Zum Inhalt wechseln


Foto

Die Klinik des Herrn Dr. West


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
98 Antworten in diesem Thema

#91 Dark_Pharaoh

Dark_Pharaoh

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 4.467 Beiträge

Geschrieben 17. September 2013 - 09:42

zum eigentlichen Thema:

 

mir gefallen die Ereignisse vom Spannungsbogen sehr gut, allerdings eher als Handout oder Spannungselement. Ein Bsp.:

 

Die Gruppe hat einen gemeinsamen Freund (o.ä.). Dieser ist schon länger im (vorzeitigen) Ruhestand und hat immer wieder schlimme Probleme mit seinen Nerven. Irgendetwas ist passiert, dass ihn völlig aus der Bahn geworfen hat. Er stibrt schließlich und die Charaktere räumen sein Haus aus. Dabei entdecken sie Hinweise auf einen Vorfall, der mit seinem Zustand in Zusammenhang zu stehen scheint. Die Gruppe sollte sich dem Verstorbenen so verbunden fühlen, dass sie beschließen, dem Vorfall auf den Grund zu gehen um ihm die letzte Ehre zu erweisen und seinem Geist sozusagen Frieden zu schenken. So haben sie ein paar Namen (im aktuellen Bsp. vom Läuterer: Archie, Nolan usw. sowie Dr. West). Zudem den Ortsnamen (im Bsp. Hope Cove). Der Freund ist der einzige, der West entkommen konnte, wenn auch für immer gezeichnet.

 

Sie recherchieren und fahren schließlich dort hin. Die Einwohner wissen nichts oder wollen nichts sagen (vielleicht finden sich ja 1-2 Leute die etwas wissen). Dann findet man eher durch Zufall die verlassene Klinik. Dort schleicht man durch die Gänge und bekommt immer wieder Visionen, hier werden dann die Szenen vom Läuterer eingefügt. Es wird immer unvorstellbarer, was hier passiert ist. Und plötzlich zeigt sich die Wahrheit hinter den Visionen, es könnten z.B. die Hunde, Zombies usw. noch dort rumgeistern und die Gruppe angreifen (endlich frisches Fleisch). Entsprechend wird es eine Art Dungeon-Abenteuer mit cthuloiden Visionen. Wenn man möchte könnte man dann einen Hinweis finden, etwa einen Brief von West "man ist mir auf die Spur gekommen, ich muss diese Station aufgeben, aber in ... könnte mir der nächste Durchbruch gelingen!).

 

Und dann haben wir eine kleine West-Kampagne mit Handlungsfreiheit.

 

Das Finale könnte, wenn es schief geht, dann durchaus zum Tod der Charaktere in den Händen von West führen. Allerdings wissen sie um die Gefahren und laufen nicht nicht völlig unvorbereitet in ihr Verderben. Ziel ist natürlich West zur Strecke zu bringen, leicht wird das aber sicher nicht.

 

So sieht meine grobe Idee derzeit aus die Anregungen vom Läuterer in ein eigenes Szenario umzubauen mit der von mir gewünschten Handlungsfreiheit.



#92 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 13.000 Beiträge

Geschrieben 17. September 2013 - 14:20

Sehr geil, Dark Pharaoh.Richtig super.
Auf diese Art von Beitrag hatte ich gehofft. Das bringt mich jetzt mal so richtig weiter.
Ich werde Deine Einführungsidee schonungslos abkupfern, wenn ich darf.
Cheerio
Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -

#93 Dark_Pharaoh

Dark_Pharaoh

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 4.467 Beiträge

Geschrieben 17. September 2013 - 14:33

Klar, dazu machen wir das hier ja ;)

 

Werde deine Ideen ja auch "klauen". Wenn sich wirklich ein Szenario ergibt und ich es gespielt habe folgt dann ein Spielbericht. Wird aber noch dauern, im Moment laufen noch einige andere Sachen.



#94 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 13.000 Beiträge

Geschrieben 17. September 2013 - 14:48

Zum SQ:
Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass der erste Post von mir falsch gelistet worden war.
Und wenn das Ganze nur Missfallen erregt und zu Verwirrungen führt, dann stelle ich diesen Punkt meines Beitrages wieder ein. Das Thema Adjektive scheint ja eh nicht so beliebt zu sein.
Cheerio
Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -

#95 Dark_Pharaoh

Dark_Pharaoh

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 4.467 Beiträge

Geschrieben 17. September 2013 - 15:05

Pack die doch einfach in den richtigen Thread und mach dann dort weiter, da wird es dann auch von den entsprechenden Leuten wahrgenommen ;)

 

Dieser hat bereits 7 Seiten, hab gestern Beiträge gesucht für meine Idee, dauert so immer länger.



