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Unsere Kampagne (von Chaugnar Faugn bis Mountains of Madness)


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33 Antworten in diesem Thema

#31 Tzazikimann

Tzazikimann

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Geschrieben 25. Oktober 2013 - 14:31

Exkurs: John Wicks: Curse of the Yellow Sign - Act I
 
Ein kleines Zwischenabenteuer, das mir schon lange unter den Nägeln brannte: Curse of the yellow sign, ein ziemlich verdrehtes, psychomäßiges One-Shot-Abenteuer, das man unbedingt mal gespielt haben sollte.

Die Prämisse
Ein Haufen Nazioffiziere (behold!) entdeckt im tiefsten afrikanischen Dschungel das "Gelbe Zeichen" und ruft so den schwarzen Mann herbei.

That´s it.

John Wick hat hier ein wahnsinnig spielergeleitetes Sandbox-Szenario geschrieben, in dem alles und nichts passieren kann. Ich werde nun im Einzelnen auf ein paar Punkte eingehen, bevor ich den Verlauf des Abends skizziere.

Die Nazi-Problematik
Nazis spielen. Hm. Und das auch noch als Deutscher. Man muss mit etwas Fingerspitzengefühl an die Sache herangehen und sich klarmachen, dass es sich nur um ein Spiel handelt, nicht mehr und nicht weniger. Das wird umso offensichtlicher, wenn man John Wicks Namen für die PCs liest, die sich eher finnisch und norwegisch anhören.
Es soll nichts verharmlost oder geklittert werden, aber aus der amerikanischen Sicht ging es wohl hauptsächlich darum, "böse" Charaktere zu haben (was man auch hinterfragen kann).
Insgesamt müssen alle Spieler einverstanden sein und verantwortungsvoll damit umgehen. In Zeiten von "Iron Sky" sollte das möglich sein.

Abenteuer vs. Szenario
Für John ist das vorliegende Szenario ausdrücklich kein Abenteuer. Er sagt selbst, dass man für Cthulhu keine Würfel braucht, nur eine Münze: Auf der einen steht "verrückt", auf der anderen "tot". Das ist ohnehin mein Stil und ich musste mich kaum anpassen.

Weiter existierte "Der Schwarze Mann", der einzelnen Spielern immer wieder etwas einflüsterte, ihnen half oder sie dem Untergang weihte.

Die Vorbereitung
Zunächst habe ich allen Charakteren deutsche Namen gegeben und die Texte übersetzt, da nicht alle Spieler superfit im Englischen sind. Dann hatte jeder Spieler ein eigenes Briefing, in dem ich ihm die Ausgangslage erklärt habe:
Ihr sitzt in einem afrikanischen Camp nahe einer Mine fest, die von euch bewacht wird. Es regnet. Immer! Es sind 4 Offiziere und 1 Hauptmann, der die Soldaten befehligt. Nahe gelegen befindet sich ein Dorf. Euer Lager besteht aus ein paar Zelten und einem Käfig für aufmüpfige Dörfler.

Ich habe den Keller völlig dunkel gehalten, das einzige Licht waren kleine Taschenlampen, die die Spieler nur hatte, wenn ihre Charaktere sie auch hatte. Weiter lief der Soundtrack, den John zusammengestellt hat (viel Regen) in hoher Lautstärke. Und jeder Spieler hatte eine geladene Faschingspistole (mit Knalleffekt).
Weiter habe ich eine Warhammerplatte aufgestellt, hinter der ....konspiriert werden konnte.

Und los ging es.

Der Verlauf des Aben...Szenarios
Alle schliefen, wir saßen in der Dunkelheit, bis ich den Hauptmann (Patrick) weckte.
"Herr Hauptmann, die Einheimischen haben etwas gefunden!"
Patrick ließ es sich nicht nehmen, zunächst alleine zur Mine zu gehen und sich die Sache anzusehen. Er traute den anderen nicht. Es stellte sich heraus, dass ein goldener Kreis gefunden wurde, der sicher einiges wert wahr.
Es dauert jedoch kaum mehr als eine Stunde, bis ein andere Spieler ebenso auf die Mine aufmerksam wurde und die ersten Unruhen entstanden. Die Mine wurde genauestens inspiziert und es wurden Knochenteile gefunden, die definitiv nicht menschlich waren.
Der Hauptmann war zu dieser Zeit mehrmals im Visier der Offiziere, konnte sich aber immer herausreden.

Hier wurde es gruselig und larpig.

Heiko (Erster Offizier) stellte den Hauptmann mal wieder wegen irgendetwas zur Rede. Ich spielte einen NPC-Soldaten, der die Lügen des Hauptmanns deckte, als Heiko mich einfach abknallte. Ich lag schockiert am Boden, doch der Hauptmann war ab dann eher ruhig.

Der nächste Eklat geschah, als einige Gefangene im Käfig randalierten. Der Hauptmann wollte sie freilassen, doch die Offiziere rangen ihn nieder und sperrten ihn ihrerseits ein. Der Schwarze Mann befreite ihn heimlich und ich sorgte dafür, dass Patrick sich im Keller verstecken konnte, um einen Offizier zu überfallen.

