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Die Zeit beim Bücherlesen


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12 Antworten in diesem Thema

#1 Guest_Thomkat_*

Guest_Thomkat_*
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Geschrieben 08. September 2010 - 12:31

Ich hätte da eine Frage was die Zeit beim Bücher Lesen betrifft.

Es kommt ja öfters vor das man in einem Abenteuer oder einer Kampagne eines oder sogar mehrere Bücher findet. Die Bücher ganz zu lesen und zu verstehen benötigt dabei ja eine gewisse Zeit. Und die ist bei einigen Büchern ja nicht gerade kurz.

Wie handhabt ihr das nun wenn ihr in einer Zeitlich begrenzten Kampagne ein Buch finden lasst und die Spieler dies nun lesen wollen oder sogar sollen um darin enthaltene Informationen zu bekommen? Wann bzw. wie sollen sie das Buch Lesen?
Wenn ich z.B. 20 Wochen benötige um ein Buch komplett zu lesen und zu verstehen, die Kampagne aber vielleicht gerade mal auf 25 Wochen ausgelegt ist oder sogar Kürzer. Wie gelangen die Charaktere an die Informationen im Buch und dessen Auswirkungen ohne dabei die Zeit aus den Augen zu verlieren und dabei ein grossteil der Handlung verstreicht ohne dass die Charaktere etwas dagegen unternommen haben weil sie ja das Buch gelesen haben? Beim Querlesen kommen ja die Auswirkungen wesentlich geringer zum tragen. Und es sind auch nicht alle Informationen dabei herauslesbar. Geschweige denn dass ich ein Zauber beim Querlesen erlernen kann.

Wäre froh für Anregungen, Hinweise und dergleichen

Danke schon mal im Voraus
Thomkat


#2 Hyperborea

Hyperborea

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Geschrieben 08. September 2010 - 16:52

Wie du schon sagst kann der Spieler querlesen. Soll hei?en, dass der PC sich nur wenig Zeit nimmt und das Buch nur "durch blättert". Dabei entgehen ihm natürlich viele Informationen weshalb man auch nur wenig oder gar kein Mythoswissen durchs Querlesen erhält. Anderseits ist der Verlust an geistiger Stabilität ebenfalls geringer oder gar nicht vorhanden.

Trotzdem kann der PC durchs Querlesen bereits den "Tenor" des Buches erfassen. Er versteht eben nur noch nicht alles.

Bei zeitlich begrenzten Abenteuer ist es in der Tat schwierig Bücher komplett zu lesen und damit das volle Ausma? der Information zu erhalten. Ich würde vorschlagen, dass du trotz des "zeitlichen Korsetts" den Spielern immer wieder Ruhephasen von einigen Wochen / Monaten gönnst, in der sie Zeit haben sich selbst und ihre Psyche zusammen zu flicken. In dieser Ruhephase könnte man sich dann alternativ auch einem Mythoswerk widmen.

Diese Zeit muss man natürlich nicht ausspielen. Das wäre viel zu langweilig. Allerdings kann es ganz witzig sein, dem lesenden Spieler ein paar Eindrücke zu vermitteln, was mit seiner Umwelt und sich selbst geschieht, während er liest.

#3 Alaska

Alaska

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Geschrieben 08. September 2010 - 21:07

Das Studium eines Buches hei?t ja nicht, da? man nichts anderes mehr nebenher macht , sondern sich so ca. 6 bis 8 Stunden täglich mit dem Werk befasst.
Wenn ein Spieler aber sagt, er möchte das Ding jetzt durcharbeiten, dauerlesen und nur 6 Stunden zum schlafen nutzten, kann man die Zeit sicher verkürzen. Mit negativen Effekten für die Gesundheit und Psyche natürlich (Schlafmangel, schlechte Ernährung etz.).

Ich glaube da irgendwann mal Regeln für gelesen zu haben.
Wei? jemand wo?

