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Spielbericht: "Tag der Rache" (aus dem Arkham-Band)


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Eine Antwort in diesem Thema

#1 Erich Zann

Erich Zann

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  • 630 Beiträge

Geschrieben 05. Januar 2010 - 10:22

So, auch mal wieder ein kleiner Spielbericht, diesmal von "Tag der Rache" aus dem Abenteuerbuch "Grauen in Arkham"

Vorbereitung:
Man merkt, dass das Abenteuer von dem Profi Keith Herber ist: es ist für den Spielleiter sehr übersichtlich aufgebaut, man findet alles schnell am rechten Ort. Ich machte lediglich eine Zeitleiste mit den Tagen die da kommen erden, wo die fixen Ereignisse (die ersten Morde und wann werden die Leichen entrdeckt, Zeitungsberichte, Aktionen der Polizei und von Atwater/Bishop) und die voraussichtlichen Ereignisse (Atwater/Bishop, die späteren Morde) eingetragen waren.
Den Stadtplan von Arkham habe ich mit den Tatorten markiert, Bilder der wichtigsten NSCs vorbereitet. Als zusätzliche Handouts Zeitungsseiten des Arkahm Advertiser gemacht wo zumindest über die ersten drei Morde berichtet wurde.

Die Spieler:
Vier Studenten der Miskatonic Universität, welche kleinere Abenteuer bereits hinter sich hatten (Das Grauen von den Sternen; Die Puppenmacherin).
Eine Medizinstudentin mit guten Werten in Erste Hilfe, Medizin und Pharmazie.
Ein Student der Astronomie, der sich seit dem ersten Abenteuer schon für den Mythos interessierte und sehr anfällig für Bücher um den Mythos ist :)
Ein Student der Rechtswissenschaften, der als guter Amerikaner Zugriff auf seine Winchester hatte.
Ein Student der Biologie, der erstmals etwas von Mythos erfuhr.

