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UPTON ABBEY


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48 Antworten in diesem Thema

#46 Dumon

Dumon

    Herold des Gelben Königs

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Geschrieben 25. Mai 2016 - 08:48

Danke für den Hinweis - dort fand sich auch ein Querverweis auf die Beschreibung im "Necronomicon". Aber die Mondlinse ist ja für das Abenteuer (Verderbliche Verse) total irrelevant - obwohl sie natürlich auch im Vorbeifahren einfach mal eben erwähnt wird...
:)

Und ja, das Abenteuer "Ein Schiff wird kommen" hat nicht wirklich was mit Königsdämmerung oder Goatswood zu tun. Zumindest nicht wesentlich. Aber eine kleine Parallelle ist schon da - und die ist durchaus ausbaubar (aber ich will nicht spoilern)...


Bearbeitet von Dumon, 25. Mai 2016 - 13:20 .

Never trust the storyteller. Only trust the story.
(Neil Gaiman, Sandman #38)

 

It is a fool's prerogative to utter truths that no one else will speak.
(Neil Gaiman, Sandman #19)


#47 mondy

mondy

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Geschrieben 19. Juli 2016 - 15:42

Bei Upton Abbey hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen... auf Seite 36 heißt der Stallbursche "Jaroslav Schweijk" im Charakterbogen heißt er dann Ben Cobb. Sonst hab ich nichts weiteres gefunden.

 

Ich habe Upton Abbey nun 2 mal gespielt und muss noch hinzufügen, dass ich jedes Mal 5-6 Stunden gebraucht habe, auch wenn es sich nicht so ausführlich im Vorfeld heraus gelesen hatte. Gerade der Part, wo die Gruppe anfangen konnte etwas zu recherchieren hat sich alles ziemlich in die länge gezogen. Spaß gemacht hat es trotzdem, da die Leute es einfacher hatten sich in die Charaktere reinzufühlen und das Feeling vom 1920 recht einfach ausspielen konnten.

 

Als Chtulhu Werbung lohnt es sich dann dafür wieder nicht, denn dafür ist mir da viel zu wenig Cthulhu Mythos mit drin.



#48 Dahark

Dahark

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Geschrieben 17. September 2016 - 11:36

Also ich habe "Verderbliche Verse" gestern geleitet. Das Abenteuer hat schon einige Lücken und Unklarheiten. Mit etwas Erfahrung kann man diese Lücken jedoch leicht umschiffen oder einfach improvisieren. Für unerfahrene Spielleiter ist das Abenteuer aber in meinen Augen nix. Allerdings kann ein erfahrener Spielleiter mit entsprechender "Cthulhu-Vorerfahrung" neue Spieler bzw. Einsteiger mit dem Cthulhu-Rollenspiel vertraut machen.

 

Die Motivation bzw. Hintergrundgeschichte der Ermittler ist in der Tat etwas dürftig. Auch hier musste ich ein bisschen nachhelfen damit es etwas glaubwürdiger ist.

 

Die Spieler wollten unter anderem das Pumpwerk genauer untersuchen, in der Annahme das irgendwelche Dinge die in den See gefallen sind, vielleicht dort gelandet sind. Nur war nicht so ganz klar, wohin dieses Pumpwerk überhaupt das Wasser pumpt bzw. zu welchem Zweck es überhaupt da ist.  

 

Auch gab es kurz die Überlegung in das Haus des Reverend einzubrechen und das Buch zu stehlen um so weitere Informationen zu erhalten.

 

Nachdem klar war das es sich bei dem Tod um einen tragischen Unfall gehandelt hat, kam auch die Frage auf, ob der Fall damit nicht erledigt sei. Natürlich gab es diverse Okkulte- bzw. Mythos-Anspielungen. Aber sind wir mal ehrlich: "Normale" Menschen bzw. Ermittler würden das Ganze wohl eher als abergläubischen Quatsch abhaken und ihr Leben normal weiterführen. Die Diskussion wurde dann ein bisschen Meta, denn natürlich ist klar das die Spieler der Sache weiter nachgehen und den ganzen okkulten Aussagen irgendwie Glauben schenken. Immerhin spielt man ja Cthulhu...

