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GANGSTER - Unheimliche Unterwelt


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87 Antworten in diesem Thema

#46 Johnny Dillinger

Johnny Dillinger

    Redakteur

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Geschrieben 24. Februar 2016 - 16:41

Mit anderen Worten, die Spielwelt muss so realistisch wie möglich sein, damit der Mythos umso unfassbarer und unheimlicher wird. Wenn aber schon einfachste Tatsachen wie die Beschreibung einer Waffe und ihres ballistischen Effekts nicht stimmen, und diese Tatsachen zudem einfach nachprüfbar sind, dann hat man ein Problem, das vielen vielleicht unter dem Begriff der mangelnden willing suspension of disbelief -- willentlichen Aussetzung der Ungläubigkeit -- bekannt sein dürfte.

 

Also, um ehrlich zu sein, hatte ich den Mythos im Spiel noch nie öder oder abgeschwächter erleben müssen, weil etwa die Beschreibung einer Waffe und deren Ballistik im Spielbuch nicht zu 100% der Realität entsprach. Derlei Killefit hat dem Spielspaß nun wahrlich noch zu keiner Gelegenheit einen Abbruch getan. 


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#47 Johnny Dillinger

Johnny Dillinger

    Redakteur

  • Cthulhu Insider
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Geschrieben 24. Februar 2016 - 17:14

 


Zu Gangstern als Bekämpfern des Mythos: Gangster sein ist nunmal kein Beruf, den man einfach so ergreift und nebenher ein ganz normaler Mensch ist. Die echten Gangster hatten durch die Bank antisoziale Persönlichkeitsstörungen, vom Hang zur spontanen Gewalt und der rücksichtslosen Durchsetzung des eigenen Willens aus ausnahmslos niederen Beweggründen ganz zu schweigen. Hinzu kommt, dass vielen historischen Gangstern auch der Grips fehlte, um die bahnbrechenden Erkenntnisse des Studiums des Mythos überhaupt in Angriff zu nehmen, geschweige denn zu begreifen. Nach vielen Jahren der intensiven Beschäftigung mit den einschlägigen Gesellen (die ja durchaus historisch faszinierend sind) sehe ich da absolut keine Überschneidung. Jeder wie er möchte, natürlich, aber ich finde das Unsinn.

Spoiler

 

Cheers

 

HANS

 

Da gebe ich Dir historisch gesehen sogar vollkommen recht. Weder Capone, noch Dillinger, noch Baby Face Nelson wären sehr wahrscheinlich in der Lage gewesen, sich mit dem Mythos adäquat auseinanderzusetzen oder hätten vielleicht Interesse für ihn empfunden. Auf der anderen Seite weiß man das aber auch nicht so genau, denn sie haben den Mythos nie kennen gelernt. ;)

 

Der Band ist für ein fantasievolles Rollenspiel konzipiert, in dem die Realität genommen, gebrochen und mit erfundenen Spielelementen ergänzt und verfeinert wird. Für mich ist das Cthulhu-Rollenspiel kein 100%-Historien-Nachspiel-Reenactment. Ich denke sogar, das Diktat der Realität, alles immer ganz genau abbilden zu wollen, ist eher abträglich. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, natürlich müssen elementare historische Tatsachen beachtet werden. Es gab in den 1920er keine Smartphones und keine Überschallflugzeuge. Na klar. Aber ob die Nummernschilder jetzt so oder so aussahen, werden die meisten Spieler ohnehin nicht wissen.

 

Weder der Mythos, noch die Abenteuer der SC sind real. Es sollen einfach tolle, spannende Geschichten sein. Die Gangsterwelt ist spannend und faszinierend. Wir haben jetzt diese mit dem Mythos zusammengebracht, um ein völlig fiktives Spielerlebnis zu schaffen. Und wenn man sich einfach drauf einlässt, kann diese fantasierte Spielwelt ganz wunderbar sein.

 

Im übrigen würde auch keiner, aber wirklich keiner meiner ganzen damaligen Uni-Profs hier in der realen Welt einem so obskuren Kram wie dem Mythos ernsthaft hinterherforschen. Gangster oder Gelehrte - realistisch gesehen ist der Mythos für beide wohl nix. Deshalb lieber Fiktion.



#48 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 24. Februar 2016 - 19:23

Was die Regeln angeht: Als Lizenznehmer von Chaosium sind wir an die dortigen Regeln "gebunden".

An diversen Stellen wurden gegenüber der Vorversion sogar zur Spielvereinfachung Dinge eher generalisiert und allgemeiner gehalten, und genau den Zweck erfüllen sie auch sehr gut.

Als Beispiel: Die Zusammenfassung von bisher 4 Fertigkeiten zu "Nahkampf (Handgemenge)" (was außerdem noch Messer und Knüppel beinhaltet als Fertigkeit).

