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Projekt Pi


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7 Antworten in diesem Thema

#1 Rabe

Rabe

    cthuloider Singvogel

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Geschrieben 26. Dezember 2013 - 04:55

Hallo zusammen (und frohe Weihnachten!),

gerade eben habe ich das "Projekt Pi" aus der Abenteuersammlung "Abwärts" (gibt es als PDF) gespielt.Viel Spaß machte es auch, das neue Whiteboard (Weihnachtgeschenk) zu benutzen. Ich muss sagen, dass ich schon beim Lesen dachte, dass dieses Abenteuer sehr gut wird, aber lest selbst:

 

Gespielt haben wir zu viert (1 SL und 3 Spieler), wobei wir die vorgefertigten Charaktere benutzten:

 

Cpt. "Mojo" Whitaker (Teamführer mit schlechten Führungsqualitäten)

Lt. "Chopper" Hancock (SEAL im Blutrausch)

Lt. "Sharpeye" Pereira (Sexsüchtiger Indianernachfahre)

 

Die Truppe hatte ein wenig Zeit um sich Gedanken über ihre Truppe zu machen, schließlich sollten sich die SEALs ziemlich gut kennen. Sie haben sich auch einen Namen für ihr Team ausgedacht - "SHARKS".

 

Am 21.5.2014 werden sie also zu ihrem Vizeadmiral Matthew Bucci gerufen, welcher ihnen den Auftrag gibt, auf der Roger Revell nach dem Rechten zu sehen.

Der Grundriss des Schiffes wurde ans Whiteboard gepinnt und man begann den Einsatz zu besprechen. Nach langem hin und her entschied man sich dafür, mit den Jetskis bis zum Schiff zu fahren und über das Heck an Deck zu gelangen.

Gesagt getan, wobei bereits der Funkabriss mit der Zentrale etwas Sorgen bereitete, aber nichts Unerwartetes. Beunruhigender war da schon das vollkommen unbeleuchtete Schiff, welches auch keinerlei Besatzung aufwies.

Als erstes betrat man die Laborräume, wo man sich schon einige Gedanken wegen der vielen offenen Schläusen und vorallem wegen des Kampfes und des grünen Schleims machte. Zur Kühlkammer wollte man später (mit Strom) zurückkehren.

Auf der Brücke entdeckte man (ohne Strom) ebenfalls nichts sonderlich interessantes, allerdings konnte man von da aus eine dunkle Gestalt am Bug des Schiffes erkennen (einen der Russen), welche sich schnell hinter einer Kiste versteckte. Man versuchte unbemertk dorthin zu gelangen, jedoch versaute Sharpeye seinen "Verbergenwurf" und man traf auf völlige Leere, lediglich eine kleine Fütze befand sich dort (ich wollte den Verdacht auf Tiefen Wesen lenken, auch wenn der Mann lediglich aus dem Wasser kam - Taucher oder so ;) ).

Etwas angespannt, dass man doch nicht so alleine ist, wie man dachte, ging man also wieder in das Schiff und untersuchte die Kabinen. Hier fand man noch mehr Schleim, das Tagebuch der Norweger und das Arbeitszimmer von Dr. Spenser, wobei auffiel, dass die Betten wohl sehr hastig verlassen wurden. Entsetzen kam beim durchsuchen der Akten von Spenser - Klonen, Genmanipulation? Das hört sich doch ziemlich krank und unmenschlich an - PERFEKT für mich!

Direkt darauf fand man dann den Raum mit den Käffigen und um den Schrecken etwas zu stärken lies ich doch mal glatt die Schilder mit "Gorilla" weg und lies die Frage, was denn in den Käfigen war und was die Resusaffen getötet hat weg - sogleich tippte man auf eingesperrte Menschen, an denen Versuche durchgeführt wurden.

Chopper hörte indem ein Geräusch aus dem Maschinenraum, wo man wegen des Stroms sowieso hin wollte. Dort abgekommen trat eine spannende Atmosphäre ein, ich hatte die Spieler schon am Anfang gebeten zu versuchen so zu sprechen, wie sie es wohl auch ingame machen würden... man flüsterte und gab sich Handzeichen.

Den Generator wollte man zunächst nicht anschalten, um leise zu sein (irgendwer muss schließlich hier unten sein). Indem schlug ich mit der Faust auf den Tisch umd zu verdeutlichen, dass wieder ein Geräusch (ein heruntergeworfener Werkzeugkasten) aus 10 Metern entfernung kam.

