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Das Geheimnis des Wienerwaldhof [Schwarzwaldhof]

Schwarzwaldhof Hans Wieland Wienerwald Spielbericht

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23 Antworten in diesem Thema

#1 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 01:55

Das Geheimnis des Wienerwaldhof

 

Donnerstag Abend wars wie sich 9 junge Menschen in einer Wohnung in Wien Simmering zusammenfanden um nach einem vorzüglichen Chili Cthulhu zu spielen. Unter ihnen meine Wenigkeit. Ein sichtlich nervöser Spielleiter der drauf und dran war sein bestes zu geben.

 

Als Abenteuer habe ich das Geheimnis des Schwarzwaldhofs ausgewählt und es nahe Wien im Wienerwald angesetzt. Wir schreiben das Jahr 1928, es ist August...der 20. wie alles beginnt.

 

Von guten Essen gestärkt begannen wir mit der Charaktererstellung. Hier sei jedoch erwähnt dass die 3 Pärchen unter den Spielern sich je einen SC teilten. Ebenso war eine Person überraschend dabei und schaute nur zu. All dies tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch.

 

Wir begannen gestärkt und heiter mit der Erstellung der Charaktere welche wir gemeinsam vornahmen. Die Berufe definierten wir über den Bildungsstand. Erste Ideen entstanden wie man die Werte und die Bildung wusste. Hier lieferte ich mir leider den ersten groben Schnitzer und vergaß ganz und gar das Alter zu klären (samt möglicher Erhöhung und zusätzlicher Bildung samt Punkte – dies wird aber in beim nächsten Abend wieder gut gemacht).

 

Am Ende fanden sich folgende Herrschaften am Bahnhof ein

 

Gudrun Berg, Jüdin und Goldschmiedin aus Sacrmento welche eigentlich aus Wien stammt und in die USA geheiratet hat. Hans Wieland ist ihr Cousin (er reingeheiratet)

 

Josef Tischler, ein Rechtsanwaltgehilfe mit Vordiplom aus dem burgenländischen Illmitz der dem Wein allgemein sehr zuspricht. In Illmitz hilft er bei Erbschafts und Grundstücksfällen. Über Umwege war die Kanzlei in der er arbeitet auch unterstützend tätig im Hauskauf Wielands im Wienerwald. So lernte er ihn kennen. Lustig hierbei: Gesetzkenntniss beherrscht er nur mit Grundchance. Viel lieber geht er auf die Jagd mit örtlichen Großbauern. Jedoch weiß er zu überreden sowie zu überzeugen. Aja der Spieler wollte seinem SC noch eine Phobie vor Wasser anheften.

 

Emma Schneider, Kellnerin ohne jegliche Bildung aus Wien. Sie kennte Gudruns Berg Familie, jedoch ist man per sie und es besteht eine fast schon „Herrschaft-Dienerin“ ähnliche Beziehung. Emmas Mann Fritz war mit Hans im Krieg. Hans überlebte ihn aber Fritz leider nicht. Seit diesem Verlust ist Emma schizophren und es kommt immer wieder ihr Mann Fritz hoch. Jedoch ist Emma, sowie Mann, nie auf den Mund gefallen und kann schon Leute einschätzen.

 

Zu guter letzt Ulrich Jaeger Lokal und Chronikreporter bei der Wiener Zeitung. Mit seiner Mittleren Reife reichte es nur für jene Abteilung die immer und überall Leute haben möchte. So kam es das er auch über die letzte Buchpräsentation von Hans in Wien berichten durfte. Dort lernte man sich kennen und freundete sich an. Urlich steht der sozialistischen Partei nahe, hat einen wachen Geist sowie am Anfang einen Colt 1911 ;)

 

Die Spieler sind da, die SC ebenso....nun setzt der SL ein. Hans hat alle auf eine Sommerwoche in sein neu erstandenes Haus eingeladen.


Das Gute...

Man muss es aus dem Schlechten machen.

Weil es nichts anderes gibt, aus dem man es machen könnte.

Zitat von Robert Penn Warren, aus dem Gebr. Strugatzki Sammelband Nr.2

 

Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch schlimmer kommen könnte.

Michail Weller


#2 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 01:56

Bahnhof Baden bei Wien.

 

Alle treffen früher als geplant ein. Es ist 17 Uhr.

Josef trifft vollkommen versoffen ein. Er hat am Vorabend noch heftig mit Großbauern gezecht und trifft nun mit seinem Jagdgewehr (Schrotflinte) in Baden ein. Eine Waffe darf er führen...dank seiner Kontakte.

 

Als nächster Emma ein welche sofort ihre 2 Persönlichkeiten ausspielte und erklärte sie würde mal eine rauchen obwohl sie streng gegen das rauchen ist aber Fritz raucht ja. Natürlich erregte sie das Aufsehen der aufziehenden Gendarmen samt Bereitschaftspolizei welche bereit waren den nächsten SC in Empfang zu nehmen.

 

Urlich sah sich am Bahnhof einem Trupp aus hart-kernigen Bereitschaftspolizei (Gewehr samt Bajonett) sowie einigen recht restbesoffenen Gendarmen gegenüber. Bevor er an der Reihe war erwischte so ein Kettenhund von Bereitschaftspolizist einen jungen Arbeiter mit einem alten Revolver. Nach einer Tracht Prügel wurde dieser abgeführt. (Hier begann das Pärchen welches Ulrich spielte zu streiten. Sie: Ich hab dir gsagt lass die Knarre weg. Er: Ja was soll ich machen?)

