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Verhandlung mit Mr. Johnson

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93 Antworten in diesem Thema

#31 Lyr

Lyr

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Geschrieben 18. September 2014 - 22:25

Zum Vergleich Mr Johnson vs Unterhändler

Da es sich beim Unterhändler um einen Archetypen handelt der noch am Anfang seiner Laufbahn steht ist das schon ok so. Später dürften sich die Chancen gute Preise auszuhandeln schon in richtiung des Unterhändlers verschieben. 

Zudem wird Mr Johnson auch nicht unbedingt immer Mr Johnson sein. Der im Buch ist ja immer nur ein grobes Beispiel wie so ein Johnson so auschauen könnte. Mr Johnson kann aber auch nur der Sekretär vom Firmenchef sein der Runner sucht die für ihn ein paar Konkurenzgeheimnisse stehlen soll. Und der muß ja nicht zwangsläufig ein Verhandlungsgenie sein. 

 

Und Runs gegen einen Mega sind auch nicht zwangsläufig kritisch.

Der Mega weis auch das die Runner nur die Werkzeuge sind. Sich an ihnen zu rächen wird nicht das eigentliche Problem lösen. Und das ist der Hinterman der den Run initiiert hat das wichtigere Ziel ist.

Sofern man sich halbwegs professionel bei dem Run verhalten hat und nicht den ganzen Komplex niedergebrannt hat nur um ein paar Daten zu klauen.



#32 Wandler

Wandler

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Geschrieben 18. September 2014 - 22:41

Alles eine Frage von Kosten-Nutzen.

Ein Ares Exec der zwei oder dreistellige Millionenbeträge im Jahr verdient, wenn du dem ans Bein pisst weil du seinen Job persönlich gefährdest, kann ich mir gut vorstellen, dass er so mal ein paar Millionen locker macht für Gegenmaßnahmen als Machtdemonstration.

 

Abschreckung ist eine Wunderwaffe.



#33 Lyr

Lyr

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Geschrieben 18. September 2014 - 23:44

Und was hat der Exec davon? Sein Gesicht hat er schon verloren dadurch das der Run erfolgreich war.

Sinnvoller wären die Ressourcen dort platziert, den Hintermann zu finden und zu neutralisieren um zu verhindern das er weitere Runs startet oder evtl die Beute wieder zu bekommen oder zumindest den Schaden zu begrenzen... 



#34 S(ka)ven

S(ka)ven

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Geschrieben 19. September 2014 - 07:03

Runner sind für die meisten Exec´s und Johnsons nur Werkzeuge ähnlich einer Schusswaffe.


Wenn eine Waffe auf mich schießt, dann bin ich nicht wütend auf die Waffe, sondern auf denjenigen, der die Waffe auf mich gerichtet hat.

 

Hier finde ich es viel Spannender, wenn ein extrem rachsüchtiger Exec dann lieber versucht die Runner selber anzuheuern um dem Urheber dann eines auszuwischen in der Hoffnung, die bringen sich gegenseitig um. ^_^

 

Das sie das können hat er ja schon selber erfahren dürfen... :ph34r:

 

 

@Looten:

In SR3 Zeiten, konnte man von jedem Server Daten runterladen und man hat immer darin etwas verkaufbares gefunden.

Ok, allgemeine öffentliche Server war jetzt nicht so "Verkaufsträchtig", aber sobald man erstmal in einem geschlossenen Firmennetz war, konnte man immer gut Daten abgreifen und zu Geld machen danach.

Und zu Paydata gehört eigentlich alles, von den Plänen des neuesten Prototypen bis hin zum Gebäudeplan mit Sicherheitskameras, usw. bis hin zu Steuerunterlagen, Buchhaltung (für unkundige sehr langweilig, für eingeweihte aber eine wahre Fundgrube) bis hin zu einfachen Lieferantenlisten, usw...

In den falschen Händen ist das alles etwas Wert.

 

Ich würde da einfach gucken wie die Runde so "tickt"

Wird gerne nebenbei geplündert läuft ein "Teil" der Bezahlung natürlich dann darüber.

Wenn die Gruppe sich aber für Profis hält und nur genau das macht, was Johnson will und Mr. J will garantiert keine zurück verfolgbaren Souvenirs der Runner im Umlauf der örtlichen Hehler, dann würde ich Mr. J spätestens beim dritten Run von sich aus höhere Bezahlung mit Hinweis auf die Verschwiegenheit ansetzen.

