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Soziale Fertigkeiten und ihr Einsatz


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3 Antworten in diesem Thema

#1 Case_Undefined

Case_Undefined

    7E-Theoretiker & Kultist #44

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Geschrieben 30. Oktober 2015 - 09:58

Dies ist eine Diskussion zu den RAW und ihrer Anwendung im praktischen Spiel. Hinzu kommt der Aspekt des guten/schlechten Rollenspiels in Bezug auf den Umgang mit derselben. Mit der Bitte um sachliche Beiträge.

Die neuen sozialen Fertigkeiten dienen ja dazu mit Personen (NSC) zu interagieren. Gemeinhin erläutert ein Spieler seine Aktion und der SL entscheidet, welche soziale Fertigkeit zur Anwendung kommt. Die Schwierigkeit bestimmt sich u. a. durch den möglichen Gegenwert, den eine Person bei der entsprechenden Fertigkeit oder Psychologie hat. Des Weiteren wird einbezogen, welche Grundeinstellung die Person ggü. dem Investigatoren hat. Dies kann bei Wohlwollen der Person sogar zu einem Entfall der Probe führen und bei starker Abneigung zu einer Verschlechterung von 1-2 Stufen führen.

Bringt ein Spieler ein gutes Argument hervor oder unterstreicht seine Einschüchterungs-Aktion bspw, mit einer Waffe, so erleichtert sich die Stufe ggf. um eins.

An dieser Stelle kommt das Rollenspiel hinzu. Was macht man mit einem Spieler, der eine großartige Szene spielt? Erleichtert man die Probe? Geht man über den Schwierigkeitsgrad oder gibt nan einen Binuswürfel?

In einem Beitrag auf YSDC wird ein interessanter Mechanismus beschrieben. Zusammengefasst wird immer dann eine Probe gewürfelt, sobald es zu einer Transaktion zwischen Investigator und NSC kommt. Bspw. also zu einer Frage-Antwort-Situation oder zu einer Gefälligkeit/Handlung. Bis zu diesem Zeitpunkt kann der Spieler so viel Rollenspiel spielen wie er möchte. Eine Transaktion "kostet" eine Probe.

Ich persönlich gebe Bonus-/Maluswürfel, wenn die Transaktion durch eine gute Performance vorangebracht wird oder aber der Schwachpunkt eines NSC angespielt wird.

Wie handhabt ihr das?

#2 purpletentacle

purpletentacle

    Farbloser, unkultivierter Rollenspielbarbar

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Geschrieben 30. Oktober 2015 - 10:16

Ich versuche die "Nicht Method Actor" nicht zu benachteiligen und die Regeln (jetzt mal unabhängig von CoC7) anzuwenden.

Heißt, mir ist es egal ob jemand beschreibt wie er seinen Gegenüber überzeugt/überredet/ablenkt etc. oder derjenige des in "wörtlicher Rede" ingame tut. Wichtig ist nur dass Weg (also die Taktik bzw. Argumente) und Ziel des Spielercharakters klar sind. Ist der Weg gut (bspw wir der Schwachpunkt angesprochen), dann gibt es eventuell eine Erleichterung auf die Probe (bzw bei Trail gibt es dann eher mehr Infos oä.).

Wobei der Weg nicht einmal zwingend erforderlich ist. Denn das geht für mich in die selbe Richtung wie "ich spiele einen Chemiker und habe keinen Dchimmer von Chemie". Wenn mir der Chemikerspieler sagt was er erreichen will ("Was ist das für eine Substanz?") dann soll er würfeln und mir nicht erklären wie er das herausfindet.


DCC 2010 kein Gatsby
DCC 2011 kein Gatsby
DCC 2012 kein Gatsby
DCC 2013 kein Gatsby (weil er wichtigeres zu tun hatte)
DCC 2014 bist du fällig, du reicher Schnösel! Nach 60 Minten von Gatsby erschossen worden. Supergeil!
 
Ich mag Trail of Cthulhu lieber  :P 

#3 Die Farbe aus dem All

Die Farbe aus dem All

    Deine neue Lieblingsfarbe

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Geschrieben 30. Oktober 2015 - 12:37

Ich gebe Würfel-Boni fast immer, wenn sich der Spieler Mühe gibt, egal ob mit direkter Rede oder ob er es ausführlich umschreibt. Für mich ist es nicht wichtig, ob mir die Methode schlüssig und gut erscheint. Allerdings sage ich das den Spielern so nicht. Sie dürfen ruhig glauben, dass sie den Würfel-Bonus bekommen, weil mir mir das, was sie sagen oder tun einfach nur gut gefällt.


"Die Farbe... sie brennt... kalt und feucht, aber sie brennt... ich hab sie gesehen... bricht Dir den Verstand, und dann kriegt's Dich... verbrennt Dich... kannst nich loskommen... zieht Dich... nur 'ne Farbe... es ist von weit her gekommen, wo die Sachen nich so sind wie hier... saugt das Leben aus..."

 

Nahum Gardner in "Die Farbe aus dem All" von H.P. Lovecraft


#4 Dark_Pharaoh

Dark_Pharaoh

    Advanced Member

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Geschrieben 03. November 2015 - 16:01

Wir würfeln sowas normal nicht. Der Wert muss vorhanden (bzw. gesteigert) sein um ihn zu nutzen, damit Rollenspiel und Charakterwerte stimmig sind. Aber bei uns wollen das alle spielen. Falls mal ein Neuling dabei ist oder jemand mal einfach keine Idee hat, dann wird natürlich gewürfelt, um allen die Möglichkeit zu geben, eine Probe zu schaffen. Man kann natürlich sagen, das bevorzugt immer noch die "Method Actor", weil die bei gutem Spiel immer Erfolg haben und derjenige der würfelt nicht. Aber bei uns wäre es viel schlimmer, wenn die Leute gute Ideen haben die dann an einem Wurf scheitern. Würde meinen Spielern nicht gefallen. Damit fahren wir seit Jahren wirklich gut in allen Systemen. Muss halt von vorne herein klar sein, damit alle wissen wie es läuft.

 

Um auf die Frage zu antworten:

 

An dieser Stelle kommt das Rollenspiel hinzu. Was macht man mit einem Spieler, der eine großartige Szene spielt? Erleichtert man die Probe? Geht man über den Schwierigkeitsgrad oder gibt nan einen Binuswürfel?

 

Der erste Abend mit 7.0 kommt bei uns erst noch, bisher habe ich eine Erleichterung in % gegeben. Bei der 7.0 würde ich wohl den Bonuswürfel nehmen, weil mir das Prinzip in anderen Systemen gut gefällt und den meisten Spielern geläufig ist.






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