Ulrich geriet an einen der Gendarmen und musste eine leichte Probe auf Verbergen ablegen da der Gendarm nicht ganz frisch war vom Vorabend. Leider verpatzte Ulrich diesen Wurf und der Gendarm forderte, nach Konfiszierung der Waffe, 500 Schilling Schweigegeld um die Bereitschaftspolizei aus dem Spiel zu lassen.

Urlich wollte hierauf seinen Geldbeutel schonen und den Gendarmen auf eine Zigarette sowie einige Glaserl Wein im Bahnhofscafe überreden. Die scheiterte auch und so verlor Ulrich nicht nur den Colt 1911 vom Onkel sondern auch 500 Schilling. (Hier reagierte das Pärchen was Ulrich spielte ganz und gar nicht ungehalten. Im Gegensatz: Man werde sich diesen Colt wieder holen...egal wie)

 

Am Ende kam Gudrun mit einem Motorrad an. Zur gleichen Zeit begann der Rechtsanwaltsgehilfe Josef die wirre Emma anzubaggern. Er sei ein Lebemann und Emma für ihn auch nur eine weitere Eroberung. Ulrich saß währenddessen recht sauer im Bahnhof, rauchte eine nach der anderen und beobachtet den jungen Gecken der die seltsame Frau anquatschte. Bevor Josef auch nur irgendwie bei Emma Land gut machen konnte kam bereits Gudrun und befreite sie von diesem recht schmierigen Kerl in Lodejoppe. Man setzte sich ins Bahnhofscafe da Gudrun auch ihre Blutdruckmittel nehmen musste.

 

Josef wandte der nun auf Gesellschaft aus war sprach den noch immer verärgerten Ulrich an ob man nicht einen heben gehen möchte im Bahnhofscafe. Beide ab. Es wird 19 Uhr und Hans ist eine Stunde überfällig. Dies bekommen die SC auch erst mit als der Bahnhofsvorsteher sie freundlich aus dem Cafe bittet welches nun schließt nachdem der letzte Zug nach Wien abgefahren ist. Vor dem Cafe erkennt man dann das alle wegen eines Hans hier sind. Jedoch sind die Fronten klar. Emma und Gudrun auf der einen Seite und Josef sowie Ulrich auf der anderen. Herzlich macht der Bahnhofsvorsteher klar das alle Zimmer in Baden vergeben sind. „Kurzeit is meine Herrschaften, da kriegns ka Zimmer in Bodn. Jo und da Autoverleih hot a zua. No a Taxi bietet sich an wenns wissn wohin sie wollen.“


Das Gute...

Man muss es aus dem Schlechten machen.

Weil es nichts anderes gibt, aus dem man es machen könnte.

Zitat von Robert Penn Warren, aus dem Gebr. Strugatzki Sammelband Nr.2

 

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Michail Weller


#3 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 01:56

Ankunft am Hof

 

Gudrun nimmt Emma, die ab hier faktische Gudruns Dienstmädchen ist, im Beiwagen des Motorrads mit. Josef und Ulrich sind ja Männer und werden sicherlich ein Taxi aufbringen können. Auf der Fahrt fällt in jedem Gefährt einem SC das Wegkreuz auf. Man erreicht den Hof bei Dämmerung und allen bis auf Gudrung, die ihr Motorrad neben Hans Horch abstellt, fällt zu der Silhouette am Fenster ein das Hans nie so schnell unten hat sein können. Diese Idee geht aber schnell unter als Hans alle recht wirsch und ungut begrüßt.

Da hagelt auf mich als SL dann auch ein Schwall ein. Alle wollen sich spielen und interagieren. Hans lockert sich und bittet dann doch alle rein. Jetzt kann er sie ja schlecht nach Baden schicken wo es dämmert.

 

Josef trägt sich beiden Damen als Träger an und schleppt neben seinem Zeug auch jenes der Damen hoch. Jeder SC bezieht ein Zimmer. Josef und Ulrich rauchen eine am Balkon auf ihrer Seite, Dagmar und Emma auf der anderen. Beide Seiten trauen sich so recht nicht und man ist sich suspekt. Gudrun legt sich nach der Zigarette aufs Ohr (ausgetauscht), Emma begibt sich, als ihr Mann Fritz, in die Küche zu Hans auf einen Plausch (ausgetauscht) während Josef und Ulrich weiter am Balkon rauchen und Männerzeugs labern. Auf dem Weg zum essen versuchte Ulrich auch schon Hans Tür zu öffnen, welche verschlossen war, und hörte nach einem Misserfolg auf Horchen NICHTS!

 

Hans ruft dann später zum Abendessen wobei Ulrich hier unbedingt auf Horchen würfeln will (ich war ja eher für IN oder Idee...also ob ers hören will) was ich auch zuließ und er bestand. So fand man sich zu Abendessen ein. Ulrich war dann die Wurst suspekt und er wollte auf Verborgenes würfeln was er ebenso bestand. Hier folgte eine grandiose Ausschmückung meinerseits über den sehr guten Schinken der eigentlich aus dem Schwarzwald kommt und eine leichte Honignote vorweist. So beruhigt und etwas belustigt genoss man die Brote. Alle tranken Wein, Josef sogar eine eigene Flasche.

