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Räume


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22 Antworten in diesem Thema

#1 Synapscape

Synapscape

    Großer Alter Rufer

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Geschrieben 17. März 2011 - 22:54

Was haltet ihr von folgender Idee: in diesem Thread sammeln wir Räume für Cthulhu.
Damit meine ich einfach eine lose Sammlung von interessanten Räumen (im weitesten Sinne von Gebäuden), die als Aufhänger für cthuloide Abenteuer oder einfach nur als interessante Kulisse dienen können.

Ich würde mich freuen, wenn sich hier viele beteiligen und so vielleicht eine kleine Sammlung interessanter Räume für Cthulhu entstehen könnte.

Der Hinrichtungsraum

Inspiriert von aktuellen News aus Libyen (http://www.bild.de/B...gefaengnis.html) handelt es sich dabei um einen Raum, der am besten in völlig biderer Kulisse eingesetzt wird, um maximalen Kontrast zu entfalten. Beispielsweise eingebaut in eine ganz normale Wohnung oder in ein Krankenhaus?

Im Raum dominiert eine Tötungsvorrichtung (der Phantasie der Spielleiters sind hier keine Grenzen gesetzt). Je professioneller und "industriegenormter" diese aussieht, desto erschreckender. Der Hinrichtungsraum ist geheimnisvoller, wenn er eben nicht nur die Folterkammer eines Psychopathen ist, sondern die Frage aufwirft, wer kann etwas derartig professionelles in seine eigene Wohnung einbauen und zu welchem Zweck?

Auch die Kombination dieses Raumes mit dem Gebäude, in dem er sich befindet, kann spannend sein. Was z.B. macht ein professioneller Galgen, wie er sonst nur in alten Gefängnissen vorkommt, in einem Kindergarten?

Die Kugel

Idealerweise ein Raum, den man in einer alten Villa findet. Inspiriert durch die Sandman-Comics. Inmitten eines Raumes befindet sich eine riesige gläserne Kugel und inmitten der Kugel befindet sich eine Person oder eine Kreatur. Diese lebt offensichtlich, obwohl keine Versorgung mit Luft, Wasser oder Nahrung zu erkennen ist. Die Kreatur interagiert auch mit den Personen vor der Kugel, kann diese also sehen.

Was ist das für eine Kugel? Wie bekommt man sie auf? Will man das überhaupt? Wer ist IN der Kugel?

Dieser Raum eignet sich ideal auch als Erbschaft für den unbedarften Neffen eines expeditionsfreudigen Onkels. :D

Rollenspieler in und um Düsseldorf treffen sich hier:

Rollenspiel in Düsseldorf und Umgebung (Facebook)


#2 Amenaza

Amenaza

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Geschrieben 17. März 2011 - 23:25

Inspiriert von "The Lost Room":

Die Tür

Ein gro?er, idealerweise kreisrunder Raum ohne Fenster, in dem sich fast nichts befindet als eine gro?e Tür mitsamt Rahmen, welche im Zentrum des Raumes ohne erkennbaren Nutzen aufgebaut wurde.
Je nach Atmosphäre/Setting wird der Raum von kaltem Neonlicht komplett ausgestrahlt oder düstere, schmutzige Lampen verteilen ihr spärliches Licht, wobei man irgendwie das Gefühl hat, als würde eine andere, viel hellere Lichtquelle unter dem Türspalt durchscheinen. Auch gut geeignet, um Kontrasteffekte zu erzeugen (sterile, hochmoderne Umgebung, Tür selbst scheint allerdings noch aus dem Mittelalter zu stammen).
Wer hat diese Tür hier aufgebaut? Warum hat man dieses eigentümliche Verlangen, durch die Tür hindurch zu gehen? Und wieso ist sie abgeschlossen?

#3 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 18. März 2011 - 15:31

Die Idee von dem Thread find ich klasse. Die Ideen sind Gold wert für meine Abenteuer

Wie wäre es denn noch mit:
Einem Leichenschauhaus(den Raum, wo die Leichen aufbewahrt werden):
Die Sc erwachen in einem der Leichenkästen und müssen versuchen zu entkommen. Wer hat sie eingesperrt und warum können sie sich nicht erinnern wie sie hereinkamen?

