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MW German Nationals – Feedback & Planung 2018


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138 Antworten in diesem Thema

#1 netzhuffle

netzhuffle

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Geschrieben 16. Juli 2017 - 19:57

Hallo liebe Community,

 

wie ihr sicherlich wisst, sind unsere Turniere alle von Freiwilligen aus der Community organisiert. Auch die Mage Wars German Nationals.

 

Das bringt für uns als Community grosse Vorteile: Wir haben volle Entscheidungsfreiheit über die Regeln und den Turnierablauf. Nun sind unsere German Nationals 2017 einen Monat um und damit wird es für uns Zeit, mit der konkreten Planung für 2018 – unsere vierte Deutsche Meisterschaft und das fünfte Turnierjahr – zu beginnen. Mich als Headjudge interessiert darum sehr, was ihr positiv oder negativ an der letzten MWGN fandet, was ihr verbessern würdet und wie oder was bitte unbedingt so bleiben sollte. Der Rückblick von mir als Veranstalter:

  • Die Bad Nauheim spielt! war wieder ein super Umfeld für unsere Deutsche Meisterschaft: Es gab ordentlich Platz, genug Ruhe, gutes Rahmenangebot für die Pausen und eine absolut episch-thematische Location. Da möchte ich auch 2018 wieder hin. :)
  • Zwei Tage empfand ich wie letztes Jahr als gute Turnierlänge – ein Tag wäre zu viel Stress. So lohnt sich auch die Anreise mehr.
  • Zwei verschiedene Zauberbücher mit unterschiedlichem Magier fand ich gut. Dieses Jahr nicht zufällig ausgelost, welches an welchem Tag gespielt wird, sondern nach eigener Wahl.
  • Das Finale im Innenhof war wieder echt genial. Das möchte ich als Tradition wieder machen. :)
  • Nach Feedback aus letztem Jahr haben wir dieses Mal nicht Vorrunden und Finalrunden gemacht, sondern komplett Schweizer System – damit jeder bis zum Ende komplett am Turnier teilnehmen kann. Fandet ihr die Änderung gut? Oder hättet ihr doch lieber wieder eine Aufteilung in Vorrunden, Finalrunden und Side-Event?
  • 90 Minuten waren eine echt gute Änderung! Fast alle Spiele konnten so vor dem Zeitlimit komplett beendet werden.
  • Um trotzdem ein Finale zu haben, wurde einfach das Spiel von Platz 1 gegen Platz 2 in der letzten Runde verzögert. Theoretisch hätte aus dem Spiel aber nicht unbedingt der Sieger hervorgehen müssen. Für nächstes Jahr hat mich da der Vorschlag erreicht, die letzte Runde trotzdem normal zu spielen, dann aber ein einzelnes Finalspiel am Ende anzuhängen, zwischen Platz 1 und 2, egal ob sie schon einmal gegeneinander gespielt haben, und mit eigener Zauberbuchwahl (von Tag 1 oder Tag 2). Der Sieger dieses Spiels wird dann Deutscher Meister (egal, wie hoch der Punkteunterschied eigentlich ist). So haben wir ein echtes Finale, jedoch hätte das die Konsequenz, dass auch der mathematisch gesehene Platz 2 das Turnier gewinnt. Eine kurze Umfrage unter den bestplatzierten Spielern hatte aber ergeben, dass sie das bevorzugen würden, um so noch einen echten Höhepunkt am Ende des Turniers zu haben. Was meint ihr dazu?
  • Punktevergabe: Bisher konnte mich noch niemand überzeugen, wirklich vom 4/3/1/0 abzuweichen – vor allem, weil verschiedene Leute Änderungen in jeweils andere Richtungen bevorzugt hätten und weil die genannten Vorschläge auch wiederum überwiegende Nachteile mit sich brachten. Dieses Jahr hatten wir am Ende durch eine spannende Konstellation aber viele Spieler mit sehr ähnlichen Punkten, die dann durch Gleichstandskriterien unterschieden werden mussten – nicht ideal. Zudem hatte ich dieses Jahr die Chance, auf den Academy Championships in Köln eine andere Idee auszutesten.