 

@Unterhändler:

Mit 6 Charisma, 6 in Verhandlung, ein bisschen Verhandlungsgeschick (die Sozialen Bonusse und Abzüge richtig einsetzen) und natürlich Edge (Wenn ein Face Edge benutzen sollte, dann doch hier. :P ) sollte da auch ein bisschen Bonus mit drin sein.

 

 

Merkwürdiger finde ich eher die Multiplikatoren der Bezahlung... woher soll den Johnson wissen, was genau da auf einen Zukommt? Manchmal weiß er es und hängt es lieber nicht an die Glocke und manchmal hat er selber keinen Schimmer.

Kommt mir von der Liste eher wie eine "Nachbetrachtung" für Nachverhandlungen aufgrund des "erlebten" vor.

 

 

 

 

 



#35 SnakeEye

SnakeEye

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Geschrieben 19. September 2014 - 07:24

Die Frage geht quasi auch an die anderen: In welchen Bereichen würdet ihr die Bezahlung bei SR 5 verteilen? Gibt es für euch Ober- und Untergrenzen? Wie viel verdienen bei euch Start-Charaktere grob? Welches Niveau haben die Runs (Einbruch bei Konzernen vs Kleinkram für Syndikate?).

 

@Avalia: sehr schöne Auflistung!

 

Ich glaube hier sind wir an einem der Punkte wo die Vorstellung der Shadowrun-Welt des Spielleiters, der Spielgruppe eine ganz große Rolle spielt.

Aus meinen Erfahrungen als Runner würde ich einen Auftrag dermir mit mehr als 250.000 Euro angeboten wird nur annehmen, wenn ich a) die ganze Gruppe gut kenne und weiß, dass ich mich auf die Runner verlassen kann, B) das Karmaniveau bei 600+ Punkten pro Charakter liegt und c) Ich den Spielleiter gut kenne.

Außerdem würde in diesem Moment meine Paranoia aktiviert werden und ich würde immer 3 Fluchtwege offen halten und eher ohne Geld aus dem Land verschwinden, als mich in eine unkontrollierbare Situation zu bringen.

 

Wohingegen 250.000 Euro für einen sehr gefährlichen Run für Wandler wohl eher etwas gewöhnliches wäre...

Ich vermute auch das Wandlers Gruppe für einen gefährlichen Run eine hohe Summe an fester Bezahlung verlangt, weil sie die Spesen aus ihrem Eigenkapital bestreiten und weil sie wenig "Beifang" aus dem Run mitbringen.

(Auchtung überzogenes Beispiel!!!!)

Wenn ich mit einer Gruppe in Lofwyr's Hort einbreche um jemanden einen magischen Spiegel zu klauen, braucht er mir dafür nur die Spesen und meine Lebenskosten für die Vorbereitungszeit zu bezahlen.

Denn auf dem Weg raus aus dem Hort habe ich bestimmt 5 Waffenfoki in meinem Rucksack und jede Tasche voller Edelsteine...

Breche ich in irgendeine Konzernniederlassung ein um Produkt X und Daten zu Forschungsprojekt Y zu stehlen nehme ich jedes Megapuls an Daten mit, welches ich zusätzlich finden kann.

Steht da ein Einsatzfahrzeug mit tollen Sensoren, ECM und guter Bewaffnung... Warum nicht das Ding als Fluchtwagen benutzen, teure Hardware raus reißen und selbst benutzen?

 

Der Decker besorgt sich Paydata, von dem Erlös gibt er vielleicht sogar was an den Rest der Runde.

Der Magier steckt sich die Foki und Zauberspeicher der Sicherheitsmagier ein.

Der StreetSam findet vielleicht ne Rüstung die ihm passt, oder ne teure Waffe.

Der Rigger nimmt sich nen Fahrzeug oder ne Drohne mit.

 

Sprich bei Runs in entsprechende Einrichtungen ist der "Beifang" wesentlich wertvoller als die Bezahlung und bringt den Charakter in seiner Entwicklung auch weiter, als die Bezahlung das könnte.

Um mit seiner Spielrunde so spielen zu können muss man natürlich auch wissen, wo die Spieler mit ihren Charakteren eigentlich hin wollen...

 

Mit genügend Beinarbeit schafft man es eigentlich immer sich Zugang zu einer Delta-Klinik zu beschaffen.Ab 2060(?) gibt es die ja sogar schon in den Schatten. ;)

Doch was dann? 8.000.000Euro ansparen um sich die OP leisten zu können?