"Nicht einmal der Tod kann dich vor mir retten."

 

- Diablo II

 

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#4 wendigogo

wendigogo

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Geschrieben 18. März 2011 - 17:49

Die Dunkelkammer

Ein trockener Kellerraum, in dem die wenigen engen Lichtschächte mit Wellpappe verdunkelt wurden. Ein leicht stechender Geruch von Chemikalien dringt in die Nase.
Der Raum wird rötlich erleuchtet durch einzelne Lampen, die über den beiden Tischen an der gegenüberliegenden Wand angebracht sind, doch bis auf die Tische bleibt fast alles im Dunkeln.
Ein lecker Wasserhahn lässt langsam einzelne Tropfen in ein Spülbecken fallen.

Auf den Regalen darüber sind eine Vielzahl von Flaschen mit seltsamen Lösungen, ein Wecker, ein Thermometer und sonstiges Kleinzubehör untergebracht,
die man allerdings nur ungenau erkennen kann, da sie hinter einer Reihe verschwommener Fotos verborgen sind, die mit Klammern an eine Wäscheleine gehängt wurden.

Ein Stapel Papiere liegt neben den Becken mit dem Lösungsbad, darüber ist ein Vergrö?erungsrahmen angebracht.
Wenn man sich diesem nähert und den umgefallenen Hocker aus dem Weg geht, kann man durch die zerkratzte Linse erkennen, dass auf dem Foto im Bad etwas markiert worden ist.

Was wird ein Blick hindurch dem neugierigen Beobachter zeigen?

[ALIGN=center]
Eingefügtes Bild [/ALIGN]

Wendigogo
I am - of the winds - in the North soaring down - with feet - flaming consume - the essesence of life
-Song of of the Wendigo

#5 7th Guest

7th Guest

    Abtrünniger

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Geschrieben 18. März 2011 - 18:59

Inspiriert durch eine Episode von "Geschichten aus der Schattenwelt".

Eine wohnliche Dachkammer mit einer kleinen Türe in der
Wand, die abgeschlossen ist und zu klein für einen Menschen
ist. Der Schlüssel fehlt und der Raum dahinter diente wohl
als eine Art Kinder/Puppenkleiderschrank. Des Nachts öffnet
sich die Türe auf geheimnisvolle Weise...

#6 Wyrmdale

Wyrmdale

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Geschrieben 19. März 2011 - 08:50

Die Dachkammer

Ein Haus weist deutlich sichtbar von au?en eine Mansarde auf mit einem vielfarbigen Fenster. Allerdings befindet sich im Haus kein Zugang zu dieser Mansarde, keine Tür, nichts.

Ein genaues Studium des Hausplanes zeigt einen Berechnungsfehler bei zwei Räumen, die eine wenige Quadratmeter gro?e Differenz aufweisen.

Nach dem Abschlagen des Putzes / Entfernen der Tapete entdeckt man eine zugemauerte Íffnung. Durch diese kann man das Zimmer mit dem Bleiglasfenster endlich betreten.

Blickt man jedoch durch dieses Fenster, dann sieht man nicht wie erwartet den Vorgarten des Hauses, sondern eine seltsame Landschaft... und plötzlich hören die Charaktere das Schlagen von gro?en Flügeln...