#96 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 13.000 Beiträge

Geschrieben 21. September 2013 - 14:28

Salü zusammen,
Fortsetzung des Spielberichtes von "Die Klinik des Herrn Dr. West"

Sonntag, 19. September 1920 - Tag 7.6

"Hiuba! Wachrät tzi uf! Ufwachrä. Bisch so guät, gs Näscht ruaft."

Archie sitzt in der Bibliothek. Das Deckenlicht flackert. Die Sprache, in der zu ihm gesprochen wurde, scheint ein Dialekt gewesen zu sein (Linguist: Alemannisch). Und obwohl ihm der Dialekt nicht vertraut ist, versteht er etwas davon, zumindest so viel, dass er versteht, dass er nun wieder zurück in sein Zimmer geschoben werden soll.
Und Archie schaut sich um. In den Stühlen zu seiner Rechten sitzen Nolan, James und Scott. Sie tragen die Kleidung, welche sie am Tag ihrer Abfahrt in London trugen. Seltsamerweise starren sie aber völlig geistlos ins Leere.
Archie schaut an sich herunter, aber er trägt nach wie vor noch das Krankenhemdchen der Klinik.

Als Archie wieder zu seinen Kollegen schaut, dreht sich alles in seinem Kopf (gSt Verlust), denn er blickt nun in die toten Gesichter seiner Begleiter. Die drei befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Zersetzung und ihre Reisekleidung ist blutig, verschmutzt und zum Teil zerrissen oder angekokelt.

Nolan ist kalkweiss und sein Körper weist rostrot-verkrustete, klaffende Wunden auf.
Dann öffnet die Leiche den Mund. Blut spuckend erbricht sich ein gurgelnder Ton tief aus seinem Inneren.

Nolans Leichnam:
"Wuäschtät tzi, Hörr Chrilmischtr, ds siech en dote Chrörpr na drü Schtünd no warm afülä tuät?"
"Wuäschtät tzi a, ds siech de Tämpchratür vun em Putztr erscht na mä wie viär Schtünd chrühl afülä tuät?"

Archie wendet sich angewidert ab (gSt Verlust), als James verwesender und faulender Kadaver in einem schmatzenden, gluckernden Ton spricht, ihm dabei Maden aus einer offenen Halswunde fallen und er eine Wolke Schmeissfliegen aus seinem vertrockneten Mund hustet.

James Leichnam:
"Wuäschtät tzi, Hörr Chrilmischtr, ds siech ds Bluat, wa gs nöt mä sirchrulierä tuät, ade undärä Räkion vun em dote Chrörpr asamlä tuät, waas zu äppe blülichre Färfärbik undä de Huut führä tuät?"
"Wuäschtät tzi a, ds de oprigä Räkion wies un wächrsrik luägä tuät?"

Scotts Körper ist nicht mehr als ein Gerippe, mit einigen wenigen angetrockneten Fleischfetzen und Haarbüscheln auf dem Kopf. Seine Stimme ist knirschend und seine Zähne klappern, während Staub zwischen seinen Zähnen heraus rinnt und ein fetter, schwarzer Käfer (Zoology: Scarabaeus sacer) in seiner linken Augenhöhle herumkrabbelt.

Scotts Leichnam:
"Wuäschtät tzi, Hörr Chrilmischtr, ds ma na mä wie süchrs Schtünd, an äppe dote Chrörpr chrei bluuä Flächr un chrei Blätz mä machre chra?"
"Wuäschtät tzi a, ds vun em Putztr, na scho me wi drü Wöchr bi Sömmrsziät, allinig es Chrelett übrik blibä tuät?"

Dann fällt Archie in Ohnmacht (gSt Verlust) und er hört eine Männerstimme sagen:
"So meine Herren, die Stunde ist um und Ihre Gesprächsrunde damit nun vorbei. Wir haben uns leider auch etwas verspätet, deshalb fahren wir Sie sofort wieder zurück zu ihren Betten. Sie brauchen dringend Ruhe."

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Nolan wird wach, als behutsam gegen die Tür seines Zimmers geklopft wird.

Er hört eine freundliche Stimme fragen:
"Sind Sie wach, Herr Phillips? Darf ich bitte herein kommen?"

Hat er ein Deja-vu? Nolan stutzt (gelungener INT-Check).
Geistesgegenwärtig tastet er unter der Matratze nach einem Buch - und findet eine Kladde...

