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Spielbericht: "Begraben!"


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14 Antworten in diesem Thema

#1 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 05. Mai 2013 - 21:32

Da Seanchui mir dankbarerweise die druckerfreundlichen Dateien für sein Abenteuer "Begraben!" zugesandt hat, werde ich im Gegenzug dazu hiermit einen wohl eher ungeübten Spielbericht verfassen.

 

Das Abenteuer ist kostenlos hier erhältlich und handelt sich um ein Ägyptenabenteuer in den 1920er Jahren.

 

Ab hier folgen nun kakodämonische Spoiler! ;)

 

Grundsätzlich:

Das Abenteuer ist so konzipiert, dass bis zu 4 Spielern mit den extra vorgerfertigten Charakteren spielen, die untereinander in einem überschaubaren Geflecht aus Meinungen und Vorurteilen miteinander verwoben sind. Der Clou an der Sache ist dabei, dass die Extremsituation, in der sich die Charaktere unglücklicherweise kurz nach Beginn des Abenteuers wiederfinden und bei der es sich wie der Titel bereits suggeriert, um die Isolation der Charaktere in einem eingestürzten Grab handelt, Stresssituationen heraufprovoziert, in der sich schon mit dem einfachsten Mitteln die Frage stellt: "Wie konnte das nur geschehen?" Doch dazu gleich noch mehr.

 

Eine weitere Besonderheit des Abenteuers ist, dass es in vollkommener Finsternis spielt, was eine angenehm leicht erzeugte Atmosphäre zur Folge hat. Verbunden mit der Tatsache, dass das Abenteuer wunderbar in Echtzeit spielbar ist (sich also erzählte Zeit mit der Erzählzeit deckt), und dem simplen Aufbau des Szenarios, greift die Faszination ziemlich effizient.

 

Nun folgt aber der Spielbericht, wobei ich voraussetze, dass das Abenteuer bereits gelesen wurde:

 

Unerwartete Sprengung:

Eingeführt habe ich das ganze wie eigentlich bei jeder Kampagne mit einem kleinen Einführungstext, in dem das Setting kurz geschildert wurde (dazu auch noch die Info, dass die eher wertlos anmutende Mumie, die bereits gefunden worden war, entwendet wurde, was im Laufe der Kampagne noch von Belang sein wird, siehe "Ankh Dschet"). Alle vier SCs buddelten noch fröhlich in der ersten Grabkammer, in welcher sich nach einiger Zeit sogar schon vor dem eigentlichen Beginn des Begraben-seins einige Handgreiflichkeiten entsponnen.

Der Archäologe Maple zoffte sich bereits mit Aman, einem der Arbeiter, da dieser den Stützbalken, den er errichten sollte, nur unzureichend angebracht hatte. Eingegriffen hat dann noch der Vorarbeiter Kahled, was sich auch wunderbar mit dem Rest des Szenarios vertrug. Es entwickelte sich eine Diskussion, in der Maple Kahled dafür beschuldigte, nur schlechtes Rohmaterial einzuliefern und Kahled den Amerikanern Knauserigkeit vorwarf.

Jameston, der Geologe, untersuchte den porösen Sandstein und fürchtete bereits Einsturzgefahr, während der Geschichtswissenschaftler Brewster die Hieroglyphen an den Wänden beäugte (und dabei schonmal auf einige kleine Infos über ein kommendes Abenteuer der Kampagne stieß, ich habe nämlich vor, dieses Grab zu dem Grab aus "Ankh" des Ägyptenbandes umzugestalten).

Maple wurde schließlich von etwas am Boden in seinen Bann gezogen, doch bevor er es näher begutachten konnte, geschah die Explosion, aufgrund derer alle Arbeiter, mit Ausnahme von Aman und einem anderen Arbeiter, Tamer, verstarben. Natürlich sind auch die 4 Charaktere relativ heil davongekommen und so wurden die restlichen Lichter im Reallife ausgeknipst und (da es bei der Session leider nur am hellichten Tag ging) auch noch alle Glastüren abgedeckt.

 

Im Dunkeln - und niemand, der mich trösten kann:

Schnell haben sich die SCs aufgerappelt und sich gegenseitig beratschlagt, was sie denn als nächstes tun sollten. Um den Spieler von Brewster (der die wichtige Information über Kahled besaß, dass jener vor kurzem Dynamit entwendet hat) etwas anzustacheln, begann ich mit Aman wilde Anschuldigungen gegen Maple vorzubringen, dass er sich etwas kurz vor der Explosion hastig vom Boden in die Tasche gesteckt haben soll. Außerdem berichtete Aman von dem Diebstahl von Dynamitstangen nur ein paar Tage vorher, doch wusste der Brewster-Spieler in keinster Weise den Wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen. Zweifel an Maple wurden aber schnell ausgeräumt und der kurios glänzende Gegenstand Maples entpuppte sich als ein silberner Knopf. Vermutlich von irgendjemandem dort verloren.

Die Charaktere packten die am Boden aufgefundenen Sachen (2 Spitzhacken, 1 kaputt; 2 Gaslaternen, vorläufig nur eine in Betrieb aus Sparsamkeit [dargestellt durch eine schummerige Kerze]) zusammen und machten sich, dem geheimnisvollen Luftzug folgend, auf in die Eingeweide des Grabes.

Die Grabkammer (bis zu der bis jetzt das Grab erforscht worden war) habe ich noch etwas an meine Wünsche angepasst (hinsichtlich des anstehenden "Ankh") und ich habe auch dort schon den Schatten zuschlagen lassen. Jenen habe ich ebenfalls ein wenig modifiziert, denn es sollte nicht irgendein Schattenvieh sein, sondern zu der Thematik aus "Ankh" passen. Also habe ich ihn prompt zu einer schattenhaften Tiersilhoutte umgedichtet.

