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[Spielbericht] Das Geheimnis des Schwarzwaldhofs


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2 Antworten in diesem Thema

#1 De Vermis

De Vermis

    Tiger!

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Geschrieben 02. Januar 2013 - 21:06

Spieler 4 / Spielzeit 5h / One-Shot

Charaktere:
Helmut Schleifer û 33 û Berlin - Schatzsucher
Fu?soldat im ersten Weltkrieg, erlitt bei einem Sturmangriff wärend der Frühjahrsoffensive 1918 einen Oberschenkeldurchschuss. Suchte nach dem Krieg sein Glück als Schatzsucher und Kleinkrimineller

Walter Weiler - 28 û Landshut û Spieler
Fu?soldat, erlitt Ende1917 einen Lungendurchschuss, der sehr langsam verheilte und verbrachte Monate im Lazarett. Schlägt sich seit Kriegsende als Spieler durch.

Hans Reisinger û 25 û Nürnberg - Schreiner
Diente in einer Artillerie-Einheit und wurde bei seinem ersten Kampfeinsatz von einem Shrapnell-Geschoss am Arm verwundet, erlebte nur wenige Wochen des Krieges, Nach dem Krieg Lehrling bzw. Geselle einer Schreinerei

Franz Wagner û 30 û Regensburg û Maler / Fälscher
Platzten im Einsatz an der Front bei einem Granateneinschlag die Trommelfelle. Erkannte nach dem Krieg sein Talent als Künstler und versucht die Schrecken darin zu verarbeiten. Benutzt seine Begabung auch hin und wieder für zwielichtige Geschäfte.

Vorspann

Alle 4 Charaktere kennen Hans Weiland von seinem Lazarettaufenthalt in den letzten Wochen des Krieges. Alle lagen mit verschiedenen Verletzungen auf dem selben Zimmer und Hans versprach zu Kriegsende sie alle zu sich einzuladen, sofern er sich sein Traum von einem Anwesen im Schwarzwald mit dem Erlös seines Buches finanzieren kann. Zu Beginn des Abenteuers wussten sie nur, dass sie zusammen im Lazarett lagen, kannten aber nicht den Aufhänger und wurden während der Zugfahrt langsam an die Geschichte herangeführt.

Einstieg war der im Zug sitzende Helmut, auf dem Weg nach Nürnberg war um dort eine Nacht bei Hans zu bleiben um an nächsten Tag weiter gen Süden zu fahren. Ich habe hier mit flashbacks gearbeitet. Also Zugfahrt als Einstiegspunkt û Rückblende zum Brieferhalt. Zug fährt in Nürnberg ein. Helmut sieht Hans am Bahnsteig stehen und sieht in Gedanken wie Hans eingeliefert wird. In der Nacht ein RPG Gespräch was seit dem Krieg erlebt wurde. Weiterfahrt nach München, in Regensburg steigt Franz ein, Rückblende zur Einlieferung Hans Weilands und später seine ersten Notizen für ein Buch. Zustieg Walter in Landshut. Im weiteren Verlauf der Zugfahrt die Kriegsende Szene in der Weiland die Einladung verspricht.

Vorteil dieses Einstiegs war, dass die Spieler ihren Charakter entwickeln konnten und langsam an die Thematik herangeführt wurden. Es wurde auch von den Spielern selbst ausgearbeitet was nach dem Krieg passierte.
Nachteilig hätte mir das als Railroading von den Spielern ausgelegt werden können. Wurde es aber nicht, da sie hier die Freiheit hatten ihren Charakter zu entwickeln.