Nachdem alle heftig zusammengefahren waren, rannte Chopper dorthin und konnte noch so eben eine schwarze Gestalt mit rötlichen Augen entwischen sehen (einer der Gorilla).

Allerdings war dieser auch sogleich verschwunden und man machte sich auf zum Generator um in anzuwerfen - nichts. Diese enttäuschende Stille, war super für Streich nummer zwei.

Ein brüllender Gorilla stürzte sich auf die Truppe (oder ich kam den Spielern mit hochgerissenen Armen und geschrei entgegen - unbezahlbare Blicke und  der Spieler von Chopper schrie am Tisch :D ).

Nach den Flüchen, die mir galten, wurde der Kampf ausgetragen und zwei Gorillas lagen tot am Boden. Der Generator konnte mit dem Notstrom angeschaltet werden und man begab sich zur Kühlkammer, wo man die Leichen und auch die Tattoos fand.

Von der Brücke aus wollte man dann zu Spenser um dessen Mails zu checken - allerdings tauchten überraschend die Russen unter Ochmorov auf. Die Charaktere waren sehr skeptisch, nahmen aber ihre Waffen runter und tauschten Informationen aus.

Man einigte sich zusammen den Computer zu durchsuchen. Beim Passwort lies ich sie lange rätseln - die Antwort "Phönix" befand sich mit Pfeilen versehen auf dem Whiteboard, aber niemand wollte das so richtig erkennen... um etwas Spannung aufzubauen lies ich ihnen nur drei Versuche.

1. Wie bei der Kühlkammer die Zahl Pi - falsch

2. Krusk - falsch

3. Bucci oder Ochmorov oder Vogel?

"Das ist doch ein Phönix."

"Warum sollte das einer sein?"

"Da ist doch Feuer."

"Ja und? Kann auch nen Adler sein."

"Warum sollte der denn "Bucci" oder "Ochmorov" nehmen? Ist doch totaler Quatsch!"

 

Sie wollten auch keine Tipps haben, aber ich gab ihnen den Hinweis (schwere Idee), dass Eigennamen, vorallem solche die nichts mit Spenser zutun haben, vollkommener Quatsch sind.

Man entschied sich also endlich für Phönix.

Und plötzlich kam Panik auf - "Moment man! Die Russen wollten bestimmt nur an den Computer und knallen uns jetzt ab..." Ich grinste nur.

Man las also die Emails, war geschockt, dass Bucci sie auf eine Selbstmordmission geschickt hatte und drehte sich dann um. Ich lies die Russen wieder ihre Waffen heben und alle dachten es wäre nun vorbei, allerdings ging es lediglich um die Frage von Ochmorov "Wollt ihr uns helfen? Oder mit dem Schiff untergehen?".

Man entschied sich ihm zu helfen.

Ochmorov brachte alle zum U-Boot, welches im Bug lag, aber Sharpeye ging noch "auf Toilette", wo er für alle einen Mundschutz bearbeitete, 3 für sein Team und für alle Russen welche, die in Chlorophorm getränkt sind.

Die Russen merkten nichts und durch den glücklichen Zufall - kippten alle um.

Man packte sie gefesselt ins Boot und fuhr in Cthulhus Haus, wo man Powers 1A umlegte... seine letzten Worte klärten die größten Fragen und eine kurze Stille trat ein, als der Plan erkannt wurde - Cthulhu klonen?!?!?!?!

Nach einem wunderbaren Kampf mit einigen Tiefen Wesen und dem mutierten Kultisten, gab es eine epische Szene, wie man das Tor in Cthulhus "Schlafzimmer" erreichte.

Spenser wurde von Chopper (noch im Blutrausch) zu Boden gerissen und mit dem Messer gefoltert. Allerdings schoss Sharpeye Chopper in die Schulter und riss ihn vom Schurken. Man unterhielt sich mit Spenser, welcher sie natürlich nicht von seinem Plan überzeugen konnte, nahm sich aber sein Gegengift (erkannte, dass man dieses besser erst einnimmt, wenn man "draußen" ist) und tötete Spenser nach langer Überlegung - Cthulhu wurde also zum Glück nicht erweckt.