Oft haben Werke des Mythos ja eine Menge Inhalt, von dem oft nicht alles oder gar das meiste nichts mit dem Thema des Abenteuers zu tun hat. Ich handhabe es mitunter so, da? meine Spieler mir mitteilen was genau sie in dem Werk zu finden hoffen, z.B. alles über eine bestimmte Gottheit oder einen Zauber und sie dann nur bestimmte Abschnitte des Werkes wiklich eingehender lesen müssen.
Man muss dann natürlich festhalten wer dabei wieviel Stabi verloren und wieviel Mythoswissen bekommen hat, falls das Werk irgendwann nochmal ganz gelesen wird.

#4 starwarschef

starwarschef

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Geschrieben 09. September 2010 - 05:34

Original von Alaska
Das Studium eines Buches hei?t ja nicht, da? man nichts anderes mehr nebenher macht , sondern sich so ca. 6 bis 8 Stunden täglich mit dem Werk befasst.
Wenn ein Spieler aber sagt, er möchte das Ding jetzt durcharbeiten, dauerlesen und nur 6 Stunden zum schlafen nutzten, kann man die Zeit sicher verkürzen. Mit negativen Effekten für die Gesundheit und Psyche natürlich (Schlafmangel, schlechte Ernährung etz.).

Ich glaube da irgendwann mal Regeln für gelesen zu haben.
Wei? jemand wo?


Regeln zum Lesen von Mythosbücher finden sich sowohl im SL-Handbuch als auch im Necronomicon.

Richtig ist, dass die angegeben Lesedauer sich auf eine 6-8stündige Beschäftigung mit dem Buch bezieht.
Was sich dann noch nebenher erledigen lässt ist eine andere Frage...

Und wenn sich ein Held nur noch mit einem Mythosbuch auseinandersetzt oder evtl. Erfahrung im Studium von Büchern hat, lässt sich die Gesamtdauer (je nach Einschätzung des SL) verkürzen.

Unliebsame Nebeneffekte werden ebf. im Necronomicon beschrieben!

CthulhuSupportTeamLeitung

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#5 Guest_Thomkat_*

Guest_Thomkat_*
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Geschrieben 09. September 2010 - 06:32

Danke für die schnellen Antworten und Anregungen. Natürlich habe ich die Regeln für die Mythosbücher auch gelesen. Trotzdem weis ich nicht so recht wie ich dieses Problem handhaben soll/kann.

Mir drängt sich dabei noch eine weiterführende Frage auf. Wenn die Charaktere ein Mythosbuch finden und dies dann Querlesen, was ja wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt. Reicht dass dann aus um ihnen das Handout mit den nötigen Informationen auszuhändigen? Haben sie sich dann Sozusagen die nötige Information Quergelesen?

Und wenn sie sich dann entschlie?en, können sie das Buch bei Gelegenheit ganz lesen und erhalten dann die Negativen wie positiven Effekte und Informationen des Buches. Oder sollte man das Mythoswissen stück für stück verteilen (sprich auswürfeln) bis sie das Buch ganz gelesen haben. Denn wenn man das Buch liest erhält man ja die Informationen daraus auch stück für stück. Oder erschlie?t sich einem der ganze schrecken erst dann wenn das Buch komplett gelesen wurde?


#6 starwarschef

starwarschef

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Geschrieben 09. September 2010 - 06:51

Original von Thomkat
Mir drängt sich dabei noch eine weiterführende Frage auf. Wenn die Charaktere ein Mythosbuch finden und dies dann Querlesen, was ja wesentlich weniger Zeit in Anspruch nimmt. Reicht dass dann aus um ihnen das Handout mit den nötigen Informationen auszuhändigen? Haben sie sich dann Sozusagen die nötige Information Quergelesen?


Ja, dafür reicht das Querlesen absolut! Stell es dir einfach als gezielte Suche nach einer bestimmten Information vor.


