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82 Antworten in diesem Thema

#16 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 12. Juni 2013 - 16:33

Aber das Bauen einer Mauer ist nun mal keine Routinetätigkeit, sondern eben eine Herausforderung.

Ist es für einen Maurer (!) eben doch.

 

Das jemand mit einem Wert von 50% seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, würde ich mal nicht verneinen, es gibt viel Inkompetenz in der Welt, aber eine 50%tige Chance beim Bau einer Mauer zu versagen, ist einfach nicht hinnehmbar für einen Maurer. Vielleicht für seinen Azubi.

Der Wurf ist laut den offiziellen Regeln auch nicht vonnöten.

 

Und dein Ansatz war ja noch schlimmer: du erlaubst deinen Spielern keine Werte über 80%, damit sie eine Chance haben zu Versagen, weil das so lustig ist.

Weder habe ich das so gesagt oder gemeint, noch hast du mich verstanden.

 

Ich persönlich kann mit Spielen nichts anfangen, bei denen der Spielleiter wahllos die Regeln ändern darf, nur damit seine Story funktioniert. Cthulhu kommt prima ohne diese Spielleiterwillkür aus.

Es ist eine offizielle Regelung, aber du darfst DEIN Cthulhu natürlich spielen wie DU möchtest.

 

Wird mir langsam auch ein bisschen zu anstrengend gegen dich anzureden. Mehr als die offiziellen Regeln gegen einen Regelfanatiker zu verwenden, um ihm aufzuzeigen, dass er im Unrecht ist, kann ich nicht. Ich habe meinen Standpunkt deutlich gemacht und ich finde, deine Behauptung, ich würde die Regeln auslegen wie ich will, ist mehr als nur haltlos nach den zitierten Passagen aus dem Spielerhandbuch.


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- Diablo II

 

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"Hey, das klingt wahnsinnig interessant! Warum schreibst du nicht einen Artikel im ..."

 

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- Wir bitten auch herzlich um Feedback! :) -

 


#17 Ruud van de Grachtenspeel

Ruud van de Grachtenspeel

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Geschrieben 12. Juni 2013 - 19:11

Jetzt noch eine kleine Frage am Rande:

Bei den Startfertigkeiten.

Wie hoch setzt ihr das Maximum bei den Berufs- und Hobbyfertigkeiten an? Oder habt Ihr keins? Denn manch einer kann sich bei wenigen Berufsfähigkeiten alles auf 100% machen und der andere muss schauen was er macht wenn er viele hat.

 

Wie interessant und überaus amüsant, dass sich aus dieser harmlosen Frage am Rande für ein "Regel-Battle" ergeben hat... :D

 

Um mal auf die Frage am Rande zu antworten: Mach es so, wie es Deine Spieler wollen - wenn einer z.B. begründen kann dass er 99% auf Autofahren und 99% auf Kunst hat (aber sonst nix richtig kann...), dann lass ihn einfach....das nennt sich dann "Inselbegabung" :P

 

...trotzdem obliegt es am Ende Dir, ihm im Spiel einen erschwerten Wurf machen zu lassen - wenn es die Sitiation erfordert


Bearbeitet von Ruud van de Grachtenspeel, 13. Juni 2013 - 09:11 .

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#18 Kain90

Kain90

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 08:57

Ich bin auch sehr erstaunt wie sich die "Frage am Rande" hier entwickelt hat, aber trotzdem immer Interessant zu lesen.

 

@ Rudd van de Grachtenspeel

 

Wenn ich jetzt die erschwerte Würfe berücksichtige wird das denk ich mal auch interessant werden, da ich an die nicht dachte, und das mit den Begründungen für Werte werde ich meinen Spielern bei der nächsten Charaktererschaffung auch sagen.