Der liebe Tamer verlor so also seine Hand und der Kommentar des Maple-Spielers beim Anblick des Tierschattens ("Ach du Scheiße!") hat mich besonders gefreut (wahrscheinlich war der Kommentar aus Assoziation mit "Gefangen bei den Pharaonen" entstanden). Allgemein habe ich versucht, nicht sofort herauszuposaunen, um was für ein Ding es sich denn jetzt handelt und so habe ich häufig noch die Möglichkeit offen gelassen, dass die Spieler denken, es mit einem tierischen Jäger zu tun zu haben. Beispielsweise kam am Anfang eine relativ riesige Ratte vor, die den Anschein erweckte, dass es in diesem Grab womöglich gigantische Katzen geben könnte (schließlich haben alle Hieroglyphen an den Wänden Katzenmotive gehabt). Gelungener Red Herring.

Nachdem Tamer sowohl den ihn beruhigenden Vorarbeiter als auch Aman weggestoßen hat, um auf grauenvolle Weise ein Beweis zu werden, dass in der finsteren Tiefe des Grabes ein grauenvoller Jäger lauert, gingen die Charaktere schweren Mutes weiter. Die Idee, doch am Eingang zu graben, um einen Ausweg zu finden, wurde durch die Information Jamestons zunichte gemacht, dass Sandstein besonders leicht nachrutscht und ein solches Unterfangen sinnlos wäre.

Niemand der Spieler achtete mehr auf Aman, der immer weiter zurückfiel und nach einer Pause hechelte. Aber nicht einmal der zu seinen Arbeitern gutmütige Kahled ließ sich bereitschlagen, Zeit für sowas zu verschwenden. Damit verschuldete sich die Gruppe Amans Todes, der den Rücken und den Hinterkopf vom tierhaften Schatten aufgemampft bekam.

Beim Anblick solch eines Grauens packte Jameston die blanke Furcht und er bestand darauf, die Gaslaterne halten zu dürfen. Bei allerlei Diskussionen ging schließlich die Laterne (bzw. unsere Kerze ;)) aus, sodass die Charaktere in Finsternis getaucht wurden. Noch bevor der Schatten sich einer der SCs habhaft werden konnte, entzündete Jameston jedoch mit zitternden Fingern die 2. Laterne.

Dicht gedrängt wankten die 4 schließlich bis zum Ende des Grabes, nur um auf eine steile Felswand zu stoßen, die jedoch nach eindringlicher Untersuchung eine Öffnung etwa 10 m über ihnen besaß. Dummerweise war den Charakteren das Seil, das zu Beginn ihres Aufenthaltes in dem Grabgewölbe findbar war, entgangen, und so musste prompt geklettert werden.

 

Das Ende des Amerikanischen Traums:

Als Kahled mit wenig Mühe die Felswand emporgeklettert war, musste er jedoch voller Verblüffung festellen, dass die restlichen abergläubischen Arbeiter aus dem Lager, die Schreie aus dem Grab vernommen hatten und sich nun in den Kopf gesetzt hatten, nichts und niemanden aus dem Grab kommen zu lassen. Auch wenn dafür ihr geliebter Vorarbeiter sterben muss, begannen sie, die neu entdeckte Öffnung mit Holzbrettern zu verschließen.

Unten erstarb jedoch langsam aber sicher auch die 2. Laterne und wegen eines gescheiterten Kletterversuchs Jamestons, war er ohnhin schon so gut wie gefangen. Die anderen hievten mit Mühen die Spitzhacken hoch und schafften es tatsächlich, ein Loch in die Holzbretter zu reißen. Doch dabei fiel Brewster leider auch hinab und zerdepperte damit das letzte Fünkchen Licht. Kahled vergrößerte stetig die Öffnung in dem diesmal ironischweise stabilen Holz. Die beiden unteren Charaktere wurde währenddessen schon deutlich von dem Schatten drangsaliert und nur mithilfe einiger weniger Streichhölzer konnte dieser mehr oder weniger in seine Schranken gewiesen werden. Doch als die Zeitspanne mit der kleinen Flamme verstrich (passenderweise auch bei uns mit Streichhölzern dargestellt), blickten beide ihrem sicheren Ende entgegen.

Nun hatte es Kahled bis nach draußen geschafft und dachte aber nicht daran, seinen ursprünglichen Plan, alle Amerikaner zu töten, komplett aufzugeben. Er rammte die Spitzhacke in die Hand des knapp am Rande des Abgrund baumelnden Maple, der fluchend und schreiend in seinen Tod stürzte. Kahled beugte sich über die Öffnung, spuckte auf die kreischenden Überreste seiner "Kollegen" und schnaubte verächtlich: "Das war wohl euer Amerikanischer Traum ...". Ein Wort: Episch.

 

Fazit:

Das Abenteuer war sehr gelungen, und ich habe großflächig positives Feedback bekommen. Mir selber sind einige Kleinigkeiten aufgefallen, die zumindest bei uns für Probleme gesorgte haben oder die optimaler hätten sein können.

 

- Die Information, wer von den SCs raucht, hätte ich mir persönlich gerne auf den Bögen eingeflochten gewusst (das ist relevant für die Frage nach Feuer). Denn da sich meine Spieler vorher eindringlich mit ihren SCs befasst hatten, war es im Endeffekt etwas plump, sagen zu müssen: "Achja, du bist Raucher ...". Aber das ist nun wirklich eine Kleinigkeit (die ich im Vorfeld natürlich auch hätte ausmerzen können).

- Die Hintergrundgeschichten, wer zu wem wie steht, hat zwar außerordentlich gut funktioniert, dafür haben die Geheimnisse zumindest bei meinen Spielern so gar  keinen Anklang gefunden. Mein Brewster hat sein Verhalten, warum er nicht von seinem Wissen erzählt hat, übrigens so gerechtfertigt, dass er meinte, er sei eher schüchtern, würde nichts hinterfragen und hätte die Infos über Kahled deshalb eher für sich behalten. Das Geheimnis mit den Briefen schien zu wenig mit der heiklen Situation zu tun gehabt zu haben, als dass es hätte angesprochen werden können.

