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Spielebericht: Teufelspakt


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Eine Antwort in diesem Thema

#1 Prof.Dr.Holzer

Prof.Dr.Holzer

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Geschrieben 28. März 2012 - 09:26

Spielebericht äDer Teufelspaktô

Im Folgenden möchte ich von meinen Erfahrungen mit dem online frei verfügbaren Abenteuer äDer Teufelspaktô berichten. Gespielt wurde das Szenario mit fünf Spielern, über ca. 7 Stunden. Für die Spieler habe ich vorgefertigte Charaktere ausgehändigt. Um den Einstieg des einmaligen Spielens im Rahmen einer äMini-Conô zu erleichtern, nutzte ich eine klassische Variante, und zwar die Spieler im Rahmen einer Bostoner Detektei zusammenarbeiten zu lassen. Gespielt wurde mit drei Detektiven, einem Anwalt und einer Reporterin. Einer der Detektive hatte die äChef-Rolleô und einer die äNeuling-Rolleô inne. Ich vermute, dass ich der Ablauf nicht mehr 100% richtig wiedergegeben ist, allerdings stimmt es im groben.


Einstieg:

Nach einem relativ ruhigen Arbeitstag sa?en die SCs gemütlich zusammen (und konnten einen ersten Einstieg in ihre Rolle finden).
Einer der Detektive hatte nachts einen aufwühlenden Traum. Ich erzählte ihm die Geschehnisse der Todesnacht von Amy aus Ich-Perspektive, jedoch relativ vage und verworren. Danach wachte er auf.

Am nächsten Morgen stach den SC ein Zeitungsartikel zum Tod von Amy ins Auge. Alle kannten sie, drei von ihnen flüchtig, einer aufgrund einer vergangenen Affäre und die Reporterin als Kollegin und Freundin, welche sie schon länger nicht mehr gesehen hatte. Weiterhin erhielt die Reporterin einen Anruf der (reichen und aufgelösten) Tante von Amy, mit der Bitte, ihren Bekannten, den äberühmten Detektivô, mit der Ermittlung zu betrauen, äkoste es was es wolleô. Die Tante wollte nicht an Herzversagen glauben und fühlte sich von der Salemer Polizei abgewimmelt.


Die Ermittlungen beginnen:

Die Gruppe teilte sich auf:
Der Anwalt blieb im Büro, erledigte Papierkram, setzte den Ermittlungsvertrag auf, und telefonierte mit der Salemer Polizei und Gerichtsmedizin. Der zuständige Salemer Officer war kurz angebunden, gestresst und für ihn war die Sache klar: natürliche Todesursache; Schnüffler sind unnötig, Geldverschwendung, Zeitverschwendung. Der Gerichtsmediziner wollte erst gar nicht mit einer Detektei sprechen und lies den Anrufer durch seine Sekretärin abwimmeln, welcher der Anwalt allerdings noch einem Termin für ein äFachgespräch mit einem Kollegen von der Uniô abringen konnte.

Der Chef-Detektiv und ehemalige Liebhaber von Amy fuhr zusammen mit der Reporterin zu Amys Wohnung. Dort trafen sie auf die erschütterte Mitbewohnerin, welche selbst gerne helfen wollte, sich allerdings nicht sehr kompetent dabei anstellte. Sie erzählte ein wenig von Amy und konnte schlie?lich überzeugt werden, dass Amys Zimmer besichtigt werden müsse, wo auch deren Notizbuch gefunden wurde. In späteren Bibliotheksrecherchen stie?en die beiden, mit Hilfe des Anwalts, schlie?lich auch auf Amys Artikel.

Zeitgleich fuhren die anderen beiden Detektive nach Salem zum Fairfax-Friedhof. Man sprach mit einigen Anliegern und Friedhofsbesuchern, erfuhr von den Spukgeschichten, machte den Milchmann ausfindig und lie? sich den Fundort der Leiche zeigen, wodurch man auf das Crawford-Mausoleum stie?. Aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit entdeckte man zunächst weder den Tunneleingang, noch die au?erhalb des Friedhofs gelegenen Gräber. In der Salemer Innenstadt fragten sich die beiden Detektive durch und stie?en kurz von Schlie?zeit auf die historische Gesellschaft. Nach einem kurzen aber eindrucksvollen Kennenlernen von Henrietta und Olivia wurden die beiden auf den nächsten Tag vertröstet und verlie?en das Museum mit einem Mitgliedsantrag für die Gesellschaft in der Tasche. Es ging zurück auf den Friedhof, um die 13 Hexengräber zu besichtigen, von denen man im Museum erfahren hatte. Nach einem kurzen Einbruch in das Mausoleum und einigen komischen Geräuschen (Friedhofspenner?) in der angebrochenen Dunkelheit entschlossen die beiden sich schlie?lich, zurück nach Boston zu fahren.


2. Tag

Nach einer gemeinsamen Auswertung der vorliegenden Untersuchungen ging es los nach Salem. Dort teilte man sich erneut in zwei Gruppen.

