, weitere Lichtquellen waren die Taschenlampe und die Handys der Charaktere (bzw. Spieler). Für die Soundkulisse hab ich ein paar typische Fahrstuhlstücke, Sounds für Feuermelder und Lift-Alarm und die von Shen-Gu erstellten "Wesen-Sounds" (Spielleitertipps "Abwärts" - Anschlie?end Spielbericht ) vorbereitet. Bevor es eigentlich los ging, hab ich die Spieler noch kurz auf die Situation gebrieft.

Das Abenteuer
So trafen sich alle im Fahrstuhl und ... erstmal Stille (bis auf die dudelnde Musik im Hintergrund). Das einzige was kam war, Tony: "Ah Fahrstulmusik", Marc: "Hm, ja". Tony beobachtete die Stockwerkanzeige die ich langsam hoch zählte. Nancy durchwühlte ihre Handtasche nach ihrer Geldbörse.
Bei Stockwerk 34 kam dann der Knall - flackern der Beleuchtung, kurzer Sturz des Liftes dann komplett dunkel und schlie?lich das einsetzen der Notbeleuchtung. Die erste Wehe und etwas Panik setzte ein. Die Handys wurden ausprobiert und ein Notruf bei der Polizei abgegeben. Per Funk informiert Tony seinen Kollegen Darwin dass er doch Bitte schnell helfen solle - man hat ja eine Schwangere dabei (die sonst erstmal ignoriert wurde). Marc versuchte sofort bei REC anzurufen und seine Verspätung anzukündigen (mit dem Handy von Nancy). Pete wurde auch verständigt, aber erst etwas später. Auch der Alarm im Fahrstuhl wurde gedrückt - sehr zum Leidwesen der Anwesenden ... (schön nerviger Sound) - bis dann endgültig die Batterie ihren Geist aufgab, dann war es wieder Still und dunkel (bis auf die Taschenlampe).
Während Darwin sich die Treppen hinaufquält blieben die eingeschlossenen aber nicht tatenlos - der Brandgeruch, die Schreie und der gelegentlich nachgebende Fahrstuhl gaben auch keinen Grund dazu. Das Geheimfach und die Dachluke wurden schnell gefunden. Mit der Taschenlampe bewaffnet kletterte Tony auf den Lift um sich umzusehen, Geoffrey fing an zu murmeln "Warum ich?", Marc wurde immer nervöser und Nancy schluckte Wehenhemmer mit ihrer Diät-Cola herunter. Als dann Darwin beim besichtigen des 34. Stockwerkes seltsame Beobachtungen meldete und dann ganz verstummte steigerte sich die Panik in der Gruppe noch. Nur Tony versuchte einigerma?en kühlen Kopf zu bewahren und die anderen zur Mitarbeit zu überreden. So versuchten sich die Männer daran die Leiter im Schacht zu erreichen bis von ganz Oben plötzlich etwas herunterfiel - der noch warme Leichnam von Darwin. Die Charaktere sprangen durch die Luke wieder in die Kabine und darauf fiel dann die Leiche. Ein weiteres Mal sackte der Lift ab und Blut tropfte hinein. Tony erkannte seinen Kollegen wieder - als der dann aber "MEINS! von sich gab wurde die Leiche kurzerhand den Schacht heruntergeworfen.
Dann folgte eine Weile Sound-Terror per Handy, Gegensprechanlage, Funk und Geoffrey der die Konsole berührte. Die Gruppe versuchte die Fahrstuhltüren aufzusto?en, als dann Pete kam war der Anwalt und Geoffrey schon fast Wahnsinnig. Nancy traute (sie befürchtete einen Angriff von Terroristen) der Sache nicht und warnte die anderen. Der Fahrstuhl erreichte per Handwinde den 34 - dann zog Geoffrey seinen Revolver und bedrohte Pete. Der versuchte beruhigend auf den Buchhalter einzureden, wurde aber kurzerhand mit zwei Schüssen niedergestreckt. Der Anwalt versuchte zu fliehen, wurde aber von einem der ?rzte erwischt. Im folgenden Zweikampf schlug Marc den Arzt mit dem Koffer nieder. Der zweite wurde von den anderen befragt, aber aufgrund seiner gestammelten Antworten wurde auch er kurzerhand erschossen. Nancy wurde auf die Fahrtrage gehievt und man folgte dem Weg der sich öffnenden Türen - notgedrungen. Die gelegentlich auftretenden ?bernommenen haben die Stimmung weiter ins groteske getrieben. Auf dem Weg zum "Schläfer" wurde Dr. Reed gefunden, der endlich etwas mehr Aufklärung in die Sache brachte. Nancy war geschockt und der Arzt wurde ebenfalls ermordet. Beim Wesen angekommen war die Gruppe recht unschlüssig was sie machen soll - nur Nancy war sich sicher das sie ihr Baby nicht anderen überlassen wollte. Geoffrey opferte seine letzten zwei Kugeln und erschoss das Wesen. Endlich konnte man das Treppenhaus erreichen, dort trennte man sich. Tony half Nancy nach unten und Geoffrey und Marc wollten in den 38. Stock zu ihrem "Termin" bei Herrn Kramer.
Im Büro des Vorstandsmitgliedes bot sich den beiden ein jämmerliches Bild, wimmernd lag Gordon Kramer in eine Ecke und hielt sich seinen blutigen Armstumpf. Marc wollte mit ihm noch schnell das Geschäft abschlie?en - aber die Antwort "Der Deal ist geplatzt!" gefiel ihm nicht besonders. So stand er lächelnd daneben als der Buchhalter mit der Pistole auf seinen ehemaligen Chef losging. Kramer meinte zu Geoffrey "Pah, du erschie?t mich nicht - dafür bist du nicht Manns genug!", der Antwortete "Stimmt!", hob die Pistole und schlug auf Gordon Kramer ein. Nach der blutigen Tat verabschiedeten die beiden nun völlig Irren voneinander. Geoffrey stürzte sich aus dem Fenster und Marc versuchte das Gebäude per Hinterausgang zu verlassen.
Unten wurden Tony und Nancy von einem ?rzteteam untersucht. Sie sahen noch wie der Körper des Buchhalters auf dem Asphalt aufschlug und wurden anschlie?end betäubt.
Der Anwalt wollte nur noch zu seinem Porsche als er von der Polizei angesprochen wurde. Mit seinem völlig mit Blut und Hirnmasse verklebten Koffer wehrte er sich gegen die auf ihn einredenden Polizisten, wurde angeschossen und verlor das Bewusstsein.

Fazit
Vor allem durch die Life-Effekte und die akustische Untermalung war das Abenteuer sehr intensiv, besonders die Wesen-Sounds kamen gut an (Danke Shen-Gu!). Allerdings war der Informationsaustausch zwischen den Charakteren/Spielern auch recht gering - es war so ziemlich jeder mit sich selbst beschäftigt. Auch war das Abenteuer mit knapp 2h (1h im Fahrstuhl und knapp 1h danach) wirklich kurz.

So konnten wir aber noch ne Runde Munchkin Cthulhu + die Erweiterung Kuhthulhus Ruf spielen - das hat dann auch über 3h gedauert ...




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