Wie es auf meine Bücher kam bemerkten Gudrun, Emma und Ulrich meine Wissenlücken. Nur Josef war es egal. Er interessierte sich wenig für die Literatur des Mandanten, vielmehr für den Wein. Ebenso machte sich Hans verdächtig als er nicht und nicht sein Zimmer herzeigen wollte. Wie man fragte an was er gerade arbeite führte die Ansage „Morde in einem Wienerwaldhof“ eher zu ungläubigen Reaktionen...geshockt hat es sie nicht. Josef meinte nur „Ich hab a Flinten dabei“ worauf Hans debil lächelnd meinte „Ich hab eine im Keller“.

Emma bemerkte dann auch durch einen erfolgreichen schweren Wurf auf Psychologie das Hans mit irgendwas hinter dem Berg hält sagte aber nichts weiter. Hans war auf jeden Fall bald der Fragen müde und legte sich nieder. Emma und Gudrun räumten ab, Ulrich wollte Hans nachschleichen verpatzte aber seinen Wurf. Hans wünschte ihm eine gute Nacht. Josef, der gute befüllt war und seinen Restrausch bestens aufgewärmt hatte ging nach Ulrich (er sagte er sah die Szene zwischen Hans und Ulrich und konnte so nicht vertauscht werden) rauf und zu Bett.

 

Ulrich war doch so einiges recht seltsam und er bat Josef seine Jagdflinte doch bereit zu machen. Für den Fall der Fälle, es ist was im Busch. Emma ging nachdem sie mit Gudrun abgeräumt hatte, auf ihr Zimmer und legte sich nieder. Vorher öffnete sie ihr Fenster um die gute Waldluft zu genießen. Josef schlieft schlecht und unruhig – der Alkohol ist dein Dämon! Gudrung machte es sich derweil im Wohnzimmer gemütlich und las dort in Hans Romanen die am Tischchen lagen nochmal alles nach.


Das Gute...

Man muss es aus dem Schlechten machen.

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Zitat von Robert Penn Warren, aus dem Gebr. Strugatzki Sammelband Nr.2

 

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Michail Weller


#4 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 01:57

Die erste Nacht

 

Josef und Ulrich schliefen ohne offene Fenster und hörten beide nichts vom scharren und schnüffeln der Schweine. Gudrun im Wohnzimmer ebenso. Nur Emma wurde munter und war voller Angst die sie zu Josef trieb der sich schnell die Flinte nahm und über den Balkon zu Ulrich wollte. Am Balkon sah man dann den Ursprung. Gut 22, sicher mehr, Wildschweine die scharren, schnüffeln und die Erde um wühlen. Ulrich kam auch raus auf den Balkon. Hier sagte man sich „Da stimmt doch was nicht“ (Alle Spieler hatten hier automatisch Angst vor den Säuen) und man erkannte die Pfeife von Förster Karl welche Urlich als solche ausmachte. Noch bevor man weiter beraten konnte hörte man ein Klirren sowie einen Schrei Gudruns aus dem Erdgeschoss. Irgendwas oder Irgendwer war eingestiegen. Jedoch beunruhigte Gudrun mehr Josefs Flinte. Alle eilten ins Wohnzimmer. Emma, oder besser Fritz, bewaffnete sich mit einem Kerzenständern während Josef Ulrich in den Keller schickte um die Flinte zu holen (uuuuund ausgetauscht danke, Last Man Standing war Josef Tischler)

 

Ulrich fand im Keller sofort den Werkraum mit der, in den Schraubstock eingespannten, Doppelläufigen und hatte Glück das sie noch intakt war. Er hastet wieder rauf zu den anderen. In der Zwischenzeit lies ich es immer wieder aus Richtung Küche klirren und irre Kichern sowie schreien. Rufe wie „Hans bist dus“ wurden mit einem irren „Haaaaaaaaaaaaaans“ beantwortet. So entschied die Gruppe in der Gefechtsformation Ulrich und Josef vorne, Gudrun und Emma hinten, Richtung Küche vorzupirschen.

Diese war ein Schlachtfeld. Alles durcheinander aber leer. Jedoch drangen Kichern sowie rascheln und klirren aus der Vorratskammer. Es ging an den ersten „Kampf“ den wir einfach abhandelten. Man erblickte in Dunkelheit den wilden Hans welcher zottelig aber recht unerkennbar mit einem Bündel dastand. Josef schoss eine Ladung Schrot, dank Suff, in die Decke ohne wirklich zu fragen. (Kommentar des Spieler: „Meinem SC nervt alles nur noch“. Den Spieler hingegen nicht. Er genoss die Rolle des Rechtsanwaltsgehilfe mit Flinte) Auch Urlich richtete nicht viel an und erwischte den wilden Hans bei der Flucht durchs Fenster nur bisschen am Bein. Sein Bündel blieb in einem über und über zerschossenen Raum liegen. Wurst, Brot und Käse waren darin. Ab hier sahen die SC allen NSC auf die Beine!