Christoph war eigentlich ein britischer Spion und gerade dabei, das Funkgerät zu nutzen, als Patrick ihn von hinten (tatsächlich) in die Mangel nahm und ihn entwaffnete. Er wollte ihn eigentlich als Verbündeten gewinnen, doch Christoph hatte eine weitere Waffe im Schuh (!!!) und erschoss den Hauptmann.

Ich war ebenso baff wie Patrick, als dieser sich völlig perplex zu Boden fallen ließ.

Ab da brannte die Luft.

Jeder war trigger-happy, wie man so schön sagt und alle wollten in die Mine, um ihren Teil vom Gold zu bekommen.

Als die Spieler dann gegeneinander spielten, wurde es sehr schwer für mich, die Informationen geheim zu halten.

Schlussendlich starben sie alle, bis auf den britischen Spion, der von den eigenen Scharfschützen erschossen wurde.

Es dauerte 4 intensive Stunden, bis wir wieder das Licht anschalteten und tief durchatmeten.

Selten habe ich so eine stressige, im positiven Sinne, Runde leiten dürfen. Es gab legendäre Szenen, überraschende Tode und völlige Panik zuweilen, aber am Ende war es wirklich der Hammer.


Leider kann ich auf Grund er Nichtlinearität des Abends nicht den ganzen Verlauf wiedergeben, aber ich hoffe, dass euch ein Eindruck erstmal genügt.


Bewertung: 10/10


#32 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 25. Oktober 2013 - 17:14

Krass! Sehr stark hört sich das an! :D


  • Still_Thrashed gefällt das

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#33 Tzazikimann

Tzazikimann

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Geschrieben 18. Januar 2014 - 16:58

Beginn: In Nyarlathoteps Schatten

 

Alles auf Anfang
Ich überspringe jetzt einiges, da ich keine Zeit hatte, die anderen Abenteuer hier reinzustellen, Nyarlathotep aber einfach zu geil ist, um es nicht zu dokumentieren.

Die Spielgruppe:
Heiko:
Dirburn Mellwich, ein Alkoholschmuggler, der gerne mal die Knarre zieht.
Andreas:Bahati Osei, eine Kopfgeldjägerin aus Afrika.
Marcel:
Gunnerius Isachsen, Offizier und Polarforscher.
Christoph:
Duke William Scott, Gentleman und Adliger.
Kevin:
Alexander Ends, Okkult Experte und Satanist.

Die Kampagne
INS - In Nyarlathoteps Schatten, bzw. Masks of Nyarlathotep im Original, ist episch as fuck. Selten gab es so eine weltumspannende Kampagne bei Cthulhu und selten war eine Kampagne so unglaublich tödlich.
Wundert euch nicht, wie schnell hier die Charaktere das Zeitliche segnen.

Das geschah bisher:
Da ich erst jetzt anfange zu schreiben, muss ich die ersten 3 Spielsitzungen zusammenfassen:

15.01.1925 - New York
Jackson Elias, ein guter Freund der Gruppe, wird tot aufgefunden. Anscheinend hat irgendein Kult etwas damit zu tun. Die Spieler werden von Handoutbergen erschlagen (ca. 12) und recherchieren zunächst einen Abend lang.
Dann beschließen sie noch, Mythostexte aus Carlyles Safe zu stehlen und der Abend endet.

18.1.1925 - New York
Die Spieler beschatten Emerson Importe und entdecken das JuJu-House. Bei einer Kultistenversammlung wird Kevins Charakter zuerst wahnsinnig, dann Kannibale und dann erschossen.

19.1.1925-23.1.1925
Reise nach London. Heikos Charakter wird wahnsinnig, als er durch die Maske des Hyama Azatoth sieht.
Im Haus von Miles Shipley werden die Charaktere in eine andere Welt gesaugt.



#34 Tzazikimann

Tzazikimann

    Advanced Member

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Geschrieben 18. Januar 2014 - 16:58

Im Land der Schlangenmenschen
 
"Charaktere:
Kevin:
(Lord British)
Heiko
(John Doe)
Andreas
Bahati Osei, Kopfgeldjägerin
Marcel
Timothy Meyer, Gehilfe eines Archäologieprofessors
Christoph:
Prof. Bernhard Shaw, Archäologieprofessor

Das Abenteuer
Die Kampagne sieht eigentlich nicht vor, dass so viele Charaktere in die Welt der Schlangenmenschen verbannt werden, aber was soll man machen?
Zwei der Spieler waren schon verschwunden, als ich den dritte fragte:
"Willst du wirklich nochmal auf das Bild sehen?"
"Komm, einmal is keinmal"
*püff*

Tja, da waren sie nun, in der Zeit der Dinosaurier, auf der Suche nach einem Weg nach Hause. Nachdem sie sich in eine Höhle gerettet hatten, in der der Professor und sein Gehilfe hausten, machten sie sich daran, einen Tempel zu erkunden, von dem sie hofften, dass er sie nach Hause führen würde.
Im unterirdischen Labyrinth sind sie dann fast verendet.
"Nach Osten ist rechts!"
"Aber wir kamen doch von da und wenn man da und hier..."
"Ich geh da lang!"
"Ich nicht!"

yadayadayada

Schlussendlich haben es 3 der fünf Charaktere zurückgeschafft, da einer in eine Opfergrube gefallen ist und der andere jetzt im Jahr 1420 wohnt ;D





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