Oder die ganz andere Umsetzung von STA-Verlusten, also Geistesgestörtheit.

Weg vom Realismus, hin zu mehr Spielspaß.

 

Zu Waffen und Munition: Es gab beispielsweise auch nie "das Gewehr von Moran". Es ist für das Spiel aber nicht den Spielspaß reduzieren, wenn es dort existiert.

So sehe ich das ggf. auch bei anderen Waffen bzw. Munitionsarten.

Ja, es ist noch toller, wenn alles trotzdem sehr realitätsnah ist, aber einen schaden erleidet man dadurch nicht, wenn es im Spiel sachen gibt, die es in der Wirklichkeit nicht gab/gibt.


Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)


#49 Merriweather

Merriweather

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Geschrieben 24. Februar 2016 - 19:43

Man sollte es wohl von vornherein als bewusste Setzung betrachten (so verstehe ich es, ohne bisher den Band zu kennen): Man spielt eben Gangster, die das Potenzial und Interesse haben (oder haben werden), den Mythos zu bekämpfen - und damit mögen sie ja durchaus untypisch innerhalb ihrer "Zunft" sein.

 

Die gleiche Voraussetzung - mag sie auch in anderen "Berufsgruppen" wahrscheinlicher sein - muss man ja zu Spielbeginn immer annehmen (außer vielleicht bei survivalartigen Oneshots), andernfalls entstehen Probleme bei der Charaktermotivation.



#50 HCV

HCV

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Geschrieben 27. Februar 2016 - 11:29

Dritter Artikel zu Gangsterkanonen:

 

Gangster Gats: "Pretty Boy" Floyd

 

Cheers

 

HANS


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#51 Kiri

Kiri

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Geschrieben 28. Februar 2016 - 21:47

Zu den Waffen und den dazugehörigen Regeln kann ich nur sagen: Wenn wir das wirklich bis ins kleinste Detail durchziehen, fallen meine Spieler vor Langeweile vom Tisch!

Zu den Abenteuern: Ich habe "Flucht" an einem der letzten Wochenenden mit meiner Gruppe gespielt und bin sehr angetan von dem Szenario. Es funktioniert mit schönen Schauplätzen und der Möglichkeit, eine Menge Druck aufzubauen.

Ich bin zufrieden mit dem Band - und halte auch die Behandlung von Gangstern und ihren Waffen für nicht so ermüdent wie damals im New York Band.

 

Gruß Kiri


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#52 Kiri

Kiri

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Geschrieben 01. März 2016 - 21:09

Wer es übrigens ganz genau wissen will, was damals so auf dem Markt verfügbar war: Es gibt einen hervorragenden Katalog zu Militaria aus den 20ern. Den Bannermann Catalogue of Military Goods von 1927. Der Bannermann hat alles alte Zeug aufgekauft, nett mit Zeichnungen in seinem Katalog dargestellt und zu verkaufen versucht. Da sind Sachen von der Steinzeit bis zum Ende des Großen Krieges wird eigentlich so alles aufgeführt.

 

Hab einen Nachdruck für 15 Euro bei A.. geschossen. Kann ich zum Stöbern nur empfehlen!

 

Gruß Kiri



#53 HCV

HCV

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Geschrieben 02. März 2016 - 09:35

Wer es übrigens ganz genau wissen will, was damals so auf dem Markt verfügbar war: Es gibt einen hervorragenden Katalog zu Militaria aus den 20ern. Den Bannermann Catalogue of Military Goods von 1927. Der Bannermann hat alles alte Zeug aufgekauft, nett mit Zeichnungen in seinem Katalog dargestellt und zu verkaufen versucht. Da sind Sachen von der Steinzeit bis zum Ende des Großen Krieges wird eigentlich so alles aufgeführt.

 

 

Der Bannerman (nur ein n, da besteht er drauf) ist nett, aber leider aus Sicht der 1920er nur ein Antiquitätenhandel. Bessere Übersichten was wirklich im Angebot war bieten die Kataloge von Stoeger, von Frantzius, oder Abercrombie & Fitch. Letztere sind besonders interessant da viele Eisenwarenhändler bei denen bestellt haben.

 

Cheers

 

HANS


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#54 Kiri

Kiri

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Geschrieben 02. März 2016 - 22:19

Hast Du da mal genauere Daten, dass man sich bei den großen Händlern auf die Pirsch begeben kann?

 

Gruß Kiri

 

 

 

 

Der Bannerman (nur ein n, da besteht er drauf) ist nett, aber leider aus Sicht der 1920er nur ein Antiquitätenhandel. Bessere Übersichten was wirklich im Angebot war bieten die Kataloge von Stoeger, von Frantzius, oder Abercrombie & Fitch. Letztere sind besonders interessant da viele Eisenwarenhändler bei denen bestellt haben.