- Luxus wäre natürlich auch gewesen, Fotos für die Charaktere zu haben, doch mit etwas google-fu ließ sich auch dafür schnell Abhilfe schaffen.

- Das fehlende Licht erschwert, selbstverständlich, Würfelwürfe und das Lesen vom Charakterbogen. Doch dafür kann natürlich der Autor nichts. Nur sollte man wirklich versuchen, die Charaktere schon min. 1 Woche vorher auszuteilen, damit die Spieler sich mit jenen bereits vertraut machen können. Auch Namensschilder können eine große Hilfe sein.

 

Davon abgesehen hatten wir sehr unterhaltsame zwei Stunden. Das Abenteuer war sehr kurz, atmosphärisch und lässt sich ideal in eine Ägyptenkampagne einbauen, da es einfach vom Hintergrund nicht zu speziell ist und gut anpassbar daherkommt. Die zusätzlichen Elemente machen es auf jedenfall zu einem spaßigen Erlebnis und die Vorbereitungszeit ist erfreulicherweise sehr gering. Ich würde jedem, der eine Ägyptenkampagne plant, wirklich empfehlen einen Blick auf das Abenteuer zu werfen, denn dessen Einzigartigkeit und die Tatsache, dass es für lau zum Download bereitsteht, machen es auf jedenfall zu einer guten Alternative zu anderen Publikationen.

 

Ich hoffe, euch hat mein (viel zu lang geratener) Spielbericht gefallen und womöglich habt ihr ja auch eigene Erfahrungen mit Seanchuis "Begraben!" gemacht. Dann fänd ich es sehr nett, sich für zukünftige Leiter hier auszutauschen.

 

Freundlich grüßend und die schmerzenden Finger reibend

Blackdiablo

 

Edit:

Da das Ganze in meinem Fall das Format einer Ägypten-Kampagne annimmt, geht es hier weiter zum nächsten Abenteuer "Tag der Rache" mit der Einführung der richtigen Spielercharaktere in Arkham.


Bearbeitet von Blackdiablo, 23. Juli 2014 - 17:31 .

  • Nikola Tesla gefällt das

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#2 Wrzlprmft

Wrzlprmft

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Geschrieben 06. Mai 2013 - 00:16

(Scheinbar sind übrigens die Dateien invalide und nur Seachuis eigene Version auf chtulhu.de ist komplett fehlerfrei ..., doch bei Interesse bin ich mir sicher, dass er die anderen Versionen gerne weitergibt.)

Hmm, wo genau ist das Problem mit den Dateien? Bei mir funktioniert alles.

#3 Guest_Seanchui_*

Guest_Seanchui_*
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Geschrieben 06. Mai 2013 - 04:56

 Abenteuer ist so konzipiert, dass bis zu 4 Spielern mit den extra vorgerfertigten Charakteren spielen, die untereinander in einem überschaubaren Geflecht aus Meinungen und Vorurteilen miteinander verwoben sind. Der Clou an der Sache ist dabei, dass die Extremsituation, in der sich die Charaktere unglücklicherweise kurz nach Beginn des Abenteuers wiederfinden und bei der es sich wie der Titel bereits suggeriert, um die Isolation der Charaktere in einem eingestürzten Grab handelt, Stresssituationen heraufprovoziert, in der sich schon mit dem einfachsten Mitteln die Frage stellt: "Wie konnte das nur geschehen?" Doch dazu gleich noch mehr.

 

Eine weitere Besonderheit des Abenteuers ist, dass es in vollkommener Finsternis spielt, was eine angenehm leicht erzeugte Atmosphäre zur Folge hat. Verbunden mit der Tatsache, dass das Abenteuer wunderbar in Echtzeit spielbar ist (sich also erzählte Zeit mit der Erzählzeit deckt), und dem simplen Aufbau des Szenarios, greift die Faszination ziemlich effizient.

 

Ich danke vielmals für das Lob :-)

 

 Kahled beugte sich über die Öffnung, spuckte auf die kreischenden Überreste seiner "Kollegen" und schnaubte verächtlich: "Das war wohl euer Amerikanischer Traum ...".

 

Kahled's Rolle kann auch echt unangenehm für ihn werden - wenn die Amerikaner ihr Wissen rascher austauschen. Da hat er richtig Glück gehabt :-)

 

Fazit:

Das Abenteuer war sehr gelungen und ich habe großflächig positives Feedback bekommen. Mir selber sind einige Kleinigkeiten aufgefallen, die zumindest bei uns für Probleme gesorgte haben oder die optimaler hätten sein können.

 

- Die Information, wer von den SCs raucht, hätte ich mir persönlich gerne auf den Bögen eingeflochten gewusst 8das ist relevant für die Frage nach Feuer). Denn da sich meine Spieler vorher eindringlich mit ihren SCs befasst hatten, war es im Endeffekt etwas plump, sagen zu müssen: "Achja, du bist Raucher ...". Aber das ist nun wirklich eine Kleinigkeit (die ich im Vorfeld natürlich auch hätte ausmerzen können).

 

Das ist korrekt. Ich persönlich denke es macht Sinn, mindestens zwei Charakteren Streichhölzer zuzugestehen.

 

- Die Hintergrundgeschichten, wer zu wem wie steht, hat zwar außerordentlich gut funktioniert, dafür haben die Geheimnisse zumindest bei meinen Spielern so gar  keinen Anklang gefunden. Mein Brewster hat sein Verhalten, warum er nicht von seinem Wissen erzählt hat, übrigens so gerechtfertigt, dass er meinte, er sei eher schüchtern, würde nichts hinterfragen und hätte die Infos über Kahled deshalb eher für sich behalten. Das Geheimnis mit den Briefen schien zu wenig mit der heiklen Situation zu tun gehabt zu haben, als dass es hätte angesprochen werden können.