 

Nun sammelte man sich im Vorraum. Beide Männer hatten noch je eine Ladung Schrot in einer Kammer und die Frauen einiges an Aufregung in sich. Soll man dem Irren folgen? Was war das für ein Lichtlein im Wald? Wo ist Hans? Und die Wildschweine! Da kann man doch nicht raus! Die Gruppe war hektisch. Da ließ ich Hans in Mantel, Halstuch und mit Morgentopf eintreten. Die Gruppe regierte sehr misstrauisch. Wie kam er durch die Wildschweine? Man erzählte Hans vom Kampf im Haus was dieser mit einem „Herjeh die Küche“ kommentierte und die Leier vom Landstreicher brachte. Er war sehr entrüstet dass die SC auf ihn schossen. Die Zeiten seine doch hart und diese arme Seele hatte wohl Hunger. Gudrun war shockiert in welche Gegend Hans gezogen war. Emma, Josef und Ulrich forderten klare Worte welche Hans einfach nicht liefern wollte. Er ging auf sein Zimmer.

 

Nun stand man da und hielt Kriegsrat. Josef und Ulrich wollten mit Gewalt ins Hans Zimmer und sehen was da los ist. Emma und Gudrun waren dafür auf Morgen zu warten und dann, bei klaren Kopf weiter zu entscheiden. Ein Dialog unter den SC entbrannte. Ich ließ ihn laufen da er wahrhaftig gut war beendete ihn aber dann mit Würfen auf Überreden unter den Spielern. Ulrich konnte Gudrun zur sofortigen Aktion überzeugen, Josef Emma nicht. Diese versuchte die Gruppe umzustimmen doch wirklich erst Morgen zu handeln. Schaffte sie nicht. So blieb sie, mit dem Kerzenständer in der Hand, im Vorraum während der Rest nach oben zu Hans Zimmer ging um sich Einlass zu verschaffen. Man donnerte mit Fäusten gegen die Tür und forderte Öffnung. Hans kam dieser Forderung mit einem Mini-Spalt nach und gab ein verärgertes „Ja wann is denn endlich a Ruh“ von sich. Josef verpatzte einen Fußtritt gegen die Tür böse und rutschte ab. Ulrich stemmte den Fuß in die Türe als von unten ein „Hallo!?“ klang.

 

Vor Emma stand, der Pfeife rauchende, Förster Karl den diese für einen Werwolf hielt. Gudrun und Josef eilten zu ihr und standen vor dem Förster der erklärte er habe einen Wilderer bis hierher verfolgt, ebenso habe er Schüsse vernommen. Die Gruppe war hier schon mächtig misstrauisch und fragte ob er der am Waldrand war? Karl bejahte dies. Warum er nicht sofort gekommen war wie der Wilderer ins Haus einstieg? Er wollte eine Falle legen. Warum er so unbesorgt Pfeife rauche? Na darf die Arbeit keinen Spaß machen? Da reichte es Josef und er drohte dem Förster was dieser mit der Drohung, morgen mit der Gendamerie wiederzukommen, beantwortete und ging ab.

 

Gleichzeitig waren Ulrich und Hans am rangeln an der Tür. Schlussendlich drohte Ulrich in die Tür zu schießen was ihm auch gelang. Die Ladung Schrot zerschoss nicht nur die morsche Tür sonder erwischte auch Hans Mantel und seinen Arm. Urlich war fertig und stammelte nur noch „Verdammt! Hans! Tut ma leid!“ Die anderen kamen hinzu und waren ebenso geshockt. Jedoch begann Josef eine Handgemenge und riss Hans den Schal etwas hinunter. Emma konnte Erste Hilfe und kümmerte sich sofort um den Freund Kriegskameraden ihres Mannes (oder war es doch Fritz der den Kameraden versorgen wollte....wir wussten es nicht so klar) und erlitt als ERSTE ihren STA Schaden wie sie das graue krebsbefallene Fleisch am Arm sah. Ein weiterer setzte ein wie sie die fehlende Narbe bemerkte. Urlich wollte das Zimmer durchsuchen, da rückte Hans mit einer Teilwahrheit raus und offenbarte den Zwillingsbruder unterm Bett. Gudrun war verwundert „Den kenne ich doch gar nicht, Hans was redest du“ doch Hans konnte diese erbärmliche Gestalt unter dem Bett als einen Wieland verkaufen. Urlich vermutet ja sogar „Das diese Gestalt Hans ist und der da ein anderer ist. Es fehlt auch die Narbe“. Emma hatte ihn leider schon versorgt bevor Ulrich noch eine Probe von Hans Blut nehmen konnte.

Josef wollte dann den verkrüppelten Hans, der ja eigentlich sein Zwillingsbruder Friedirch sei, schon erschießen aber die stämmige Dagmar konnte es mit einem Bodycheck auf ST verhindern.

 

Es wurde in unserer realen Welt 11 Uhr und wir sagten „PAUSE“. Die Runde fand für den heutigen Abend ein Ende.


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Michail Weller


#5 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 01:58

Feedback, Fazit & Ausblick nach dem ersten Abend

 

Feedback der Spieler an mich
Großartig, super, wir waren nicht einfach aber du hast mit und allen gesprochen und gespielten. 1A Vorbereitung (trotz kleiner Schwächen meinerseits) Danke Danke!

 

Feedback der Spieler an sich/allegmein

Müssen realer spielen. Weniger Waffeneinsatz

Es ist etwas eskaliert

Sich aktiver zuhören und nacheinander die SC spielen und nicht wirr

Allgemein mehr Disziplin der Gruppe

 

Feedback von mir an die Spieler

Sehr kreative Leute!

