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New York - Pinselstriche


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20 Antworten in diesem Thema

#1 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 01. Februar 2011 - 15:57

Ich bereite grade das Abenteuer "Pinselstriche" aus dem New York-Band vor. Dabei sind mir etliche Fragen aufgetaucht, die mir das Abenteuer jedoch nicht beantworten kann. Ich hoffe hier im Forum die Klärung finden zu können. ;)

1. - Im Handout von Armitages Dissertation steht: " Wie die Stadt Yhtill nur eine Maske auf der darunter liegenden echten Stadt Carcosa ist."

Was hat es mit Carcosa und Yhtill auf sich?
Wo findet man Informationen dazu?
Wird Yhtill in irgendeiner Pegasus-Publikation näher erwähnt?
Was weiss Armitage über Hastur, den König in Gelb, Carcosa etc.pp.?
Letzte Frage erscheint mir besonders wichtig, da meine Gruppe inzwischen "per Du" mit Armitage ist.

2. - Was ist mit Frederic Castaignes tatsächlich passiert?
Armitage erwähnt in seiner Dissertation ja eine Anspielung - aber wie kann ich als Spielleiter an diese Infos kommen, die nicht explizit im Abenteuer stehen?

3. - Das Ende des Szenarios: Als beste Lösung wird vorgeschlagen, dem "maskierten" im Bild das gesicht von Albus Craig aufzumalen. Was aber passiert dann mit Albus im "realen New York"?
Wird er als Persönlichkeit so ins Bild "übertragen"?
Und was ist, wenn Craig vor dem Finale stirbt?


Ich finde sowohl die Spuren, als auch die Auflösung des eigentlich interessanten Szenarios irgendwie mehr als undurchsichtig - schlechte Vorraussetzungen, wenn man nicht Spieler, sondern Spielleiter ist. Hoffe das ihr mir hier weiter helfen könnt, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. ;)
- Wir leben in einem System, in dem man entweder Rad sein muß oder unter die Räder gerät - F. Nietzsche

#2 Peterchen

Peterchen

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Geschrieben 01. Februar 2011 - 17:02

Ich will dir da gerne helfen, schlie?lich habe ich es (mit-)geschrieben.

MEGASPOILER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

































1) ist eine Anspielung auf alle, die den Mythos um den König in Gelb besser kennen, für das Szenario völlig unwichtig.
Aber, weil du es wissen willst:
Das Stück "Der König in Gelb" spielt in der Stadt Yhtill, am Hof des dortigen Königs. Ein Abgesandter des mysteriösen Königs, die "Bleiche Maske" erscheint, udn wird zu einem Maskenball geladen. In der Kernszene wird er aufgefordert, seine Maske abzulegen. Er gibt zu erkennen, dass er keine Maske trägt, die Stadt nicht mehr Yhtill. sondern Carcosa hei?t und ihr Herr der König in Gelb ist. Die Protagonisten (Camilla, Cassilda, Noatalba, Uoht, Thale) verfallen dem Wahnsinn, der König in Gelb tritt die Herrschaft über die Stadt an. Soweit die Kurzfassung.

Armitage wird sich kaum dazu äu?ern, da seine abgelehnte Diss seinen wunden Punkt darstellt, die er vergessen möchte - und hat dazu einen Pakt mit Mr. Wilde geschlossen. Niemand, au?er Armitage und Mr. Wilde kennt diese Diss. Welcher Art der Pakt ist, ist offen - das kannst du dir aussuchen, falls deine Speiler Armitage wirklich kennen. Hier sollte aber eine dunkle Seite Armitages aufkommen, die auch ins mörderische reichen kann - ein Einfluss Wildes/Hasturs. Auf direktes Nachfragen wird Armitage auf jeden Fall die Existenz der Diss nicht zugeben, und sehr ungehalten. Sein Teil des Paktes könnte darin bestehen, sein Wissen um den König mit allen Mitteln geheimzuhalten - und das Stück selbst trotzdem zwanghaft lesen zu müssen.


2) Das ist nirgendwo klar, was mit Castaigne passiert, oder ob es ihn überhaupt gibt.