 

Das war auch von Brewster ja immerhin so verlangt :-). Die Geschichte mit den Briefen war für Kahled als "Geheimwaffe" gedacht,  um von sich ablenken zu können, wenn er schlußendlich doch von Brewster beschuldigt wird. Da es dazu nicht gekommen ist, brauchten Deine Spieler ihre Geheimnisse letztendlich nicht...

 

- Luxus wäre natürlich auch gewesen, Fotos für die Charaktere zu haben, doch mit etwas google-fu ließ sich auch dafür schnell Abhilfe schaffen.

 

Check. Vielleicht liefere ich die noch nach :-)

 

Davon abgesehen, hatten wir 2 sehr unterhaltsame Stunden. Das Abenteuer war sehr kurz, atmosphärisch und lässt sich ideal in eine Ägyptenkampagne einbauen, da es einfach nicht zu speziell ist vom Hintergrund und gut anpassbar daherkommt. Die zusätzlichen Elemente machen es auf jedenfall zu einem spaßigen Erlebnis und die Vorbereitungszeit ist erfreulicherweise sehr gering. Ich würde jedem der eine Ägyptenkampagne plant wirklich empfehlen einen Blick auf das Abenteuer zu werfen, denn dessen Einzigartigkeit und die Tatsache, dass es für lau zum Download bereitsteht, machen es auf jedenfall zu einer guten Alternative zu anderen Publikationen.

 

Und nochmals herzlichsten Dank!

 

PS: die Dateien, die ich Dir rübergeschickt habe, habe ich - wie geschrieben - selbst vorher von cthulhu.de heruntergeladen. Vielleicht gibt es Inkompatibilitäten mit bestimmten Browsertypen...?



#4 Blackdiablo

Blackdiablo

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Geschrieben 06. Mai 2013 - 13:32

Kahled's Rolle kann auch echt unangenehm für ihn werden - wenn die Amerikaner ihr Wissen rascher austauschen. Da hat er richtig Glück gehabt :-)

Das ist wohl war. Übrigens war Kahleds Spieler auch äußerst geschickt, sich nichts anmerken zu lassen und bis zum Schluss wusste niemand, dass er für den Schlamassel verantwortlich ist.

 

Das war auch von Brewster ja immerhin so verlangt :-). Die Geschichte mit den Briefen war für Kahled als "Geheimwaffe" gedacht,  um von sich ablenken zu können, wenn er schlußendlich doch von Brewster beschuldigt wird. Da es dazu nicht gekommen ist, brauchten Deine Spieler ihre Geheimnisse letztendlich nicht...

Jep.

 

PS: die Dateien, die ich Dir rübergeschickt habe, habe ich - wie geschrieben - selbst vorher von cthulhu.de heruntergeladen. Vielleicht gibt es Inkompatibilitäten mit bestimmten Browsertypen...?

Es mag natürlich auch an meinem Reader, Laptop oder anderen Sachen liegen (kenne mich da auch nicht so aus). Aber die Dateien, die du mir zugesandt hast, konnte ich zumindest öffnen. Eines der unergründlichen Geheimnisse im world wide web. ;)

 

Gruß

Blackdiablo


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#5 Wrzlprmft

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Geschrieben 06. Mai 2013 - 13:51


PS: die Dateien, die ich Dir rübergeschickt habe, habe ich - wie geschrieben - selbst vorher von cthulhu.de heruntergeladen. Vielleicht gibt es Inkompatibilitäten mit bestimmten Browsertypen...?

Es mag natürlich auch an meinem Reader, Laptop oder anderen Sachen liegen (kenne mich da auch nicht so aus). Aber die Dateien, die du mir zugesandt hast, konnte ich zumindest öffnen. Eines der unergründlichen Geheimnisse im world wide web. ;)


Kannst Du vielleicht noch einmal versuchen, die Dateien herunterzuladen oder mir im Detail sagen, was schief läuft, auf dass wir dieses Geheimnis ergründen können (und eventuell das Problem in Zukunft vermeiden können)?

#6 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 06. Mai 2013 - 14:23

Dieses kffrze Szenario spielt im Spätsommer des
Jahres हुऺਂ. Es begleitet eine Expedition der Mis-
katonic Unifiersity in ein ägyptisches Tal ffnfleit
des Tals der Könige. Hier fiermfftet der exzentrische
Professor Capflell das Grab eines bislang fion der
Geschichtsschreibffng ignorierten, schflarzen Pha-
rao, der flährend seiner kffrzen, geflalttätigen Re-
gentschaॏ einen Pakt mit Dämonen eingegangen
sein soll. Capflell sffcht dringend nach Befleisen ৐ür
seine य़eorie, ffm seinen gfften Rfff nicht zff ge৐ähr-
den. ährend der Arbeiten kommt es aber zff ei-
nem tragischen Unfall, der insgesamt sechs Arbei-
ter das Leben kostet ffnd sechs fleitere Personen in

der fleitfierzfleigten Grabanlag ...

 

So sieht bei mir das gesamte druckerfreundliche Exemplar aus, außer, dass wirklich gar nichts lesbar ist.

Bei dem bildschrimfreundlichen sind bloß die Charaktere so und bei Seanchuis Layout funktioniert alles einwandfrei.

 

Seltsame Sache ...

 

Gruß Blackdiablo


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#7 Wrzlprmft

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Geschrieben 06. Mai 2013 - 14:55

So sieht bei mir das gesamte druckerfreundliche Exemplar aus, außer, dass wirklich gar nichts lesbar ist.
Bei dem bildschrimfreundlichen sind bloß die Charaktere so und bei Seanchuis Layout funktioniert alles einwandfrei.

Und die gleichen Dateien, von Seanchui zugeschickt, funktionieren einwandfrei? Wie öffnest Du die Dateien denn jeweils?

#8 Blackdiablo

Blackdiablo

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Geschrieben 06. Mai 2013 - 17:34

Ja, mit denen hat es geklappt. :/

 

Öffnen tu ich sie mit dem Adobe Reader ... Aber es ist seltsam, dass die Dateien funktionieren, wenn sie von Seanchui kommen, aber nicht, wenn sie von der Seite geladen werden.