Gruppe hatte stressige Phasen aber war zu meistern

Gruppe erkannte selber was besser werden muss

Gruppe will weitermachen, SUPER!

 

Fazit

Ich für meinen Teil bin zufrieden weil es meine Spieler sind. Nächste Woche geht es schon mit der Fortsetzung weiter. Mir wurde auch klar welche Notizen und Hilfen ich als SL brauche und worauf ich zu achten habe. Mein Stil gewinnt allein schon durch diese Runde. Die Gruppe habe ich in mehrfacher Hinsicht unterschätzt. Es kam zwar eher wenig klassische Cthulhu Stimmung auf aber ich werte die Panik in der ersten Nacht als einen Teil. Aber sie machten mehr Fortschritt als erwartet.

 

Ausblick

Tja Hans und sein Krüppel liegen im Zimmer. Der Förster möchte mit der Polizei wieder kommen. Wer war der „Landstreicher“. Wer ist der echte Hans. Was geht hier ab.


  • Blackdiablo gefällt das

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Michail Weller


#6 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 22. August 2014 - 13:07

Ganz ehrlich, das klingt doch alles wunderbar. :) Ich finde, dass dein Schnitzer mit dem Alter gar kein grober war. So entscheidend ist das nicht, das kann jedem passieren.

 

Ansonsten wirkt jeder sehr enthusiastisch und engagiert, klasse! Ich hoffe, dass es bei euch gut weitergeht. :)


"Nicht einmal der Tod kann dich vor mir retten."

 

- Diablo II

 

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"Hey, das klingt wahnsinnig interessant! Warum schreibst du nicht einen Artikel im ..."

 

CthulhuWiki

 

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- Wir bitten auch herzlich um Feedback! :) -

 


#7 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 13:20

Also meine Spieler sind heute noch ganz happy und für die Sache mit dem Alter überlege ich mir eine kulante Lösung als SL


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#8 Blackdiablo

Blackdiablo

    Herr des Schreckens

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Geschrieben 22. August 2014 - 14:02

Ich sehe das Problem mit dem Alter einfach nicht. Nehmt das Mindestalter eurer Charaktere und sagt, dass ihr kein neues "Jahrzehnt" anfangt. Keiner deiner Spieler ist Powergamer, also stört es niemanden. Nächstes mal achtet ihr drauf. Und regelkonform habt ihr dann auch jetzt schon gespielt. :)


Bearbeitet von Blackdiablo, 22. August 2014 - 14:02 .

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#9 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 14:31

joa werd ich mal mit meinen spieler ausplaudern, sehe auch kein problem aber ja wenn es eines gibt wird mans lösen ;)


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#10 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

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Geschrieben 22. August 2014 - 14:43

Bei aller Freude über das gelungene Abenteuer, aber...
... ich empfinde es gerade als sehr schade, dass 'gefühlt' immer nur zwei Abenteuer einen Spielbericht erfahren.
Das Geheimnis des Schwarzwaldhofs und
Am Rande der Finsternis.
Es wird wohl wirklich Zeit, dass im Spielleiter-Handbuch mal neue Abenteuer veröffentlicht werden.
Nichtsdestotrotz ein schöner Bericht, Hirschman.
Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -

#11 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 22. August 2014 - 15:05

Diesen Malus verstehe ich vollkommen.

Wenn die Motivationsspanne bliebt wird es aber in nächster Zeit auch einen Spielbericht zu einem anderen SL Abenteuer als den beiden genannten und bekannten geben, bzw. wird auch vielleicht direkt aus dem Wien Band gespielt.

 

Ebenso schwirrt mir eine Idee im Kopf ein NOW Abenteuer in unserer Gegend anzusetzen - getarnt als eine TV-Show (kennt wer das NOW Hangout "Die Angstshow"?)

 

Zu dem Meer an Berichten zu diesen beiden Abenteuern:
Liegt wohl daran das diese beiden Abenteuer halt a) recht einfach sind und viele Wege beiten B) es eben so viele Berichte gibt auf die man sich stützen kann.

Da ist dann nun mal die Verlockung nahe sich als "frischer" SL auf diese beiden zu werfen.

 

Glücklicherweise habe ich einige Quellenbücher sowie Abenteuerbände zhaus und werde diese auch nutzen.

 

Aja obendrein hat sich ein weiterer Freund bei mir gemeldet als er von der gestrigen Runde erfuhr. Er will mit seiner Freundin sowie 2 weiteren eine eigene Gruppe aufstellen und mich als SL haben. Jahrelang nichts und nun rennen sie einem die Tür ein. :)


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Michail Weller


#12 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

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Geschrieben 22. August 2014 - 15:14

Na dann mal ran an den Speck.
Ich hoffe, dass es keine Sternschnuppe wird.
  • RobCapa gefällt das
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#13 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 28. August 2014 - 07:52

Gestern Abend ging unsere Runde weiter. Wieder gab es zuvor lecker Abendessen wo die Spieler miteinander nochmal rekapitulierten was passiert ist. Dabei klang auch an das einige nach dem ersten Abend in echt unangenehme Träume hatten *diabolisch grins*. Ebenso ging man nochmal das Feedback von letztens durch und nahm sich vor es auch anzuwenden.