Spielzeit: ein Spielabend zu 8 Stunden

Das Abenteuer:
Dank der klaren Strukturierung und meiner Vorbereitungen lief das Abenteuer sehr flüssig, es gab keinerlei Durchhänger. Die Morde die geschehen sorgen für guten Druck.
Die SCs kannten Richard Cardigan sehr gut, Atwater als seinen Begleiter auch halbwegs. So brauchte es kaum Motivation, als sie von der Zeitung am Montag vom Verschwinden Cardigans und von Aufgreifen Atwaters lasen. Ich hatte zusätzlich als Motivator Herbert Cardigan, den Vater von Richard am Montag Nachmittag ins Spiel gebracht, aber dessen bedurfte es eigentlich nicht.
Am Montag Nachmittag beim Suchtrupp am Camp, die Leiche Atwaters wurde von den SCs gefunden, der andere halbtote Körper auch. Erstes gro?es Verwundern, als dieser noch lebte und mit schwacher Stimme immer äAtwaterô stammelte.
Die nächsten zwei Tage verbrachten die SCs mit Recherchen in der Uni und mit Besuchen im Polizeirevier. Im Krankenhaus, wo Bishop/Atwater eingeleifert wurde entlockten sie ihm durch gutes psychologisches Vorgehen einiges, so dass bald schon die Idee an einen äSeelentauschô Gestalt annahm.
Dann der erste Mord. SCs durchforsten Atwaters Vergangenheit, nichts neues. Dann gleich am nächsten Tag der zweite Mord. Abends äEinbruchô in den ersten Tatort, die Bücher werden gefunden, das macht den SCs das Motiv klar: eine Rachegeschichte.
Die SCs forschen am nächsten Tag in der Arkahm Historical Society. Da sie Peabody bereits kennen, erlangen sie bald alle Infos über die betroffenen Mordopfer, zumal ja Atwater/Bishop auch bereits hier war und Peabody dies erzählt. Die SCs haben die Namen der Opfer, mittlerweile wurde aber der dritte Mord begangen.
Die SCs kooperieren mit der Polizei und geben die Namen der künftigen Opfer bekannt. Die Polizei hat natürlich den aus dem Sanatorium entflohenen Atwater/Bishop in Verdacht. Die SCs bestätigen dies und geben vor, dass Atwater die Geschichte um den Hexer Bishop gelesen habe und dieser nun im Namen dieses Hexenmeisters die Nachfahren der sieben Männer richten will û eine recht glaubhafte Version, welche die SCs davor bewahrt als Spinner angesehen zu werden. Der Polizeischutz greift zunächst noch recht langsam, so kann Atwater/Bishop noch sein Opfer Nummer vier erledigen, aber immerhin recht hastig.
Dann endlich greift die Polizei direkter durch, die noch verbleibenden Opfer werden in ein Hotel in Boston gebracht. Einer der SCs ist der siebte Nachfahre (statt Enoch Ames). Vorher hat man Pierce aufgesucht und konnte das Testament des Carnamagos einsehen. Die SCs öffnen die mit Wachs versiegelte Passage und lernen das Ritual.
Nachts sieht man sich die zerstörte Bowden Bridge an (sie vermuten dass sie vielleicht das Versteck von Atwater/Bishop ist). Man sieht die Spuren des zerstörten Mittelpfeilers und die Strömung zum Camp der Studenten, es ist nun alles klar eigentlich.
Am nächsten Tag erforscht man wo das Bishop Haus ist und durchsucht es. Bishop hört die SCs kommen und lauert hinter dem Gang mit der Falle. Vorher dringen die SCs in sein Arbeitszimmer im Gang vor, sehen die schreckliche Kreatur und töten sie. Dann kommen sie zu dem Gangstück mit der Falle. Die SCs betätigen der ersten Hebel, der Gang stürzt vor ihnen zusammen. Sie können nicht mehr weiter, aber Atwater/Bishop von dieser Seite aus nicht mehr ins Haus zurück.
Die SCs stellen Atwater/Bishop eine Falle. Sie verschanzen sich im nun leeren Haus von Retribution Phillips, der SC welcher ebenfalls ein Nachfahre ist, maskiert sich mit einem alten Bart und zieht eine Konförderierten-Uniform an und geht nachts am erleuchteten Fenster, nur durch Gardinen geschützt, hin und her.
Das wirkt: Atwater/Bishop klopft an und geht ins Haus. Einer der NSCs feuert seine Pistole auf ihn leer, während die anderen die Worte aus dem Buch des Cranamagos beginnen zu rezitieren. Atwater/Bishop wird vom Kugelahgel getroffen, wirft aber noch einen Verdorren-Zauber auf den vermeintlichen Phillips, der SCs stürzt schwerst verletzt. Die anderen bringen den Bannspruch zu Ende, würfeln glücklich auf ihr Mana, dann kommt der Zertreter des Staubes und holt den Hexenmeister. Die SCs welche dies ansehen, verlieren zum Teil drastisch Stabilität, einer von ihnen wird wohl das Arkham Sanatorium brauchen und hat nun eine akute Staubphobie.
Aber die Gefahr ist gebannt, die Ruhe in Arkham ist wiederhergestellt. Der Polizei erzählt man, Atwater/Bishop habe sich mirt unbekannten Chemikalien selbst entzündet und sei spurlos verbrannt, Reste dieses Höllenfeuers sehe man ja an dem Zustand des SCs, der die Art des Verschrumpeln/Verbrennen-Zaubers abbekommen hatte.

Fazit: Ein gelungenes Abenteuer in Arkham, flüssig zu spielen, mit ausgewogenem Anteil an Recherche, Mythos und Action (für jeden war was dabei). Und mit einem heftigen Gegner, dadurch nichts für Erstsemestrige :) . Bislang das beste Abenteuer aus dem Arkahm-Band.


#2 Tom

Tom

    Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

  • Cthulhu Moderator
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  • 10.074 Beiträge

Geschrieben 05. Januar 2010 - 13:01

Original von Erich Zann
Fazit: Ein gelungenes Abenteuer in Arkham, flüssig zu spielen, mit ausgewogenem Anteil an Recherche, Mythos und Action (für jeden war was dabei). Und mit einem heftigen Gegner, dadurch nichts für Erstsemestrige :) . Bislang das beste Abenteuer aus dem Arkahm-Band.


Liesst sich auch schön der Bericht. Wir werden in 14 Tagen loslegen, allerdings als 1. Semester. Daher werd ich mit Tag der Rache warten und wohl wie einige andere auch, mit Unsterblich beginnen.

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.





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