3) Das stimmt nicht. Es wird vorgeschlagen, den Maskierten mit einer abgelegten Maske darzustellen - ob sie nun Craig daruntermalen oder nicht ist wurscht.
Nur innerhalb des Bildes, in Carcosa, steckt Albus unter der Maske. Da sich aber Carcosa mit New York überlagert, sind die Vorschläge flie?end. Mein Vorschlag ist, dass Albus am Ende in Carcosa bleibt, als Gefangener des Königs in Gelb. Er taucht ohnehin auch währende des Szenarios nicht mehr als Albus auf, so dass ihn wohl kaum einer vermisst, und offiziell ist er ja ohnehin tot im Zementwerk.
(Es würde mich übrigens wundern, wenn Craig stirbt, denn, sofern er nicht am Abend der Eröffnung umgebracht wird, was ziemlich sinnlos wäre, tritt er ja nicht mehr direkt in Kontakt mit den Charakteren - und wenn doch, kann er das ja immer noch gemalt haben, also weiterleben. Und wenn er doch in New York stirbt, kann er in der Realität von Carcosa durchaus weiterleben - das macht es nur mysteriöser...)


Als Lektüre empfehle ich dir:

Rollenspiel:

Narrenball von Laurin (als Tatterdemallion in Fatal Experiments von Chaosium, recht alt)

Bücher:

Der König in Gelb (das Original von Chambers)

The Yellow Sign and other stories
The Hastur Cycle

beides erschienen bei Chaosium


#3 Peterchen

Peterchen

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Geschrieben 01. Februar 2011 - 17:15

Im ?brigen habe ich das Szenario problemlos mit sowohl Rollenspiel- wie auch Cthulhuneulingen gespielt.
Denn die Infos, die dich interessieren, sind ja zur Lösung nicht notwendig, sondern sollen nur auf den zugrundeliegenden Mythos anspielen - bei Dir hat das ja schon geklappt, dass du derart angefixt bist :D
Einzig die Armitage-Connection müsstest Du eben ausbauen, das ist sicher nicht vorgesehen, schon aus Platzgründen. (Das Original war ein Drittel länger, wir mussten kürzen). Vergiss dabei aber nicht, dass das ein Wettlauf gegen die Zeit ist, Armitage nicht in New York wohnt und am Telefon oder per Telegramm aus den genannten Gründen sicher keine Auskunft gibt au?er Demetis oder paar rüden Worten - seltsam, wenn man ihn gut kennt...

#4 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 01. Februar 2011 - 17:40

Denn die Infos, die dich interessieren, sind ja zur Lösung nicht notwendig, sondern sollen nur auf den zugrundeliegenden Mythos anspielen



Ja-ha... nur wie ich meine Gruppe kenne, wird ALLES recherchiert, hinterfragt, überprüft und auf wasserdichte Logik hinterfragt. ;)
Das mit Armitage ist da noch das kleinste Problem - auch wenn ich hier schon unendliche Debatten erahnen kann.

Werde mich wohl oder übel mal mit dem König in Gelb beschäftigen.
Aber erst einmal Danke für die Infos. :))
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#5 Peterchen

Peterchen

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Geschrieben 01. Februar 2011 - 18:51

Ich will jetzt hier nicht wie ein Besserwisser klingen, aber der Mythos ist - wie er von Lovecraft und Konsorten erdacht wurde - alles andere als konsistent.
Wie will man das dann von ner Spielwelt erwarten, die in einem an sich schon unlogischen und nicht für den menschlichen Geist geschaffenen Welt spielt?
Das einzige, was man erwarten kann, ist, dass sich die nicht-Wahnsinnigen wie vernünftige Menschen verhalten - und selbst die haben Macken.
Das aber nur am Rande.

Wir haben in das Szenario ganz bewusst Anspielungen auf den Carcosa-Mythos eingebaut, und mir war klar, dass die nicht jeder Leser versteht.
Das kann man doof finden. Ich dachte, es wäre cool, weil es die Ungewissheit verstärkt. Kann sein, dass es bei Dir und Deiner Gruppe nach hinten los geht. Tut mir in dem Falle leid. (Das Szenario ist dann trotzdem spielbar.)
Mr. Wilde z.B. ist aus "The Repairer of Reputations", zu deutsch "Der Wiederhersteller des guten Rufs", eben aus dem King in Yellow von Chambers geklaut, auch wenn er da anders auftritt. Lies es mal, und dann kannst Du es schei?e finden oder cool. Ich dachte mir, dass er zumindest soweit beschrieben ist, dass man das auch spielen kann, ohne die Bücher von Chambers zu kennen.
Freu mich auf weitere Rückmeldung/Kritik.