    Wir haben auf und nach den German Nationals mit verschiedenen Ideen viel herumgerechnet und ausprobiert und sind zum Schluss gekommen, dass das neue System der Academy Championships unseren Anspruch an eine faire Punktvergabe am besten entspricht und möchten es daher diese Turniersaison in den verschiedenen Organized-Play-Communitys austesten lassen und für die German Nationals 2018 in Erwägung ziehen. Bitte probiert es aus oder macht euch Gedanken dazu und gebt hier für uns Rückmeldung!

    Das alte System sah feste Punktehöhen (4/3/1/0) vor, je nachdem, ob ein Spiel auf Zeit gewonnen oder verloren wurde oder ein voller Sieg war. Neu wird der Restlebensunterschied (also von beiden Spielern Lebenskraft minus Schaden) zum Gegner berücksichtigt. Ein voller Sieg gibt 2 Punkte plus 1/20 Lebensunterschied (max. 1 Punkt) Bonus. Ein Sieg auf Zeit gibt 1 Punkt plus 1/20 Lebensunterschied (max. 1 Punkt) Bonus. Ein verlorenes Spiel gibt 1 Punkt minus 1/20 Lebensunterschied (jedoch nicht unter 0 Punkte).

    Beispiele:
    Klarer Sieg: Voller Sieg mit 30 Restleben gegen 0 Restleben: 3 Punkte / 0 Punkte.
    Verlierer hat Gegner auch gut geschadet: Voller Sieg mit 10 Restleben gegen 0 Restleben: 2,5 Punkte / 0,5 Punkte.
    Sehr knapp, aber voller Sieg: Voller Sieg mit 2 Restleben gegen 0 Restleben: 2,1 Punkte / 0,9 Punkte
    Starke Führung: Sieg nur auf Zeit mit 30 Restleben gegen 10 Restleben: 2 Punkte / 0 Punkte.
    Deutliche Führung: Sieg nur auf Zeit mit 15 Restleben gegen 5 Restleben: 1,5 Punkte / 0,5 Punkte.
    Extrem knappe, unklare Führung: Sieg nur auf Zeit mit 12 Restleben gegen 10 Restleben: 1,1 Punkte / 0,9 Punkte.
    Unentschieden: Bei Zeitablauf beide 10 Restleben: 1 Punkt / 1 Punkt

Gerne bin ich auch auf euer Feedback gespannt! Ihr findet einen ersten Regelentwurf (inkl. der neuen Punktevergabe) unter https://www.dropbox....erreglement.pdf. Denn eins kann ich an dieser Stelle schon einmal ankündigen: Es wird auch 2018 wieder eine Deutsche Meisterschaft geben!

 

Liebe Grüsse

netzhuffle // Jannis Grimm

MW Headjudge


Bearbeitet von netzhuffle, 16. Juli 2017 - 21:22 .

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#2 Schneeente

Schneeente

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Geschrieben 16. Juli 2017 - 21:11

Hoi Jannis, 

 

schön das Feedback auch von dir zu lesen, ich gehe mal auf ein Paar deiner Punkte ein:

 

90 Minuten: jepp, fand ich genau richtig. So kann es nächstes Jahr auch wieder sein. Vor allem wenn man das neue Punktesystem noch mit einbezieht.

 

Atmosphäre: richtig gut. Ebenfalls volle Zustimmung.