Original von Thomkat
Und wenn sie sich dann entschlie?en, können sie das Buch bei Gelegenheit ganz lesen und erhalten dann die Negativen wie positiven Effekte und Informationen des Buches. Oder sollte man das Mythoswissen stück für stück verteilen (sprich auswürfeln) bis sie das Buch ganz gelesen haben. Denn wenn man das Buch liest erhält man ja die Informationen daraus auch stück für stück. Oder erschlie?t sich einem der ganze schrecken erst dann wenn das Buch komplett gelesen wurde?


Das kommt drauf an...
Regeltechnisch handhabst du es am besten so, dass die Steigerung des Mythoswissens und der Verlust der geistigen Stabilität NACH dem Lesen des Buches zu Tage tritt.
Denn erst dann offenbart sich dem Lesenden die vollständige grauenvolle Wahrheit.

Natürlich kannst du die geistige Umnachtung des Chars beim Lesen des Buchs auch schon vorher ausspielen lassen.

Optional kannst du es aber (wenn es dir in deiner Spielrunde hilft), das Mythoswissenwachstum und den Stabilitätsverlust wochenweise an die Lese verteilen.
Wobei ich dies persönlich für weniger sinnvoll halte.

CthulhuSupportTeamLeitung

Mitfinancier des CthulhuForenbuchs


#7 Guest_Thomkat_*

Guest_Thomkat_*
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Geschrieben 09. September 2010 - 09:59

Na dann Danke ich nochmals.

Ich denke soweit ist mir dann geholfen. Werd es wohl so handhaben dass sie die Bücher Querlesen müssen um die Informationen die sie benötigen zu erhalten und wenn sie sie dann ganz Lesen die jeweiligen Effekte eintreten. Danke Starwarschef für die Tipps und die Hilfestellung. Und natürlich Dank ich auch den anderen die mir mit den Tipps geholfen haben.


#8 Synapscape

Synapscape

    Großer Alter Rufer

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Geschrieben 09. September 2010 - 15:42

Ich habe mir hier mal ein paar alternative Gedanken dazu gemacht, wie man den Spielern die Infos aus Mythos-Büchern nahe legen kann, sozusagen ein alternativer Ansatz zu den Lese-Regeln. Schau mal im Abschnitt über das Necronomicon nach. Vielleicht ist ja was für dich dabei?

http://www.cthulhu.d...uellenbuechern/

Rollenspieler in und um Düsseldorf treffen sich hier:

Rollenspiel in Düsseldorf und Umgebung (Facebook)


#9 Guest_Thomkat_*

Guest_Thomkat_*
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Geschrieben 11. September 2010 - 11:08

Ok werd ich machen. Danke für deine/eure Hilfe.

#10 Guest_Thomkat_*

Guest_Thomkat_*
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Geschrieben 27. Juli 2011 - 10:32

Hallo zusammen

Mich beschäftigt schon seit einiger Zeit folgendes Problem.
Bücher die während eines Abenteuers bzw. einer Kampagne gefunden werden wollen gelesen werden. Dies benötigt aber je nach dem enorm viel Zeit. Wie sollen die Charaktere all das Wissen dass in den Büchern steckt den verwerten können ohne dabei den Zeitaspekt und die Zeitnot, die ja in einigen Kampagnen definitiv besteht zu vernachlässigen?
Darum hab ich mir folgende kleine Hausregel überlegt und möchte die hier mal zeigen.
Was haltet Ihr davon? Kann man das so nutzen oder steht es total im Widerspruch zu den eigentlichen Regeln bzw. wird es den Spielern dann viel zu einfach gemacht?


Hier also mein Vorschlag um Bücher zu lesen:

òWer ein Mythosbuch liest muss als allererstes die Sprache können. Tut er das kann er sich entscheiden ob er das Buch Quer liest um auf eventuell wichtige Informationen zu stossen oder ob er es ganz lesen will.