Aber warum? wenn ich 8.000.000 Euro ohne die Ware zusammenbekommen habe kann ich mich doch auch so zur Ruhe setzen, oder? Wenn 8.000.000 Euro für den feuchten Traum eines StreetSams überhaupt ausreichen...

Aber wie wäre es mit folgendem Abenteuer:

Eine einfach Extraktion eines Kybernetik-Spezialisten.

Der Konzern für den der Mann "noch" arbeitet entscheidet: wenn wir den nicht haben können, soll ihn auch niemand sonst haben.

Schaffen es die Runner dem Mann das Leben zu retten und ihn sich er zu seinem neuen Arbeitgeber zu bringen wird er schon mal dankbar sein. Schaffen es die Runner dann noch seine Familie aus den Fängen des alten Arbeitgebers zu befreien wird der Mann extrem dankbar sein und bietet den Runnern als Bezahlung an ihnen einen sagenhaften Delta-Ware-Einbau durch zu führen.

Der StreetSam Spieler kann seinen feuchten Traum verwirklichen und muss sich nicht mit Spiellogik auseinander setzen, warum er extrem viel Geld ansparen sollte um sich dann zu vercybern und nicht zur Ruhe zu setzen...

 

Für mich ist Shadowrun eine Welt in der Runner an Ausrüstung kommen, die sie nicht mit Geld bezahlen können. Daher verdienen Runner bei mir auch selten mehr als 50.000 Euro.

In meinen Augen bezahlen Runner mit ihrem Verdienst ihren Lebensstil, Waffen, Munition und gefälschte SINs. Und diese Dinge haben eines gemeinsam: Sie sind vergleichsweise BILLIG.

 

Ein normaler Run sollte 10.000 bis 15.0000 Gehalt .

Davon ausgehen dass für einen normalen Run maximal ne Woche gearbeitet wird und die Chance auf nützlichen "Beifang" besteht. doch dieser sollte bei einem normalen Run sich nur 10.000 Euro pro Runner bringen.(Nach Hehlerei-Regeln)

 

Ein wirklich herausfordernder Run sollte ruhig 50.000 an festem Gehalt bringen.

Davon ausgehend das nicht länger als 2Wochen dafür gearbeitet wird. 

Außerdem sollte die Gruppe ein angebrachtes Spesenkonto bekommen womit Wegwerf-Ausrüstung wie Tauscher-Ausrüstung, Kletterseile, Fallschirme, SINs, finanziert werden können.

Bei solchen Runs kann der "Beifang" allerdings auch ins Unermessliche klettern. Hier muss der Spielleiter sehr vorsichtig sein.

 

Ich spielte mal in einer Gruppe den Rigger, die es geschafft hat einen mittelschwer beschädigten Aztec Lobo mitgehen zu lassen. Das Ding war voll ausgerüstet mit ECM, ECCM, Sensoren, Gauss-Geschütz und Heavy-Rotating-Laser...

Das Teil war so viel Kohle Wert...aber wir haben es nicht verkauft. 

95% der gespielten Runs stand das Ding in unserer Lagerhalle...

Aber bei den 3 Runs wo es in unseren Plan passte war es extrem geil so etwas zu besitzen.  :D  :D  :D  :D  :D  :D  :D  :D  :rolleyes:

Und ganz ehrlich welchr Rigger bekommt schon das Geld zusammen sich mal nen Schwebepanzer zu kaufen? Und warum sollte er das tun?

 

Beste Grüße

   SnakeEye


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#36 Zoldor

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Geschrieben 19. September 2014 - 07:35

Hm, so wie ich das sehe ist der Vorschlag im GRW für den SL gedacht - nicht für den Johnson. 
Und das man als SL darauf schauen sollte, das die Spieler am Ende des Runs mit diesem Gewinn aussteigen. 
Und Gewinn = Bezahlung von Johnson + Paydata + Spielzeug - Spesen.

Die Bezahlung des Johnsons wird natürlich im Vorhinein verhandelt. Dann versuchen die Runner noch nebenher abzugreifen, was sie können. Und am Ende wird man dann auch noch tatsächlich vom Johnson bezahlt. Oder auch nicht. Wenn nicht kann auch noch ein unbezahlter Racherun folgen - man will ja nicht den Ruf bekommen, dass jeder der einen hintergeht ungeschoren davon kommt.
Es sollte sich eben in Summe gut ausgehen.
 