 

2 Zauberbücher + selbst entscheiden wann mal welches nutzt: auch eine Änderung, die mir gegenüber des Vorjahres gefällt. 

 

Punktevergabe: Da finde ich dein neu vorgeschlagenes System eindeutig besser, als das von diesem Jahr. Aus einem einfachen Grund, dass es die Realität besser abbildet, wenn man jemandem auch Punkte gibt, der ganz ganz knapp innerhalb der Zeit verloren hat. Das war nun mal kein 4-0 Sieg. Ein Würfelwurf etwas anders und der andere Spieler hätte die 4 Punkte bekommen. Es gab einige Spiele, die mit 1-3 Lebenspunkteunterschied entschieden wurden - und ich finde einfach, dass selbst die Verlierer Punkte verdient haben, wenn es so verdammt knapp wurde. Denn wie gesagt, bei solch knappen Spielen, entscheidet dann häufig das Glück. (1 Dmg irgendwann während des Spieles mehr würfeln und der Verlierer wäre der Gewinner gewesen)

Von daher, wenn das Spiel 30 Minuten dauert und danach hat der Gewinner noch genau einen Lebenspunkt, dann ist ein 2,05 zu 9,95 einfach gerechter als ein 4-0. 

Und das gilt für alle MW Spiele, meiner Meinung nach. 

 

Rundenanzahl: Das ist das einzige, was ich schlechter fand. Ich finde, wenn man schon extra nach Bad Nauheim kommt für 2 Tage, dann sollten mehr als insgesamt 5 Spiele drin sein. Und das beste ist, mit dem neuen Punkteverteilungs-System kann man ohne Probleme auch einfach mal 7 oder 8 Runden spielen! Dann hocken die Spieler auch nicht mehr alle so nahe zusammen, wie am Anfang, sondern die Abstände zwischen den Spielern wachsen. 

 

Ansonsten, super Job und ich freue mich, dass du es fürs nächste Jahr erneut planst, danke dafür! :)


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#3 BigNic

BigNic

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 06:42

Hört sich sehr gut an alles. Mein Wunsch wäre auch, dass der Verlierer im Finalspiel wirklich den zweiten Platz bekommt. Ich bin gespannt auf das neue Punktesystem.

Habt Spaß am Spiel!

Mage Wars in Berlin: http://www.foren.peg...wars-in-berlin/


#4 bruder bär

bruder bär

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 10:07

ich hab zwar nur dieses jahr mitgespielt, aber vielleicht dennoch ein paar gedanken von mir zur letzen dm:

 

positiv:

 

- tolle lokation

- 2 turniertage, 2 decks und 90 min find ich gut

- an der punktevergabe 4,3,1,0 wenig auszusetzen

- 5 spiele sind ok, bis zu 6 wären möglich denke ich, wenn man sonntags früher anfängt

 

abzuwägen:

 

- echtes finale zum zuschauen würdigt die finalisten, allerdings verschiebt sich dadurch die heimreise nach hinten

- sonntags früher anfangen

 

negativ:

 

- wenn man während des turniers darüber nachdenkt, die regeln zu ändern

 

wünschenswert:

 

- geplanter feierabend am sonntag ne stunde früher, sodaß man beruhigt nicht den nachtzug nehmen muß



#5 netzhuffle

netzhuffle

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 10:35

@bruder bär: Am Sonntag schon um 9 anzufangen, war nicht so einfach, weil die Bad Nauheim spielt eigentlich erst um 10 beginnt … Wir haben den Feierabend aber eine Stunde früher gemacht, als auf den Turnierregeln angekündigt war. Würdest du nun schon um 8 beginnen wollen und dann 2 Stunden früher Schluss machen wollen?


Bearbeitet von netzhuffle, 17. Juli 2017 - 10:36 .

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#6 bruder bär

bruder bär

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 10:43

einige gedanken von mir dazu, wo meiner meinung nach die probleme beim neuen punktesystem liegen:

 

1. unterschiedliche wertigkeit von ko´s

 

- der grundgedanke von mage wars ist, den gegner zu töten, bevor er mich tötet. weshalb soll eine strategie mit der ich sicherer gewinne oder schneller töte, aber mehr schaden nehmen muß, weniger wert sein?