#7 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 20. März 2011 - 15:29

Das erinnert mich ein bisschen an ,,Die Glocken im Turm'' von Lin Carter. :)

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#8 Denkpause

Denkpause

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Geschrieben 20. März 2011 - 19:46

so nun will ich mich auch mal hier einreihn 8)

Das Traumlabor

Ein abgedunkelter Raum der nur von Kerzen erhellt ist, die überall im Zimmer verteilt sind. In der Mitte findet sich eine Art Liegestuhl der mit gro?en Kissen bestückt ist. An dessen Seite steht ein Tropf. Auf der rechten Seite befindet sich eine Schrankwand mit zahllosen Chemikalien, Drogen und anderen nicht identifizierbaren Flüssigkeiten. Au?erdem liegen dort Injektionsbesteck, Skalpelle und zahlloses anästhesie Besteck herum. An der linken Wand stehen Regale und ein Sekretär mit Büchern über Traumreisen und Traumdeutungen. Im weiteren befinden sich dort Aufzeichnungen über surreale Orte und Kreaturen. Nimmt man auf dem Stuhl platz und schaut an die Decke sieht man ein gemaltes Bild was sich wenn man sich an den Tropf hängt immer mehr realer wird. Fängt es sich nicht an, den Rändern an zu bewegen...???

#9 Dumon

Dumon

    Herold des Gelben Königs

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Geschrieben 22. März 2011 - 19:49

Ursprünglich hab ich den nachfolgenden Raum mal im Rahmen eines Creative-Writing-Projektes beschrieben, welches vom damaligen Wraith-Project (Wraith: The Oblivion) angesto?en wurde und "Murder Rooms" hie?. Ob der Raum cthulhu-tauglich ist, weiss ich nicht. Ich beschreib ihn mal so, wie er damals gedacht war...

Der Schrein
Der relativ kleine Kellerraum ist mit einer schweren Holztür verschlossen. Nähert man sich dieser, kann man einen leichten Geruch von verbranntem Fleisch sowie ganz leise elektrisches Summen wahrnehmen. Ein metallener Türknauf öffnet sie, und sobald man ihn anfasst, stellt man fest, dass er ungewöhnlich warm, fast hei? zu sein scheint...
Íffnet man die Tür, so schlägt einem sofort in überwältigender Stärke der sü?lich-bei?ende Geruch von verbranntem Fleisch entgegen, und eine fürchterliche Hitze entweicht dem Raum, um dem Eintretenden fast die Haut zu verbrennen.
Der kleine Raum mit Betonboden ist mit Hunderten von Leutstrahlern in grelles Licht getaucht, die alle auf einen zentralen Punkt im Raum gerichtet sind. Aber zunächst fallen die Wände auf, die über und über mit ob der Hitze halb geschmolzenen Photos behängt sind. Auf allen Fotos, auf denen nocht überhaupt etwas zu erkennen ist, sieht man immer wieder die gleiche dunkelhäutige Frau mit wechselnden, ebenfalls dunkelhäutigen Partnern, in den unterschiedlichsten, jedoch recht eindeutigen, Posen.
Und in der Mitte des Raumes, auf dem nackten Beton-Boden, kniet ein mit Brandblasen, kochendem Fleisch und schwärzlich verkohlten und wei?lich verschorften Hautstücken übersähter Haufen Mensch, der offensichtlich noch am Leben zu sein scheint. In den vollkommen verbrannten Fingern hält er (denn es ist ein Er) einen geschwärzten Bilderrahmen, in dem ein Bild ebenjener dunkelhäutigen Frau aus unerfindlichem Grund die Hitze überlebt zu haben scheint. Und während der Eintretende den haufen garenden Fleisches betrachtet, löst sich eine einzelne Träne aus dessen wei?lich verklumpten Augen, tropft auf das Bild, nur um sofort zu verdampfen...

...Vorschlag für Cthulhu:
Macht aus den Bildern am Rand Zeichnungen des Schwarzen Mannes, und aus dem Bild in seinen Händen ein tatsächliches Bild desselben. Und dann lasst die Ermittler in der Wohnung mehrere Briefe finden, die darauf schlie?en lassen, dass das Häuflein Elend so sein will wie sein gro?es Vorbild, und sich vielleicht gar in ihn verliebt hat...