#37 SnakeEye

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Geschrieben 19. September 2014 - 07:56

Und Gewinn = Bezahlung von Johnson + Paydata + Spielzeug - Spesen.

 

Dann siehst du das also so, dass es eigentlich keine Möglichkeit gibt an DeltaWare zu kommen, oder? ;)



#38 Black Metal

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Geschrieben 19. September 2014 - 08:08

Weil er keine Runner mehr findet, sobald seine Jobs sich nicht rentieren. Warum sollte ich Runs machen, wenn ich am Schluss eher weniger, als mehr Geld habe? ^^

Wenn man als Runner so effizient ist, dass man bei einem Run Nebenkosten in Höhe von "ausgehandelte Bezahlung + X" verursacht, dann ist man nicht der richtige Runner für den Job, das wird Johnson schnell merken. Wenn Du willst, dass Johnson Dich für mögliche Kollateralschäden und alle anderen Eventualitäten bezahlt? Träum' weiter. Hood runs machst Du also auch nicht?
Also, leh'n den Job ab, keiner zwingt Dich. Aber lebe mit den Konsequenzen. :P
Als gemeiner SL kann man sowas natürlich planen; erst einen unterbezahlten Job anbieten und gucken, ob die Spieler hinterhertrotteln und Ja und Amen sagen, oder ob sie mitdenken. Wenn sie annehmen gut, dann arbeiten sie halt mal für kleines Geld. Wenn sie ablehnen kommt vielleicht ein besser bezahlter Job daher...

Für den Johnson ist das relevant, da er ein großes Interesse daran hat, fähige Runner an sich zu binden.

Da muss es in SR5 aber neue Johnsons geben, in SR4 waren die Johnsons eher nicht so darauf bedacht irgendwelchen Runner-Abschaum an sich zu binden - es sei denn im Sinn von an den Eiern haben - und so mit ihm in Verbindung gebracht werden können. Vor allem nicht mit der Runner-Subspecies Langfingeris Wahllosus, der auf Runs andere Ziele verfolgt (sich die Taschen so voll zu stopfen wie es nur geht), sinnlos Dinge mitgehen lässt und so möglicherweise erst so richtig ins Wespennest sticht. Da dürfen sich die Runner nicht beschweren, wenn sich der bestohlene Kon an ihre Fersen heftet. Dass der ursprüngliche Johnson für solche Eventualitäten Geld berappen soll, halte ich für ein Gerücht, das geldgeile. unvorsichtige Elefanten-im-Porzellanladen-Runner gestreut haben.

Und in den Schatten binden Kontakte, Geld und Zuverlässigkeit. Wenn er alles drei bieten kann, dann bekommt er die Besten Leute und die arbeiten auch gerne für ihn. Ein Zustand, den der Konzern vmtl mit Beförderung und Gehaltserhöhung anerkennt. Zumindest sehe ich das so

OK, dann sehen wir das unterschiedlich. Für mich ist der Johnson eine arme Haut, die für die wichtigen Leute arbeitet und sich mit dem Abschaum herumschlägt. Er buckelt nach oben und tritt nach unten. Er muss absolut keine Konzernzugehörigkeit haben. Für ihn sind die wichtigen Connections auf der Straße nicht irgendwelche Runner. Welchen Nutzen haben Runner für Johnsons außerhalb von Aufträgen? Was erwarten Runner von ihrer Johnson-Connection (außer Jobs), und inwieweit setzt das seine Integrität als Johnson auf's Spiel? Welche Gefahr stellen Runner für Johnson dar? Imo will Johnson, sofern er nicht anderslautende Befehle hat und sich einen Stall voller Runner halten soll, so weit weg von den Schwerverbrechern bleiben wie möglich!
Die wichtigen Kontakte auf der Straße sind für Johnsons imo die Schieber. Schieber wissen mehr über Runner als andere. Welcher Runner welche Fähigkeiten besitzt, klar, aber auch wie er mit Geld umgeht (und ob er daher möglicherweise Schulden hat), ob er sich wöchentlich einige Tütchen NovaCoke für den Eigengebrauch kauft, welche Marotten, Prinzipien, Ticks er hat, an welchen spezialisierten Straßendoc/Taliskrämer/Spezialspezialisten er ihn aus welchem Grund mal vermittelt hat, vielleicht sogar wie er bei Runs plant (abgeleitet von Anfragen zu Quellen und Ausrüstung).