 

mfG

Blackdiablo


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#9 Tzunkilord

Tzunkilord

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Geschrieben 22. Juli 2014 - 23:08

Ich betreibe mal Thread Nekromantie und hole dieses Thema zurück ins Leben, um meine Erfahrung mit jenem Machwerk mit euch zu teilen:

 

Warnung: Ich denke um meinen Post besser zu verstehen sollte man sich zuvor das Abenteuer kurz durchlesen. Den Link zu diesem Szenario gibt's irgendwo über mir :) . Dadurch ergiebt sich natürlich auch eins: Ab hier Spoiler ohne Ende!

 

Begraben! ist die bis dato beste nichtoffizielle Veröffentlichung die ich geleitet habe. Der Grund dafür ist einfach: Dieses Abenteuer hat Stimmung en masse!

 

Gespielt habe ich dieses Abenteuer als One-Shot mit 3 Spielern in einer einsamen Hütte mitten im Wald (unser üblicher Spielort). Da ich keinen vierten Spieler auftreiben konnte wurde Clark Maple von mir übernommen und später für die Story geopfert. Mir war klar, dass das Abenteuer kurz sein würde, darum habe ich es etwas ausgeschmückt. Zum einen habe ich mit Hilfe des Cthulhu Ägypten Buches ein sich windendes Pulp-Grab erschaffen, welches wir während es Erkundens nach und nach zusammengefügt haben. Zum anderen habe ich tatsächlich die Ruhestätte eines längst vergessenen Herrschers in der Kammer plaziert. Dies war zwar nicht das Grab des schwarzen Pharaos, aber das eines ähnlich üblen Gesellen, welcher in meinem Fall die lebendige Dunkelheit repräsentierte. Schon als ich die SC verteilte (wohlgemerkt in Einzelgesprächen) spürte ich, dass meine Spieler ganz heiß auf dieses Abenteuer und ihre persönlichen Aufgaben waren. Besonders Kahleds Spieler war mehr als bereit es seinen "amerikanischen Gutsherren" heimzuzahlen^^

 

Nun zum Verlauf des Abenteuers:

Alles begann friedlich in der brütenden Mittagssonne Ägyptens. Die SC warteten die Mittagshitze ab um während der Arbeit nicht zu schmelzen. Diesen Teil nutzten Alle um sich besser kennen zu lernen. Vor allem Kahled zeigte sich hierbei stark unterwürfig. Er sprach alle Weißen stets mit Meister oder Efendi an un buckelte vor ihnen, wohl wissend, dass er sie bald alle töten würde. Als die Arbeiten dann schließlich begannen kam es zum frühen spielerischen Höhepunkt des Abenteuers. Vorweg: In unserer einsamen Waldhütte haben wir kein elektrisches Licht, alles wird mit Kerzen ausgeleuchtet, eine ideale Voraussetzung für die folgenden Ereignisse. Nach dem missglückten Attentat löschte ich alle Kerzen und es war plötzlich stockfinster. Danach folgte Rollenspiel vom allerfeinsten, samt jämmerlichen Hilferufen, falschen Anschuldigungen, blindem Tasten und spontanen Schmerzensschreien^^ Irgendwann kramte dann Jameston endlich seine Zündhölzer hervor (ich hatte ihm auf den Bogen geschrieben, dass er Raucher ist) und brachte Licht ins Dunkel, fand die intakte Lampe und entzündete diese. Den Rest des Abenteuers spielten wir dann limitiertem Licht, was für massive Gruselstimmung sorgte.

 

Den SC ging es soweit gut, doch Maple hatte einen offenen Bruch und ein Trauma. Bis auf die SC, Maple, Aman und Tamer waren alle tot. Kurz darauf bemerkte Jameston, dass es einen Luftzug gab. Alle schöpften neue Hoffnung und machten sich bereit dem Lüftchen zu folgen (währenddessen glotzte mich Kahleds Spieler dauernd an, nach dem Motto: Was ist da bitte schief gelaufen!). Maple schrie und zeterte, denn er wollte nicht zurückgelassen werden. Brewster überlegt auch fast den Mann zu tragen, doch man beschloss, dass es sinnvoller wäre ohne Maple voranzugehen und diesen dann zu holen, sobald man einen Ausgang finden würde.

 

Im ersten Raum entdeckte Kahled die blutige Schrift an der Wand und schrie seine Kameraden voller Entsetzen an (der Schocker des Abends :D ). In der nächsten Kammer folgte dann die erste Begegneung mit den Schatten und Aman verlor zuerst seine Hand und dann sein Leben. Die Gruppe war völlig am ausrasten, doch man merkte schnell, dass Licht für Sicherheit sorgte. Brewster las währenddessen so viele Hieroglyphen wie möglich, dadurch konnte ich die Gruppe Häppchenweise mit schauerigen Infos über den hier Begrabenen versorgen. Als dann im nächsten Raum auch noch Tamer starb schien alles verloren. Besonders Kahled lies seinen Gefühlen freien Lauf und beschimpfte Brewster und Jameston aufs Übelste, ohne jedoch seine Schuld an der Sprengung zu gestehen. Jameston gelang es dann aber den Araber zu beruhigen und die Drei machten sich auf in die nächste Kammer. In den folgenden Räumen wurde v.a. Stimmung aufgebaut. Zerkratzte Bilder an den Wänden, seltsame Texte an den Stelen und die unheimliche Präsenz des Schattens sorgten für ein gepflegtes Gruseln. Der Höhepunkt war dann die Entdeckung der echten Grabkammer. Das Licht neigte sich langsam dem Ende entgegen und die Schatten spielten in diesem Raum wie verrückt. Brewster las Grausames von den Wänden ab und Jameston öffnete den goldenen Sarkophag. Die Gruppe steigerte sich voll in diesen Teil der Geschichte hinein, ein weiterer spielerischer Höhepunkt.

