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Arcana Cthulhiana - Zaubersprüche lernen?


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15 Antworten in diesem Thema

#1 Guest_Studer_*

Guest_Studer_*
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Geschrieben 27. Oktober 2012 - 21:35

Beim Schmökern im AC fiel mir auf, dass da zwar viele tolle Zaubersprüche drinstehen, dass aber nicht für jeden Spruch erklärt wird, mit welchem Test und Aufwand man den jeweiligen Spruch erlernen kann (wenn man die Chance hierzu erhält). Ist das irgendwo vor die Klammer gezogen? Wurde das bewusst offengelassen?

#2 Valryne

Valryne

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Geschrieben 28. Oktober 2012 - 14:50

Original von Studer
Beim Schmökern im AC fiel mir auf, dass da zwar viele tolle Zaubersprüche drinstehen, dass aber nicht für jeden Spruch erklärt wird, mit welchem Test und Aufwand man den jeweiligen Spruch erlernen kann (wenn man die Chance hierzu erhält). Ist das irgendwo vor die Klammer gezogen? Wurde das bewusst offengelassen?


Ich bin der Meinung, dass das absichtlich nicht detailliert aufgeführt wurde.

Die Angaben unter äZuordnungô geben dir Hinweise darauf, wo und wann der Zauber verbreitet war, in welchen Büchern er vorkommt und welcher Gottheit o. ?. er zugeordnet wird.

Wie genau man einen Zauber erlernt, dazu gibt es im Kapitel ädie Magie des Mythosô den Abschnitt äErlernen eines Zaubersô im Spielleiterhandbuch (S. 272).

Allgemein kann man Zauber auf unterschiedlichste Art lernen und es wäre eine überflüssige Beschneidung, wenn man zu jedem Zauber genau abgrenzen würde, wie er zu lernen ist. Man kann halt nicht ausschlie?en, dass es auch anders geht.
Insofern würde ich bei jedem Zauber erstmal davon ausgehen, dass prinzipiell alle im SL-HB genannten Wege möglich sind. ?ber die Angaben unter äZuordnungô kannst du dann abschätzen, welche am wahrscheinlichsten sind.
Ist ein Buch genannt, in dem der Zauber steht, kann man ihn im Rahmen der Lektüre dieses Werks lernen.
Ist eine Gottheit o. ?. genannt, wird Einpflanzung eine der wahrscheinlicheren Methoden sein.
Ist ein Glaubens- oder Kulturkreis genannt, ist es wahrscheinlich unter diesen Menschen einen Lehrmeister zu finden.
usw.

Hinzu kommt, dass die Angaben unter äZuordnungô nur bisher verwendete Bezüge darstellen. Bei vielen Mythoswerke ist z. B. nur eine beispielhafte Auswahl an Zaubern angegeben, denen du weitere hinzufügen kannst, die in den Kontext des Buchinhalts passen (vgl. Nekronomicon).

Ich bin mir nichtmehr sicher, glaube aber, dass am Anfang des Arcana (oder des Nekro) etwas dazu stand, dass Zauber hinterlistige kleine Viecher sind.
Meiner Meinung nach, wäre es also auch möglich, dass der blo?e Kontakt zu etwas dem Zauber zugeordnetem (z. B. der Zettel, auf dem er steht oder das für das Ritual zentrale Artefakt) dazu führt, dass der Zauber äerlerntô wird (ob dem Opfer klar ist, dass es nun den Zauber kennt, ist SL-Entscheid).

#3 Valryne

Valryne

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Geschrieben 28. Oktober 2012 - 23:26

Original von Studer
Danke Valryne. Ich finde allerdings schon, dass man im AC diese Werte beispielhaft für das Lernen aus Büchern/Dokumenten (soweit diese als Quelle in Frage kommen) hätte angeben können (also z.B. INTx3 nach 3 Wochen Studium bei 1W6 Stabilitätsverlust und +2% Cthulhu-Mythoswissen).


Ich zitier der Einfachhet halber mal aus dem entsprechenden Absatz im SL-Handbuch:


?Um einen Zauber aus einem Mythos-Buch zu erlernen, muss dieses Buch zunächst einmal [à] erfolgreich studiert werden.½

Diese Zeit muss man erstmal investieren, bevor man überhaupt daran denken kann, bewusst einen Zauber zu lernen. Die dafür nötigen Informationen haben allerdings nichts mit dem Zauber selbst zu tun, sondern mit dem entsprechenden Buch, was man dann im SL-HB oder dem Nekronomicon nachschlagen muss, will man sich nichts passendes ausdenken.


?Danach befasst sich der Charakter 2W6 Wochen lang mit dem Zauber bzw. so lange, wie es der Spielleiter für angebracht hält. [à] Wenn die entsprechende Zeit verstrichen ist, ist das Studium des Zaubers abgeschlossen und er würfelt einen Wurf auf INÎ3. Gelingt dieser Wurf, so beherrscht der Charakter den Zauber, ansonsten hat er nur seine Zeit vertrödelt.½

Das sind feste Angaben und somit nichts, was Spruchspezifisch angegeben werden müsste.