Die erste Nacht

Freiburg war erreicht, aber Hans erschien nicht. Die Spieler stolpern über einen Taxi-Stand und Buchen eine Fahrt zum Hof. Die Fahrt verlief ruhig, und man unterhielt sich noch über den ersten Roman Wielands. Bei der Einfahrt wurde das Wegekreuz erkannt, aber seltsamerweise das komplette Abenteuer über nicht untersucht. Die Charaktere steigen aus dem Auto aus, landen ihr Gepäck ab und entdecken die Gestalt oben am Fenster. Als sie auf die Schwelle treten um die Glocke zu läuten geht die Tür bereits auf und Hans "begrü?t" seine Gäste. Die Spieler verstanden sofort, dass etwas nicht stimmt. Nach einer Diskussion lässt er sich breit schlagen die Gruppe zumindest ein paar Nächte bei sich aufzunehmen und bittet sie herein. Nach einer kurzen Erklärung zu den Zimmern verschwindet er in die Küche und lässt seine Gäste die Schlafplätze selbst aussuchen. Hans und Franz schlafen jeweils in einem Zimmer, Helmut und Walter nehmen ein Doppelzimmer (der alten Kameradschaft und des beginnenden Unbehangens wegen).

Die beiden waren sogar so misstrauisch, dass sie beschlossen das Schloss an Hans Wielands Zimmertür zu knacken, was ihnen auch gelang während die anderen beiden unten beim Essen waren. An dieser Stelle habe ich mich dazu entschlossen den Krüppel-Klon wegzulassen, sollten sie unter das Bett schauen (was sie nicht getan haben. Ich hatte also später die Option ihn auftauchen zu lassen) Sie fanden die Roman-Notizen auf dem Schreibtisch und ihnen wurde ein weiteres mal ziemlich mulmig. Das Zimmer wurde anschlie?end wieder verschlossen.

Währenddessen unterhielten sich die anderen beim Essen mit Wieland. Dieser nannte den Namen der weiblichen Romanfigur falsch (was noch dem SL zugerechnet wurde) und seinen Liegeplatz im Lazarett (was nicht mehr dem SL angekreidet wurde)

Nach dem Essen begaben sich alle auf ihre Zimmer und die erste Nacht begann. Helmut und Walter rauchten auf dem Balkon noch eine Zigarette und beobachteten mit staunen wie sich immer mehr Wildschweine auf der Lichtung einfanden. Das Rumpeln in der Küche überhörten sie. Hans wurde wegen der grunzenden Schweine wach und entdeckte den glühenden Punkt am Waldrand und deutete ihn richtig als Zigarette.

Franz musste austreten und beschloss aufgrund der erdrückenden ?bermacht der Wildschweine lieber Hans (der eh schon wach war) mitzunehmen. Sie hörten aus Hans Zimmer ein rumpeln, dachten sich aber erst etwas dabei als sie Hans auf der Treppe begegneten und dieser in seinem Zimmer verschwand. Sie liesen sich aber nicht aufhalten und besuchten nacheinander das stille Írtchen und untersuchten dann die Stelle mit dem Glühpunkt, fanden aber nichts.

Der nächste Tag

Nachdem die Vorräte als mangelhaft eingestuft wurden (Und ein Spieler einen STA-Punkt wegen des fehlenden Kaffees verlor) beschlossen die Spieler Reitenbach zu besuchen, teilten sich hierbei aber auf. Helmut und Hans gingen durch den Wald in das Dorf, Franz und Walter blieben beim Hof. Die Wildschweine waren jetzt Kaninchen gewichen und die Heerscharen mussten erst einmal ?berwunden werden. Helmut sah sich hier den aufgewühlten Boden genauer an und nahm einen Erdklumpen samt seltsamer wei?er Fäden als Probe, die er in sein Taschentuch wickelte.

Folglich wurde im Anschluss abwechselnd gespielt

Reitenbach
Auf dem Weg durch den Wald sahen sie die drei Hirsche, und gingen mit mulmigen Gefühl weiter, sahen die Wegweiser zum Forsthaus und fühlten sich vom Gestank an ihre Zeit während des Dienstes in der Armee zurückversetzt. Sie sahen die Tiere im Steinbruch und hörten hinter sich auf einmal ein wahnsinniges Grunzen (welches vom SL ausführlich ausgespielt wurde). Ein Wildschwein lief in vollem Tempo auf sie zu, beide verpatzten die Ausweichenproben (und hatten richtig Angst abzustürzen) Aber das Schwein entschied sich dann doch die beiden nicht mit in den Tod zu nehmen. Die Kadaver wurden begutachtet und der Sturz als Todesursache vermutet (wurde ja gerade erlebt) Mittlerweile waren die Fäden als Ursache ausgemacht, auch wenn nicht verstanden wurde was sie sind.