 

Das Ende hat dann aber soweit wieder gepasst. Die ganze Tauchaktion im See und das Gezücht von Hastur - das hat alles sehr gut funktioniert und war durchaus spannend.

 

Das Abenteuer bekommt von mir 3 von 5 schleimige Seetentakel für erfahrene Spielleiter bzw. 2 von 5 für unerfahrene Neulinge, die sich damit stellenweise wahrscheinlich etwas schwer tun werden. Ein solides Cthulhu-Abneteuer für einen Abend.

 

 


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#49 Dahark

Dahark

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Geschrieben 30. Oktober 2016 - 18:18

Ich hatte am Freitag die Möglichkeit mit drei Spielern "Golem" zu leiten und wollte kurz von meiner Erfahrung mit dem Abenteuer berichten. Demnach: Achtung SPOILER! :) 

 

Beim Vorbereiten bzw. Lesen dachte ich mir zuerst "das reicht doch niemals für einen ganzen Abend", aber letztendlich hatte ich mich getäuscht. :D Der schnelle Einstieg und die Idee mit dem Kollektivbewusstsein hat gleich zu Anfang für sehr viel Spaß und Interesse und einige lustige Situationen gesorgt. Dazu das "Gaslicht" Setting und die Stadt Prag als eher "unbekannter" Schauplatz. Das alles zusammen war mal was erfrischend Neues.

 

Im Großen und Ganzen ist das Abenteuer dann so abgelaufen wie "geplant". Wobei das Abenteuer meiner Ansicht nach zu sehr von der festen Annahme ausgeht, dass die Gruppe dem Alchemisten vom "Kollektivbewusstsein" erzählen bzw. das die Ermittler überhaupt wissen/verstehen das der Golem jetzt in ihnen ist. Auch führte die "Vision" eher dazu, dass die Gruppe Korczak eher misstraut hat und dadurch erst recht nichts mit ihm zu tun haben wollten. Dadurch geht im Prinzip der komplette weitere Handlungsverlauf verloren, was für einen erfahrenen Spielleiter kein Problem sein sollte, in so einem Fall zu improvisieren. Unerfahrene Spielleiter sind an diesem Punkt aber vielleicht ein bisschen aufgeschmissen.

 

Ich habe die Gruppe dann mit weiteren Visionen und den ersten Anzeichen einer Verwandlung geplagt. Die Gruppe hat dann selbst die Initiative ergriffen und einen Rabbi befragt (der die Ermittler dann wiederum zur Bibliothek geschickt hat). Auch wurden Informationen über die eigentliche Sage vom "Prager Golem" eingeholt. An dieser Stelle hätte ich mir einen kurzen Text- bzw. Infokasten in dem Abenteuer gewünscht. Die drei Zeilen am Anfang sind etwas dürftig. So haben wir uns dann eben kurz mit Wikipedia beholfen.

 

Das Abenteuer geht auch davon aus, dass die Gruppe sich "als Ganzes" für eine der drei Methoden entscheidet. Was jedoch passiert, wenn z. B. ein Ermittler die glühende Eisenstange wählt, während ein zweiter die Variante mit dem Lehmziegel versucht, wird nicht erklärt. Bei meiner Gruppe war es am Ende so, dass zwei Spieler den Golem in sich "ausgebrannt" haben, während der dritte Ermittler sich einfach abgesetzt hat im die Stadt zu verlassen. Das endete unweigerlich mit de Tod des Ermittlers, da dieser mit dem Zug die Stadt verlassen hat und dadurch ein rechtzeitiges Umkehren bzw. Zurückkehren unmöglich wurde (die Wahl des Transportmittels kann da sowieso schnell zum TPK ausarten...).

 

Das Abenteuer bekommt von mir 3 von 5 abgebrochene Golem-Finger. Die Idee ist toll und das Setting ist mal was Neues. Allerdings hat das Abenteuer auch ein paar Lücken und geht zu sehr von gewissen Handlungen der Ermittler aus. 

 

Ich muss wirklich sagen, die aktuelle bzw. "neue" Edition gefällt mir immer mehr.  :)






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