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Gruppentalentwürfe/Kooperation


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Falchonon

Falchonon

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Geschrieben 15. Mai 2012 - 11:04

So hallo miteinander,

habe die SuFu zwar konsultiert bin aber in Bezug auf meine Frage nicht fündig geworden. Wenn jemand mich eines besseren belehren kann und ich den betreffenden Thread nur nicht gefunden habe: Vielen Dank nur zu verlinkt mich einfach dahin. Ansonsten hier meine Frage:

Wie regelt ihr unterstützende Talentwürfe bei ausgedehnten Handlungen? Ich bin im Cthulhu Regelwerk auf keinen gut passenden Mechanismus gesto?en um zu simulieren, dass zwei oder mehrere sich gegenseitig mit dem selben oder verwandten Talent unterstützende Charaktere (auch Sc-Nsc) an einer gemeinsamen Arbeit teilnehmen.

Bsp: Wir spielen Berge des Wahnsinn. Die Hunde werden vergiftet. Einer der Leithunde wird von unserer ?rztin (SC) ins Expeditionszimmer gebracht auch Dt. Greene beteiligt sich an der folgenden Behandlung des Hundes. Schön wäre da jetzt eine Art Kooperationsmodus in dem gemeinsam Erfolge oder Erleichterungen erwürfelt werden können. Spielleiterwillkür wollte ich in diesem speziellen Fall mal weitestgehend unterbinden.

Folgende Hausregel haben wir dann kurzerhand aus dem ?rmel geschüttelt. Inspiriert hauptsächlich von dem System für Kooperation in der nWoD:

Die ausführenden Charaktere ernennen einen Hauptausführenden . Dieser muss letztenendes die entscheidenden Würfelwürfe durchführen. Die anderen beteiligten SC's/NSC's sind nur die Unterstützer.

Die Unterstützer würfeln mit dem passenden Talent (Bsp. vergifteter Hund: Medizin). Erfolge in dem Talentwurf ergeben einen sich nach Anzahl der Unterstützer sich akkumulierenden Bonus auf die entscheidende Probe des Hauptausführenden.

Unsere SC-?rztin ist Ausführende Dr. Greene ist Unterstützer. Dr. Greenes Medizinwurf gelingt, die Spielerin erhält einen Bonus von sagen wir 15% auf ihren entscheidenden Medizin Wurf (der allerdings weil es sich um Veterinärmedizin handelt um 25% erschwert ist).

Jetzt haben wir an diesem Grundgerüst noch ein wenig gefeilt und es folgenderma?en modifiziert. Die Qualität des unterstützenden Wurfes sollte eine Rolle spielen.

Bei einer Differenz von 0-25 Punkten unter dem Talentwert (bei Medizin 75 die Zahlen von 50 - 75) erhält der Hauptausführende 5% Erleichterung.

Bei einem Differenz von 25 - 50 Punkten (Medizin 75 der Bereich von 25 - 50) erhält der Hauptausführende eine Erleichterung von 10%.

Und logisch bei einer Differenz von 50 - 75 Punkten (Bei Medizin 75: 0-25) erhält der Charakter 15% Bonus auf seinen entscheidenden Wurf.

Mehrere unterstützende Charaktere (SC's/NSC's) geben auch mehrere Boni, die aufaddiert werden. Kritische Fehlschläge gibt es aber weiterhin.

In BdW wurde dieses System auch viel von dem Piloten-SC verwendet, der sich Boni von den Fähigkeiten seines Kopiloten auf seine Fliegenwürfe verschaffen lies etc.

Was haltet ihr von dieser Regelung? Wie regelt ihr in euren Gruppen solche Situationen. Sollte man da nicht Cthulhutypisch irgendwie die Widerstandstabelle einsetzen? Und wenn ja: Wie?

Ich freue mich auf eure Antworten

Falchonon


#2 Mrs.Catonic

Mrs.Catonic

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Geschrieben 15. Mai 2012 - 11:59

Also ich mach mir das nicht so schwer. Jeder macht einen Wurf - erstmal. Der, der es schafft hat eine konkrete Einschätzng, die richtig ist. Der Andere, hat eine Einschätzung, die er zwar auch für richtig hällt, aber falsch ist. Dann kommt es ja auch ein bisschen auf die Charakterzüge der Charaktere an. Streiten sie sich oder kann der Eine die Meinung des Anderen zulassen.

Au?erdem kann man bei geballter Kompetenz auch einfach mal einen schweren in einen normalen Wurf bzw. einen normalen in einen leichten umwandeln. Geht sehr schnell und man hat ein spielbares Ergebniss.

