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Regelfragen: Geistige Umnachtung und Gesundung


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11 Antworten in diesem Thema

#1 Red_Wraith

Red_Wraith

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Geschrieben 06. August 2009 - 14:28

Ich habe mich der Forensuche bedient und bin auf einen alten Thread gesto?en, in dem ähnliche Fragen gestellt wurden, aber leider zum grö?ten Teil nicht regeltechnisch beantwortet werden konnten (http://www.pegasus-f...ardid=54&page=1). Evtl. gibt es ja inzwischen neuere Erkenntnisse, z.B. augrund des Erscheinens von "Dementophobia" (ich habe das Buch leider nicht).

Daher ein neuer Thread.

1. Spielerhandbuch 2. Edition (SHB) S.166: "Eine geistige Umnachtung kann einen Charakter für eine Weile aus dem Spiel ausschlie?en, da sie im Durchschnitt 1W6 Monate andauert." Hieraus lese ich, dass eine geistige Umachtung nach 1W6 Monaten ohne besonderes Zutun des Charakters wieder verschwindet (z.B. die Halluzinationen hören auf). Was hier mit "ausschlie?en" gemeint ist, verstehe ich nicht. Auf S.171 steht im Gegensatz zum vorigen Zitat: "Nachdem der geistig umachtete Charakter 1W6 Monate vor weiteren Schrecken sicher verwahrt verbracht hat, kann er sich mit Einverständnis des Spielleiters geistig wieder so weit erholen, dass er in die Welt zurückkehren kann". Vergeht eine geistige Umachtung also doch nicht automatisch wieder?

2. SHB S.171: "Man unterschiedet drei Arten von Behandlungen, die an diesem Punkt zur Heilung des Charakters beigetragen haben könnten". Dann werden aber nur zwei Arten aufgeführt (private Pflege und Einlieferung ins Sanatorium). Habe ich etwas übersehen, oder ist das ein Druckfehler?

3. Heilt ein Aufenthalt im Sanatorium oder private Pflege geistige Umachtungen oder Stabilitätspunkte oder beides? Das kommt meiner Meinung nach durch die Regeln nicht klar hervor. Ist es vielleicht so, dass durch die Behandlungsmethoden eigentlich nur Stabilitätspunkte hinzugewonnen werden, aber wenn der Aufenthalt bzw. die Pflege lange genug dauert (grö?er oder gleich 1W6 Monate), auch geistige Umachtungen geheilt werden?

4. Falls ein Aufenthalt im Sanatorium bzw. privater Pflege von 1W6 Monaten (u.a.) geistige Umachtungen heilt (vgl. 3): Verschwinden dann alle geistige Umachtungen oder nur eine (falls der Charakter gleichzeitig an mehreren leidet)?

#2 starwarschef

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Geschrieben 06. August 2009 - 16:36

Original von Red_Wraith
Ich habe mich der Forensuche bedient und bin auf einen alten Thread gesto?en, in dem ähnliche Fragen gestellt wurden, aber leider zum grö?ten Teil nicht regeltechnisch beantwortet werden konnten (http://www.pegasus-f...ardid=54&page=1). Evtl. gibt es ja inzwischen neuere Erkenntnisse, z.B. augrund des Erscheinens von "Dementophobia" (ich habe das Buch leider nicht).

Daher ein neuer Thread.


Kein Problem, bei konkreten Fragen oder wenn das Themaauch für andere Cthultisten interessante Sachen beinhaltet, macht das Sinn ;)

Original von Red_Wraith
1. Spielerhandbuch 2. Edition (SHB) S.166: "Eine geistige Umnachtung kann einen Charakter für eine Weile aus dem Spiel ausschlie?en, da sie im Durchschnitt 1W6 Monate andauert." Hieraus lese ich, dass eine geistige Umachtung nach 1W6 Monaten ohne besonderes Zutun des Charakters wieder verschwindet (z.B. die Halluzinationen hören auf). Was hier mit "ausschlie?en" gemeint ist, verstehe ich nicht. Auf S.171 steht im Gegensatz zum vorigen Zitat: "Nachdem der geistig umachtete Charakter 1W6 Monate vor weiteren Schrecken sicher verwahrt verbracht hat, kann er sich mit Einverständnis des Spielleiters geistig wieder so weit erholen, dass er in die Welt zurückkehren kann". Vergeht eine geistige Umachtung also doch nicht automatisch wieder?