òBeim Querlesen erhält er den halben Stabilitätsverlust, hat aber für sich das wichtigste herausgelesen (Spieltechnisch heisst das, dass man die Informationen eines Handouts zugänglich machen kann.) Ausserdem kann er einschätzen ob es sich lohnt das Buch ganz zu lesen um daraus nutzen (Zauber) oder änurô Informationen (Fertigkeiten) zu ziehen. Das heisst er kann abschätzen ob sich darin möglicherweise Zauber oder Wissen befindet das ihm weiterhilft. Er kann aber nicht sagen worum es sich dabei genau handelt. Und er erhält dadurch kein Mythoswissen.
Das Buch Quer zu lesen dauert in etwa 1/100 dessen als wenn man das Buch studiert in Stunden. (Bsp: Ein Buch zu lesen dauert 24 Wochen, dass sind 168 Tage. 168/100=1.68*24h=40.32h. Es dauert also rund 40 Stunden das Buch quer zu lesen)

òLiest er das Buch ganz erhält er den restlichen Stabilitätsverlust, falls er das Buch vorher Quergelsen hat oder den ganzen Stabilitätsverlust wenn er sich von Anfang an entscheidet das Buch ganz zu lesen. Dabei erhält er auch das komplette Mythoswissen und stellt fest was für Nutzen aus dem Buch zu ziehen ist. Das heisst ob und was für Zaubersprüche, Fertigkeiten oder sonstiges sich darin befindet. Dies dauert in etwa 1/10 dessen als wenn man das Buch studieren will. (z.B. es dauert 24 Wochen das Buch zu studieren, dass sind 168 Tage. 1/10 davon sind 16.8 [gerundet 17] Tage was 2 Wochen und 3 Tagen entspricht.)

òDas Buch zu studieren und die darin befindlichen Zaubersprüche und Fertigkeiten zu erlernen dauert dann entsprechend so lange wie bei dem jeweiligen Buch angegeben ist. (Bsp: 24 Wochen = 168 Tage)
Danach kann der Charakter den Zauber nutzen und hat die Fertigkeiten etc. erlernt.

Ich bin der Meinung dass man auf diese Weise das Zeitproblem beim lesen einigermassen lösen kann und trotzdem den Regeln einigermassen entspricht...

Danke schon mal für jegliche Meinungsäusserung dazu.
Thomkat

#11 Frank Heller

Frank Heller

    The Great Old One

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Geschrieben 27. Juli 2011 - 15:04

Hast Du nicht zufällig "Necronomicon - Geheimnisse des Mythos" von Pegasus Press?

Da findest Du eigentlich alles zum Thema Querlesen von Büchern, das Du wissen musst.
Darunter auch die Dauer des Querlesens der verschiedenen Bücher, und die Unterschiede in den Auswirkungen von Querlesen und vollständiger Lektüre.

#12 Guest_Thomkat_*

Guest_Thomkat_*
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Geschrieben 28. Juli 2011 - 07:32

Dann werd ich mir das Necronomicon besorgen in der Hoffnung dass ich nicht Wahnsinnig werde ;)

Danke für den Hinweis auf den man eigentlich hätte selber kommen sollen.


#13 Kiri

Kiri

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Geschrieben 28. Juli 2011 - 17:43

Ich würde es vor allem nicht so machen:
"Hier gibt es ein Buch, in dem für das Weiterkommen wichtige Informationen drin sind."

Wenn Du den Stabilitätsverlust ernst nimmst und bedenkst, dass das Buch auch immer ein wenig "im Betrachter liest", kannst Du ganz nette Effekte auch schon an dem Spieleabend erzeugen. Paranoia, Verdächtigungen, Neid etc.

Etwa: der Charakter liest nachts während die anderen schlafen und verhält sich dann am nächsten Tag müde und merkwürdig ...

Wenn Du wirklich das Buch fürs weiterkommen nutzen willst, kann es ja vielleicht aufgeschlagen am Fundort rumliegen oder ähnliches.

Gru? Kiri




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