Nolan:
"Einen Moment, bitte!"
Fiebernd schaut er sich nach einem Versteck um. Sein Blick fällt auf den Stuhl. Schnell klemmt er die Kladde zw. die Sprungfedern an der Unterseite.
"Herein!"

Schwester Evelyn kommt herein. Nolan erkennt sie sofort, aber... sie ist viel, viel jünger. Vielleicht 9 oder 10 Jahre alt.
Nolan ist verwirrt. Dieses ebenmässige Gesicht, die langen, gewellten, schwarzen Haare und diese leuchtenden Augen... Aber sie ist sooo jung! Was zur Hölle geht hier vor?

Nolan:
"Guten Morgen... Schwester Evelyn?"

Das Kind kichert und lacht. Nolan erkennt das Lachen des Kindes sofort. DAS singende MÄDCHEN.

Nolan:
"Wie heisst Du, Kleines?"

Während das Mädchen davon läuft, ruft es:
"Elisa!"

Nolan reibt sich die Augen. Als er sie wieder öffnet, steht die zwanzig Jahre ältere Elisa neben seinem Bett.

Schwester Evelyn:
"Guten Morgen, Herr Phillips. Ich möchte Ihre Bettwäsche wechseln."

Dann hört er eine Männerstimme in einer seltsamen Sprache sagen:
"Dali dali, schtaät tzi uf. Tzi müssets Gwand aaleggi. Glii is de Bodehochsig vun de Scheesälenchrer."

Schwester Evelyn:
"Was haben Sie gesagt, Herr Phillips? Wiederholen Sie es bitte, ich habe Sie nicht richtig verstanden. Haben Sie Halsschmerzen? Soll ich Ihnen etwas Husten-Sirup besorgen?"

Nolan wird bewusst, dass die Männerstimme, die er gerade hörte, aus seinem eigenen Mund kam (gSt Verlust).

Schwester Evelyn:
"Beeilen Sie sich bitte und stehen Sie auf. Sie müsssen sich anziehen. Bald ist die Beerdigung des Fuhrwerkfahrers."

Nolan ist schwindelig und ihm fliegen die Gedanken nur so durch den Kopf:
"Wie war der Name des Fahrers und wie alt ist er geworden?"

Während Schwester Evelyn davon eilt, ruft sie:
"Sein Name war Wesley Stringer und er ist 42 Jahre alt geworden."

Nolan entdeckt die, von der Schwester offensichtlich für ihn zurückgelassene, Herrenkleidung auf dem Stuhl und beginnt sich anzukleiden. Als er die Anzugjacke aufhebt, fällt etwas Schweres scheppernd und klirrend auf den Boden.
Und Nolan sieht verblüfft ein langes Fleischer-Messer auf den Steinen liegen. Hecktisch schaut er sich um, bevor er es aufhebt, dann tastet er unter dem Stuhl... und findet die Kladde. Er setzt sich auf sein Bett und, nachdem er sich die Schuhe geschnürt hat, beginnt zu lesen...


Ende Tag 7.6 in game.
Fortsetzung folgt...

Cheerio
Der Läuterer


Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -

#97 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 13.000 Beiträge

Geschrieben 21. September 2013 - 15:10

Kleine alemannische Übersetzungshilfe:

"Hiuba! Wachrät tzi uf! Ufwachrä. Bisch so guät, gs Näscht ruaft."
= Guten Abend! Wachen Sie auf! Aufwachen. Seien Sie so gut, das Bett ruft.

"Wuäschtät tzi, Hörr Chrilmischtr, ds siech en dote Chrörpr na drü Schtünd no warm afülä tuät?"
= Wussten Sie, Herr Kilmister, dass sich ein toter Körper nach drei Stunden immer noch warm anfühlt?

"Wuäschtät tzi a, ds siech de Tämpchratür vun em Putztr erscht na mä wie viär Schtünd chrühl afülä tuät?"
= Wussten Sie auch, dass sich die Temperatur von einem Verstorbenen erst nach mehr als vier Stunden kühl anfühlt?

"Wuäschtät tzi, Hörr Chrilmischtr, ds siech ds Bluat, wa gs nöt mä sirchrulierä tuät, ade undärä Räkion vun em dote Chrörpr asamlä tuät, waas zu äppe blülichre Färfärbik undä de Huut führä tuät?"
= Wussten Sie, Herr Kilmister, dass sich das Blut, wenn es nicht mehr zirkuliert, an den unteren Regionen des toten Körpers ansammelt, was zu bläulichen Verfärbungen unter der Haut führt?

"Wuäschtät tzi a, ds de oprigä Räkion wies un wächrsrik luägä tuät?"
= Wussten Sie auch, dass die oberen Regionen dann blass und wachsartig aussieht?