#39 Nevermind

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Geschrieben 19. September 2014 - 08:13

Ist es nicht immer auch eine Frage des Kampagnenfokus?

 

In meiner Street-Level Kampagne hat ausser dem PGler niemand über was besseres als Alphaware nachgedacht.

Da waren Bezahlungen niedrig, oder es waren Gefallen, oder man musste es erledigen weil man von Partei X 'überredet' wurde.

Entsprechend waren Bezahlungen zwischen 0 und 20K mit eventuellen kleineren Lootoptionen, aber da ging es auch maximal um AA Konzerne und irgendwann vor allen um BackroundStuff.

 

In der Critterkampagne die jetzt gerade gestartet ist wird das anders aussehen. Spätestens wenn Sie eine Warform aus einen Hochsicherheits-Forschungstrakt entführen wird die Kohle irgendwo bei 25-75k  landen.

Aber bisher haben Sie für kleines Geld gearbeitet weil Sie sich beweisen müssen. 5K pro Kopf für einen Ausflug in die Nähe von Denver um Critter von einer Zuchtfarm abzuholen (Paar Tage Arbeit, aber kein grosses Risiko, weil die Papiere soweit ok waren) und da gerade Weihnachten (ip) war mussten Sie eine Weihnachtsgeschenkkatze aus einen eingeschneiten Gen-Zuchtlabor holen, da gabs dann für 12 Stunden Arbeit 10K, weil Sie nur die 12 Stunden hatten (Aber da ham Sie dann einen Raben und einen Hund für Teammitglieder abgestaubt.).  



#40 Wandler

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Geschrieben 19. September 2014 - 08:51

Eigentlich finde ich, dass die Ansichten der meisten hier nicht all zu weit auseinander liegen, im Vergleich zu den Karmabelohnungen wo der Unterschied 4 Karma vs 16 Karma die ich so gelesen habe gewaltig ist.

 

Wohingegen 250.000 Euro für einen sehr gefährlichen Run für Wandler wohl eher etwas gewöhnliches wäre...

Ich vermute auch das Wandlers Gruppe für einen gefährlichen Run eine hohe Summe an fester Bezahlung verlangt, weil sie die Spesen aus ihrem Eigenkapital bestreiten und weil sie wenig "Beifang" aus dem Run mitbringen.

Das war schon das Beispiel wo die Topruns bei mir anfangen und gefährlich ist dabei wirklich gefährlich. Ich kann mich nicht erinnern wann das letzte mal 250.000/Nase auch nur mit Nebenverdienst rausgesehen haben. Das war vielleicht am Ende der SR4 Gruppe, die hatte zwar nicht viel Karma, war aber RP technisch einfach schon bekannt, hatte Connections in den zweithöchsten Kreisen, hat Nebenbei schon Bars und Workshops betrieben und man konnte sagen, die waren fast schon zu bekannt um noch aktiv auf Runs zu gehen. Da ging es dann mehr um persönliche Verwirklichung und weniger um "Überleben und Lebensstil bezahlen".

 

Bei solch einer Bezahlung kann man auf der Gegenseite bei mir allerdings mit gebunden Geistern, Edge Nutzung, Foki, Iniitierten, Drachen, Panzern, Helikoptern, Chemischen Kampfstoffen, Ritualmagie usw rechnen. Nicht per se alles auf einmal aber je weiter wir nach oben kommen um so mehr davon wird erscheinen.

 

Beifang

Gibt es bei mir ganz wenig. In meiner SR Welt ist Diebstahl schwierig und lohnt sich kaum. Mit dem 4 Marken System ist es zu mühsam, zu gefährlich mit gestohlenem Zeug rumzulaufen. Meine SR Welt ist scheiß tödlich und wenn du mit einer gestohlenen Knarre rumläufst und bei einer Routinekontrolle die Waffe überprüft wird (weil du dich bspw. aggressiv verhalten hast und damit aufgehalten wirst), dann bete, dass sie die Waffe nicht zuordnen können sonst kann dich entweder dein Team aus dem Knast holen oder dir wird erstmal alles angehängt worin diese Waffe verwickelt sein könnte. Meine Shadowrun Welt ist nicht gerecht. Das Gesetz ist es dort nicht und die Runner sind es nicht. Es gibt natürlich auch ehrliche Staatsanwälte und Co, aber sie stellen nicht den Status Quo dar. Meine Shadowrun Welt ist böse :)

 

Beiwerk an Paydata gibt es auch, aber das sind oft mehrere hundert NewYen. Ich glaube nicht, dass jemand der noch nicht weiß was er mit den Daten macht soviel dafür zahlt. Klar in der Realität lassen sich alleine mit verifizierten E-Mail Adressen schon einiges an Geld machen, aber ich möchte da einfach kein Plündersystem aus anderen RPG's haben.

