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Wir fahren `gen Engeland


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Eine Antwort in diesem Thema

#1 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 21. September 2009 - 07:51

Hier ein kurzer Spielbericht zu dem genannten Abenteuer.
Auf Grund der Entwicklung des Spielgeschehens gab es sogar einen kleinen Abstecher in die Traumlande, aber lest selbst. ;)

Vorbemerkung:

Spieleranzahl: 2
Professionen der Chars: Agent und Chemiker (eingebunden in die Entwicklung zur Herstellung von chemischen Kampfstoffen).

Vorgeschichte:

Der Agent bekam von seinem langjährigem Vorgesetztem und Mentor Alois Müller den Auftrag auf dem Luftschiffhafen Fuhlsbüttel einen saboteur ausfindig zu machen.
Nach vorliegenden Infos gab es in den letzten Monaten beim Bau des Luftschiffes SL-X einige Vorkommnisse, die ein Einschreiten der zuständigen Behörde erfordern.

Zeitgleich wurde der Chemiker auf den Stützpunkt versetzt, da es militärische Pläne gab mit Hilfe des Zeppelins grö?ere Mengen von chemischen Kampfstoffen weit hinter den feindlichen Linien abzuwerfen (an dieser Stelle nahm ich mir als Spielleiter die Freiheit sowohl historisch als auch inhaltlich von der Vorlage des Abenteuers abzuweichen ).

Es beginnt...

Pünktlich zum Testlauf der Motoren für das Luftschiff fanden sich der Agent und der Chemiker in Fuhlsbüttel ein. Ebenfalls vor Ort der Vorgesetzte / Mentor des Agenten.
Kovacs nutzte an dieser Stelle die Gunst der Stunde um einen "Unfall" einzufädeln: Alois Müller stürzte vom Prüfstand und durch die laufenden Propeller. Schwer verletzt und mehr Hackfleisch als Mensch wurde er auf die San-Station verfrachtet.
An dieser Stelle ein erster Schreck für den Agenten, da es sich hier wie gesagt um einen langjährigen NSC gehandelt hat.
Schnell trafen sich Chemiker und Agent, die sich bereits aus anderen Abenteuern kannten.
Ein Unfall bzw. ein Selbstmord wurden schnell ausgeschlossen.

Am Abend ein erster gemeinsamer Rundgang über den Luftschiffhafen. Bei diesem Rundgang fiel relativ schnell ein Holzschuppen auf, der verdächtig gut bewacht wurde. Ein Gespräch mit den Wachen verlief extrem verdächtig (Wachen reagierten monoton, wirkten "abwesend" etc.).
Auf Rückfrage in der Kommandantur wurde schnell klar, das der Schuppen ein Lagerraum des Konstrukteuers Kovacs ist.

Am nächsten Tag verdichteten sich die Spuren zunehmend:

- Ein Gespräch mit dem Konstrukteur Kovacs warf einige Fragen auf. So blieb ungeklärt was genau mit dem 2. Konstrukteur Dosca geschehen ist und wie es zu dem Zerwürfnis zwischen den beiden Konstrukteuren gekommen ist.
?ber Umwege und mit einigen Hürden konnte der ungefähre Aufenthaltsort von Dosca in hamburg ausfindig gemacht werden, man beschloss am Abend Dosca aufzusuchen.

- Alois Müller verstarb, was den Agenten zu einer Art persönlichem Rachefeldzug anstachelte. Es galt nun nicht nur den vermeintlichen Saboteur zu finden, sondern auch den Mörder eines Freundes / Mentors.
Bei der Durchsuchung von Müllers Taschen (man erhoffte sich wichtige Dokumente zu finden), wurde ein Spritzbesteck gefunden mit einer seltsamen Flüssigkeit.
Der Chemiker (selbst Konsument von Opium) fand heraus, das diese Flüssigkeit eine Art Opiat sein muss.
Alois Müller war aber nach Einschätzung der Spieler kein Mensch der zu solchen Mitteln gegriffen hätte.