Original von Studer
Und etwas unterscheiden sollten sich diese Parameter natürlich auch je nach Spruch.

Das ist dann deine Entscheidung als SL. Dann musst du aber auch einbeziehen, dass die Lerndauer auch sehr stark davon abhängt, wie der Spruch aufgeschrieben wurde. Du musst also nicht nur nach Komplexität des Zaubers modifizieren, sondern auch individuell für die Didaktik der Quelle.
Mal abgesehen, dass das noch nichtmal mehr als äoptionale Regeln/Werteô durchgeht, würde das definitiv den Rahmen des Arcana sprengen.
Ausserdem würde mMn eine derart detaillierte Aufdröselung der Natur der Mythosmagie grob zuwieder laufen.

Ausserdem finde ich es nicht falsch, dass im Arcana (wie im Nekronomicon) auf die Wiederholung der (einfachen und kurzen) Basisregeln verzichtet wird. Wer sich mit diesen Büchern beschäftigt, hat auch das SL-Handbuch, kennt also diese Regeln oder wei?, wo er sie schnell mal nachschlagen kann.


Wie du die Basisregeln für deine Bedürfnisse modifizierst, musst du selbst entscheiden. Und ohne ein starres Werte-Korsett hast du auch die nötigen Freiheiten um des Erlernen eines Zaubers in Handlung und Stimmung einzubetten, ohne Regeldiskussionen heraufzubeschwören.
Ganz abgesehen davon, dass ein hochgradig komplexer Zauber eine banalere Auswirkung haben kann, als ein simpler. Jeder Spielleiter wird die Zauber aber anders einstufen, was bei festen Werten zu Unverständnis führt, wodurch solche Angaben sinnlos werden. Gleiches gilt für beispielhafte Werte für einige wenige Zauber.


Alles in Allem forderst du etwas anzugeben, was keine Regelgrundlage (auch keine äoptionaleô) als Grundlage hat.
Die weiterführenden Texte im Arcana (ebenso im Nekro) bieten zwar Anregungen zur Regelinterpretation, jedoch einen neuen Mechanismus mit derart weitläufigen Auswirkungen einzuführen, ginge zu weit. Wollte man das in die äoptionalen Regelnô aufnehmen, hätte ein immenser Arbeitsaufwand im SL-HB und Nekro betrieben werden müssen um Werte und Queverweise einzubinden, welcher in keinem Verhältnis zum Nutzen dieses Mechanismus stünde. Au?erdem wären eigentlich auch schon ein paar Beispiele mit Werten prägnanter als es optionale Regeln bisher je waren.

Aber das ist alles meine persönliche Einschätzung.

#4 Valryne

Valryne

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Geschrieben 28. Oktober 2012 - 23:47

:)) Freut mich, wenn ich helfen konnte.

#5 fnord

fnord

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Geschrieben 29. Oktober 2012 - 08:26

Mal ?ne Zusatzfrage:
Ich erlerne den Spruch ja erst, nachdem ich das Buch gelesen habe und in der Regel brauche ich viele Wochen dazu.

Dieser Spruch ist aber die Lösung für ein laufenden Abenteuer, in dem man ja nicht die Zeit hat erstmal 45 Wochen "Unaussprechliche Kulte" zu erlernen.

Um das Abenteuer zu lösen, muss ich ja schon gleich diese Regeln beugen?

#6 Der Tod

Der Tod

    his red right hand

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Geschrieben 29. Oktober 2012 - 09:07

Meistens hat bereits ein freundlicher Kultist die entsprechende Stelle markiert, so dass es für Laien verständlich bleibt. :D

Cthulhus Ruf - Das Magazin

all things move towards their end


#7 Crimsonking

Crimsonking

    Des Wahnsinns lecker Häppchen

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Geschrieben 29. Oktober 2012 - 09:14

Original von Studer
Naja, in den meisten Abenteuern, in denen es auf einen Spruch ankommt, wird der den Chars ja meistens über ein handout zur Verfügung gestellt, dass innerhalb kurzer Zeit nach einer Probe zB auf INTx3 den Spruch erlernen lässt und damit ist alles für das Finale bereitet . . .

InCharakter würde das dann so aussehen:
Der Char findet ein solches Buch/Seite/Schriftrolle z.B. zusammen mit einem Notizzettel und schon übersetzten Teilen des Rituals. - Vielleicht hat da jemand schon Vorarbeit geleistet oder man findet die Schriftrolle/Buch getrennt von den Aufzeichnungen eines ?bersetzers der sich speziell mit dem Zauber befasst hat.

Man hat also schon Vorbeit eines anderen gefunden das das Studium des Buchs fürs erste überflüssig macht.

Oder der Zauber springt einem halt direkt ins Hirn, nur wenn man den Text länger als 2 Minuten draufstarrt.

„Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht.
Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.”
Terry Pratchett


#8 Valryne

Valryne

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Geschrieben 29. Oktober 2012 - 10:12

Original von CrimsonKing
Oder der Zauber springt einem halt direkt ins Hirn, nur wenn man den Text länger als 2 Minuten draufstarrt.