 

Der letzte Raum war dann schließlich ein Sackgasse. Alles schien verloren, bis die SC endlich den Schacht über sich bemerkten. Hier nahm nun das Schicksal seinen Lauf. Kahled konnte Brewster und Jameston davon überzeugen, dass er die besten Chancen hätte hinauf zu klettern, um dann Seile vom Lager zu holen. Die Amerikaner stimmten zu und besiegelten somit ihren Untergang. Kahled gelang es dann auch den Schacht empor zu klettern. Mittels Orientierung gelangte er dann auch zurück zum Camp und bersorgte eine Lampe, Seil und Dynamit. Mit einem der Kamele des Ausgrabungsteams ritt er zurück zum Schacht. Als die Amerikaner Kahled sahen jubelten sie, da ihr Lampenöl beinahe aus war und die Dunkelheit am Rande des Lichtscheins hungrig auf sie wartete. Kahled lies zunächst die Lampe herab, was Brewster und Jameston auch gut hießen. Dann sprach Kahled davon das Seil befestigen zu wollen und zog es nochmals weg. Nachdem er das Seil zurück hatte begann er damit die beiden Archäologen zu beschimpfen und gestand, dass der Einsturz sein Verdienst war. Die Amis waren sprachlos! Danach entzündete Kahled die Stange Dynamit und ließ sie auf halbe Höhe des Schachtes herab. Bei der darauf folgenden Explosion sackte der Schacht in sich zusammen und Brewster und Jameston waren gefangen, aber dieses Mal ohne eine Chance auf eine Entrinnen. In ihren letzten Bestrebungen dem Tod zu entkommen befassten sie sich nochmals mit den Schriften an den Wänden, um eine Möglichkeit zu finden die Dunkelheit zu besiegen, doch vergebens...

 

Damit endete ein genialer Rollenspielabend und was soll ich sagen, meine Spieler waren erst einmal baff! Das Ende hatte es nochmals in sich, wurde jedoch sofort als episch/filmreif gefeiert. Mein Fazit ist ähnlich: Dank supercooler Spielmechaniken (Echtheit durch Echtzeit, absolute Dunkelheit), einer klassischen Story und einem markerschütternden Ende erwies sich Begraben! als absoluter Spaßgarant. Was will man mehr ;) Hiermit auch ein großes Dankeschön an den Autor für seine kreativen Ideen! Allen anderen kann ich nur empfehlen diesem Szenario eine Chance zu geben, es lohnt sich.

 

Und da dieser One Shot so geil war, habe ich ihn dann auch prompt in meine Cthulhu-Lovecraft Country Kampagne eingebaut. Ich poste euch noch den Artikel, den ich in den Advertiser gestellt habe. Somit haben meine Spieler nun die Möglichkeit ingame über ihr Abenteuer in Ägypten zu quatschen^^ Zudem hat der Spieler von Charles Jameston ein kleines Tagebuch geführt. Ein Best Of seiner Einträge gibt's noch oben drauf:

 

Der Advertiser Artikel

 

Expedition der M.U. nach Ägypten gescheitert

Drei wissenschaftliche Mitarbeiter und neun einheimische Helfer vermisst

 

Nach Tagen des Bangens und des Hoffens haben wir nun leider traurige Gewissheit: Professor Capwell's Expedition nach Ägypten gilt als gescheitert. Schlimmer noch, es wird vermutet, dass alle Mitarbeiter bei einem Unglück an der Ausgrabungsstelle ihr Leben verloren haben. Weiterhin fehlt von den Teilnehmern der Expedition jede Spur, Rettungskräfte versuchen seit Tagen den Eingang zur eingestürzten Ausgrabungsstätte frei zu legen. Wie konnte es nur soweit kommen?

 

Ein kurzer Rückblick über die vergangenen Ereignisse: Dem Professor zu Folge wurde das Vermächtnis dieses ägyptischen Herrschers bewusst aus den Geschichtsaufzeichnungen seines Volkes gelöscht und es grenze an ein Wunder, dass er historische Belege über die Existenz dieses Mannes gefunden habe. Zudem kündigte Mr. Capwell an, eine Expedition nach Ägypten organisieren zu wollen, um das Grab des mysteriösen Pharaos zu heben. Schnell fanden sich allerlei Unterstützer für das Vorhaben und binnen kürzester Zeit wurden die erforderlichen finanziellen Mittel gesammelt. Danach begann die allgemeine Vorbereitung, das Einholen von Arbeits- und Grabungserlaubnissen, erstellen von Visa, Anwerben von lokalen Helfern etc...Im Mai letzten Jahres berichtete der Advertiser vom Startschuss dieses hochgelobten Unterfanges. Mr. Robert Capwell, Professor für Geschichtswissenschaften an der Miskatonic Universität, hatte angekündigt eine, Zitat: „die historische Fachwelt revolutionierende Entdeckung“, gemacht zu haben. Angeblich hatte er durch das Studium alter Schriften das Grab eines längst vergessenen Pharaos lokalisiert.Es dauerte fast elf Monate bis die Öffentlichkeit erneut von der Ausgrabung zu Hören bekam. Im April diesen Jahres berichtete die Presseabteilung der Miskatonic Universität, dass mit Dr. Charles Jameston, Dr. Clark Maple und Dr. Winston Brewster, drei Koryphäen der historischen und geologischen Fakultät die Expedition begleiten sollten. Jameston war Spezialist für Geologie, Maple langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Capwell und Brewster ein Experte für altägyptische Geschichte und Hieroglyphen. Da der Professor noch bis August seinem Lehrberuf nachzugehen hatte, sollten seine drei Assistenten bereits im Juli mit den Ausgrabungen beginnen. Mr. Capwell's Ziel war es so schnell wie möglich nachzureisen und zudem während seiner Zeit in Arkham weitere finanzielle Mittel zu akquirieren. Die Ausgrabungen begannen wie nach Plan am 12.07.