Am U-Boot fand man die Leichen der Russen, welche im Schlaf von Tiefen Wesen gemeuchelt wurden (sie waren nicht infiziert).

Nun ein Interessanter Teil:

Man überlegte lange, wie es nun weitergeht. Zunächst war es problematisch ein russisches U-Boot zu nehmen und man wusste, dass man Bucci nicht trauen kann. Auch ich musste mir etwas überlegen.

Sie fuhren also zu einem der Flottenschiffe, kündigten sich aber über Funk als die "vermissten" SEALs an. Auf der anderen Seite trat Stille ein - zwei Torpedos wurden abgefeuert, welche Chopper jedoch mit eigenen abfangen konnte. Man floh also vor der eigenen Flotte und schwor sich es Bucci und Phönix heimzuzahlen - die Geheimorganisation "SHARK" wurde ins Leben gerufen.

 

-"Der natürliche Feind des Phönix ist der Hai!"-

 

Nun werde ich mir sicher mal überlegen, wie es weitergeht mit den dreien. Sicherlich werden sie ihr Team vergrößern und natürlich wird Phönix sich sowas nicht gefallen lassen. Ich bin gespannt.

 

Aufjedenfall hat uns das Abenteuer sehr viel Spaß gemacht und ich kann es wirklich nur empfehlen. Man braucht auch keine Angst haben, dass es große Balleraction gibt, nur weil die Charaktere NavySEALs sind.

 

TOP!


Doch dies ebenholzne Wesen ließ mein Bangen rasch genesen,
ließ mich lächelnd ob der Miene, die es macht' so ernst und hehr;
"Ward Dir auch kein Kamm zur Gabe", sprach ich, "so doch stolz Gehabe,
grauslich grimmer alter Rabe, Wanderer aus nächtger Sphär' -
sag, welch hohen Namen gab man Dir in Plutos nächtger Sphär'?"
Sprach der Rabe, "Nimmermehr."


#2 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 26. Dezember 2013 - 09:41

Cool!

Danke für den Bericht :-)


Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)


#3 thorgrimmcice

thorgrimmcice

    Der Fischer von Außerhalb

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Geschrieben 26. Dezember 2013 - 13:47

Hm ich werd mir das Abenteuer wohl auch nochmal durchlesen müssen. Auf den ersten Blick fand ich es zu heftig- mit Cthulhu und so.

Danke schonmal für den Bericht:)

 

PS: Ich glaube, dass die Dienstgrade deiner Spieler alle ein wenig hoch angesiedelt sind ;)


Bearbeitet von thorgrimmcice, 26. Dezember 2013 - 13:47 .


#4 Rabe

Rabe

    cthuloider Singvogel

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Geschrieben 26. Dezember 2013 - 15:35

Die Dienstgrade sind so vorgegeben gewesen.
Übertrieben fand ich das mit Cthulhu nicht, ich fand es sogar sehr gut. Nach so langer Zeit, wo man schon Cthulhu spielt und immer irgendwelchen Monstern und sogar Göttern oder großen Alten begegnet ist, wurde es endlich mal Zeit dem Dicken persönlich gegenüberzustehen, auch wenn man natürlich nur vor der Tür steh, was ebenfalls sehr gut ist. Man steht quasi wenige Meter von dem Wesen entfernt, dessen Namen man schon so oft ausgesprochen hat, man könnte ihn so leicht sehen und doch weiß jeder, dass es dann vorbei ist.
Das war für alle ein super Erlebnis.
Allerdings muss ich sagen das es weniger super gewesen wäre, hätte Spenser oder sogar die Charaktere die Tür geöffnet, weil das die reine Vorstellung, die meistens viel Schlimmer ist, vollkommen zerstört hätte.

Also ich würde das Abenteuer nur empfehlen, wenn man schon länger nichts mehr mit Tiefen Wesen zutun hatte und wenn die Spieler schon etwas mehr Erfahrung haben ;)

Doch dies ebenholzne Wesen ließ mein Bangen rasch genesen,
ließ mich lächelnd ob der Miene, die es macht' so ernst und hehr;
"Ward Dir auch kein Kamm zur Gabe", sprach ich, "so doch stolz Gehabe,
grauslich grimmer alter Rabe, Wanderer aus nächtger Sphär' -
sag, welch hohen Namen gab man Dir in Plutos nächtger Sphär'?"
Sprach der Rabe, "Nimmermehr."