"Wuäschtät tzi, Hörr Chrilmischtr, ds ma na mä wie süchrs Schtünd, an äppe dote Chrörpr chrei bluuä Flächr un chrei Blätz mä machre chra?"
= Wussten Sie, Herr Kilmister, dass man nach mehr als sechs Stunden, dem toten Körper keine blauen Flecke und keine Wunden mehr zufügen kann?

"Wuäschtät tzi a, ds vun em Putztr, na scho me wi drü Wöchr bi Sömmrsziät, allinig es Chrelett übrik blibä tuät?"
= Wussten Sie auch, dass von einem Verstorbenen, nach mehr als drei Wochen zur Sommerzeit, nur noch das Skelett übrig bleibt?

Cheerio
Der Läuterer


Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -

#98 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 13.000 Beiträge

Geschrieben 13. Oktober 2013 - 17:58

Salü zusammen,
Fortsetzung des Spielberichtes von "Die Klinik des Herrn Dr. West"

Mittwoch, 22. September 1920 - Tag 10.1

Die SCs werden von Krankenschwestern zum Klinikeingang geleitet und dort von Pflegern in Empfang genommen. Drei Kutschen warten an der Auffahrt und sollen die SCs zum Friedhof fahren. Jeder wird von einem Pfleger begleitet. In einer Kutsche sitzt der Doktor. Neben ihm sitzt eine ältere, verschleierte Frau - ca. 70 und, ihrem Akzent nach, Französin, um welche sich der Doktor fast ehrfürchtig bemüht. Ihnen gegenüber sitzen ein blendend aussehender, junger Mann, von südländischer Herkunft und ein athletischer, junger Mann, vermutlich Engländer - beide etwa Mitte 20. Die Fahrt dauert nicht lange, denn die Strecke beträgt nur 400 Meter, da der Gemeindefriedhof westlich von Hope Cove zwischen den Dünen liegt.

Die meisten der Trauernden, die sich vor dem Friedhof versammeln, kommen zu Fuss aus dem Dorf und der näheren Umgebung. Alle sind in Schwarz gekleidet und obwohl das Wetter den Anschein erweckt, dass es ein schöner, warmer Herbsttag werden wird, haben einige der Trauernden einen Schirm dabei.

Das Friedhofsgelände ist von einer kniehohen Bruchsteinmauer umgeben. Schon von weitem sieht man eine grosse Skulptur, die den Friedhof dominiert, da sie das Einzige ist, dass sich hoch über die Dünen erhebt und sich bei näherer Betrachtung als alte Galionsfigur einer Meerfrau entpuppt (sie soll einst, am Vordersteven des Schiffes "St. Peter der Grosse" der Spanischen Armada, den Bug geziert haben), die um ihren hölzernen Hals eine Schiffsglocke, wie ein Medallion, trägt.
Die Grabstellen selbst sind als solche in den Dünen kaum zu erkennen, wobei lediglich ein schlichtes Kreuz immer das Kopfende des Sarges markiert. Die Wege zwischen den Gräbern bestehen nur aus den Planken alter Schiffe. Und die Vegetation beschränkt sich auf wenige Arten, die zwischen dem Sand ein Patchwork-Muster bilden.

Die Sonne steht an diesem Morgen noch recht tief über Cornwall (?gSt?), aber sie ist schon aufgegangen. Es muss so in etwa 0900 sein.

Nolan tritt an den Doktor heran, an dessen linker Seite die ältere Dame geht, die sich auf Wests Arm stützt:
"Was ist das Lazarus-Projekt, Doktor?"

Doktor West scheint überrascht zu sein, antwortet aber äusserst gelassen:
"Der Nazarener hat Lazarus von den Toten auferweckt; Neues Testament, Johannes 11."

Nolan:
"Ich kenne das Johannesevangelium auch, Doktor. Ich meine Ihr Serum der Wiederauferstehung, dass..."

...als sich die ältere Dame einmischt:
"Du calme s'il vous plait. Traitez la memoire du defunt avec tous les egards, jeune homme."
Ihre Stimme ist kraftvoll und energisch, aber auch überaus melodisch.

Doktor West:
"Später, Herr Phillips. Später. Bitte!"