Nein, das steht da aber auch nirgendwo ;)
Sie dauert 1-6 Monate! Die Notwendigkeit einer Behandlung oder Unterbringung hängt dann auch von der Art der geistigen Umnachtung ab.


Original von Red_Wraith
2. SHB S.171: "Man unterschiedet drei Arten von Behandlungen, die an diesem Punkt zur Heilung des Charakters beigetragen haben könnten". Dann werden aber nur zwei Arten aufgeführt (private Pflege und Einlieferung ins Sanatorium). Habe ich etwas übersehen, oder ist das ein Druckfehler?


Jein...
Bei der Einlieferung in ein Sanatorium ist die psychotherapeutische Behandlung und die Medikation zu unterscheiden, somit wären es drei ;)


Original von Red_Wraith
3. Heilt ein Aufenthalt im Sanatorium oder private Pflege geistige Umachtungen oder Stabilitätspunkte oder beides? Das kommt meiner Meinung nach durch die Regeln nicht klar hervor. Ist es vielleicht so, dass durch die Behandlungsmethoden eigentlich nur Stabilitätspunkte hinzugewonnen werden, aber wenn der Aufenthalt bzw. die Pflege lange genug dauert (grö?er oder gleich 1W6 Monate), auch geistige Umachtungen geheilt werden?


Die geistige Umnachtung dauert 1 bis 6 Monate an, wegen dieser ist der Charakter in Behandlung! Erst wenn sich die geistige Umnachtung gibt, wird er wohl wieder auf die Menschheit losgelassen.
Die Heilung der geistigen Stabilität (gS) geschieht im Rahmen der Behandlung!


Original von Red_Wraith
4. Falls ein Aufenthalt im Sanatorium bzw. privater Pflege von 1W6 Monaten (u.a.) geistige Umachtungen heilt (vgl. 3): Verschwinden dann alle geistige Umachtungen oder nur eine (falls der Charakter gleichzeitig an mehreren leidet)?


Liegt im Spielleiterermessen!
Wenn ein Charakter wegen einer geistigen Umnachtung ausfällt, wird er erst einmal keine weitere bekommen!
Ist die geistige Umnachtung ?berbleibsel einer älteren Begegnung mit dem Mythos, so wird diese evtl. erst im Laufe der Therapie auffallen und würde diese dann wohl zeitlich verlängern ;)

Prinzipiell ist das Thema des Wahnsinns und der Heilung desselben nur schwer in einfache Regeln zu packen! Wenn dich das Thema weiter interessiert, dann lies einfach das DEMENTOPHOBIA. Geht es dir nur um die regel- und würfeltechnische Abwicklung, so reicht das Spielerhandbuch ;)

Hoffe, das hilft erstmal weiter?!

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#3 Red_Wraith

Red_Wraith

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Geschrieben 12. August 2010 - 00:07

Tut mir leid, dass ich jetzt erst poste. Ich habe eine ganze Weile nichts mehr mit CoC am Hut gehabt, aber jetzt hat mich das Interesse wieder gepackt. Deswegen habe ich diesen Thread wieder ausgegraben.

Erst einmal meinen Dank an starwarschef für die Antworten :)

Original von starwarschef

Original von Red_Wraith
1. Spielerhandbuch 2. Edition (SHB) S.166: "Eine geistige Umnachtung kann einen Charakter für eine Weile aus dem Spiel ausschlie?en, da sie im Durchschnitt 1W6 Monate andauert." Hieraus lese ich, dass eine geistige Umachtung nach 1W6 Monaten ohne besonderes Zutun des Charakters wieder verschwindet (z.B. die Halluzinationen hören auf). Was hier mit "ausschlie?en" gemeint ist, verstehe ich nicht. Auf S.171 steht im Gegensatz zum vorigen Zitat: "Nachdem der geistig umachtete Charakter 1W6 Monate vor weiteren Schrecken sicher verwahrt verbracht hat, kann er sich mit Einverständnis des Spielleiters geistig wieder so weit erholen, dass er in die Welt zurückkehren kann". Vergeht eine geistige Umachtung also doch nicht automatisch wieder?