Der Anwalt besuchte zusammen mit der Reporterin den Gerichtsmediziner. Die beiden gaben sich als Dr. bzw. Studentin der Medizin aus, wobei es sehr hilfreich war, dass der Anwalt Kontakte zur medizinischen Fakultät hatte. Mit Schwei?perlen auf der Stirn und geschicktem ?berreden erfuhr man die Meinung des Gerichtsmediziners, ohne aufzufliegen.

Während dessen befanden sich die anderen Drei im Museum, um dort nach Hexenprozessen etc. zu recherchieren. Man stie? auf Mercy Booth, deren Namen man vorher ja bereits schon gehört und gelesen hatte. Einer der Detektive füllte schlie?lich einen Mitgliedsantrag aus und wurde kurzerhand zu ehrenamtlichem Engagement verpflichtet. Beim Sortieren der Zeitungskisten stie? man dann auf den Artikel zum ehemaligen Haus von Mercy. In Kombination mit Aussagen der (zumindest zur Hälfte) netten älteren Damen kam man auf die Idee, dass der Keller des Hauses noch erhalten sein könnte.

Nach dem alle SCs sich wieder im Museum zusammengefunden hatten, machte man sich auf den Weg in die Lyle Street, sowie auf die Suche nach Professor Hagerty. Die beiden Damen der historischen Gesellschaft wurden mittlerweile übrigens tatsächlich der Hexerei verdächtigt, was u. a. auch darauf begründet war, dass sie von einem geheimnisvollen Aufnahmeritual für das neue Mitglied sprachen. Zumindest wagte sich (nach dem folgenden Besuch in der Lyle Street) niemand mehr in deren Nähe.
Die Adresse des Professors konnte über ein Adressverzeichnis sowie Kontakte an der Universität recherchiert werden. Der Anwalt und die Reporterin machten sich auf den Weg zu diesem. Dort traf man seine Frau und erfuhr von seinem Tod und den mysteriösen Umständen. Weiterhin kamen sie in den Besitz der Statur und der Unterlagen des Professors.

Währenddessen entdeckte man in der Lyle Street nach ersten Gesprächen mit den Bauarbeitern und anschlie?ender Tour in den Keller das Mosaikzimmer. Der Geheimraum wurde zunächst übersehen. Dafür weckten die seltsamen Symbole an den Wänden (keiner konnte damit etwas anfangen) sowie die Bodenplatte Aufmerksamkeit. Die Detektive begannen zunächst die Symbole abzuzeichnen, wurden dabei jedoch unterbrochen nachdem der Chef Werkzeug aus einem naheliegenden Laden beschafft hatte. Nun ging es an die Bodenplatte, die man mit einiger Mühe auch anheben konnte. Aufgrund des nun stärker werdenden Gestankes mussten nach und nach zwei Detektive das Feld räumen. Als der letzte alleine im Keller war, nahm Mercy zu ihm telepathisch Kontakt auf, bedrohte ihn, und riet ihm aus dem Keller zu verschwinden. Sie befand sich aktuell im Nebenraum und hatte Sorge, dass dieser entdeckt werden könnte. Der Betroffene rannte etwas blass geworden nach drau?en und wollte dann auch nicht mehr zurück. Von seiner Stimme im Kopf erzählte er zunächst nichts.
Die Detektive drau?en hatten sich mittlerweile auch wieder erholt. Sie wollten in den Keller zurück, was aufgrund des Gestankes aktuell nur einem gelang. Dieser beschäftigte sich weiter mit dem aufgedeckten Schacht, wurde dabei jedoch durch Mercys Drohungen unterbrochen und flüchtete ebenfalls. Auch er erzählte zunächst nichts.

Zwischenzeitlich kamen der Anwalt und die Reporterin auch in der Lyle Street an und man war wieder vereint. Beiden war es allerdings zu schmutzig im Keller, so dass man dort erst mal alles so belie?. Da nun keiner mehr nach unten konnte bzw. wollte belie? man alles und ging zur Beratung erst mal in ein nahegelegenes Dinner. Zwei der Detektive bemerkten dort Mercys Geist, der die Gruppe beobachtete. Mercy wollte die Frau der Gruppe haben. Zwei Detektive rannten raus und verfolgten kurzzeitig die wegfliegende Mercy. Zurück in ihrem Körper nahm diese Kontakt zur Reporterin auf. Mit schmeichelnden Worten in deren Kopf versuchte sie diese in den Keller zu locken, was allerdings einen gegenteiligen Effekt hatte. Nach dem der Zustand der Reporterin auffiel kam man schlie?lich auf diese seltsame Stimme zu sprechen. Anwalt und Reporterin beschlossen erst mal zurück nach Boston zu fahren. Die drei Detektive wollten weiter ermitteln.

Die drei dagebliebenen wollten zunächst den Keller wieder äin Ordnung bringenô, aber vorerst selbst nicht mehr nach unten. Dazu riefen sie die Feuerwehr an und erzählten, dass Kinder in einen Schacht im entsprechenden gefallen wären. Die Feuerwehr verschloss daraufhin zunächst Keller und Schacht. Der Hauseigentümer wurde informiert und wollte sich äin nächster Zeitô um weiteres kümmern.