In Reitenbach unterhält sich Helmut mit dem Blumengie?enden Pfarrer während Hans mit der Besitzerin des Kramerladens flirtete.Nach diesen Unterhaltungen wusste man über den letzten Weinheimer, dessen (natürlichen Tod) und das frühere Kloster bescheid (seltsamerweise fragten sie nicht nach der Geschichte der Weinheimers) Au?erdem beschlossen sie dem Förster einen Besuch abzustatten um ihn auf die Tiere im Steinbruch hinzuweisen. Gesagt getan, den Steinbruch hochgeklettert und den Weg richtung Förster eingeschlagen. Die beiden waren sehr erstaunt als ihnen Franz auf dem Weg entgegen kam...

Man beachte zu diesem Zeitpunkt sind nur die Tiere seltsam. Keine zusätzlichen Klone sind aufgetaucht, kein Förster und kein Spieler ist ein Klon.

Der Hof
Franz und Walter blieben also beim Hof und beobachteten zunächst interessiert die Kaninchen, gingen dann aber nach oben um ein bischen in den Büchern zu schmökern und nach Hans Weiland zu sehen (der aber nicht öffnete) Plötzlich hörten sie ein rumpeln aus dem Erdgeschoss. Vorsichtig gehen sie die Treppe hinunter und betreten die Küche. Als sie einen Blick in die Voratskammer werfen sehen sie in die entsetzten Augen eines verwilderten Mannes ( der ihnen bekannt vorkommt û O-Ton Spieler "Hans?"), der Lebensmittel auf dem Armen hat. Mit einem panischem "Weg! Weg!" lässt er alles fallen und sprintet zum Fenster springt durch selbiges und flüchtet Richtung Wald. Franz und Walter stürzen hinterher und stolpern über den Waldboden. Walter fällt mit seinen klobigen Fü?en über einen Ast und verknackst sich den Fu?. Franz entscheidet sich die Flucht fortzusetzen und seinen Kameraden zurück zu lassen. Der Flüchtende schafft es aber sich in einem Busch zu verstecken und ihn in den Samen zu sto?en. Walter versucht sich im Rückzug und wird von Hans (dem "normalen" Klon) überwältigt und ebenfalls in den Samen gesto?en. Franz stolpert durch den Wald und trifft auf das Forsthaus, traut sich aber alleine nicht hinein und geht den Weg zurück Richtung Steinbruch, wo ihm Hans und Helmut entgegen kommen.

Zu dritt wagte man sich an das Forsthaus, welches leer ist. Hans sollte schmiere stehen und wurde nach Nachfrage wie gründlich das Gebäude durchsucht werden soll durch den Förster ebenfalls geklont. Gefunden wurde nichts und Hans bleib fast das Herz stehen als auf einmal der Förster hinter ihm stand. Die Drei wie?en ihn auf den Steinbruch hin und befragten ihn zum seltsamen Verhalten der Tiere woraufhin der Förster mit zum Steinbruch ging und versicherte sich darum zu kümmern. Helmut fiel ein, dass er vergessen hatte dem Doktor im Ort die Probe zu überreichen und lief noch einmal kurz zurück während die anderen zum Hof zurück gingen und anfingen aufgrund des überbauten Klosters nach einem Keller zu suchen.

Somit waren jetzt alle 4 Spieler geklont.