Einige Trauergäste schauen kopfschüttelnd zu Nolan herüber. Er entschuldigt sich bei Dr. West und der Dame, dreht sich um und geht.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Als James über den Friedhof geht, lässt er die unebene, wechselnde Umgebung aus Sand- und Bewuchsfächen auf sich wirken. Blau-grüne Pflanzen-Polster mit fleischigen, borstigen Blättern (Bio.: Stranddistel), schimmernde Gras-Matten (Bio.: Silbergras) und niederwüchsige, holzige Sträucher mit purpurnen Blüten (Bio.: Besenheide).
All das erinnert ihn unweigerlich an seine verletzten Beine. Nein, nicht an die verbrannten, schmerzenden, sondern an seine heilenden, juckenden Beine.
Als Doktor West gestern Abend die Verbände entfernte, wurde James schlecht. Nicht weil der Anblick so fürchterlich war. Ganz im Gegenteil, die Übergänge der fremden Hautstücke waren fein und sorgfältig vernäht worden.
Aber seine Schenkel sahen wie ein Flickenteppich aus. Die Hautpartien zeigten, sich deutlich von einander abzeichnende, unterschiedliche Färbungen. Und James glaubte, dass die fremden Hautpartien über seine Beine wandern und ihre Position verändern würden - vergleichbar den Quadraten eines Verschiebepuzzels der Kinder.

Auf einmal glaubt er für einen Augenblick, in dem jungen Trauergast vor ihm, den Athleten Jack Hatfield zu erkennen, verwirft den Gedanken daran aber sofort wieder, als er Nolan auf sich zukommen sieht, der ihm sogleich etwas ins Ohr flüstert.

James, unüberhörbar laut:
"Du hast WAS gemacht?"

Viele der Trauergäste schauen sich nun verärgert nach den beiden SCs um.

- - - Ich habe an dieser Stelle die, in meinen Augen völlig nutzlose, Fähigkeit "Accounting" im Abenteuer untergebracht, welche im Übrigen keiner meiner Mitspieler besitzt, und den SC dann auf Intelligence würfeln lassen, um eine Buchprüfung zu schaffen. - - -

Nolan:
"Pssst! Nicht so laut, sonst erregen wir nur weiteres Aufsehen. Ja, ich habe einen Blick in Wests Bücher werfen können und sie grob geprüft. Die Unterlagen liegen noch immer in meinem Zimmer."

James schaut sich panisch um:
"W-a-s? ... Warum? ... Und wie zur Hölle bist Du da heran gekommen? Wir hatten doch vereinbart, dass Du nicht zum Büro gehst."

Nolan:
"Keine Ahnung, James. Heute Morgen lag es unter meiner Matratze. Und ich kann mich nicht erinnern, nach dem gemeinsamen Gespräch mit West noch einmal in seinem Büro gewesen zu sein. Aber ich hatte auch schreckliche Alpträume; so eine Art höllisches Deja vu."

Nun berichtet Nolan, wie sich Dr. West bei seiner Arbeit am lebenden Objekt abgesichert hat.
Dass West es geschafft hat, das Dorf Hope Cove und die nähere Umgebung für sich einzunehmen.
Dass die Handwerker bei ihm gut bezahlte Arbeit für die Erhaltung seiner Klinikgebäude bekommen.
Dass die Fischer und Bauern ihre Nahrungsmittel an die Klinik liefern, welche er ihnen über Marktpreis abnimmt.
Aber am Wichtigsten, dass alle Bewohner in der Klinik eine kostenlose, medizinische Versorgung erhalten.

Nolan:
"Seinen Machenschaften ist so gut wie nicht beizukommen, denn er schreibt seine Einkünfte und Abrechnungen akribisch auf. Er zahlt pünktlich seine Steuern und er unterstützt die Gemeinde finanziell so sehr, dass diese es sich kaum leisten kann, ihn zu verlieren.
Wenn die Leute sterben, kümmert sich niemand darum, denn es ist ja schliesslich eine Klinik und in Kliniken wird bekanntlich ständig gestorben.
Ausserdem hat er einflussreiche, prominente Patienten. Dir sagt doch sicher der Name - Hatfield - etwas, oder?"

James:
"Jack Hatfield - der Schwimmer... Ich habe mich also doch nicht geirrt. 1912 in Stockholm; 2x Silber und 1x Bronze."

Der Wind weht mit einer leichten Brise vom Meer her über die Dünen und zerrt dabei unbarmherzig an den Gräsern, wirbelt aber keinerlei Sand auf (?gSt?).
Zum Teil verdreht der Wind dabei die Halme zu einer Art Tau, das sich sogleich wieder auffranst und einer Qualle gleich, konvulsivisch zuckend die Luft zu fächern beginnt (?gSt?).

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Archie sieht einen älteren Mann allein am Strand stehen, der gedankenversunken auf das weite Meer hinaus blickt und genüsslich sein Pfeifchen raucht. Und er geht langsam über die Dünen auf den Mann zu.
Als er neben ihm steht, stellt er fest, dass sie sich beide an der Bruchkante einer Steilküste befinden und er nun ca. 70 Meter hinunter auf die Brandung blickt (?gSt?). Nur mühsam kann er das Gleichgewicht halten und seine Fassung bewahren.