Die wertvollste Bezahlung sind Zugang zu Deltaware, wertvolleren Foki, Connections, Gefallen.

 

Ein normaler Run sollte 10.000 bis 15.000 Gehalt .

Das wäre für mich ein durchschnittlicher Run gegen kleine Konzerne/Gangs/usw. Sicherheit in Matrix, Magie und der physischen Welt. Allerdings eben auf niedrigem Niveau, vermutlich keine gebundenen Geister der Stufe 6 und Fokinutzung der Gegenseite usw. Auch in der heutigen Welt wird ein beruflich krimineller mit solchen Einkommen rechnen und ich rede jetzt nicht von Straßendieben sondern Leute die effizient Betrug, Diebstahl, usw. durchführen. Da wird nicht in ein Einfamilienhaus sondern in 3-4 Villen im Villenviertel eingebrochen. Für ein Autoradio ist das Risiko einfach zu groß.

 

 Für mich ist Shadowrun eine Welt in der Runner an Ausrüstung kommen, die sie nicht mit Geld bezahlen können. Daher verdienen Runner bei mir auch selten mehr als 50.000 Euro.

Das wäre bei mir für eine etablierte Runnerrunde mit sagen wir 50-150 Karma nicht unüblich. Es wird nicht weit darüber reichen, aber sagen wir zwischen 25.000 und 75.000 wird es sich mit Nebeneffekten sicher handeln.



#41 Black Metal

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Geschrieben 19. September 2014 - 09:31

Ich kann mich nicht erinnern wann das letzte mal 250.000/Nase auch nur mit Nebenverdienst rausgesehen haben.

Ich (in SR4) noch nie und wird auch nie passieren.
 

aber ich möchte da einfach kein Plündersystem aus anderen RPG's haben.

Absolut 110% Zustimmung!
 

BeifangGibt es bei mir ganz wenig.

Dito! Die Spieler können aber meine NSCs auschlachten, da ist manchmal gutes Geld zu machen. Das setzt natürlich voraus, dass sie den Ballast mit sich schleppen können/wollen.
Aus Beifang drehe ich den Runnern gerne mal einen Strick, oder leiere ich damit bestimmte Dinge an.
 

Meine Shadowrun Welt ist nicht gerecht.

Dito!

Meine Shadowrun Welt ist böse :)

Böse finde ich übertrieben, ich sehe die Welt viel mehr als schlecht bis auf die Knochen.

Bearbeitet von Grobi, 19. September 2014 - 11:03 .


#42 S.Miles

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Geschrieben 19. September 2014 - 09:50

@Grobi:
Ja, ich schätze da haben wir eine sehr unterschieldiche Ansicht zu Johnsons. ^^ Für mich sind das die Personen der Abteilung "Inoffizielle Initiativen" eines Konzerns plus deren externe freie Mitarbeiter. Das sind Leute, die dafür sorgen, dass gewisse Interessen des Konzerns gefördert werden und die Dinge passieren, die passieren müssen, um den Konzern voran zu bringen.
An Abschaum haben sie in der Tat kein Interesse. "Aber was ist mit diesem neuen Team, das grade mit überraschender Effizienz das Yakuza-Lager an der Vierten ausgehoben hat und das, obwohl sie noch so neu im Biz sind? Mal im Auge behalten... Ach ja, da haben wir doch was kleines. Einen kleinen Prototypen aus einem Lager holen, kein Riesending, aber auch nichts simples. Wenn sie das gut machen, dann sollte man die auch in Zukunft im Auge behalten und ihnen ein guter Gönner sein. Die Jungs haben Potenzial, das riech ich." So stelle ich mir die Logik eines guten Johnsons vor. Er ist derjenige, der für die Konzerne die Schatten im Auge behält, der die Schieber kennt, die gute Runner-Ware anbieten und der weiß, wem er wie viel zahlen sollte.
Ein Johnson, der schlecht zahlt und Runner nur wie Abschaum und nicht wie Auftragnehmer behandelt, wird einfach nicht lange im Biz sein. Irgendwann dreht der Ork-Sam durch und bläst ihm die Rübe weg. Johnsons müssen klug, mutig und ziemlich kalt sein. Sie müssen sehr gut abschätzen können, wie mit den Leuten gegenüber zu reden ist und was möglich ist. Ein Johnson, der nicht mit Respekt ggü den Runnern arbeiten kann, ist für mich genauso unrealistisch, wie ein Runner, der mit MG durch Downtown läuft. Die Schatten sind kein schöner Ort und dein Konzern ist weit weg. Wer es als Johnson zu etwas bringen will (denn auch Johnsons kommen in verschiedenen Gehaltsklassen), der muss genauso ein Profi sein, wie die Runner, die er anheuern will.