#5 thorgrimmcice

thorgrimmcice

    Der Fischer von Außerhalb

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Geschrieben 26. Dezember 2013 - 19:31

Ja Erfahrung ist vorhanden ;) Mir klingen grad meine Spieler im Ohr "määh bei Cthulhu muss es immer gleich ein Großer Alter sein..."

 

Bei den Dienstgraden hatte ich nur gestutzt, ein Oberst und zwei Majore sind finde ich schon sehr hochrangig für so eine Kommandoeinheit- da erwarte ich eher Unteroffiziersgrade.



#6 Der Tod

Der Tod

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Geschrieben 26. Dezember 2013 - 20:31

Bei den Dienstgraden hatte ich nur gestutzt, ein Oberst und zwei Majore sind finde ich schon sehr hochrangig für so eine Kommandoeinheit- da erwarte ich eher Unteroffiziersgrade.

Ich bin da jetzt kein Fachmann, aber sind bei Kommandotruppen nicht eigentlich immer nur Offiziere? Zumindest in meiner SAS-Runde hatten wir uns darauf geeinigt. ;)

 

EDIT: Hmm, also hier heißt es:

 

The majority of Navy SEALs (about 2,000) are Navy Enlisted personnel (E-4 to E-9). They are led by roughly 500 SEAL Officers (O-1 to O-10). There is also a small number of SEAL Warrant Officers (circa 30) who rank as officers above the senior-most Enlisted but lower than an Officer (O-1). While Navy SEALs are usually generalists, Warrant Officers are highly-skilled, single-track specialty officers who are technical experts their entire careers. SEAL Warrant Officers provide valuable skills, guidance, and expertise to commanders and organizations in their particular field. The SEAL force is currently experiencing unprecedented growth in size and Flag positions due to its critical role in the Global War on Terrorism.

The Commander of all Navy SEAL forces (Commander, Naval Special Warfare Command) is a two-star Admiral (O-8). The highest-ranking SEAL in the U.S. Navy is a four-star Admiral (O-10) Eric T. Olson who recently assumed duties as Commander of U.S. Special Operations Command (USSOCOM). Admiral Olson is the first SEAL to achieve four-star rank as well as the first SEAL to command USSOCOM.


Bearbeitet von Der Tod, 26. Dezember 2013 - 20:43 .

Cthulhus Ruf - Das Magazin

all things move towards their end


#7 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 27. Dezember 2013 - 09:34

Vielleicht sind das ja die Auswirkungen des Projekt Pi ...


Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)


#8 thorgrimmcice

thorgrimmcice

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Geschrieben 27. Dezember 2013 - 11:32

Na die Masse in militärischen Einheiten stellen garantiert nicht die Offiziere. Beim KSK sind es Feldwebeldienstgrade.

Desweiteren habe ich mal ein wenig bei den Navy Dienstgraden nachgeschaut (Interesse geweckt). E-4 bis E-9 entspricht ja Feldwebeln (Sergeants oder Maate bei der Marine). O-1 bis O-10 wären die drei Kameraden aus dem Abenteuer natürlich drin, aber da beim "Mojo" ja Teamführer steht... Oh hab den Aufbau gefunden


 http://en.wikipedia....tes_Navy_SEALs


"Each SEAL Team is commanded by a Navy Commander (O-5), and has a number of operational SEAL platoons and a headquarters element.

A SEAL Team has a Staff Headquarters element and three 40-man Troops. Each Troop consist of a Headquarters element consisting of a Troop Commander, typically a Lieutenant Commander (O-4), a Troop Senior Enlisted (E-8), a Targeting/Operations Officer (O-2/3) and a Targeting/Operations Leading/Chief Petty Officer (E-6/7). Under the HQ element are two SEAL platoons of 16–20 men (two officers, 14–16 enlisted SEALs, and sometimes assigned non-NSW support personnel); a company-sized Combat Service Support (CSS) and/or Combat Support (CS) consisting of staff N-codes (the Army and Marine Corps use S-codes); N1 Administrative support, N2 Intelligence, N3 Operations, N4 Logistics, N5 Plans and Targeting, N6 Communications, N7 Training, and N8 Air/Medical."


Bearbeitet von thorgrimmcice, 27. Dezember 2013 - 11:33 .





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