Während die Feuerwehr an der Arbeit war, besuchten die Detektive nochmals den Friedhof. Zum einen hatten sie im Museum von den Hexengräbern erfahren (welche sie sich auch kurz anschauten), und zum anderen wollten sie sich nochmal das Mausoleum anschauen. Neben dem Mausoleum fanden sie nun auch den Einstieg. Dieser wurde jedoch kurzerhand mit etwas Benzin von der Tankstelle gesprengt (wobei man vorher glücklicherweise noch das alte Buch von Hagerty finden konnte). Aufgrund des herabsinkenden Bodens im Umkreis des Einstiegs sah man, dass es wohl ein unterirdisches Tunnelsystem zu geben schien. Man vermutete eine Verbindung mit Mercys Keller, und zwar mit dem Loch unter dem aufgehobenen Schacht. Auf ihrem Rückweg zum Wagen wurden sie schlie?lich von 12 Gestalten (Ghoulen) mit Kapuzenumhängen verfolgt, die sie aber glücklicherweise abwimmeln konnten. Ihr Verdacht: Dies könnten die 12 weiteren Hexen sein, die auf nicht-geweihter Erde ihre Beisetzung erfahren hatten.

Man beschloss sich nochmal den Keller anzusehen und auch das Ergebnis des Feuerwehreinsatzes zu begutachten. Bei Mercy Haus angekommen wagten sich nur zwei der Detektive wieder zurück nach unten, der dritte blieb im Wagen sitzen. Zurück im Keller fand sich schlie?lich der Geheimraum. Mercys Leichnam wurde vorsichtigerweise (!) mit Steinen beworfen, was dazu führte, dass Mercy die Anwesenheit der Detektive bemerkte. Sie erhob sich und wirkte äVerschrumpelnô auf den Arm eines der beiden anwesenden Menschen. Eine mitgebrachte Íllampe wurde geworfen, Mercys Körper fing Feuer und verbrannte. Der Detektiv welcher den Arm verloren hatte stand unter Schock. Der andere, der Chef, berührte die Torwand und verschwand. (Ich entschied an dieser Stelle, dass das Tor einen Sog aufweist; Weiterhin führte ich an dieser Stelle eine Zeitverschiebung zwischen der Stadt der ?lteren Wesen und der aktuellen Zeit ein. Somit bestand dramataugisch zum einen die Chance, dass noch einige SCs nachkommen könnten, um die Geschehnisse hinter dem Portal gemeinsam zu erleben, und zum anderen konnte damit konnte auch erklärt werden, warum es Mercy in all den Jahren nicht gelang einen neuen Körper zu finden: Sie verbrachte einige Zeit in der Stadt der ?ltern, wo die Zeit einfach wesentlich schneller vergehtà).

Der geschockte Detektiv fand seinen Weg zurück in den wartenden Wagen, womit er von seinem Kollegen in ein Krankenhaus gebracht wurde, nach dem dieser vorher festgestellt hatte, dass der Chef tatsächlich nicht mehr im Keller war. Der verdorrte Arm fiel einfach ab. Die ?rzte konnten sich die Ursache nicht erklären und versorgten den Patienten soweit ihnen möglich.


3. Tag

Auf eigenen Wunsch verlies dieser am nächsten Morgen vollgestopft mit Schmerz- und Beruhigungsmitteln das Krankenhaus. Nach einem Telefonat nach Boston zu den bereits geflüchteten Kollegen wollten die in Salem verbliebenen restlichen Detektive nochmals in den Keller, um dieses seltsame Tor zu erforschen bzw. um ihren Chef zu finden. Mit einem Seil au?en festgebunden wagte es der gesunde Detektiv durchzuschreiten.

In einer ?berblende zum bereits dort befindlichen Chef-Detektiv konnte dieser einen ersten Eindruck von dem seltsamen Ort bekommen. Allerdings war er nicht sonderlich neugierig, sondern beschloss direkt wieder umzukehren. Der nachfolgende Detektiv fiel ihm quasi in die Arme. Beide kehrten direkt wieder zurück. Auf der anderen Seite angekommen wurde das Portal durch Zerstörung der Zeichen auf der Wand beseitigt (was ich aufgrund der fortgeschrittenen Stunde gelten lie?).

#2 Prof.Dr.Holzer

Prof.Dr.Holzer

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Geschrieben 28. März 2012 - 09:27

Ende und Ausblick

Damit war das Abenteuer (zunächst) zu Ende. Mercy war ihres Körpers beraubt und fristete ihr weiteres untotes Leben nun in der Stadt der ?lteren. Zwar haben alle SCs körperlich überlebt, bei mind. zweien werden jedoch die psychischen Folgen Wirkung zeigen.

Natürlich gäbe es an dieser Stelle nette Ansatzpunkte zur Fortführung. Denn dieses kleine schwarze Büchlein aus dem Loch auf dem Friedhof war ja noch da und wollte studiert werden. Doch dies wäre eine andere Geschichteà :D




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