 

Der nächste Tag

 

Die SC hatten beschlossen Hans und seinen entstellten Bruder Friedrich ins Bett zu legen und dann selber Schlafen zu gehen. So begann der nächste Morgen wo man sich beriet wie man nun weiter vorgehen sollte. Gudrun und Emma wollten in den nahen Ort fahren um einzukaufen (zuvor gaben alle SC an was sie bräuchten) während Ulrich und Josef aufräumen wollten.

Gudrun und Emma waren von der Schar an Hoppelhäschen zwar verwundert aber irgendwie entzückt. Weniger entzückt war Gudrun von ihrem sabotierten Motorrad welches nicht ansprang. Nach einem Wurf auf mechanische Reparaturen (den sie schaffte als Handwerkerin) erkannte sie dass sich jemand zu schaffen gemacht hatte was man jedoch auf den Landstreicher schob. Bei der Abfahrt ließ ich sie mit dem Motorrad noch ein paar Hoppelhäschen überfahren welche tot und zermalmt liegen blieben. So knatterten beide, vorbei am Wegkreuz, in den Ort um dort im Krämerladen einzukaufen, Infos einzuholen aber auch ausgefragt zu werden. Auf die Frage nach dem Bürgermeister riet man ihnen den Gasthof aufzusuchen, der Herr Doktor sei dort immer zu Mittag. Als man nach Hans fragte sagte die Krämerin er sei im Juli noch einkaufen und Post aufgeben gekommen. Da sah er gesund und munter aus. Ob er mit Verwandtschaft hierher gezogen sei könne sie nicht sagen, er sei immer alleine in ihren Laden sowie den Ort gekommen. Aber bei Meldeangelegenheiten könne der Bürgermeister weiterhelfen. Für all diese Infos wurden die SC auch befragt was sie hierher führe, woher sie kommen usw.

 

Wie Gudrun und Emma den Laden verließen folgte ihnen auch recht schnell die Krämerin und schloss ihren Laden um ihn Richtung einiger Wohnhäuser zu verschwinden. Ab hier war meinen Spielern der ganze Ort in Bausch und Bogen verdächtig. Man befürchtete bald von einer Schar Bauern verfolgt zu werden.

 

An dieser Stelle wechselte ich zu Ulrich und Josef welche nach einer Guten-Morgen-Zigarette mal nach Hans sehen wollten. Dieser war nicht in seinem Zimmer jedoch fanden sie einen Zettel auf seinem Schreibtisch der ihnen mitteilte er sei in den Ort gegangen da es Friedrich sehr schlecht gehen. Man machte sich als SC nichts weiter draus, wenn dann würden Gudrun und Emma die beiden so oder so treffen. Dass der Horch noch am Hof stand erregte kein Aufsehen. Anstatt aufzuräumen beschlossen die beiden Herren nun die Einsamkeit am Hof zu nutzen und den Keller zu untersuchen. Explizit mit einer Lampe sowie Josefs Flinte bewaffnet stieg man hinab. Der Keller kam beiden alt vor jedoch konnte man nichts Genaues zuordnen. So untersuchte man die Räume. Bevor man noch die Weinfässer fand stieß man auch schon auf die Bodenluke in die Höhle welche man gemeinsam und mit einer Zange aus dem Werkraum auch aufheben. Wie man schon absteigen wollte ließ ich alle Klone auftreten. Nicht nur den SC wurde nun ungeheuer sondern auch meine Spieler waren sich langsam nicht sicher mit was oder wem sie es zu tun hatten. Josef richtet die Flinte gegen die 4 während Förster Karl seine auf die 2 richtete. Mit diesem Standoff wechselte ich zu Gudrun und Emma welche zum Gasthof gingen.

 

Ich ließ es mir nicht nehmen eine klassische Szene hier einzubauen um das Misstrauen gegenüber dem Dorf nicht etwas zu schüren. Wie sie die Tür öffneten ließ ich den Radetzky Marsch spielen der von einem Schallplattenspieler in der Wirtstube kam. Wo beide reinkamen wurde die Musik unterbrochen und alle sahen sie an. Der Wirt gab ein „Grüß Gooooott“ von sich und die restliche Stubn tat es ihm gleich. Wie man sich dann gesetzt hatte spielte die Musik leise weiter und der Wirt kam um die Bestellungen aufzunehmen. Überschwänglich bot dieser sein heutiges Mittagsmenü feil welches jedoch verschmäht wurde. Man wolle nur was trinken. Auf Fragen zur Umgebung usw. verwies der Wirt auf den Herrn Bürgermeister welcher zu Mittag immer hier speisen würde. Kam auch so. Bevor die beiden jungen Damen jedoch auch nur irgendwie mit ihm reden konnten mussten sie dem Lautstarken Dialog zwischen Wirt und Bürgermeister lauschen der von der letzten Kalbsgeburt erzählte. Hunger hatten weder SC noch Spieler danach nicht mehr. Kurzerhand entschloss man sich dem Herrn Bürgermeister einen Spritzwein zu spendieren und ihn so auf den Tisch zu locken. Dieser gab leicht modifizierte Infos preis und verwies zur eigentlichen Geschichte des Hofs auf den Pfarrer in der Kirche. Über Hans könne er nicht mehr sagen als das er hier wohnt da er den Meldeschein gesehen habe. Verwandte seien hier nicht mitgezogen seinem Wissen nach. Am Ende vereinbarte man noch das der Herr Bürgermeister in seiner Funktion als Arzt am Abend den Hof aufsuchen sollte um sich Hans anzusehen. Hier wechselte ich wieder in den Keller des Hofs zum Standoff!