 

Cheers

 

HANS

 



#55 HCV

HCV

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Geschrieben 02. März 2016 - 22:38

 

Hast Du da mal genauere Daten, dass man sich bei den großen Händlern auf die Pirsch begeben kann?

 

Jährliche Kataloge von

 

Alexander Stoeger

Peter von Frantzius

Von Lengerke and Antoine

Abercrombie & FItch

Iver Johnson

Sears, Roebuck (keine Faustfeuerwaffen mehr ab 1924)

Pacific Arms

 

etc. sind alle voll mit Kanonen, Schalldämpfern, Wiederladezubehör, Holstern und Taschen, Munition, und anderem Firlefanz für Sport, Jagd, etc. Oft sind auch andere Eisenwaren drin, Messer, Uhren, Fahrräder, usw. Die Kataloge von Peter von Frantzius sind interessant, weil bei dem viele Gangster aus Chicago eingekauft haben. Er hatte sogar die Dienstleistung im Angebot, die Seriennummer herauszufeilen ... Sears hat überall hingeliefert. Stoeger war der Generalimporteur für deutsche Waffen. Pacific Arms hatte auch gebrauchte Bergmann-MPi aus dem Weltkrieg am Angebot. In jedem findet sich etwas Cooles.

 

Echte Kataloge sind schwierig zu kriegen, es gibt aber zum Teil Nachdrucke und PDFs. Und manchmal hat man einfach Glück ;)

 

Cheers

 

HANS


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#56 HCV

HCV

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Geschrieben 05. März 2016 - 10:07

Neuer Kanonenartikel:

 

Gangster Gats: Fred "Killer" Burke befasst sich unter anderem mit den Waffen des St Valentine's Day Massacre.

 

Cheers

 

HANS


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#57 HCV

HCV

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Geschrieben 12. März 2016 - 16:18

Gangster Gats: Purple Gang beschreibt das aus technischer Sicht höchst interessante Arsenal eines Mitglieds der Purple Gang im Jahre 1938.

 

Cheers

 

HANS


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#58 Guest_Seanchui_*

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Geschrieben 17. März 2016 - 22:31

Da ja hier die Frage nach Meinungen im Vordergrund steht, will ich meinen Senf dann auch mal loswerden (nachdem ich den Band endlich durchgearbeitet habe):

 

„Gangster – Unheimliche Unterwelt“ verfolgt zwei Zielsetzungen. Auf der einen Seite will es die 1930er, eine Zeit, die gerade in den Vereinigten Staaten von der Weltwirtschaftskrise, hoher Kriminalität und Arbeitslosigkeit und nicht zuletzt der Prohibition geprägt war, für den cthuloiden Spieltisch erschließen. Andererseits waren gerade die frühen 1930er bekannt für die großen Gangsterbanden, welche die amerikanischen Großstädte nahezu nach Belieben dominierten.

 

Um es vorweg zu nehmen: die erste Zielsetzung wird meines Erachtens eher unzureichend erfüllt. Zwar widmen sich rund 16 Seiten der Zeit der Weltwirtschaftskrise, eingeleitet durch den „Schwarzen Donnerstag“ im Oktober 1929. Auch bemühen sich die Autoren, Flair und Lokalkolorit dieser harten Zeit mit zahlreichen beispielhaften Szenen und nicht zuletzt einem universellen Abenteuerschauplatz einzufangen – doch letzten Endes erfährt man als Spielleiter doch zu wenig über diesen Hintergrund und die Situation in verschiedenen Städten, um wirklich frei in den 1930ern agieren zu können.

 

Anders verhält es sich mit den Gangstersyndikaten. Zunächst wird mit Chicago wohl die Hochburg des Verbrechens ausführlich vorgestellt. Kein Wunder, dass hier auch Al Capone und seine Konkurrenten Erwähnung finden. Das hier zusammengetragene Hintergrundmaterial wird ergänzt um Regelerweiterungen zur Investigatorenerschaffung, Ausrüstungslisten, neuen Feuerwaffen, Hinweisen zu Betätigungsfeldern der Gangsterbanden und noch einigem mehr. Dabei möchte ich positiv hervorheben, dass ich dem gesamten Material deutlich mehr Spieltischnähe attestieren möchte, als es in manchem cthuloiden Quellenband – die ja teils an Geschichtsbücher erinnern – der Fall war. Leider bleibt der Quellenband trotz einiger Erklärungsversuche eine echte Antwort auf die Frage schuldig, warum sich ausgerechnet Gangster dem Mythos in den Weg stellen sollten. Sicher – cthuloide Themen lassen sich überall unterbringen. Allerdings bleibt das Gangstermilieu auch trotz diesen Bandes eher eine Nischenerscheinung.