Älterer Mann, Rauchringe blasend:
"Hallo, junger Mann. Das ist hier wohl der sonderbarste Ort an der englischen Küste, den Sie je gesehen haben, nicht wahr?"

James tritt einen Stein die Klippe hinab, um sicher zu gehen, dass er nicht träumt. Er sieht dem Stein nach. Sieht ihn fallen und schliesslich in den Fluten verschwinden:
"Guten Morgen! Sie haben es also auch bemerkt? Ich dachte schon, ich sei der Einzige."

Älterer Mann, sich räuspernd:
"Aber natürlich habe ich es bemerkt, junger Mann. Und es ist doch auch offensichtlich, oder? ...
Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, aus welchen Gründen es hier überhaupt keine Möven gibt." (?gSt?)

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Scott steht an dem Loch im Boden, in das der Sarg gebettet werden soll. Die Grube ist nicht sonderlich tief - vielleicht 70 cm. An allen vier Ecken wurden Pflöcke in den Boden getrieben, hinter denen Bretter eingelassen wurden, um das Nachrutschen des Sandes zu verhindern.

Vier Sargträger bringen die sterblich Überreste des verunglückten Kutschers zum Grab und legen die Kiste in die sandige Grube. Nachdem sie wieder gegangen sind, beobachtet Scott, wie einige schwarz-glänzende Käfer und Spinnen, sowie eine grosse Anzahl von kleinen Ameisen unter dem Sarg herauskriechen. Gebannt starrt Scott auf das Gewimmel, als die Tiere die hölzerne Wandung der Grube erklimmen, aber wieder und wieder zurück fallen.
Und je länger er auf das Geschehen starrt, desto mehr wird ihm klar, dass die Tiere nicht aus dem Sarg heraus krabbeln, sondern diesem vielmehr zu entfliehen versuchen (?gSt?).

Scott beschleicht ein unangenehmes Gefühl, doch als er sich zurückziehen will, hat sich bereits die Trauergemeinde um das offene Grab von Herrn Stringer gescharrt. Dicht an dicht stehen sie alle, völlig pietätlos, auf den Gräbern der anderen Verstorbenen rings umher, ohne dass jemand daran Anstoss nehmen würde.
Nachdem die Glocke der Galionsfigur dreimal geläutet wurde, tritt der Priester von Hope Cove an das Grab heran.

Priester:
"Verehrte Trauergemeinde, wir haben uns hier versammelt, um dem Menschen Wesley Stringer, dem Ehemann, Vater und Freund, die letzte Ehre zu erweisen..."

Scott blickt neben sich und sieht Nolan zu seiner Linken, James und Archie zu seiner Rechten stehen.
Auf der anderen Seite des Grabes stehen Reihen auf Reihen von weiteren Trauernden. In der vordersten Reihe stehen vier Männer in schwarzen Anzügen, deren Gesicht nicht zu sehen ist, weil sie ihren Kopf geneigt halten.
Jeder der Männer hält seinen Hut in den übereinander geschlagenen Händen vor dem Körper.
Die gesamte Umgebung hat sich anscheinend hier versammelt.

Priester:
"...der auf so tragische Weise umgekommen ist." ...

Scott sieht den bösen Blick des Priesters auf sich fallen, als er von Nolan leicht mit dem Ellenbogen angestossen wird, der zur gegenüberliegenden Seite nickt.
Scott erschrickt, als er die Kind-Version von Schwester Evelyn erblickt, die sich zwischen den Männern nach vorne gedrängt hat, fängt sich aber genau so schnell auch wieder.
Als Elisa hochschaut, lächelt sie und winkt den beiden zu. Nolan winkt zurück und sieht, dass sein Gegenüber ihm ebenfalls zuwinkt. Nolan legt den Kopf leicht zur Seite und schüttelt ihn dann ungläubig. Er erschrickt, als sein Gegenüber es ihm spiegelbildartig gleich tut, ohne den Kopf gehoben zu haben (?gSt?).

Priester:
"Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Anfang - allen Leidens." ...

Eine Stimme tief aus Nolans Inneren schien den beendeten Satz des Priesters weitergeführt zu haben.
Nolan hebt seinen Kopf und schaut sich ängstlich um. Alle Trauernden scheinen wie erstarrt.
Vor Entsetzen, oder weil die Worte lediglich seiner Einbildung entsprangen?