#3 Falchonon

Falchonon

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Geschrieben 15. Mai 2012 - 15:51

Ja, das mit den Erleichterungen wenn mehrere kompetente Charaktere sich einer Sache gemeinsam annehmen halte ich für eine sehr gute Idee. Ist schnell und funktioniert sehr simpel. Guter Vorschlag.

Bei Aktionen die allerdings mit einem eindeutigen Erfolg der Gesamthandlung zusammenhängen finde ich das ein wenig kurz gegriffen, dass ein Spieler die richtige Antwort wei? und man dem anderen die falsche Antwort als richtige Antwort verkauft - bisschen unspannend wenn alle an einem Tisch sitzen. Au?erdem bei Situationen die nur einen möglichen Ausgang haben, geht das schlecht. Der Pilot mit seinem Kopilot muss aus dem Sturm rauskommen ohne eine Bruchlandung zu machen, die beiden ?rzte wollen eine Operation gemeinsam durchführen, da kann man dann ja schlecht sagen: Also bei dir lebt der Hund weiter, weil du ihn so gut verarztet hast und bei dir stirbt das arme Ding. Bei der Bruchlandung dito.

Aber stimmt schon ist so ein Simulationsding das nicht in allen Spielrunden gut ankommt. Gerade bei den BdW gibt es aber halt ziemlich viele Aktionen die man einbauen kann in denen sich die SC's gemeinsam mit ihren NSC-Mitexpeditionsteilnehmern als Gruppe beweisen müssen (Wanderungen durch die Eislandschaft mit gemeinschaftlichen Orientierungswürfen etc.). Hat schon Laune gemacht, das auch von den Fertigkeiten abhängig zu machen und nicht wie meistens in der Kampagne dann alles durchzuwinken, vor allem da Komplikationen im Eis schon spannend für mich zum vorbereiten waren.

#4 Mrs.Catonic

Mrs.Catonic

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Geschrieben 15. Mai 2012 - 16:22

Naja, du kannst aber bei der Operation beschreiben, dass Spieler a dem Hund 0,5mg xyz Spritzen will und dann eine Lebertranzplantation vornehmen will (Wurf nicht geschafft). Spieler b kommt das aber sehr komisch vor und meint, dass es doch viel sinnvoller wäre zwar 0,5 mg xyz zu spritzen und anschlie?end dem Hund viel Wasser zu geben, sowie frisches, "sauberes" Essen zu besorgen. (richtiger Wurf).
Durch deine Beschreibung: Dr.A hat dem armen Tier die durchaus übliche Menge xyz verarbreicht und der Hund dämmert langsam dahin. Mit der Metallklammer habt ihr die Zunge au?erhalb de Mauls fixiert, so dass das arme Tier nicht aus versehen erstickt. Du - Dr. B. sihest wie Dr.A einen rasierer zur Hand nimmt und anfängt die Bauchdecke zu rasieren. Dir ist klar, er will den Hund aufschneiden..."
Und dann können das die Spieler klären. Wenn ich in meinem Berufsleben eine Fehleinschätzung habe, dann gehe ich ja auch im ersten Moment davon aus, dass ich recht habe. Und erst in der Reflexion kann ich doch erkennen, dass ich mich irre. Oder ich überzeuge mein Gegenüber vielleicht rein argumentativ, dass ich recht habe und wir greifen beide ins Klo!

Bei Flugzeugabstürzen mach ich das ganz anders. Rei?en sich die Spieler und die Charaktere eine "Unapetietliche Körperöffnung" auf würfel ich die entscheidenen Würfe verdeckt und lass die Spieler mit einem Blauen Auge und einer Woche Krankenhausaufenthalt davon kommen. Fühlen sie sich sicher und warten ab, fällt das Flugzeug vom Himmel und Trefferpunktverluste werden mit 5W10 ausgewürfelt, weil ich einen guten Tag habe, sonst 10W10. Alle Tod, in beiden Fällen.
Ich finde beim Cthulhurollenspiel muss man nicht immer alles wie bei DSA 4.5 (oder wo man da auch immer angekommen ist) für jeden Pubs regeltechnisch abarbeiten und für alles einen Wurf machen, der genaue Dinge definiert.
Wenn ich Charakter durch eine Tür will, würfelt er gar nichts und geht hindurch. Will ich es spannend machen, klemmt sie und man würfelt auf der Wiederstandstabelle. Hat er einen guten Einfall, die zu seiner Profession passt - ja dann kann er sie umsetzen udn wir haben tolles Rollenspiel. Das ist mir unendlich mal lieber als ein schnöder Wurf auf Chemie...




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