 

Vielen Dank für die Tipps :)



#19 Ruud van de Grachtenspeel

Ruud van de Grachtenspeel

    Erfinder des Ruudelschreibers

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 09:55

Interessant ist das natuerlich noch zusätzlich bei Fertigkeiten wie Psychologie, wenn diese z.B. benutzt wird um zu schauen, ob der Gegenüber lügt oder die Wahrheit sagt. Da kannst Du Dir dann eine Erschwerung der Probe im Kopf merken, den Spieler einfach würfeln lassen und dem Spieler seine (evtl. vermeintliche Erkenntnis, wenn der Wurf nicht gelingt) mitteilen.

Dann weiss der Spieler nicht, ob sein Wurf gelungen ist und sein Charakter glaubt evtl. nur dass der gegenüber lügt....oder eben die Wahrheit sagt...


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#20 Synapscape

Synapscape

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 10:16

@Ruud van de Grachtenspeel:

Aber wozu dann überhaupt der Wurf auf Psychologie?

Die Fertigkeit soll doch dabei helfen, dem Spieler die Möglichkeit zu geben, einzuschätzen, ob sein Gegenüber lügt.

Ich behaupte jetzt eifafch mal, dass es keinen Spielleiter gibt, der so ein toller Schauspieler ist, dass er so etwas tatsächlich darstellerisch simulieren kann.

Mal abgesehen davon, dass nicht jeder, der bei Cthulhu einen Psychologen spielt auch vom Beruf her ein Psychologe ist.

Durch deine Methode transportierst du einen Teil des Spiels von den Fähigkeiten des Charakters zu den Fähigkeiten des Spielers.

Warum nicht die Probe offen erschweren oder zu einer Kraftprobe machen und dem Spieler dann eindeutig sagen ob er erkennen kann, dass gelogen wird oder nicht?

Mit deiner methode nimmst du den Spielern ein wichtiges Instrument, die Geschichte selber zu kontrollieren und gibst dem Spielleiter überproportionalen Anteil daran zu bestimmen, wie eine zwischenmenschliche Situation zu bewerten ist.

 

@Blackdiablo:

Die Einstufung, was eine Routinetätigkeit ist und was nicht macht Cthulhu doch nicht für jeden Beruf individuell, sondern allgemeingültig. Deshalb gibt es ja so etwas wie Grundwerte z.B. im Ausweichen.

Einem heranfliegenden Baseball auszuweichen ist bei Cthulhu für alle Spielfiguren die gleiche Herausforderung. Der greise Bibliothekar hat halt mit einem geringeren Ausweichenwert als der Baseballspieler eine höhere Chance. Man fängt ja auch nicht an zu sagen: Der Bibliothekar muss ne Probe würfeln, der Baseballspieler nicht, weil es für ihn Routine ist.

Genau so verhält sich das mit der Mauer. Für alle Spielfiguren ist die Herausforderung gleich hoch, der Maurer kann es nur besser, weil er auf Handwerk: Maurer einen höheren Wert hat als vermutlich der greise Bibliothekar.


Bearbeitet von Synapscape, 13. Juni 2013 - 10:17 .

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#21 Ruud van de Grachtenspeel

Ruud van de Grachtenspeel

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 13:16

@Synap

Bei meinem Beispiel ging es um die Probe eines Charakters gegen einen NSC.

Sorry für die Verwirrung wegen unpräzisem Ausdruck....

Und der Spielleiter kann dann den Charakter im Ungewissen lassen, ob der Charakter jetzt einfach glaubt oder wirklich weiss....ich denke, das ist ein probartes Stilmittel der Verwirrung.


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#22 Synapscape

Synapscape

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 14:10

Naja aber es verwirrt ja nicht den Charakter, sondern den Spieler.

 

Der Charakter ist dann verwirrt, wenn die Probe misslingt. Gelingt sie, weiß er, ob sein Gegenüber lügt.

Der Spieler hingegen sollte sich doch jederzeit im kalren sein, was seine Figur herausfindet. Immerhin ersetzen Fertigkeiten und die Informationen des Spielleiters die Sinne.