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein ?bergang für weitere Abenteuer entstehen, die in die Traumlande führen sollten. Müller selbst war ein "Träumer" und wollte das Opiat (ein spezielles Serum) nutzen um die Traumlande auch seinem Schützling, dem Agenten zeigen zu können. Jedoch starb er vorher.
Das Serum sollte aber später noch eine mehr oder weniger wichtige Rolle spielen...

- Anschlag:
Ein erster Anschlag auf die Luftschiffhalle mit Hilfe der Flugabwehr wurde schnell und konsequent vom Agenten abgewehrt, der Täter gefangen genommen.
Auch hier wurde schnell klar, das es sich um einen geistig beeinträchtigten Täter gehandelt hat, ein erster Verdacht zur Gedankenkontrolle wurde leise geäussert.

- Besuch bei Dosca, dem zweiten Konstrukteur:
Der irrsinnige Dosca wurde im laufe des Abends in seiner Wohnung besucht und befragt. Die Spieler sahen in ihm eine Gefahr, da er zugab Menschen manipulieren zu können und den Anschlag mit der Flugabwehr "gesteuert" zu haben.
Weiterhin erfuhren sie von dem Kristallei, welches aus der Arktis seinen Weg bis nach Fuhlsbüttel gefunden hatte und nun im Begriff war weiteres Unheil über die Menschen vor Ort zu bringen.
Nach dem alle Informationen gesammelt waren und klar wurde, das der vermeintliche Saboteur selbst versuchte eine cthuloide Gefahr zu stoppen wurde das Bild etwas klarer.
Der Agent sah sich jedoch gezwungen Dosca zu töten(!), da ihm dieser auf Grund seines Irrsinns und der Fähigkeiten Menschen gegen ihren Willen "kontrollieren" zu können als eine echte Gefahr einstufte. Aus diesem Grund erschloss sich auch nicht die Notwendigkeit die Brille von Dosca zu nutzen um das Dho-Gezücht sehen zu können...

Auf Grund negativer Erahrungen aus der Vergangenheit mit diversen ctuloiden Schrecken deckte der Chemiker die Aktion.
Die Brille, mit der man das Dho-Gezücht aus dem Kristallei sehen konnte, nahm der Chemiker "nebenbei" an sich. Der Agent schenkte der Brille kaum Beachtung -
was zu einer verhängnisvollen Szene führen sollte....

Die Sache gerät ausser Kontrolle

Der Agent beschloss in der Nacht alleine zum Luftschiffhafen zurück zu kehren und am nächsten Tag auf eigene Faus nachforschungen anzustellen.
Er beobachtete Kovacs den Tag über und schaffte es sogar in den Schuppen einzudringen, welcher nun nicht mehr bewacht wurde (das Dho-Gezücht war in der Nacht geschlüpft, als die Spieler bei Dosca waren).
Hier fanden sich nur noch einige Splitter des Kristalleis und der Agent kam zu dem Schluss, das bereits "irgendetwas" geschlüpft sein muss...

Am Abend heftete er sich an Kovacs Fersen, welcher in Hamburg eine Prostituierte auftrieb und sich auf den Weg in Richtung Luftschiffhalle machte.
Zwar vermutete der Agent, das es sich hier um eine Opferung für das geschlüpfte Wesen handelt, jedoch verpasste er mehrfach den Moment Kovacs zu stoppen.
Statt dessen folgte er ihm in die Luftschiffhalle und hoffte dort die Prostituierte retten und einige Antworten finden zu können.

Bei dem Betreten des Luftschiffs geriet der Agent zunehmend unter Druck, da er sich bewusst war, das jeden Moment die Prostituierte sterben würde. Daher ignorierte er alle subtilen Warnhinweise und rannte direkt in eine der unsichtbaren tentakel des Dho-Gezüchts. Obwohl nur ein "Tentakelwert" von 15 % vorlag, gelang das Implantieren des Tentakels (Angriff wurde mit 07 % ausgewürfelt, ein Rettungswurf gegen die Kontrollübernahme jedoch chancenlos vergeigt).