Nein, das steht da aber auch nirgendwo ;)
Sie dauert 1-6 Monate! Die Notwendigkeit einer Behandlung oder Unterbringung hängt dann auch von der Art der geistigen Umnachtung ab.


Das ist mir noch nicht klar.

Wenn ein Charakter eine geistige Umnachtung hat, dann würfle ich als SL doch 1W6, und bestimme damit die Dauer der geistigen Umnachtung, z.B. 2 Monate. Was passiert wenn die 2 Monate verstrichen sind? Verschwindet dann die geistige Umnachtung wieder von selbst? Wenn nein, dann sind doch 1W6 "Therapiemonate" notwendig. Je nachdem wie ich hier würfle, könnte es sein, dass eine geistige Umnachtung nicht so lange andauert wie der Therapiezeitraum oder länger als die Therapiezeit. Welche Sinn macht dann überhaupt noch die ursprünglich gewürfelte Dauer der geistigen Umnachtung?

Eine mögliche Erklärung wäre für mich, dass der SL bestimmt, ob eine geistige Umnachtung ohne Therapie wieder verschwindet oder nicht. Wenn nicht, dann braucht der SL gar nicht die Dauer der geistigen Umnachtung auswürfeln, sondern nur den benötigten Zeitraum für eine mögliche zukünftige Therapie.

#4 starwarschef

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Geschrieben 12. August 2010 - 06:16

Original von Red_Wraith
Wenn ein Charakter eine geistige Umnachtung hat, dann würfle ich als SL doch 1W6, und bestimme damit die Dauer der geistigen Umnachtung, z.B. 2 Monate. Was passiert wenn die 2 Monate verstrichen sind? Verschwindet dann die geistige Umnachtung wieder von selbst?


Vielleicht ;)
Nehmen wir an, der Patient sieht wei?e Mäuse, dann könnte er sich nach 2 Monaten an den Anblick gewöhnt haben und fiele mit seinem Verhalten weniger auf...
Somit hält ihn seine Umwelt für "normal" ;)


Original von Red_Wraith
Wenn nein, dann sind doch 1W6 "Therapiemonate" notwendig. Je nachdem wie ich hier würfle, könnte es sein, dass eine geistige Umnachtung nicht so lange andauert wie der Therapiezeitraum oder länger als die Therapiezeit. Welche Sinn macht dann überhaupt noch die ursprünglich gewürfelte Dauer der geistigen Umnachtung?


Evtl. wird der Patient ja länger in der Behandlung bleiben, weil ihm die Herren Doktoren noch keinen geistige Gesundung bescheinigen oder sie bescheinigen sie ihm, bevor er genesen ist?!


Original von Red_Wraith
Eine mögliche Erklärung wäre für mich, dass der SL bestimmt, ob eine geistige Umnachtung ohne Therapie wieder verschwindet oder nicht. Wenn nicht, dann braucht der SL gar nicht die Dauer der geistigen Umnachtung auswürfeln, sondern nur den benötigten Zeitraum für eine mögliche zukünftige Therapie.


Letztlich kannst du es so handhaben, aber das oben angeführte zweite Beispiel bietet ein gewisses rollenspielerisches Potenzial, da ein "geistig umnachteter Patient" z. B. schon wieder auf Monsterhatz wäre.

Wie schon in meiner ersten Antwort erwähnt, ist die menschliche Psyche ein komplexes System, das sich nur schwerlich auf ein oder zwei Würfelwürfe reduzieren lässt.
Aber letztlich ist es deine Entscheidung als SL, welchen Raum du dem rollenspielerischen Aspekt des Wahnsinns in deiner Runde gibst.
Prinzipiell reicht es zu sagen:
"Dein Chrakter dreht für 2 Monate durch und kommt deswegen (*würfel*; "Eine 4!") vier Monate in Behandlung, da sich die ?rzte sicher sein wollen, dass du vollkomen gesund bist."
Für die vier Monate übernimmt der Spieler dann einen anderen Chrakter.

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#5 Red_Wraith

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Geschrieben 12. August 2010 - 16:45

Original von starwarschef
Prinzipiell reicht es zu sagen:
"Dein Chrakter dreht für 2 Monate durch und kommt deswegen (*würfel*; "Eine 4!") vier Monate in Behandlung, da sich die ?rzte sicher sein wollen, dass du vollkomen gesund bist."
Für die vier Monate übernimmt der Spieler dann einen anderen Chrakter.