In Luxor trafen sich die wissenschaftlichen Mitarbeiter mit den angeworbenen ägyptischen Arbeitskräften, um dann nahe des Tals der Könige ihr Lager zu errichten. Als Dolmetscher zwischen den Hilfsarbeitern und dem Ausgrabungsteam diente der Vorabeiter Atem Kahled, ein, laut Professor Capwell, ausgezeichneter Sprengmeister und Grabungsgehilfe.

 

Zunächst schien alles nach Plan zu verlaufen, doch nach drei Wochen blieben die Nachrichten der Expeditionsteilnehmer aus. Besorgt um seine Mannschaft ordnete Professor Capwell von Arkham aus an, einen Rettungstrupp von Luxor in Richtung Grabungscamp zu schicken, doch ein Sandsturm verzögerte dieses Vorhaben. Als die Helfer schließlich am Lager ankamen, mussten sie feststellen, dass die Grabungsstätte verschüttet war. Von den Mitarbeitern fehlt bis heute jede Spur, doch vieles deutet darauf hin, dass sich das Team bei der Arbeit befand als über ihnen die Decke zusammenbrach. Die Ursache für den Unfall ist noch unklar, wobei ein fehlerhaftes Sprengen an den Vortagen am plausibelsten erscheint. Seit Tagen sind nun Rettungskräfte damit beschäftigt den verschütteten Eingang freizulegen, doch mit jedem vergangenen Tag schwindet die Hoffnung die Archäologen lebend zu bergen. Es bleibt die Frage, wer für diese Tragödie verantwortlich ist? Etwa der viel gelobte Sprengmeister Atem Kahled? Oder waren die wissenschaftlichen Mitarbeiter der M.U. zu unachtsam? Fakt ist, diese Expedition gleicht einem Desaster und hat den guten Ruf unserer Universität dauerhaft geschädigt! Alles was wir jetzt noch für die Herren Jameston, Maple und Brewster tun können, ist zu beten.

 

 

Und nun die Tagebucheinträge

 

Diaries Of A Madman

 

Tief versunken in den steinernen Eingeweiden einer längst vergessenen Grabkammer, befindet sich ein von Staub und Sand bedeckter Notizblock. Wer es wagt das darauf Geschriebene zu lesen, verfällt, gleich dem Autor dieser Zeilen, in dauerhaften Wahnsinn. Es ist das unsagbare Grauen in den mit zittrigen Fingern geschriebenen Worten, die Tatsache, dass sich keine Menschenseele in der Ruhestätte finden lässt, und die unheimlichen zerkratzen Bilder an den Wänden, welche den Geist auf so tückische Art und Weise angreifen. Es folgen nun Auszüge aus jenen Notizen, doch ich muss euch warnen: Lesen nur auf eigene Gefahr...

 

 

Unser Ziel ist es das Grab des schwarzen Pharaos zu finden. Die Erinnerungen an ihn wurde aus der Historie Ägyptens fast systematisch getilgt. Sehr seltsam für ein solch geschichtsträchtiges Volk ...

 

Endlich, ein Durchbruch zur Grabkammer wurde geschaffen. Wir betreten gerade die Ruhestätte, als plötzlich ein Knall durch den Schacht fegt ...

 

Alles ist eingestürzt, überall nur Staub, und dieser Schmerz! Der Zugang wurde verschüttet, es gibt keinen Ausweg! Gerade einmal zwei Arbeiter haben überlebt... Irgendjemand hat die Flanken des Berges GESPRENGT! DAS IST WAHNSINN! WARUM? ...

 

Maple hat einen offenen Bruch, verdammt! Ich konnte ihn erst einmal stabilisieren, doch weiß ich nicht wie es weiter gehen soll. Dann spüre ich einen Luftstrom. Ist das die Rettung? Wir müssen ihm folgen, dann finden wir hier auch sicher wieder heraus ...

 

Weiter im Inneren finden wir eine leere Grabkammer. Überall sind Risse in den Wänden und gerade einmal vier Säulen stützen den Raum. Brewster liest an den Stelen irgendetwas vom schwarzen Pharao „Nephren-Ka“. Wir sind also richtig! Kahled entdeckt Blut an den Wänden, vermutlich von alten Grabräubern. Sie haben eine Botschaft an die Wand geschmiert, irgendetwas aus Arabisch. Maple hat noch zusätzlich eine Kopfverletzung. Er wird sterben wenn er keine Hilfe bekommt! Die überlebenden Arbeiter drehen langsam durch, NUR WEGEN EINES GESCHMIERS! ...

 

Nachdem wir um eine Ecke biegen verhält sich einer unserer Arbeiter, ich denke er hieß Aman, seltsam. Brewster erkennt noch wie etwas schwarzes seine Hand berührt und diese DANN NUR NOCH EIN BLUTENDER STUMPF IST! DIE DUNKELHEIT IST EINE GEFAHR! Aman ist weg, einfach weggerannt! Möge Gott seiner Seele gnädig sein ...

 

Im nächsten Raum entdeckt Kahled zwei Tigel mit Rizinus Öl. Dann, als Brewster an der Wand etwas vom Totengott liest wird es kalt und Tamer, der andere Arbeiter, wird von hinten komplett eingehüllt. Er fällt zu Boden, sein Rücken wie von scharfen Klingen abgeschnitten! Die Dunkelheit, sie verfolgt uns! Sie meidet das Licht! Die Schwärze will uns töten! …

 

Eine weitere Kammer. Dort finden wir ein Grab, es gehört zu einem Herrscher namens Eteri Chui Amun. Niemand kennt ihn. Sebek, der Krokodilsköpfige und eine Sphinx ohne Gesicht zieren seinen goldenen Sarkophag. Der Pharao selbst ist von seltsam archaischer Gestalt, ja er wirkt schon fast Reptilienartig. Als wir ihm die grauenhafte Totenmaske abnehmen, scheint der Schatten noch aggressiver zu werden. Brewster liest wie im Wahn von den Wänden, er spricht etwas vom verfluchten Pharao und „dem Tier“ …