Nun stand der Agent unter der Kontrolle des Dho-Gezüchst und wurde in der selben Nacht noch zum Komplizen, da er mithelfen musste die Leiche der Prostituierten zu entsorgen...
Ab jetzt galten nur noch 2 Befehle:
- Das Luftschiff bzw. das Dho-Gezücht schützen
- Die Brille von Dosca auftreiben (eine Gefahr für das Dho-Gezücht) und zerstören

Damit geriet der einstige Verbündete, der Chemiker auf die Abschussliste...

In der Zwischenzeit:

...nahm der Chemiker seine eigentliche Arbeit auf dem Stützpunkt auf, hielt Seminare über die Verwendung von chemischen Kampfstoffen, was bei der Verwendung bzw. dem Abwurf von Gasgranaten aus gro?er Höhe zu beachten sei etc.pp.
An dieser Stelle bemerkte der Chemiker das einige Menschen sich merkwürdig verhielten. U.a. fiel Korvettenkapitain Böhler auf, der ähnlich blass und monoton wirkte wie die Wachsoldaten die vor einiger Zeit den Schuppen von Kovacs bewachten.
Dieser Verdacht mündete in der ersten Verwendung von Doscas Brille.
Nun eröffnete sich das ganze Grauen dem Chemiker: Ein riesiges Dho-Gezücht im Luftschiff, welches mit Tentakeln die in den Köpfen der menschen implantiert waren seine finsteren Pläne verfolgte.

Die Stabilität des Chemikers liess nun verständlicher Weise zu wünschen übrig, weshalb er sich einen Schuss Opium setzen wollte. Da jedoch kurzfristig nur das Opiat von Alois Müller zur Verfügung stand, griff der Chemiker darauf zurück - und wunderte sich nun erst richtig. :D










- Wir leben in einem System, in dem man entweder Rad sein muß oder unter die Räder gerät - F. Nietzsche

#2 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 21. September 2009 - 08:21

Abstecher in die Traumlande

Um es kurz zu halten:

Der Chemiker hatte den Rausch seines Lebens, durchschritt wundernd und zögernd die Kaverne der Flammen in der er die Priester/Wächter Kaman-Tha und Nasht kennen lernte.
Am Ende der Treppe des tiefen Schlummers traf er an einem Waldrand auf Alois Müller.
Dieser schilderte ihm seine Erfahrungen als Träumer und das er das Opiat eigentlich bereit gehalten hatte um seinem Untergebenem (dem Agenten) die Welt der Träume zu offenbaren. Da er nun aber in der realen Welt gestorben ist, bat er den Chemiker um einen Gefallen: Mit Hilfe des Opiat sollte der Chemiker den Agenten in die Traumlande holen, damir er sich würdevoll veranschieden könne.
Da der Agent jedoch nie im Leben freiwillig ein Opiat anrühren würde, müsse dies mit einer List geschehen....
Der Chemiker willigte ein und kehrte in die reale Welt zurück.

Showdown

Nun liefen in beiden Spielerköpfen Pläne ab, wie man jeweils den Anderen überlisten könne - noch ahnte keiner etwas von dem Vorhaben des Anderen. :]

Der Agent wollte primär an die Brille und den Chemiker töten, da dieser bereits zu viel wusste. Da der handlungsradius jedoch nur bis knapp über das Kasernengelände reichte, musste der Mord an dem Chemiker entweder auf dem Luftschiffhafen, auf den Strassen vor dem Luftschiffhafen oder im benachbarten Wald passieren.