Kultist oder Nyarlathotep-Anhänger mal nicht grauenerregend, sondern mitleiderregend...
8o

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(Neil Gaiman, Sandman #38)

 

It is a fool's prerogative to utter truths that no one else will speak.
(Neil Gaiman, Sandman #19)


#10 Guest_Macthulhu_*

Guest_Macthulhu_*
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Geschrieben 22. März 2011 - 20:19

DAS LOCH

...noch ein Raum liegt vor Euch, bevor ihr alle Winkel in dem alten Herrenhaus durchsucht habt... vorsichtig offnet ihr die Tür... schwärze umwickelt Euch beim eintreten... Bodendielen knarren unter Euch .... ihr entzündet eine Kerze... haltet sie in die Höhe... leer, der Raum ist leer ... pssssst.... ihr hört ein Wimmern, das Wimmern eines Kindes.... es kommt aus der Mitte des Raumes... langsam setzt ihr einen Fu? vor den anderen.... bis ihr vor einem Loch im Fu?boden steht...
5 Fu? im Durchmesser... tief, schwarz, aus der tiefe dieses weinerliche Wimmern .... doch wie kann das sein... unter diesem Raum befindet sich der Salon 8o

#11 Saruthi

Saruthi

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Geschrieben 23. März 2011 - 21:39

Gerade beim Lesen dieses Threads eingefallen.

Die Charaktere haben bereits das gesamte Haus durchkämmt und treffen sich im Salon wieder.
Ein behaglich eingerichteter Raum mit offenem Kamin und schönen Ohrensesseln.
Sie beratschlagen ihr weiteres Vorgehen und kommen dabei keinen Schritt weiter.
Doch dann ist Peter auf einmal verschwunden!! Dabei hatte er sich doch eben noch an diese Wand gelehnt...
Bei den näheren Untersuchungen fällt den Charakteren auf, das dort wo eigentlich eine Wand zu sehen ist garkeine ist!!
Als sie hindurchschreiten stehen sie vor einer Weiteren Tür. Was verbirgt sich hinter dieser Tür? Wo ist Peter?
Und was haben die blutigen Fussabdrücke am Boden mit der Sache zu tun?

Die Kerze erlischt...

#12 Dumon

Dumon

    Herold des Gelben Königs

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Geschrieben 25. März 2011 - 14:06

Ich hab mir mal die Frage gestellt, was einen Raum besonders, oder besonders gruselig/unheimlich/cthulhoid macht.

Und bin dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Raum an sich nur sehr wenige Möglichkeiten hat, unheimlich zu sein:
- nicht-euklidische Geometrie (siehe "Träume im Hexenhaus")
- seltsames Mauerwerk (schleimig, zyklopisch, der obligatorische schwarze Stein)
- organische Raumbegrenzungen (Fleisch, anderes Gewebe)
- andere seltsame "Mauern" (Nebel, Flüssigkeit, etc.)

Was einen Raum unheimlich macht, sind entweder seine "Features" (siehe unten) oder seine vollkommen deplatzierte "Lage".

Letzteres ist auch relativ begrenzt in den Möglichkeiten. Ein Kinderzimmer ist nicht unheimlich. Ein voll ausgestattetes Kinderzimmer in einer Gruft schon; oder auch in einem betriebenen Atom-Uboot, oder in einem Gefängnis-Hochsicherheits-Trakt. Gleiches gilt ja auch für den oben genannten Hinrichtungs-Raum. In einem Gefängnis oder auf einer Militärbasis wäre der mit Sicherheit nicht soo unheimlich wie mitten in einer Vorstadt-Wohnung...

Was ein Kinderzimmer noch unheimlich macht, sind seltsame Spielzeuge, oder Geräusche, oder die Blutspur auf dem Boden zwischen den zerfetzten Teddybären, die in den Schrank führt. Aber das sind zusätzliche, später dazu gekommene Features, die mit dem Raum an sich nichts zu tun haben.
Genauso das Loch im Boden, das an einen Ort führt, der nicht dort sein kann, oder das Fenster in eine andere Dimension.
Selbst, wenn die Wände pulsieren, oder ein Stöhnen zu hören ist, oder Schleim aus den Ritzen dringt, ist das nicht der "Raum" per se, sondern das, was der Raum "tut"...

Räume selbst sind also eher selten unheimlich...
...oder? Habt ihr da andere Meinungen, oder mehr Ideen???