#6 b1ackadder

b1ackadder

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Geschrieben 01. Februar 2011 - 18:54

Original von Raven2050

Denn die Infos, die dich interessieren, sind ja zur Lösung nicht notwendig, sondern sollen nur auf den zugrundeliegenden Mythos anspielen



Ja-ha... nur wie ich meine Gruppe kenne, wird ALLES recherchiert, hinterfragt, überprüft und auf wasserdichte Logik hinterfragt. ;)



Meine Kleinen sind auch so!
Ständig wollen sie sowas wissen! Sich mit NSCs ohne Namen unterhalten (okay, zurecht), Hintergründe wissen, die eigentlich irrelevant sind - nur weil dadurch Atmosphäre aufkommt und sie in ihre Charaktere finden. Pah!

:D

Einerseits macht das Spielen mit ihnen Spa?. Andererseits ist es immer wieder eine Herausforderung *g* Aber eine schöne :)

#7 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 02. Februar 2011 - 15:34

@B1ackadder:
Wenigstens du kannst mein Leid verstehen. :D

@Peterchen:

Ich will jetzt hier nicht wie ein Besserwisser klingen, aber der Mythos ist - wie er von Lovecraft und Konsorten erdacht wurde - alles andere als konsistent.



Konstante Welt hin oder her - ein Abenteuer sollte natürlich auch mal Mysterien offen lassen und nicht jeden kleinen Klecks mit physikalischen Formeln erklären können. Aber der Verlauf eines Abenteuers sollte doch zumindest soweit nachvollziehbar sein, das die Gruppe in der Lage ist auf übernatürliche Bedrohungen angemessen zu reagieren.
Schönes Beispiel ist hier wohl das RPG "KULT", welches quasi davon lebt, das sich die Realität ständig irgendwie verschiebt und als "irgendwie anders" offenbart. Dennoch sollte man den Spielern die Chance lassen, diese perverse Logik halbwegs erfassen zu lassen.

Ansonsten könnte man das toupierte Holzwurmmonster auch mit drei Mal rolle Rückwärts überlisten und einen Keks backen, während der Papst ein gro?es Stück Holz trinkt und der Regenbogen den platten am U-Boot in der Wüste flickt. Aber so eine Spielwelt möchte bestimmt keiner, das überlassen wir dann doch besser Helge Schneider. :D ;)



Wir haben in das Szenario ganz bewusst Anspielungen auf den Carcosa-Mythos eingebaut, und mir war klar, dass die nicht jeder Leser versteht.



Ist ja wie gesagt auch völlig in Ordnung. Und an sich fehlte mir ja auch nur ein kurzer Infokasten, der entweder 2, 3 aufklärende Sätze zu Carcosa enthält, oder eben ein kurzer Verweis auf weiterführende Literatur. Also exakt jene Punkte, die wir hier bereits klären konnten. ;)

Lies es mal, und dann kannst Du es schei?e finden oder cool.



Werde ich wohl mal machen, da die Geschichte ganz interessant klingt. Erinnert irgendwie an Poe`s "The Masque of the Red Death".
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#8 Peterchen

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Geschrieben 02. Februar 2011 - 15:58

Original von Raven2050


Konstante Welt hin oder her - ein Abenteuer sollte natürlich auch mal Mysterien offen lassen und nicht jeden kleinen Klecks mit physikalischen Formeln erklären können. Aber der Verlauf eines Abenteuers sollte doch zumindest soweit nachvollziehbar sein, das die Gruppe in der Lage ist auf übernatürliche Bedrohungen angemessen zu reagieren.