 

Daran ändern auch die fünf mitgelieferten Abenteuer nicht, doch das tut ihrer Qualität natürlich keinen Abbruch. Jedes Szenario ist verhältnismäßig action- und bleigeladen, gut ausgearbeitet, innovativ und streckenweise ideenreich – doch letzten Endes bleiben sie gute „One Shots“.

 

Die optische Aufbereitung des Bandes hat mir gut gefallen. Zahlreiche zeitgeschichtliche Fotografien zieren die Seiten. Die verwendeten Schriften sind gut lesbar, das Schriftbild klar, ein Haufen Tabellen sorgen für Ordnung und Orientierung. Lektorat und Korrektorat haben einen guten Job gemacht. Für die technische Seite gibt es damit wiederum eine gute Note.

 

Mein Fazit: „Gangster – Unheimliche Unterwelt“ ist ein rechtes Nischenprodukt. Es wird seiner Aufgabe, einen neuen, erweiterten Hintergrund für das cthuloide Rollenspiel zu etablieren nicht wirklich gerecht. Wer allerdings ohnehin plant, eine Kampagne im Gangstermilieu anzusiedeln oder ein paar actionreiche Abwechslungen vom investigativen „Cthulhu“-Alltag sucht, der wird hier definitiv fündig. Nicht zuletzt dank des konkurrenzlos niedrigen Preises eine glatte Empfehlung für alle, die einmal etwas anderes ausprobieren möchten.


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#59 Guest_Seanchui_*

Guest_Seanchui_*
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Geschrieben 17. März 2016 - 22:35

Die obenstehende Rezension ist bewusst auf das Produkt konzentriert. Ich versuche, es isoliert zu betrachten. Ich denke, für eine Rezension ist das wichtig, um dem Produkt nicht unrecht zu tun.

 

An dieser Stelle möchte ich aber auch noch sagen, dass mir die Publikation an der jetzigen Stelle nicht schlüssig erscheint. Warum wird direkt im Anschluß an die Grundregelwerke ein alternatives Setting mit einer völlig anderen Herangehensweise an den Mythos und den Umgang damit präsentiert? Das hier ist der erste neue Band, den beginnende Spieler/Leiter für Cthulhu in die Finger kriegen können. Das ist so, als wäre die erste Folgepublikation für DSA5 kein Einsteigerabenteur oder die Weltenbeschreibung sondern der Myranor-Band.

 

Ich weiß nicht, welche finsteren Gottheiten die Produktplanung über den Haufen geworfen haben, ich weiß nur, dass eigentlich die Abenteuerbände begleitender hätten erscheinen sollen. Ich frage mich aber ernsthaft, warum man sich nicht mehr an die Realitäten angepasst hat und stattdessen nischiges Quellenmaterial als ersten Folgeband präsentiert.


Bearbeitet von Seanchui, 17. März 2016 - 23:12 .


#60 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

  • Admin
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  • 16.108 Beiträge

Geschrieben 18. März 2016 - 08:28

 

 

An dieser Stelle möchte ich aber auch noch sagen, dass mir die Publikation an der jetzigen Stelle nicht schlüssig erscheint. Warum wird direkt im Anschluß an die Grundregelwerke ein alternatives Setting mit einer völlig anderen Herangehensweise an den Mythos und den Umgang damit präsentiert? Das hier ist der erste neue Band, den beginnende Spieler/Leiter für Cthulhu in die Finger kriegen können. Das ist so, als wäre die erste Folgepublikation für DSA5 kein Einsteigerabenteur oder die Weltenbeschreibung sondern der Myranor-Band.

 

Ich weiß nicht, welche finsteren Gottheiten die Produktplanung über den Haufen geworfen haben, ich weiß nur, dass eigentlich die Abenteuerbände begleitender hätten erscheinen sollen. Ich frage mich aber ernsthaft, warum man sich nicht mehr an die Realitäten angepasst hat und stattdessen nischiges Quellenmaterial als ersten Folgeband präsentiert.

 

1. Es handelt sich nicht um ein "anderes Setting", sondern beleuchtet die Berufsgruppe der Gangster (die es schon immer bei Cthulhu gab). Da jene in einer besonderen Ausprägung auch in den 1930ern auftreten (wie danach nicht wieder), wird auch ein Schlenker dorthin unternommen.

 

2. Der Band wäre deutlich eher erschienen, wenn alle Autoren ihre Texte pünktlich abgeliefert hätten. Dann auch deutlich vor der Edition 7. Leider fehlten essentielle Inhalte sehr sehr lange, nachdem die meisten Leute längst fertig gewesen sind.

Eine frühere Veröffentlichung war daher unmöglich.

Eine aus taktischen Gründen jetzt noch nach hinten vorschobene Veröffentlichung wäre ein Tritt ins Gesicht aller Leute gewesen, die seinerzeit bereits pünktlich waren.

 

3. Ich sehe keine Probleme mit der Veröffentlichung zu diesem Zeitpunkt.


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www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)





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