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#13 Magdalena

Magdalena

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Geschrieben 25. März 2011 - 14:25

Original von Dumon
Und bin dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Raum an sich nur sehr wenige Möglichkeiten hat, unheimlich zu sein:
- nicht-euklidische Geometrie (siehe "Träume im Hexenhaus")
- seltsames Mauerwerk (schleimig, zyklopisch, der obligatorische schwarze Stein)
- organische Raumbegrenzungen (Fleisch, anderes Gewebe)
- andere seltsame "Mauern" (Nebel, Flüssigkeit, etc.)


Alles was du aufzählst sind Dinge, die SCs sehen. tatsächlich aber tragen doch alle fünf Sinne zur Gesamtatmosphäre zu. Also auch Gerüche, Geräusche, gefühlte und erschmeckte Dinge.
Z.B. also:
- das Knarschen der der alten Holzdielen;
- das Klappern eines lockeren Fensterladens;
- der Geruch von Urin in der Ecke (auch wenn der schon weggeputzt wurde);
- Die Feuchtigkeit in der Luft, die aus den alten Mauern zu strömen scheint;
- ein sü?licher Geschmack, der sich auf die Zunge legt, wenn man den Raum betritt.

Wenn man als Erzähler alle fünf Sinne bediehnt, kann auch ein absolut "normales" Kinderzimmer die Spieler (und deren Chars) in Angst und Schrecken versetzen.

Ich denke daher: Was einen Raum unheimlich macht, ist wie er dargestellt wird, bzw. welche seiner (nicht-visuellen) Eigenschaften man am stärksten wahrnimmt.

(Ein Raum mit Fleischwänden, aus denen sich schleimig stinkende Flüsigkeiten absondern ist für mich eklig (im Sinne von "Wo sind meine Gummihandschuhe?"-eklig) - aber ganz sicher nicht unheimlich.

#14 Dumon

Dumon

    Herold des Gelben Königs

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Geschrieben 25. März 2011 - 14:38

Hui, daran hab ich gar nicht gedacht. Vielleicht, weil ich selbst so visuell geprägt bin. Aber Du hast natürlich Recht, es gibt mehr als nur den einen bzw. die zwei Sinne.

Dennoch ist der "Raum" an sich auch dann nur geringfügig variabler "unheimlich" zu machen, oder? Die meisten anderen Sinneswahrnehmungen gehen ja meist von solchen "Features" aus, wie der klappernde Fensterrahmen, der Uringestank, und selbst im weitesten Sinne die Holzdielen.
Was Anderes sind der süssliche Geschmack, und wohl auch die Feuchtigkeit aus modrigem Mauerwerk...

Daher stellt sich mir halt die Frage, ob ein Raum nur dann unheimlich ist, wenn man ihn unheimlich macht. Also mit Mobiliar/Böden/Geschichte/Geräuschen/Gegenständen/Personen versieht, die mit dem Raum dann dazu beitragen, dass er unheimlich wirkt...

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(Neil Gaiman, Sandman #38)

 

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#15 elyan361364424468

elyan361364424468

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Geschrieben 25. März 2011 - 15:12

Ich glaube nicht, dass bei der Erstellung des Threads an eine Differenzierung von Räumen und deren Einrichtung/Inhalt gedacht wurde. Es geht doch vielmehr um Írtlichkeiten in Gebäuden (im weitesten Sinn), oder?

Bei meiner Gruppe haben in der Regel jene Räume eine besondere Stimmung erzeugt, die auf den ersten Blick eher normal waren oder sich zumindest in einem normalen Umfeld befinden. Das hat viel mit den Erwartungen der Spieler zu tun. Im Keller eines Kultisten erwarten sie ja gerade zu schlimme, umheimliche oder jenseitige Dinge. Zu abgefahrene Dinge, wie etwa...

SPOILER!





der Staudamm in "König, Reich, Unten"

... erzeugen meist nicht so viel Stimmung, weil sie eben nur schwer vorstellbar sind.

Habt ihr da andere Erfahrungen?




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