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#2 De Vermis

De Vermis

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Geschrieben 02. Januar 2013 - 21:07

Finale

Zurück im Hof wurden alle Räume durchsucht (au?er dem mit der Treppe in den Keller) Dabei stie?en sie auf den Spiegel, welcher sofort (trotz Blumenmuster) als böse identifiziert wurde. (Vieleicht eine Spätfolge des Gauklers von Jusa und vermischten Charakter/Spieler wissen. Wie manche vieleicht schon gemerkt haben ist das ein kleines Problem meiner Gruppe). Jedenfalls gelang ein furioser Wurf auf Okkultismus und es wurde festgestellt, dass auf der Rückseite des Spiegels jede sechste Blume in jeder sechsten Reihe sechs Blütenblätter hat. Daraufhin wurde beschlossen dass der Spiegel sterben muss, was Hans auf den Plan rief welcher entsetzt war, dass das Erbstück seiner Mutter in Scherben auf dem Boden liegt. In rage verrutschte das Halstuch und die Spieler sahen seinen narbenfreien Hals und Wieland erzählte die Geschichte mit dem Spezialisten in Amerika. In diesem Moment betritt Helmut wieder das Haus. Hans bat die Spieler noch heute um Abreise und holte sich auf den Schock erst einmal eine Flasche Wein aus dem Keller. Die Spieler zählten jetzt 1 und 1 zusammen und beschlossen also, dass der Wein böse ist und sterben muss. Nachdem Hans auf seinen Zimmer verschwunden war wurde der Keller geentert und die Weinvorräte ausfindig gemacht. Das Pilzgeflecht an den Wänden wurde entdeckt (Helmut wusste vom Arzt, dass es sich um einen Pilz handelt). Die Wand wurde als neu vermauert erkannt und aufgebrochen. Als aber nur Erdreich zu finden war lie?en sie von ihr ab und beschlossen zumindest den Wein abzulassen. Der SL beschloss daraufhin, dass die Massen an Wein durch die Falltür in die Höhle abflossen. Ein Charakter hatte dann die Idee, dass es einen unbekannten Abfluss geben musste und die Gruppe begab sich auf die Suche, fand den Einstieg und stemmte ihn auf.

Der falsche Endkampf wurde jetzt gezündet. Auf einmal standen Hr. Karl, der verrückte Wieland und der "Normale" Wieland im Keller und attakierten die Charaktere (Zitat "Hääää?!?") Nachdem der "Normale" und Hr. Karl tot waren beschlossen die Spieler dass es besser wäre einen am Leben zu lassen, der ihnen das Ganze erklären kann. Also wurde "El Loco" erfolgreich niedergerungen Allerdings wurde man aus dem wirren Gestammel nicht ganz schlau und fesselte die Person die mittlerweile behauptet hatte Hans Wieland zu sein und stieg in die Höhle.

Der Pilz wurde entdeckt und auch eine verwachsene Gestalt, die wie Wieland aussieht. Das Buch wird gelesen und ein Charakter entscheidet die Linien mit dem Stift nachzufahren, wodurch alle Ohnmächtig werden. Wieder aufgewacht finden die Spieler ihr wahres Ich im Samen des Engels wieder und erinnern sich wie sich dorthin gekommen sind. Ab da verstanden die Spieler genau was von ihnen erwartet wird. Die "echten" Charaktere werden in Sicherheit gebracht, Hans und Hr Karl sterben beim herausschneiden und der Samen wird in Brand gesetzt und der Hof brennt im damatischen Finale ab.

In Freiburg werden bei der Rückfahrt noch ein paar Nachforschungen zum Hintergrund angestellt. Die Analyse des Pilzes wurde abgeholt und aus dem Kirchenarchiv wurde die Klostergeschichte erarbeitet.


Fazit: Toller Abend, Spieler zufrieden, Spielleiter zufrieden. Super Abenteuer!

Als Halb-Legasteniker entschuldige ich mich für alle Rechtschreibfehler

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#3 Saala

Saala

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Geschrieben 18. Januar 2013 - 10:08

Sehr schön und unterhaltsam geschrieben und hat mich daran zurückerinnert als ich es geleitet habe ...war mein erstes Cthulhu Abenteuer was ich jemals leitete....naja eigentlich meine erste wirkliche Rollenspielerfahrung ever. Nur meine Spieler haben ihre Originale nicht in Sicherheit gebracht sondern einfach alles abgefackelt -.-
Musste gerade auch laut auflachen bei "der Spiegel muss sterben" was doof ist wenn man in der Íffentlichkeit sitzt und einen alle anschauen ^^




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