Das ist völlig klar, und da gebe ich dir auch zu 100% Recht.
Allerdings denke ich, dass wir das auch gewährleistet haben, dass die Gruppe angemessen reagieren kann.
Sie braucht halt nur die Farbe. Was Sie dann genau damit macht, ist ja relativ egal, denn es kann ja so oder so zu einem guten Schluss kommen.
Und bis jetzt hat noch jede Gruppe Testspieler mit der Farbe herumexperimentiert, machmal auch unabsichtlich - und sich dann einen mehr oder weniger zutreffenden Reim auf dei Vorkommnisse machen können.

#9 Raven2050

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Geschrieben 02. Februar 2011 - 16:16

Zumindest bin ich nun gespannt, wie meine Gruppe das Abenteuer angehen wird. ;)
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#10 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 14. Februar 2011 - 17:50

Werde das Abenteuer wohl am Wochenende leiten.
Daher nun doch noch eine Frage: der im Handout (Dissertation) erwähnte Frederic Castaigne - wer ist das????

Zuerst dachte ich, es handelt sich um den Autoren von "der König in Gelb" - aber der heisst Chambers und nicht Castaigne. Oder schredder ich da jetzt was?
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#11 Peterchen

Peterchen

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Geschrieben 14. Februar 2011 - 18:12

Chambers ist der echte, real life Autor.
Castaigne ist der Autor des Bühnenstücks "Der König in Gelb", wie er im Mythos vorkommt - und von Chambers erfunden wurde.
D.h., im Spiel gibt es Chambers nicht - vermutlich ebensowenig wie Lovecraft.
(und, um ganz genau zu sein, ist die Zuweisung Castaigne= Autor des Königs in Gelb auch nicht von Chambers, sondern von irgendeinem Rollenspielfuzzi. Vielmehr ist Castaigne der Protagonist der Geschichte "The Repairer of Reputations" von Chambers, aber das geht jetzt zu weit...)

#12 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 14. Februar 2011 - 18:31

Besten Dank für die flotte Antwort! :D ;)
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#13 Hey-Joe

Hey-Joe

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Geschrieben 15. Februar 2011 - 00:42

Oh man, ich bin schon so gespannt auf das Abenteuer. Das klingt alles ganz aufregend hier! Hoffe den Band auch ganz bald mein eigen nennen zu können...

@ Raven 2050: Bin sehr auf einen Spielbericht gespannt! :D

#14 Crimsonking

Crimsonking

    Des Wahnsinns lecker Häppchen

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Geschrieben 15. Februar 2011 - 09:36

Meine Gruppe ist durch das Abenteuer letztens durchgestolpert.
Spielbericht kommt wenn ich Zeit finde.

„Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht.
Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.”
Terry Pratchett


#15 Raven2050

Raven2050

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Geschrieben 20. Februar 2011 - 13:55

So, gestern Abend/Nacht hatte ich die Ehre, die "Pinselstriche" mit meiner Gruppe spielen zu können.
Insgesamt kam das Abenteuer wohl ganz gut an.
Die Charaktäre in diesem Abenteuer waren ein Kunstprofessor, ein Medizinstudent und ein Pathologe.

Für einen detailreichen Spielbericht fehlt mir einfach die Mu?e, daher stelle ich nun hier einen kurzen Bericht ein, der vielleicht für andere Spielleiter hilfreich sein könnte (auch hier: MEGASPOILER!!!!).

Der Kunstprofessor war Teil der Jury, welche im Eingangsszenario das beste Bild honorieren sollte.
Auf Grund einiger Verdachtsmomente wurde schnell klar, das die Jury zu Gunsten von Mr. Vincento bestochen ist - der Künstler enthielt sich somit seiner Stimme und verliess die Jury.
Ebenso schnell war klar, das mit dem Bild von Craig etwas nicht stimmen kann, zu offensichtlich "verlor" man sich in dem seltsamen Motiv. In Kombination mit dem gescheitertem Anschlag von Casilda Tivolino und einem Gespräch mit eben jener Person verdichtete sich das "ungute Gefühl".