 

Ulrich wollte die 4 Klone überreden doch mal die Waffen zu senken was natürlich keine Wirkung hatte. Hans erklärte mit ruhiger Stimme das sie nun sterben werden (mittlerweile waren alle Klone, Klone die nicht dem Samen dienten!) sie seien zu weit gekommen. Tja und wie Hans dies sagte pumpte auch Josef schon aus seiner Flinte 2 Ladungen Schrott in die Klone. Hierbei kam er mit dem ziehen des Abzug dem Förster zuvor (Wurf auf Glück sowie Schrotflinte). Der Förster war tot, der Krüppel Friedrich ebenso. Im vermeintlichen Landstreicher erkannten nun beide eins zu eins Hans. Dieser verfiel jedoch in apathische Stille. Josef entschloss sich Hans mit Erster Hilfe zu verarzten und dann mit Ulrich ALLE Klone zu fesseln (egal ob Tod oder nicht). Nun stand man wieder vor der offenen Luke zur Höhle entschloss sich aber auf die anderen zu warten welche nun die Kirche betraten.

 

Der Pfarrer gab sich recht auskunftsfreudig bat die beiden Damen dann jedoch recht schnell in sein Büro um dort mehr zu besprechen. Er wolle nicht hier im Kirchenschiff reden. Er gab ihnen seine Infos, eine Empfehlung fürs Kirchenarchiv im nahen Stift Heiligenkreuz sowie zögerlich seine Ansicht das damals nicht ein Engel auf Erden kam sondern der Leibhaftige selbst. Ebenso verwies er aufs Wegkreuz. Dies sei noch von damals. So trat man den Weg zurück auf den Hof an, legte aber einen Zwischenstopp beim Wegkreuz ein. Man fand auch die Lateinische Inschrift konnte damit aber nichts anfangen. Jedoch notierte man sich diese für Josef, der sollte als Advokat ja was davon verstehen. Am Hof angekommen mussten beide jedoch einmal Ulrich und Josef anhören und das passierte mal realisieren. Kurz kam misstrauen untereinander auf ob nicht die beiden schießwütigen Herren eher die Bösewichte seien aber man fand schnell wieder zusammen wie man die Infos aus dem Ort austauschte. Josef konnte auch die lateinische Inschrift vom Wegkreuz übersetzen. Hier diskutierten die Spieler als Spieler aber auch als SCs wie man weiter vorgehen sollte. Man könne im Stift Heiligenkreuz nachforschen oder die Höhle erkunden oder sich trennen. Und was macht man mit den beiden Leichen, dem sterbenden Landstreicher sowie Hans!

 

Hier entbrannte wie gesagt eine längere Diskussion wo sich nicht nur die Spieler sondern auch die SCs uneins waren. Die Spieler meinten dann schon zueinander „Wann ist es denn jemals gut gewesen sich zu trennen? Wann? Da passiert doch immer schlimmeres!“ Man verblieb jedoch mit dem Entschluss Josef und Emma ins Stift fahren zu lassen zwecks Nachforschungen während die anderen beiden Hans sowie den, nun sterbenden, Landstreicher zu bewachen hatten und warten sollten. Im Stift vertiefte ich die Infos nochmals und Verwies darauf dass der Teufel nur mit Feuer ausgetrieben werden kann. Alle Infos verpackte ich in schöne einzelne Päckchen die als Bücher, Schriftstücke und dergleichen aus verschiedenen Zeiten präsentiert wurden. Ab hier war man überzeugt es mit dem Teufel zu tun zu haben (Spieler sowie SC) und raste in aller Eile zurück auf den Hof wo eine neue Diskussion entbrannte.

 

Josef war dafür zumindest die Leichen zu verbrennen (der Landstreicher war mittlerweile auch verstorben. Berührte keinen obwohl ich den irren Hans schön sterben lies mit am Ende heiser geflüsterten „Hilfe, bitte! Hilfeeeee“). Hier wurde es recht lustig da man sich nicht an der Frage aufhängte ob man Leichen verbrennen sollte sondern wo und wie. So holte man mal den Reservebenzintank von Hans Horch und überlegte dann wo und wie. Draußen nicht da sieht es ja jeder. Wobei man sie in den Brunnen werfen könne und dann Benzin nachkippen. Oder ins Plumpsklo und dieses damit anzünden. Wobei dann die Gefahr hoch sei den Hof mit zu verbrennen. Dann überlegte man ob man es nicht im Kamin/Herd im Haus machen könne. Hier vermengte sich Spieler ein wenig mit SC und ich musste wieder in die Rolle helfen worauf man von diesen Ideen abließ und meinte die Leichen und Hans lieber dem Bürgermeister zu zeigen wegen des grauen krebsartigen Fleischs. Jedoch kam hier die Frage auf was man leichter erkläre. 3 Leichen und einen angeschossenen Hans oder nur einen apathischen Hans? Egal man würde eine Lösung finden. Jetzt geht’s in die Höhle unter dem Haus!


Das Gute...

Man muss es aus dem Schlechten machen.

Weil es nichts anderes gibt, aus dem man es machen könnte.

Zitat von Robert Penn Warren, aus dem Gebr. Strugatzki Sammelband Nr.2

 

Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch schlimmer kommen könnte.

