Zum Inhalt wechseln


Foto

Cathulhu Erfahrungsbericht


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
2 Antworten in diesem Thema

#1 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 8.342 Beiträge

Geschrieben 12. April 2014 - 15:54

Lange angekündigt, nun gespielt: Cathulhu! Ich splitte meinen Erfahrungsbericht nun in drei Teile, um einen besseren Überblick gewähren zu können. Details zum Abenteuer selber sind wohl für Leser eher uninteressant, da es sich um eine Eigenkreation handelt, deren größerer Kampagnen-Kontext zu ausufernd zu erklären wäre. Grundsätzlich wurde in den 20ern in Arkham gespielt und zwar zum Zeitpunkt der Apokalypse für den besonderen Charme.

 

1. Warum Cathulhu spielen?

Ich bin auf Cathulhu gekommen, um die Perspektive der Ereignissen buchstäblich auf eine andere Höhe zu setzen. Während sonst die Menschen die unfreiwilligen Helden im hoffnungslosen Kampf um die eigene Existenz stehen, schwingt bei Katzen sofort ein Gefühl der Groteskheit, des Pulps und des Humors mit. Da beim Erwachen der Großen Alten (in meinem Fall eingeläutet durch Groth) die Menschheit sich in Wahnsinn ergeht, bleibt den Katzen selber keine andere Wahl als einzuspringen.

Das Ganze ist als Zwischenspiel gedacht, eine kürzere Minikampagne, die der Natur des Subsettings entsprechend auch nicht allzu ernsthaft angelegt ist. Weniger Horror, mehr pelzige Aktion.

Ich denke, dafür eignet sich das System recht gut, auch wenn man mit den englischen Regeln besser bedient ist als mit den Deutschen. Letztere wirken auf mich eher als das, was sie auch sind: eine nette, gerüstartig angelegte Dreingabe zum Traumlande-Band. Da kommen wesentlich kreativere Elemente in der englischen Regeln vor, die ich damit ausdrücklich ans Herz legen möchte. Hiermit habe ich mich nicht befasst, da ich nur einen kurzen Exkurs in das Subsetting machen wollte, doch findet sich dort wahrscheinlich auch noch viel Sinnvolles zum Thema Cathulhu.

 

2. Wie spielt sich eine Katze?

Eine Katze spielen, fällt oft schwer. Da kann man keine Abstriche machen. Es wird viel gelacht, gewitzelt - aber das muss auch sein. Und das ist auch die Stärke, denke ich. Es ist witzig, den Fokus mal zu verengen, die kleinen Dinge im RPG zu entdecken. Wie macht ohne Daumen einen Schrank auf? Wie bringt man einen einzelnen Menschen zur Strecke? Wie überlebt man mit durchschnittlich 4 Trefferpunkten? und und und

Es ist essentiell, das eigene Vokabular zu überdenken. Nicht dass man einfach Menschen in Katzengestalt spielt. Katzen haben ihre Eigenarten und die sollten im Spiel bedacht werden, was in meiner Gruppe ziemlich gut funktioniert hat. Die Erotik, die sich aus manchen dieser Aktionen unbeabsichtigt ergibt ("Ich gebe ihm jetzt ein Köpfchen."), ist Teil des Spaßes und bleibt wohl immer in Erinnerung. :lol:

 

3. Was spielt man als Katze?

Das ist gleichsam schwierig - und irgendwie doch recht einfach. Ein lockeres Konzept scheint zu reichen, um einen ganzen Abend zu füllen. Selbst die einfachsten Dinge sind für Katzen eine Herausforderung, aus den unscheinbarsten Feinden des Alltags wird eine schier unüberwindbare Hürde. Es wird viel taktiert, gerätselt und die Stärken des Einzelnen geraten weiter in den Vordergrund, als es bei Cthulhu möglich war.

Ich kam ganz ohne Mythosgegner aus. Ohnehin gehe ich recht sparsam mit denen um. Doch ich glaube, bei Cathulhu reicht umso mehr die kleine Prise Mythos als in Cthulhu. Schon das Erlebnis, als Katze zu spielen, ist fremdartig genug.

Witzig ist natürlich, wenn man parallel zu menschlichen SCs ein Abenteuer mit den Katzen-SCs spielt. Da kann es immer viele nette Überschneidungen geben und man hat nicht das Poblem, dass man nicht weiß, wie man eine Cathulhu-Kampagne genau aufzieht. Dann macht man eben halbe halbe. Oder man verknüpft es tatsächlich mit den Traumlanden.

Ansonsten bietet es sich an, One-Shots zu spielen. Die gehen schnell, sind in der Regel tödlicher und können bereits mit ihrer eher kurzen Dauer einen hübschen Einblick in das Setting gewähren. Ich glaube, eine Sättigung stellt sich beim Spielen einer Katze recht schnell ein, womit sich das Format umso mehr anbietet.

 

Fazit:

Alles in allem recht unterhaltsam, wenn auch nicht bierernst. Wer gerne viel lacht, dem garantiere ich mit der richtigen Gruppe ein Fest an skurrilen Sprüchen. Wir werden jedenfalls noch ein Abenteuer spielen und dann bin ich erstmal durch mit dem System. :) Pulp und nur Albernheiten sind nicht ganz meins. ^^

 

Mit freundlichen Grüßen

Blackdiablo


  • FrankyD gefällt das

"Nicht einmal der Tod kann dich vor mir retten."

 

- Diablo II

 

-----

 

"Hey, das klingt wahnsinnig interessant! Warum schreibst du nicht einen Artikel im ..."

 

CthulhuWiki

 

-----

 

- Wir bitten auch herzlich um Feedback! :) -

 


#2 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 8.342 Beiträge

Geschrieben 12. April 2014 - 16:08

Achso ja, bevor sich mein Spieler beklagt, hier noch sein Charakterbild ( :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:) im Anhang. Was offenbar nicht klappt. :P

 

Naja Pech gehabt.


Bearbeitet von Blackdiablo, 12. April 2014 - 16:08 .

"Nicht einmal der Tod kann dich vor mir retten."

 

- Diablo II

 

-----

 

"Hey, das klingt wahnsinnig interessant! Warum schreibst du nicht einen Artikel im ..."

 

CthulhuWiki

 

-----

 

- Wir bitten auch herzlich um Feedback! :) -

 


#3 Nyre

Nyre

    Cthulhus Glücksbringer

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 12.277 Beiträge

Geschrieben 12. April 2014 - 20:37

mmmh, hört sich interessant für ein kurzes Trip, aber eher auch nicht unbedingt mein Ding.

 

Danke für den Beitrag ;)


"...and the stars will be your eyes, and the wind will be my hands"





Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0