 

2. heilung wird zum taktischen mittel

 

- es wird situaionen geben, in denen ich den gegner bewußt noch nicht töte, um mich erstmal selber zu heilen, damit ich mehr punkte bekommen kann.

 

3. pro duell werden unterschiedlich viele punkte vergeben

 

- bei einem ko besträgt die summe der punkte beider spieler 3 punkte, beim spiel nach zeit 2 punkte. es wird situationen geben, wo es sinn macht, nicht zu versuchen zu überleben und stattdessen dem anderen nochmal richtig was reinzuhauen, um letztlich mehr punkte zu haben bzw. können sich die gegner darauf "verständigen" ihr spiel so zu lenken, daß letztendlich 3 statt 2 punkte zu verteilen sind.

 

4. punktewertung ist auch glückslastig

 

- während im alten system das glück eine rolle spielte, ob man 4, 3, 1 oder 0 punkte bekam, ist hier jeder schaden 0,05 punkte wert.

 

5. system benachteiligt defensive spielweisen

 

- es ist nicht nur so, daß defensivspieler im verhältnis weniger punkte bekommen werden, auch die gegner solcher spieler haben es schwerer, höhere punktzahlen zu machen. ich hab zwar bei der letzten dm nicht gegen die ersten 3 des turniers spielen müssen, aber immerhin haben es auch miroque und aridigas nicht geschafft, mich in 90 min zu killen und hätten nach dem neuen system im verhälnis weniger punkte gemacht.


Bearbeitet von bruder bär, 17. Juli 2017 - 14:05 .


#7 bruder bär

bruder bär

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 10:50

@bruder bär: Am Sonntag schon um 9 anzufangen, war nicht so einfach, weil die Bad Nauheim spielt eigentlich erst um 10 beginnt … Wir haben den Feierabend aber eine Stunde früher gemacht, als auf den Turnierregeln angekündigt war. Würdest du nun schon um 8 beginnen wollen und dann 2 Stunden früher Schluss machen wollen?

sorry ich hab da was durcheinandergebracht. wir hatten ja um 9 uhr angefangen. ja die dm war auch früh zu ende, aber wo wir den zug buchen mußten, stand ja noch nicht fest, ob es sonntags 2 oder 3 runden plus finalspiel geben wird. 3 runden sind auch kein problem, aber dann noch ein zusätzliches finale am sonntag, dann wird es eng mit der heimreise.


Bearbeitet von bruder bär, 17. Juli 2017 - 11:50 .


#8 Master Ruprecht

Master Ruprecht

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 14:07

auch wenn ich dieses Jahr leider nicht dabei war, kann ich mich Schneeente beinahe komplett anschließen.

 

Vor allem finde ich gerade beim Schweizer System weitere Runden sehr einfach einzubauen, weil es einfach das Feld "gerechter verteilt". Und an der Spitze finde ich es auch aussagekräftiger, weil der Sieger dann gegen mehrere seiner "echten Konkurrenten" gespielt hat, und nicht um seinen Nemesis herumkommt, nur weil der in der ersten Runde unglücklich verloren hat (etwas überspitzt dargestellt)...

Zeitlich halte ich (da fehlt mir aber evtl. auch etwas die Erfahrung) Samstag 4 und Sonntag 3 Runden für problemlos machbar, wenn z.B. pro Runde 2 Stunden angesetzt werden und Sa von 12 bis 20 Uhr und So 10 bis 16 Uhr gespielt wird. Sogar für ein Finale (oder eine achte Runde) sollte dann noch Zeit sein.