Michail Weller


#14 RobCapa

RobCapa

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Geschrieben 28. August 2014 - 08:01

Finale

 

Ulrich bekam seine Flinte von letzter Nacht wieder und man stieg hinab in die Höhle wo man den Samen in voller Pracht erblickte. Josef riss hier ein Trauma auf und glaubte die Leichen wären auferstanden und würden ihnen folgen. Jedoch könne er sie in Schach halten mit seiner Flinte. Die anderen 3 diskutierten mit Josef nicht über Sinn und Unsinn da er ja bewaffnet war.  (Lieber Moment wo der SC dem Wahnsinn verfiel und seine Spielerin neben mir sagte „Aber der hat ja eine Waffe! Der wird nun wahnsinnig? Oh Mein Gott!“). Gudrun bemerkte dann auch das Pult mit dem Buch und las den Text laut vor. Wie sie geendet hatte spielte ich den Shockmoment aus! Alle seien im Lauf der ersten Nacht verschleppt worden von den 4 Klonen. Hier war der „FUCK“ Moment vollkommen und die Spieler wussten nicht wer nun echt oder wer unecht war. Ob sie nun böse Klone sind oder gute Originale. Ich half ihnen aus diesem Dilemma indem ich ihnen ihre Lage sowie den Shock genau erklärte. Trotzdem war man misstrauisch und inspizierte mal den Sack wo man Hans, den Förster und sich selbst fand. Ulrich verschlug es per Trauma hier die Sprache und Josef der sich gerade etwas beruhigt hatte verlor auch wieder Punkte und würde ab nun mit einem religiösen Wahn durchs Leben wandeln. Da nun die Herren nicht mehr ganz die alten waren beschloss Gudrun die SCs aus dem Samen zu hohlen. Tja und da stand man sich gegenüber.

 

Hier übergab ich den Spielern wieder (samt alter Werte vom Zeitpunkt ihres Tausch, Josef freute es sehr) ihre SC und übernahm die Klone welche wirr und wild, bis auf Ulrich. Nun erklärten dass der Teufel mit Feuer vernichtet werden muss. Noch immer war man sich unsicher ob die Klone gut seien oder doch nicht eine linke drehen würden. Josef fand sein ich mehr als verstörend plädierte jedoch diese Masse mit Benzin zu übergießen und anzuzünden. „Verbrannt wird jetzt gefragt wird später!“

Der Same brannte wie Zunder und man flüchtet die Höhle Richtung Steinbruch. Auf dem Weg vergingen die Klone da der Samen nun „starb“. Am Steinbruch gab es noch eine kleine STA Probe auf die toten Tiere (Emma war die einzige welche hier einen Punkt verlor „Die armen Viecher!“) ging aber zum Hof zurück um per Motorrad und Horch abzuhauen. Auf dem Weg war massig Bewegung im Wald. Hasen, Rehe, Hirsche und Wildscheine flüchteten Richtung Steinbruch.

 

Am Ende standen die SC vor dem brennenden Hof und bemerkten per Ideenwurf dass der Samen alles durchzogen hat. Man verstand nichts aber wie der Bürgermeister per Auto ankam entschloss man sich zu lügen. Hans hat sich und den Hof abgefackelt. Die Entzugserscheinigen lies ich nur im "Abspann" einfließen sowie die Zeitungsmeldung dass der Förster abgängig sei.

 

ENDE

 

Fazit

 

Auch an diesem Abend hatten alle wieder ihren Spaß sowie ihre Momente wo sie einfach nicht fassen konnten was auf sie zukam. Alle Spieler gaben auch zu es unheimlich zu finden und sicherlich davon zu träumen selbst wenn man in der Runde eher auf lässig machte. Ebenso wurde der Entschluss gefasst bald weiter zu spielen. Kultisten, alten Gottheiten und anderem Grauen muss die Stirn geboten werden!

 

Tja und ich für meinen Teil hatte auch meinen Spaß. Die Gruppe ist gut und lernt schnell auf was es ankommt. Ab und an gab ich den Spielern zwar Winks mit dem Zaunpfahl sagte aber dies nur bei diesem Abenteuer zu tun und ab dem nächsten ginge es dann ans eingemachte.

 

Noch Fragen? :)

Aja hoffe in 2-3 Wochen schon das nächste Abenteuer beginnen zu können. Werd mir mal ansehen welches hier noch fehlt. Bin aber auch für Tipps/Wünsche offen bzgl. guter Abenteuer für noch frische Gruppen.


Das Gute...

Man muss es aus dem Schlechten machen.

Weil es nichts anderes gibt, aus dem man es machen könnte.

Zitat von Robert Penn Warren, aus dem Gebr. Strugatzki Sammelband Nr.2

 

Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch schlimmer kommen könnte.

Michail Weller


#15 Der Läuterer

Der Läuterer

    Adjektivator des Grauens

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Geschrieben 28. August 2014 - 08:45

Super, dass Deine Gruppe so viel Spass hatte und die Reaktion positiv war. Das freut mich.

Was schwebt Dir denn als nächstes so vor?
Ein Spukhaus vielleicht? Da gibt es wirklich sehr schöne und gruselige Abenteuer.
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Nur wenige Menschen sind stark genug, um die Wahrheit zu sagen und die Wahrheit zu hören.
- Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues -





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