 

Wir entdecken einen Schacht, durch den wir einen Blick auf den Sternenhimmel erhaschen können. Wir sind gerettet! Wir helfen Kahled dabei aus dem Schacht zu klettern. Er schafft es nach oben! Wir warten auf ihn, lange Zeit. Es wird Tag. Kahled kommt zurück. Er lässt uns zuerst eine weitere Lampe herab. Und dann fängt er an uns zu beschimpfen?! Kahled ist ein Verräter, er hat uns gesprengt! Und dann lässt er eine Stange Dynamit herab und sprengt den Schacht! NEIN, DIESER WAHNSINNIGE! Um uns herum die Dunkelheit, darauf wartend, dass unser Lampenöl zu Neige geht. Wir rennen zurück, es muss doch einen Weg nach draußen geben! Die Grabkammer ist menschenleer, wo sind die Leichen?! Ich spüre wie mir die Luft zum Atmen ausgeht. In unserer Verzweiflung versuchen wir noch etwas anhand der Hieroglyphen herauszufinden, doch vergebens. Jetzt bleibt nur noch ein Artefakt, die FURCHTERREGENDE MASKE ...


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#10 Guest_Seanchui_*

Guest_Seanchui_*
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Geschrieben 23. Juli 2014 - 06:39

Ich betreibe mal Thread Nekromantie und hole dieses Thema zurück ins Leben, um meine Erfahrung mit jenem Machwerk mit euch zu teilen:

 

Na, so alt ist der Thread dann doch nicht, um von Nekromantie sprechen zu können :)

 

Begraben! ist die bis dato beste nichtoffizielle Veröffentlichung die ich geleitet habe. Der Grund dafür ist einfach: Dieses Abenteuer hat Stimmung en masse!

 

Hey, danke! Das ist mal ein Lob!!! Der Downloadlink funktioniert übrigens im Moment nicht, aber das Szenario gibt es noch hier: http://seanchuigoesr....com/szenarien/

 

Nun zum Verlauf des Abenteuers:

 

Das klingt echt nach viel Spaß, das freut mich. In meiner Gruppe sind alle immer viel zu kooperativ, da kam Kahled gar nicht so zu Geltung :)

 

Und da dieser One Shot so geil war, habe ich ihn dann auch prompt in meine Cthulhu-Lovecraft Country Kampagne eingebaut. Ich poste euch noch den Artikel, den ich in den Advertiser gestellt habe. Somit haben meine Spieler nun die Möglichkeit ingame über ihr Abenteuer in Ägypten zu quatschen^^ Zudem hat der Spieler von Charles Jameston ein kleines Tagebuch geführt. Ein Best Of seiner Einträge gibt's noch oben drauf:

 

Ich finde es großartig, dass das Abenteuer Euch sogar zu sowas inspiriert hat! Ich bedanke mich für Euren enormen Enthusiasmus :D



#11 Dark_Pharaoh

Dark_Pharaoh

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Geschrieben 23. Juli 2014 - 06:56

Schöner Bericht, ihr hattet wohl wirklich Spaß :)

 

Ich hab das Abenteuer vor ein paar Wochen gespielt, dürfte Kahled übernehmen :D

 

Unser SL hat hier zum ersten Mal Cthulhu gemeistert, dafür war das Abenteuer auch perfekt. Wir haben knapp 2 Stunden gespielt und hatten ebenfalls viel Spaß. Es gab einige hitzige Konflikte, Kämpfe auf Leben und Tod um die Lichtquellen und ein stimmungsvolles Spiel. Der Ablauf war im Großen und Ganzen wie im Abenteuer vorgesehen, ein Spieler würde von Kahled in die Dunkelheit gestoßen. Normal wäre das Ende bei uns wohl ähnlich ausgefallen, bei einem Erst-SL Versuch wollte ich es aber nicht übertreiben und hab Kahled dann etwas "entschärft" und seinen Überlebenswillen den Hass besiegen lassen.

 

Ein feines Abenteuer für einen kurzen, intensiven Spielabend!



#12 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 23. Juli 2014 - 13:52

Wobei Nekromantie in einem Ägypten-Szenario so unpassend ja auch nicht ist. ^_^

 

Toller Bericht! Wäre aber auch einen eigenen Thread wert gewesen. ;) Dafür war er durchaus sehr ausführlich! :)


"Nicht einmal der Tod kann dich vor mir retten."

 

- Diablo II

 

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"Hey, das klingt wahnsinnig interessant! Warum schreibst du nicht einen Artikel im ..."

 

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#13 Crimsonking

Crimsonking

    Des Wahnsinns lecker Häppchen

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Geschrieben 23. Juli 2014 - 15:18

Wobei Nekromantie in einem Ägypten-Szenario so unpassend ja auch nicht ist. ^_^

Wenn der Thread vorher richtig einbalsamiert und bandagiert wurde ist da echt nix gegen einzuwenden ;) :D


„Man findet immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht.
Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.”
Terry Pratchett


#14 Lexx

Lexx

    Untergrundkultist #0027

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Geschrieben 19. August 2014 - 22:21

Ja ja Begraben ^_^
Habe ich früher sehr gerne im Support benutzt als es noch ging. Hat den Vorteil dass man es sehr sehr gut in die Länge ziehen oder stark raffen kann. Je nach dem wie groß und aufwändig man das Grab macht.
Was ich auch gerne mache, ist einen geheimen Raum anzulegen in dem die Spieler einen Haufen Waffen aus seltsamen irisierenden Stahl finden können. Meistens bewaffnen sie sich hoffnungsvoll nur um wenig später mit Entsetzten festzustellen, dass die Dunkelheit diese locker wegätzt B)


Bearbeitet von Lexx, 19. August 2014 - 22:21 .


#15 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 19. August 2014 - 22:26

@Lex: Das ist eine (fiese) gute Idee! :D


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