Meine persönliche Lieblingslösung :D .


Bei den Regeln verstehe ich die Formulierungen auch so, dass davon ausgegangen wird, dass erstmal das Buch gelesen wird um sich einen ?berblick über die vorhandenen Sprüche und deren Kontext zu verschaffen.

Wenn der Zauber in einem Absatz kompakt aufgeschrieben ist, sodass du diesen auch getrennt vom Rest des Buches verstehen kannst (etwas, von dem ich in der Regel aber nicht ausgehen würde û gehört aber zu den Elementen, die der SL anpassen kann und soll), dann reicht es, sich mit dem entsprechenden Abschnitt zu befassen, sofern du ihn direkt (durch Lesezeichen, Zufall, Blutspritzer auf der entsprechenden Seite) findest.
Hier würde ich mir dann überlegen, wie lange es dauert diesen Abschnitt zu lesen und den Inhalt zu erarbeiten. Ich denke, man kann davon ausgehen, dass, wenn der Autor es geschafft hat, den Spruch kompakt wiederzugeben, dieser auch wesentlich verständlicher ist, als wenn er (wirr) in den Kontext des Buches eingewoben ist. Damit wäre er dann auch schneller zu erlernen.
Wenn du richtig Glück hast, ist er wie ein gut strukturiertes Kochrezept geschrieben und kann (mit ein paar Abzügen versteht sich) ohne viel Vorbereitung gewirkt werden.


Wie schon gesagt wurde, findest du in der Regel Randnotizen, Notizzettel oder ähnliche Hilfen des Vorbesitzers, die dir einiges erleichtern können. Allerdings sind mir auch schon sehr viele Abenteuer untergekommen, in denen sowohl Regeln als auch Realismus völlig aussen vor gelassen wurden. Die Autoren vergessen meist, dass ein Buch in die Hand zu nehmen nicht gleich bedeutet, dass man es gelesen und verstanden hat. Da hilft dann nur ein hyperaktiver Zauber.

#9 fnord

fnord

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Geschrieben 29. Oktober 2012 - 12:18

Original von CrimsonKing
Oder der Zauber springt einem halt direkt ins Hirn, nur wenn man den Text länger als 2 Minuten draufstarrt.


So habe ich auch mein Studium geschafft. :rolleyes:

#10 Crimsonking

Crimsonking

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Geschrieben 29. Oktober 2012 - 13:23

Original von fnord

Original von CrimsonKing
Oder der Zauber springt einem halt direkt ins Hirn, nur wenn man den Text länger als 2 Minuten draufstarrt.

So habe ich auch mein Studium geschafft. :rolleyes:

Gib mir mal deine Adresse damit ich dir die Rechnung für meine Tastatur schicken kann die ich eben wegen dir
mit Kaffee vollgeprustet habe. ;) :D

„Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht.
Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.”
Terry Pratchett


#11 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 07. November 2012 - 17:18

Original von Valryne
Die Autoren vergessen meist, dass ein Buch in die Hand zu nehmen nicht gleich bedeutet, dass man es gelesen und verstanden hat. Da hilft dann nur ein hyperaktiver Zauber.


Das erinnert mich an die angeketteten Zauberbücher auf der Scheibenwelt. Die beissen, wenn man ihnen zu nahe kommt, oder?

Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)


#12 Ophiuchus

Ophiuchus

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Geschrieben 08. November 2012 - 13:15

...oder die "Kreaturen"-Bücher aus bspw. Hogwarts - da gibts auch "bissige" Exemplare ;-)


#13 Wrzlprmft

Wrzlprmft

    Unaussprechlicher

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Geschrieben 08. November 2012 - 15:08

Original von Heiko Gill

Original von Valryne
Die Autoren vergessen meist, dass ein Buch in die Hand zu nehmen nicht gleich bedeutet, dass man es gelesen und verstanden hat. Da hilft dann nur ein hyperaktiver Zauber.


Das erinnert mich an die angeketteten Zauberbücher auf der Scheibenwelt. Die beissen, wenn man ihnen zu nahe kommt, oder?

Japp. Allerdings wird dieser Gedanke auch im Arcana Cthulhiana verfolgt (z. B. auf S. 9). Aber wem sag ich das à

#14 Thomas Michalski

Thomas Michalski

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Geschrieben 21. November 2012 - 16:22

Ist mir vor einer Weile auch aufgefallen und, ja, ich fände das auch dufte. Das Schema ist ja schon eine praktische Angelegenheit à ich meine, ja, es frisst was mehr Platz, aber es ist schon auch nützlich.
Bis man manchmal im Flie?textsumpf die spieltechnischen Ecken gefunden hat, kann das ja zuweilen richtig dauern à


Viele Grü?e,
Thomas

#15 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 21. November 2012 - 18:22

Ich finde die Idee generell gut.
Wobei ich gleichzeitig bemüht bin, einen inflationären zuzug neuer Zaubersprüche zu begrenzen. Umso weniger neue Sprüche, desto besser.
Lieber Varianten von Vorhandenem, wenn es nicht ohnehin etwas Vorhandenes tut.

Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)





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