Angenommen, der betroffene Charakter will sich nicht behandeln lassen (z.B. weil er glaubt, alles sei in Ordnung) und wird auch nicht zu einer Behandlung gezwungen. Was wäre dann nach den 2 Monaten anders als davor?

#6 starwarschef

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Geschrieben 12. August 2010 - 17:05

Nichts...
;)

Regeltechnisch würdest du keinen Wurf auf die Behandlungsdauer machen, und er wäre nach 2 Monaten wieder fit (ohne eine Klinik von innen gesehen zu haben).

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#7 TheOutsider

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Geschrieben 12. August 2010 - 17:25

nach meinem Ermessen nein. ergibt sich aus folgender logik:

Er denkt alles sei in Ordnung und lässt sich nicht behandeln.

Entweder er ist so verhaltensauffällig, dass er in psychatrische Sicherheitsverwahrung genommen wird, oder er lebt eben in dieser Welt weiter, in der alles in Ordnung ist, aber dann würde ich als SL auf diese verzerrte Realitätswahrnehmung eingehen, weil so ein Wahn ja schon etwas anderes ist als das was der Durchschnittsbürger als normal und Realität betrachtet. Entweder, so die Logik, führt das wiederum zum oben genannten Punkt und er wird unfreiwillig abgeführt oder wird eben stückweise wahnsinniger bis er komplett zu heistigem Gemüse geworden ist, oder geifernd die ?berlegenheit der Gro?en Alten einsieht und zum Kultisten wird ;-) .

Man muss eben immer bedenken, dass dieser Mensch nicht völlig funktionsfähig ist und demnach auch nicht auf normale weise auf seine Umwelt reagiert. Das MUSS Auswirkungen haben. Besser wird es höchstens durch die Freud'sche Verdrängung, aber Angesichts der schwere des Schocks (wenn man z.B. einem Mythoswesen begegnet) stelle ich mir das schwer vor.



Sollte das jetzt gänzlich falsch gewesen sein, bitte ich um Einspruch ^^

#8 starwarschef

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Geschrieben 12. August 2010 - 17:35

Original von TheOutsider
nach meinem Ermessen nein. ergibt sich aus folgender logik:

Er denkt alles sei in Ordnung und lässt sich nicht behandeln.

...

Man muss eben immer bedenken, dass dieser Mensch nicht völlig funktionsfähig ist und demnach auch nicht auf normale weise auf seine Umwelt reagiert. Das MUSS Auswirkungen haben. Besser wird es höchstens durch die Freud'sche Verdrängung, aber Angesichts der schwere des Schocks (wenn man z.B. einem Mythoswesen begegnet) stelle ich mir das schwer vor.



Sollte das jetzt gänzlich falsch gewesen sein, bitte ich um Einspruch ^^


EINSPRUCH!
Regeltechnisch hat sich das Trauma/geistige Umnachtung nach 2 Monaten (um im Beispiel zu bleiben) erledigt!

Rollenspielerisch hie?e die, dass sich der Charakter mit der Umnachtung arrangiert hat (z. B. durch Verdrängung), auf welche Weise auch immer!

Da es Red_Wraith nur um die regeltechnischen Aspekt zu gehen scheint, sollte der SL der Einfachheit davon ausgehen, dass sich das Trauma erledigt hat.

Für rollenspielerisch stärker interessierte Gruppen böte eine solche Situation sicher eine Menge Potenzial (s. obige Posts) ...

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#9 TheOutsider

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Geschrieben 12. August 2010 - 18:37

danke :)

mir kams nur n bissl spanisch vor, aber ich bin eh einer von der fraktion 'story und storylogik vor regeln' ^^

#10 Red_Wraith

Red_Wraith

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Geschrieben 12. August 2010 - 22:10

Danke für die Antworten.

Ich habe den Eindruck, dass die Regeln hier überhaupt nicht durchdacht sind. Ein Klinikaufenthalt sollte meiner Meinung nach die Dauer der geistigen Umnachtung verringern können. Dies ist aber nicht der Fall.

Wenn z.B. die geistige Umnachtung 2 Monate dauert, aber die Behandlung 4 Monate, haben die letzten 2 Behandlungsmonate keine Wirkung mehr. Die geistige Umnachtung dauert mit oder ohne Behandlung 2 Monate.