Da die Gruppe bereits in der Vergangenheit mit Bildern und Mythos schlechte Erfahrungen gesammelt hat ("Pickmanns Schüler" aus dem Traumlande-Band), wollte man die unbekannte Gefahr schnellst möglich bannen und entschloss sich in der selben Nacht zu einem Einbruch im Salmagundi-Club, mit dem Ziel, das Bild schnell und ohne gro?e Verhandlungsgespräche zu "sichern".
Der Einbruch endete jedoch mit der Konfrontation des "madigen" Wachmanns und einem schwer verwundetem Charakter. An dieser Stelle wurden übrigens Assoziationen zu Matrix und Agent Smith gezogen.... warum nur? :D

Der nächste Tag begann mit dem Zeitungsartikel des Leichenfunds in Greenwich-Village und des vermeintlichen Craigs im Zementwerk in Brooklyn.
Die Chars agierten nun sehr schnell, da die begründete Vermutung Vorlag, das die Jury nach dem 10-kleine-Negerlein-Prinzip ausgeschaltet werden soll.
Der Pathologe liess seine Kontakte spielen und untersuchte die Leichen.
Der Kunstprofessor und Medizinstudent klapperten derweilen Craigs Wohnung, Craigs Atelier und später mit dem Pathologen Tivolinos Malereibedarf ab.

Das Zementwerk wurde völlig ignoriert, da die Spieler vermuteten nach der polizeilichen Untersuchung dort nix mehr zu finden.
Und hier liegt auch meiner meinung nach ein Fehler im Buch: Selbst nach der polizeilichen Untersuchung findet man in dem aufgelassenem Zementwerk Beweisspuren (Stricke, Stühle, Kessel, Ritualzubehör, Blutspuren etc.pp.).
Das dürfte mehr als unwahrscheinlich sein, das solche Beweismittel in einem Mordfall einfach am Tatort zurück gelassen werden - vor allem in einem einsamen, alten Lagerhaus mitten im Hafen von Brooklyn!?! :rolleyes:
Hier sollte der SL also deutlich nachbessern und diese Infos auf anderem Wege vermitteln.

Lange Rede kurzer Sinn:
Nach Hausbesuchen bei Craig und Tivolino führte eine letzte Spur zum Pushcet-Market und dem mysteriösem Mr. Wilde - auch hier habe ich die Szene leicht abgeändert, da ich die Katze zu lächerlich empfand. Mir schwebte eher ein Verkäufer a`la "Needfull Things " vor Augen, der sich von Lebensenergie (in Form von Magiepunkten) seiner Kundschaft ernährt - dummer Weise verliert man diese Magiepunkte permanent. Irgendein Haken muss ja an der Sache sein. ;)

Letzt endlich wurde sehr schnell 1 und 1 zusammen gezählt, was zu einem kurzen, aber heftigem Finale im Salmagundi-Club führte (das Bild von Craig wurde noch nicht ins MET abtransportiert - hier war ich gnädig, weil die Gruppe in der tat sehr schnell auf die richtige Fährte gekommen ist).
Finale gestaltete sich so, das 2 Spieler den Wachmann aufhielten, der Kunstproffessor den Pinsel schwang - inklusive eines Kurzbesuchs im Bild, also in Carcosa.
Auf den letzten Drücker schaffte es der Medizinstudent Craig ins Bild zu malen, bzw. den Maskenmann zu demaskieren.
Alle drei Charaktäre überlebten und die Spieler waren mit dem Abend zufrieden.

Soweit das Wesentliche.

Kurzfristig hatten die Spieler den Gedanken, das sie quasi die ganze Zeit im Bild gefangen sind, seit dem Moment, wo sie zum ersten Mal das Bild betrachtet hatten.
Für leichte Paranoia sorgten kurze, subtile Momente, wie der Hotdog-Verkäufer, der Menschenfleich anbot oder ein grün schimmernder Mond über New York.
Allerdings würde ich diese atmosphärischen Momente wirklich nur sehr subtil einbinden und die Spieler im unklaren lassen, ob sich die Stadt tatsächlich verändert, oder der persönliche Wahnsinn nun doch das individuelle Schicksal besiegelt.

Fazit:
Nettes Abenteuer, welches jedoch in einigen Bereichen noch Ecken und Kanten hat, die der SL abschleifen muss. Das sollte aber ohne gro?e Probleme möglich sein.
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