Wenn Du als Spielleiter dem Spieler nicht klar kommunizierst, welches Erfolgskriterium du anwendest (schwere Probe, normale Probe, einfache Probe), dann verwirrt das den Spieler und nicht den Charakter.

 

Herauszufinden, ob jemand lügt, ist sicherlich keine einfache Sache, selbst mit Psychologie und in Cthulhu eine schwere Probe (halbierter Wert). Gelingt diese, dann sollte der Spieler dies wissen, um seinen Charakter entsprechend spielen zu können. Immerhin hat er nicht wie im echten Leben Intuition und Erfahrung auf seiner Seite, sondern nur die Abstraktion der Regeln.

 

Warum willst du denn den Spieler im Unklaren lassen oder verwirren, selbst wenn der die Probe bestanden hat?


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#23 grannus

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 14:23

Kurz: Bestanden ist bestanden- wenn die Würfel gut fallen, dann ist das so. Ich verwirre den Spieler in solch einem Falle nur, wenn der Wurf fehlschlägt. 



#24 Ruud van de Grachtenspeel

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 18:45

Warum willst du denn den Spieler im Unklaren lassen oder verwirren, selbst wenn der die Probe bestanden hat?

 

Weil es eben bei solchen Fähigkeiten komplette Fehleinschätzungen geben kann. Das ist anders als beim Springen, wo man ein direktes Feedback hat, ob man es über den abgrund geschafft hat oder nicht. Entweder stehst Du oben oder liegst unten.

 

Bei einer Probe zum Überprüfen ob jemand lügt mit Psychologie sieht das anders aus:

 

1. Du hast die Möglichkeit die Probe zu bestehen und weisst ob Dein Gegenüber lügt oder nicht

2. Du hast die Möglichkeit die Probe NICHT zu bestehen und weisst NICHT ob Dein Gegenüber lügt oder nicht

3. Du hast die Möglichkeit die Probe NICHT zu bestehen und kommst damit zu einer Fehleinschätzung.

Da diese Fehleinschätzung bei einer Probe, dessen Ergebnis der Spieler kennt (Probe offensichtlich nicht gelungen - Spieleiter sagt "Du erkennst, der lügt") einfach umzudrehen wäre (wahres Ergebnis: Er lügt nicht), finde ich das ein probates Stilmittel, den Spieler im Unklaren zu lassen.

 

Das sollte aber eben auch nur die Ausnahme sein, wenn man z.B. auf ein Gegenüber trifft, der z.B. sehr gut darin ist, eine Lüge zu verbergen....


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#25 Ruud van de Grachtenspeel

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 19:02

Tja, Ruud. Es gibt übrigens noch eine Möglichkeit:

 

4. Du hast die Möglichkeit die Probe zu bestehen und weisst NICHT ob Dein Gegenüber lügt oder nicht! - So z.B. bei Bösewichten, die in hunderten von Jahren gelernt haben zu lügen, ohne dass das auffällt! :)  (So z.B. Horrobin, der lachende Mann!)

SPOILERALARM!!! :D

 

Ja, aber recht hast Du - auch diese Möglichkeit besteht....bestand....ist schon vorgefallen...neulich....gerade


Bearbeitet von Ruud van de Grachtenspeel, 13. Juni 2013 - 19:04 .

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#26 grannus

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 19:05

Meint ihr nicht auch, dass das Thema nun erschöpfend behandelt wurde? Bei anderen Systemen lasse ich mich gerne auf Regeldiskussionen ein...bei Cthulhu ist es so ermüdend. Soll doch jeder so machen, wie er will.


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#27 grannus

grannus

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 19:11

Damit wollte ich nicht dich direkt ansprechen, Studer. Es war eher...allgemein gehalten. Und wir drehen uns - wie so oft - im Kreis (jener, der nicht-euklidischen Art). Jeder beharrt auf seinem Standpunkt und das wars. So sehr ich euch alle so gerne hab ;=)



#28 Ruud van de Grachtenspeel

Ruud van de Grachtenspeel

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Geschrieben 13. Juni 2013 - 19:16

Soll doch jeder so machen, wie er will.