Priester:
"Der Tod ist nur die Schwelle, von einer Welt zu nächsten - höllischen Dimension." ...

Nolan blickt sich um. Niemand hat DAS gehört. Oder doch? Auch hinter ihm ist das Ende der Beileid bekundenden Menschen nicht auszumachen. Aber niemand reagiert.

Priester:
"Wir haben uns versammelt, um seiner zu gedenken - und vom Leid zu kosten. ...
Wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn (Rö 14,8) - Doktor West."

Sie alle scheinen in tiefer Trauer versunken zu sein. Die Szenerie erscheint wie eine Momentaufnahme, niemand bewegt sich. Nur die vom Wind bewegte Kleidung bezeugt den realen Augenblick allein.

Priester:
"Er hat die Steine - die man ihm in den Weg legte - aus seinem Herzen geräumt - sich auf den Rücken geladen - und Last und Trübsal des Lebens abstreift - und damit die Strasse des Elends gepflastert."

Archie hört ein Klopfen aus der Grube, als würde jemand gegen den Deckel schlagen. Er schaut sich um, aber niemand ausser ihm scheint die Geräusche gehört zu haben. Nach und nach wird das Geräusch heftiger und der Rhythmus schneller. Eine Grabesstimme ruft etwas Unverständliches in gutturalem Ton.

Priester:
"Seit dem Entstehen der Klinik mussten nur wenige aus unserer Gemeinde die Bitternis des Todes schmecken. Sie können weiterleben, dank Doktor West - in vollem Bewusstsein seiner grausamen Taten."

James schaut auf das Grabkreuz und liest:
 - Wesley Stringer 11.10.1877 - 21.09.1920   //   WEsley STringer   //   WEST

Priester:
"Der Mensch lebt und vergeht. Die Stimme schweigt. Was immer bleibt ist die Erinnerung - die quält. ...
Hier in Hope Cove schlafen die Menschen friedlich ein, wenn sie sterben - und erwachen dann wieder. ...
Es gibt eine Zeit des Lebens, eine Zeit des Sterbens und die Zeit der Auferstehung - der lebenden Toten."

Die SCs sehen, wie einige Trauergäste der hinteren Reihen ihre Schirme aufzuspannen beginnen.
Aber es regnet doch gar nicht. Die Sonne scheint und kein Lüftchen regt sich.

Auch Scott, James und Archie entdecken, dass sich die Gestalten ihnen gegenüber, auf merkwürdige Weise spiegelbildartig zu ihren eigenen Bewegungen verhalten (?gSt?).

Priester:
"Dein Blick ist, so verwandelt, mir ein Spiegel, der mir den meinen auch verwandelt zeigt. Ich bin nicht, was ich bin. (Shakespeare, Otello)."

Archie hört abermals ein lautes Klopfen aus der Grube. Und wieder hört er auch die Grabesstimme etwas rufen.

Die Schirme der Trauernden klappen urplötzlich nach oben, als würden sie von einem starken Windstoss erfasst worden und die Gestalt der Schirmträger wandelt sich...

... die Sprache allein vermag dieses bizarre, sich wiegende, gallertartige, schwarz-glänzende, brobdingnagnische Larven- und Wurmgezücht nur unzureichend zu beschreiben. Ihr zuckendes, ringförmiges und sich trichterartig verjüngendes Maul an der Oberseite, übersät mit mehreren Reihen von klauen-artigen Zähnen und umgeben von einem üppig faltigen Hautsack, stülpt sich wieder und wieder heraus und hinein.

Scott streckt seinen rechten Arm aus und deutet auf die grotesken Erscheinungen. Und die ihm gegenüber stehende Gestalt, deutet mit ihrem linken Arm auf Scott zurück. Er versucht zu sprechen, aber die Worte, die seine Lippen formen bleiben stumm. Doch er hört sein Gegenüber etwas rufen:
"Hhhh... Hinter Ihnen!"

Priester:
"Der Herr ist mit mir, darum fürchte ich mich nicht (Ps 118,6). Sein Wort ist meines Fusses Leuchte (Ps 119,105). Doch eh ein Mensch vermag zu sagen: Schaut!, schlingt gierig ihn die Finsternis hinab (Shakespeare)."

Dann stülpen sich die Kreaturen wie überdimensionale, bezahnte, schaumig-geifernde Schläuche über die unglückseligen Spiegelbilder...

Priester:
"Der Herr hat dem Tod die Macht genommen, und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht (2.Tim 1,10). Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben (Joh 8,12). Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an (Off 14,13). Denn das Leben ist nur ein wandelndes Schattenbild (Shakespeare, Macbeth). Amen."