Der Chemiker präparierte in seiner Pension ausserhalb von Fuhlsbüttel alles, um den Agenten betäuben und unter den Einfluss der Traumdroge setzen zu können.
Anmerkung: Hier hätte eine Chance bestanden, das zumindest der Geist des Agenten überlebt, in dem er in die Traumlande übergeht. Regeltechnisch zwar nicht unbedingt realistisch, aber zumindest eine Chance, das die Spieler nicht völlig gefrustet sind. ;)

Da der Agent jedoch nicht zur Pension eilen konnte (sein Handlungsradius war auf Grund der Kontrolle des Dho-Gezüchts begrenzt), einigte man sich auf ein vorläufiges Treffen in der Nähe des Luftschiffhafens.
In einer dunklen Seitenstrasse trafen sich nun der Chemiker und der Agent. Letzterer nahm nun die Brille von Dosca an sich, bevor der Chemiker einen Verdacht bekam, das mit seinem langjährigem Verbündetem etwas nicht stimmte.
Jeder Versuch des Chemikers den Agenten in seine Pension zu locken und dort betäuben zu können scheiterte - der Agent war wie gesagt in seinem Handlungsradius massiv eingeschränkt, was der Chemiker jedoch nicht wissen konnte....

Statt dessen schaffte der Agent es den Chemiker mit perfiden Mitteln zu überzeugen gemeinsam in den Wald zu gehen. Angeblich hatte da er dort etwas gefunden, was von enormer Wichtigkeit sei.
Gemeinsam machte man sich auf den Weg in den Wald und schaufelte die frischen Gräber fei, in denen die Opfer für das Dho-Gezücht begraben lagen.

Trotz eines mulmigen Gefühle erkannte der Chemiker zu spät, das es sich hier um eine Falle handelte - zu gro? war das Vertrauen in den langjährigen Gefährten.
Mindestens eben so gro? war der Schreck, als der Agent mit seinem Messer in den Unterleib des Chemikers stach und dieser chancenlos zu Boden ging.
Besonders abgründig an dieser Stelle:
Mit letzter Kraft wollte der Chemiker sich eine Injektion der Traumdroge setzen, um vielleicht die Chance zu haben in die Traumlande zu gelangen. Das letzte Bitten und Flehen des Chemikers, das der Agent ihm zumindest den letzten Wunsch gewähren solle sich einen letzten Schuss setzen zu dürfen wurde nicht gewährt.
Mit einer letzten Drehung des Messers im Fleisch des Chemikers verabschiedete sich ein geliebter Cthulhu-Charakter aus der Spielrunde....

Das Ende

Der Rest ist schnell erzählt, da der Agent nun alle Spuren auf das Dho-Gezücht verwischt hatte.
Das Luftschiff SL-X konnte einige Zeit später in Richtung England aufbrechen, verschwand jedoch über dem Kanal spurlos. Der Agent befand sich ebenfalls an Bord und wurde so noch Zeuge des Fluges in Richtung Polarkreis. Das Tor im ewigen Eis sollte jedoch das Letzte sein, was er zu sehen bekam, da das Dho-Gezücht nun in seine Welt zurück kehrte und die Tentakel aus seinen willenlosen Sklaven zog - was bekanntlich tödlich endet, da sich auch ein Teil der Wirbelsäule und des Kopfes verabschiedet....


Fazit:


2 SC`s gestorben, was auf Grund der Möglichkeiten gut hätte verhindert werden können.
?rgerlich für die Spieler, da die Chars bereits ganz anderen gefahren Stand gehalten hatten und dieses Abenteuer eigentlich nur ein Lückenfüller sein sollte. :rolleyes: ;)


Für ein kurzes Feedback für die von mir eingewobenen Abweichungen vom eigentlichen Abenteuer (vor allem der Gebrauch der Traumlande) wäre ich dankbar. ;)
Vor allem würde mich interessieren was ihr von solchen "Querverbindungen" haltet.
- Wir leben in einem System, in dem man entweder Rad sein muß oder unter die Räder gerät - F. Nietzsche




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