Umgekehrt, wenn die geistige Umnachtung 4 Monate dauert, aber die Behandlung nur 2 Monate, war die Behandlung völlig sinnlos, da die geistige Umnachtung nach der Behandlung für weitere 2 Monate besteht. Die Behandlung hat hier die Dauer der geistigen Umnachtung also auch nicht verringert.

Viel logischer wäre da meiner Ansicht nach eine Regel, dass bei einem Klinikaufenthalt die Dauer der geistigen Umnachtung verringert wird. Z.B. ohne Klinikaufenthalt würde die Umnachtung 2 Monate dauern, mit Klinikaufenthalt nur 1 Monat.

Au?en vor ist natürlich immer, dass ein Charakter, der trotz einer geistigen Umnachtung "auf Abenteuer zieht", die Auswirkungen der geistigen Umnachtung zu spüren bekommen wird.

Aber hier geht es mir um die reine Dauer der Umnachtung. Es kann doch nicht sein, dass professionelle Hilfe keine Auswirkungen auf die Dauer der Umnachtung hat.

#11 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 13. August 2010 - 09:16

Original von Red_Wraith
Aber hier geht es mir um die reine Dauer der Umnachtung. Es kann doch nicht sein, dass professionelle Hilfe keine Auswirkungen auf die Dauer der Umnachtung hat.


Die wichtige Auswirkung des Klinikaufenthaltes ist die Möglichkeit, verlorene Stabilitätspunkte zurück zu bekommen.
Die Dauer des Wahnsinns verringert sich dabei nicht. Da es genug Irre in Anstalten gibt, die dort niemals herauskommen (also nicht "gesundbehandelt" werden), würde ich mich einfach von dem Gedanken lösen, dass ein Aufenthalt eine automatische Heilung beschleunigen muss.

Diese regel ist natürlich ausgesprochen spielerfreundlich (und war in frühreren Fassungen der Regeln auch noch weitaus weniger nett). Wer es umfangreicher und differenzierter mag, sollte einen Blick ins "Dementophobia" werfen.
(dort finden sich z.B. auch nachvollziehbare Beispiele, warum ein geheilter Charakter manchmal trotzdem in der Anstalt bleiben muss)

Grü?e
Heiko

Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)


#12 Alphekka

Alphekka

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Geschrieben 13. August 2010 - 09:46

Ich habe einen Spieler der Arzt und Soldat im Gro?en Krieg war, er hat auch eine bleibende Verletzung, leicht steifes Bein davon getragen.

Insgeheim leidet er immer noch unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung, diese findet sich nicht auf dem Charakterbogen wieder, meldet sich nur hin und wieder durch Albträume, oder in dummen Situationen.

Eine völlige beseitigung einer geistigen Umnachtung gibt es bei mir als SL nie, ich sehe die im Regelwerk behandelte Zeitangabe über die länge einer geistigen Umnachtung als die Zeitspanne an, in der der Charakter seinem Spieler entzogen wird und oder nicht weiter vernünftig gespielt werden kann.

Ein charakter der unter einer schweren Amnesie leidet, ist nun mal nicht wirklich Spielbar. Ist die Umnachtung rum, hat er diese zwar nicht mehr, aber so hier und da halte ich mir dann als SL das recht vor, den Charakter immer noch unter hier und da wiederkehrenden Gedächtnislücken leiden zu lassen. Natürlich nur in so weit, wie es der Spieler nachvollziehen kann und es als nicht Spielfluss zerstörend empfindet. Zugegeben eine kleine Gradwanderung.

Ein Charakter der unter Agoraphobie leidet, also der Angst vor weiten Plätzen, würde ich dem Spieler hingegen während der geistigen Umnachtung weiterhin überlassen, jedoch würde da wohl der betreffende Spieler eher einen Zweitcharakter aus dem ?rmel ziehen, als immer nur daheim mit seinem Charakter zu hocken während die anderen Spieler sich frei bewegen können.

Um nochmals auf meinem oben genannten Soldaten/Arzt zurück zu kommen: Meinem Spieler gefällt es wie ich es handhabe, ich übertreibe nicht mit den überbleibseln der PTBS und wenn diese sich mal meldet, macht es ihm auch spa? dies ein wenig auszuspielen.




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