Ende Tag 10.1 in game.
Fortsetzung folgt...

Cheerio
Der Läuterer


Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -

#99 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 13.000 Beiträge

Geschrieben 15. Oktober 2013 - 18:07

Salü zusammen,
Fortsetzung des Spielberichtes von "Die Klinik des Herrn Dr. West"

Mittwoch, 22. September 1920 - Tag 10.2

Der Anblick der sabbernden und schmatzend kauenden Kreaturen ist furchterregend und lässt alle erschaudern.

Archie dreht sich blitzartig um, fängt an zu schreien und hält schützend die Arme über sich, stellt dann aber verwundert fest, dass keine Bedrohung sichtbar ist und hört erst auf zu schreien, als ihm ein Trauergast einige Ohrfeigen gibt.
Dann fällt er um, als er, ohne seine losgelassene Krücke, auf dem lockeren Boden den Halt verliert.
Nolan steht wie erstarrt und ist ebenso perplex und geschockt wie James.
Scotts Beine geben nach und er setzt sich unsanft auf den Hintern. Nach wenigen Augenblicken kriecht er so lange rückwärts, bis er sich irgendwie durch die Menschenmenge hindurch gewühlt hat.

Als urplötzlich auch noch Stringers Sargdeckel zersplittert, verliert James das Bewusstsein und stürzt in die sandige Grube hinein.

Übelkeit erregender Gestank erfüllt die Luft. Es riecht nach Tod und Verwesung. Ein durchdringendes, infernalisches Aroma von verdorbenem Fisch, altem, ranzigen Fett und Erbrochenem, süsslich und durchsäuert zugleich, verschlägt den Umstehenden den Atem.

Und ein absonderlich perfektes, crescendierendes Chaos entsteht.

Einige halten sich, mit vor Schreck geweiteten Augen, ihre Nase zu.
Andere schnappen nach Luft, wie ein Fisch auf dem Trockenen.
Manch ein Trauernder steht wie angewurzelt und erstarrt.
Diverse Trauernde schreien vor Schreck laut auf.
Andere schlagen ihre Hände vors Gesicht.
Einige stöhnen und starren nur noch.
Wieder andere üergeben sich.
Einige fallen in Ohnmacht.

Aber schliesslich wenden sich doch fast alle Trauergäste panisch zur Flucht und rennen, völlig kopflos, andere Trauernde um, die wiederum hinfallen und neuerlich einige andere über sich stürzen lassen.
Ein Gewimmel, in dem alle durcheinander laufen, sich anrempeln, stürzen, um sich wieder und wieder aufzurappeln.

Archie liegt am Boden und sieht die aufgeschreckten Trauergäste von sich wegrennen.
Gerade als er sich zu entschuldigen versucht, hört er ein schmatzend-klatschendes Geräusch hinter sich, als würden wieder und wieder triefend nasse, zusammengeknüllte Tücher auf einen harten Boden geworfen werden und ein morbider Geruch dringt an seine Nase.
Ohne sich umzublicken, kriecht er so schnell er kann davon. Dann richtet er sich an einem langen Holzkreuz auf, zieht dieses aus dem Boden, dreht es um und benutzt es, auf der weiteren Flucht, als Krücke, ohne über seine Schulter geblickt zu haben.

Scott ist gerade erst wieder zur Ruhe gekommen. Sein Herz hämmert in der Brust und er hechelt, als er die Trauergäste, wie eine durchgegangene Herde wilder Tiere, auf sich zukommen sieht. Instinktiv rollt er sich zusammen und schlingt schützend die Arme um seinen Kopf.

Nolan wird von dem grotesken Stringer-Ding-Kadaver, dass aus seinem Grab heraus schleimt, am Fussgelenk gepackt. Der Griff ist weich und schwammig, aber der Leichnam zieht sich dennoch kraftvoll an Nolan hoch, der wie erstarrt dasteht.
Voller Entsetzen sieht Nolan, wie aus den zupackenden Fingern ein zäher, gräulicher Brei, wie aus einem Schwamm, gepresst wird und sich die Adern auf der Hand des Toten dabei gelblich auf der olivgrünen, ölig-glänzenden Haut abzeichnen, bis schliesslich die Knochen weisslich durch die Haut brechen und die dotterigen Adern eitrig platzen.

Er hört das untote Kadaver-Wesen noch etwas, mit einer kehlig-schmatzenden Stimme, rufen:
"Ahhh-lf-ähhhhh..."

Dann fällt Nolan endlich in eine Gnaden bringende Ohnmacht...


Ende Tag 10.2 in game.
Fortsetzung folgt...

Cheerio
Der Läuterer


Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -




Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0