@Beifang:
Finde ich eine äußerst unschöne Art, Geld zu machen und widerspricht auch meiner Ansicht davon, wie sich Runner ggü den Konzernen verhalten, um nicht auf die Schwarze Liste zu kommen. Runner sollten so wenig Profil hinterlassen, wie möglich und nur minimalen Schaden anrichten. Ein toter Wachmann ist schon ein riesiges Problem, denn sowas kann man öffentlich nicht klein reden. Ein geklauter Prototyp ist ärgerlich, aber kein Beinbruch... Wenn dann nebenbei noch das gesamte Labor ausgeräumt wurde und die Leichen der Wachmänner barbarisch ausgenommen wurden, muss der Kon einfach zurück schlagen.
Also ja: Beifang ist eine Option, mache ich gelegntlich auch, wenn die Beute interessant genug ist. Aber im Allgemeinen sollte der Johnson zahlen und nicht der Kon, der eh schon bestohlen wird.



#43 Black Metal

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Geschrieben 19. September 2014 - 10:11

Ja, ich schätze da haben wir eine sehr unterschieldiche Ansicht zu Johnsons. ^^ Für mich sind das die Personen der Abteilung "Inoffizielle Initiativen" eines Konzerns plus deren externe freie Mitarbeiter. Das sind Leute, die dafür sorgen, dass gewisse Interessen des Konzerns gefördert werden und die Dinge passieren, die passieren müssen, um den Konzern voran zu bringen.

Gilt das für AAA-Konzerne? AA-Konzerne? Kann sich das sonst jemand leisten? Imo nein. Also gibt es jede Menge freischaffende Johnsons.

So stelle ich mir die Logik eines guten Johnsons vor. Er ist derjenige, der für die Konzerne die Schatten im Auge behält, der die Schieber kennt, die gute Runner-Ware anbieten und der weiß, wem er wie viel zahlen sollte.

Kein Einspruch von mir. Die Interessen des Konzerns gehen vor. Die Runner sind zweitrangig, die Schieber/Hehler sind wichtig.

Sie müssen sehr gut abschätzen können, wie mit den Leuten gegenüber zu reden ist und was möglich ist. Ein Johnson, der nicht mit Respekt ggü den Runnern arbeiten kann, ist für mich genauso unrealistisch, wie ein Runner, der mit MG durch Downtown läuft. Die Schatten sind kein schöner Ort und dein Konzern ist weit weg. Wer es als Johnson zu etwas bringen will (denn auch Johnsons kommen in verschiedenen Gehaltsklassen), der muss genauso ein Profi sein, wie die Runner, die er anheuern will.

Ein Johnson überlebt imo durch Information, über Runner und über Auftraggeber. Schon lange bevor er sich ins Auto setzt um zu einem Meeting mit Runnern zu fahren, weiß er schon ganz genau, was er will und wie er es bekommt. Eines seiner Asse im Ärmel ist, dass er sowohl viel über die Runner als auch über den Auftraggeber weiß. Die Runner sind klar im Nachteil, denn im Grunde wissen sie nichts. Sie stehen unter Druck (Geld verdienen, am Leben bleiben, nicht in den Knast kommen, die Konkurrenz ausstechen, einen guten Ruf erarbeiten usw.). Was ist aus sicht der Runner wichtiger, dass sie dem Johnson gegenüber Respekt zollen und sich an die Etikette halten, oder dass der Johnson sie anständig behandelt? Und wenn er 5.000 drauf packt, darf er sie dann wie Dreck behandeln?

Wenn dann nebenbei noch das gesamte Labor ausgeräumt wurde und die Leichen der Wachmänner barbarisch ausgenommen wurden, muss der Kon einfach zurück schlagen.