 

Ja, ist doch auch richtig...aber die Eingangsfrage von Kain war ja, wie wir das handhaben....und da gibt es eben verschiedene Herangehensweisen und Stilmittel zum Auslegen der Regeln und Fähigkeiten.

Und ich wollte ja nur anmerken, dass z.B. Springen oder Ausweichen (eindeutige "geschafft/nicht geschafft" Ergebnisse) ggf. anders behandelt werden können als z.B. "Geistesfähigkeiten" die auch zu Fehleinschätzungen führen können...

 

Aber auch hier - alles kann, nix muss...


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#29 TAFKAP

TAFKAP

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Geschrieben 14. Juni 2013 - 07:52

Ich sehe es genauso wie Ruud, gerade der Fall Psychologie ist auch eine Frage, wie gut man Spieler- und Charakterwissen voneinander trennen kann.

Beispiel:

Der Spieler vergeigt seinen Psychologiewurf.

Sein Charakter denkt, sein Gegenüber sagt die Wahrheit.

Der Spieler weiß aber genau, dass er lügt.

Jetzt möchte ich mal den Spieler sehen, der seinen Charakter ins Verderben laufen lässt, weil es gutes Rollenspiel wäre.

 

Das finde ich gerade für "Anfänger" extrem schwierig, daher greife ich bei "Geistesfähigkeiten" oft zu verdeckten Würfen...


Die Welt der Kunst und Fantasie ist die wahre, the rest is a nightmare.

Arno Schmidt


#30 Synapscape

Synapscape

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Geschrieben 14. Juni 2013 - 07:54

@grannus:

Du musst doch nicht mitmachen, wenn es dich ermüdet.

Mich interessieren ehrlich gesagt die Ansichten anderer zu den Regeln und ich versuche zu verstehen,

Warum sollte man da bei Cthulhu nicht drüber diskutieren?

Gerade in einem Spiel, wo der "Guets Rollenspiel TM"-Faschismus weit verbreitet ist und eine 7. Edition ansteht, macht es doch Sinn, die Regeln mal zu diskutieren.

 

@Ruud:

Ich verstehe Psychologie genauso wie Ausweichen.

Die Frage, die der Spieler für seinen Charakter stellt ist: Erkenne ich, ob NSC lügt?

Probe geschafft: ja, du erkennst, dass er lügt oder dass er nicht lügt, also die Wahrheit

Probe nicht geschafft: nein, du erkennst nicht, ob er lügt oder nicht.

 

Es steht dem Spieler frei zu entscheiden, wie er mit dieser Information umgeht.

 

Wenn ich dahingehend den Spieler über den Ausgang der Probe im Unklaren lasse, ist es selbst bei einer gelungenen probe für ihn nicht einzuschätzen, ob das Gegenüber nun lügt oder nicht.

Welche anderen Informationsquellen aus die Fertigkeiten seines Charakters soll der Spieler denn heranziehen, um seine Umwelt zu verstehen?

 

@TAFKAP:
Im oben genannten Beispiel weiß ein Spieler bei misslungener Probe doch gar nicht, ob der NSC lügt oder nicht. Es kommt doch nur drauf an, wie die Frage gestellt wird.
Die Antwort ist ja nicht das gegenteil der Wahrheit, sondern bleibt weiterhin offen.

 

Annahme: NSC lügt

robe geschafft: Spieler erfährt, dass er lügt (Lügen = TRUE)

Probe nicht geschafft: Spieler erfährt nichts (Lügen kann TRUE oder FALSE sein)

 

D.h. bei nicht bestandener Probe bleibt der Spieler genau wie sein Charakter nachwievor im Unwissen.


Bearbeitet von Synapscape, 14. Juni 2013 - 07:57 .

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