Einfache Wachmänner bringen nichs. Ich bezog mich eher auf außergewöhnliche NSCs die im Laufe des Runs umkommen und etwas in der Art. Leute, die sich aufgrund ihrer tollen Tech gut wehren können, Leute von Militär oder MET2000, Wesen die Kopfgeld bringen und den Runnern in den Barrens/im Labor über den Weg laufen. Es ist aber immer die Frage, ob es in dem Augenblick oppertun ist, sich diese Zusatzbeute zu schnappen? Und wer ist überhaupt Beute und wer ist Jäger? :D


Bearbeitet von Grobi, 19. September 2014 - 10:16 .


#44 SnakeEye

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Geschrieben 19. September 2014 - 11:02

Die Aussagen zum Thema Beifang erinnern mich gerade an eine Diskussion, die ich mal mit einer Mitspielerin hatte.

Sie wollte einfach nicht einsehen, dass Shadowrunner auch "nur" Kriminelle sind.

Shadowrunner sind Diebe, Betrüger und Mörder. Manche mehr, manche weniger. Klar kann man auch eine tolle Shadowrunner Karriere machen, ohne jemals jemanden getötet zu haben, aber das ist schon extrem schwierig.

Und eine Karriere ohne Beihilfe zum Mord sehe ich als sogar recht unmöglich an. Und ohne Betrug und Diebstahl geht es gar nicht.

Konzerne lassen sich darauf ein mit solchen "Subjekten" Geschäfte zu machen. Immerhin sind sie definitiv nicht besser, denn auch sie betrügen und stehlen wo sie nur können und Morden skrupellos wenn sie müssen.

Also warum sollte ein Shadowrunner der halbwegs effektiv seine Arbeit machen will sich nicht zu seiner Kriminalität bekennen und etwas für sich selbst aus der Schatzkammer mitnehmen, in die er für jemand Anderes eingebrochen ist...?

 

In meinem SR-Universum ist ein Dutzend toter Wachmänner bei einem Konzern leichter zu verschmerzen als ein gestohlener Prototyp, oder ein verschwundener Wissenschaftler...

 

Natürlich ist es ärgerlich, wenn irgendwelche Forschungsergebnisse(Paydata) die bei einem Einbruch wohl noch zusätzlich mitgenommen wurden plötzlich von einem Konkurrenten veröffentlicht werden, doch das müsste schon was ziemlich brisantes sein, was da zufällig rumlag, damit der Konzern dann die Runner sucht und vernichtet.

 

Runner sind Werkzeuge. Konzerne sehen doch nach einem Run nicht den Runner als das Übel an, sondern den Auftraggeber.

Oft genug wird ein Team was eben noch für Aztech gegen Ares gearbeitet hat am nächsten Tag schon von Ares gegen Aztech geschickt....

 

Aber wvielleicht unterscheidet sich mein Shadowrun-Universum auch einfach von eurem. ;)



#45 S(ka)ven

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Geschrieben 19. September 2014 - 11:07

Sind die NSC Mr. Johnsons nicht die Jungs von den Konzernen?

Der Rest läuft doch bestimmt unter dem Begriff Schieber.

 

Finde da die Übergänge aber auch recht fließend... zumal sich viele ja gerne trotzdem einfach "Mr. Johnson" nennen der "Tarnung" halber...

 

In den Storys im Regelwerk ist ja auch alles dabei, vom "fürsorglichen" Schieber, der auf seine "Leute" auch aufpasst bis hin zum Johnson, der neben den Runnerteam noch ein zweites günstigeres 2 Mann Team anheuert, um den Runnern das Paket auf dem Rückweg abzunehmen.

 

 

Ich persönlich bin der Meinung, dass sich "Betrug" von Johnsons im Rahmen halten sollte... zum einen spricht sich sowas im Schatten schnell rum und zum anderen soll es ja "durchgeknallte" Runner geben die das sehr persönlich nehmen.

Bei einem damaligen sehr eigenwilligen SL zu 3.01 Zeiten kam es recht häufig vor, dass man einem Johnson nach einem versuchten Attentat am Ende eines Runs einen Besuch abgestattet hat und ihm dann einfach mal ein bisschen C4 unter den Wagen tapeziert oder ihn anderweitig spektakulär abtreten hat lassen. B)

 

@Snakeeye: Beifang erhöht zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass vom beklauten Konzern angeheuerte Shadowrunner die den Prototyp wieder zurückholen sollen an deiner Tür anklopfen, um nach dem Mr. Johnson hinter der Aktion fragen.


Bearbeitet von S(ka)ven, 19. September 2014 - 11:11 .






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