Tatsächlich ist ein Freiburger abgesprungen, weil er gesagt hat, 5 Spiele seien ihm zu wenig für den weiten Weg. Ich verstehe den Wunsch nach einem hervorgehobenen "Finalspiel", aber das war ja dieses Jahr z.B. auch ziemlich unnötig...  :ph34r:

 

Bei der Punktvergabe bin ich noch etwas unentschlossen: Generell finde ich den Änderungsvorschlag super, allerdings bin ich auch Mathematiker und habe kein Problem mit Bruchzahlen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es gerade für Gelegenheitsspieler (bzw. Spieler, die sonst eben keine Turniere spielen, vielleicht auch einfach nur, weil es keine Turniere in der Nähe gibt) ziemlich verwirrend sein kann. Außerdem bringt Bruder Bär einige gute Gegenargumente vor.

Nichtsdestotrotz bin ich FÜR die neue Regelung. Sie sollte nur vorher in kleineren Turnieren getestet werden, ich meine aber, das passiert ohnehin?!

Im Endeffekt wird es einfach keine perfekte Lösung geben, und wir müssen als Community diskutieren, was wir für am Besten halten, und ihr Judges legt dann fest, wie es durchgeführt wird.  B)



#9 Schwenkgott

Schwenkgott

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 14:25

@BruderBär

zu 1) Man bekommt deshalb dann nicht so viele Punkte, weil der Sieg nicht so eindeutig ausfällt und eventuell sigar der Gegner hätte gewinnen können bei ein wenig verändertem Würfelglück.
Das neue System soll die Anstrengungen des Gegners honorieren und die eigene Unachtsamkeit bestrafen.

zu 2) Wenn du eine solche Übermacht aufgebaut hast, dass du es dir leisten kannst, dich 2 mal zu heilen und dem Gegner damit noch die Möglichkeit zu weiteren Aktionen lässt, dann finde ich das durchaus legitim. Zudem sind auch schon sicher gewonnen geglaubte Spiele gedreht worden, weil jemand das Ziel aus den Augen verloren hat. Das ist das Risiko, das jeder tragen muss.

zu 3) Schwer nachvollziehbar. Warum sollte jemand versuchen, nicht auf Sieg zu spielen, wenn er die Möglichkeit hat. Ein Sieg gibt mehr Punkte, daher ist das immer ratsam. Allerdings birgt es auch die Gefahr, seine eigene Verteidigung zu sehr zu vernachlässigen.

zu 4) Wo ist da jetzt ein Kritikpunkt? Kannst du das genauer erklären?

zu 5) Richtig. Ich denke, ein Spieler, der nur auf seine Defensive achtet und wenig auf seine Offensive, der hat auch nicht so viele Punkte verdient. Mit anderen Worten: Ich kann mir nur schwer einen Deutschen Meister vorstellen, der es nicht schafft, seine Gegner in den Staub zu schicken.

Bearbeitet von Schwenkgott, 17. Juli 2017 - 14:26 .


#10 bruder bär

bruder bär

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 15:10

@BruderBär

zu 1) Man bekommt deshalb dann nicht so viele Punkte, weil der Sieg nicht so eindeutig ausfällt und eventuell sigar der Gegner hätte gewinnen können bei ein wenig verändertem Würfelglück.
Das neue System soll die Anstrengungen des Gegners honorieren und die eigene Unachtsamkeit bestrafen.

gut das hab ich verstanden, wenn du davon ausgehst, daß der unterschied dieser kardinalen messung, ein guter indikator für die eindeutigkeit ist. man könnte aber ebenso sagen, daß obwohl der gegner nur noch 10 restleben hatte total überlegen war, weil er mich chancenlos überrannt hat. das problem beim spiel nach zeit war es, daß nicht alle spiele fertig werden und wie man das werten soll. nur wird jetzt auch noch ein ko, der beim endlosspiel immer dieselbe wertigkeit hat auch noch gewichtig. vielleicht ist das aber nötig, wenn nicht alle spiele in der zeit fertig werden können.

 

 

@BruderBär

zu 2) Wenn du eine solche Übermacht aufgebaut hast, dass du es dir leisten kannst, dich 2 mal zu heilen und dem Gegner damit noch die Möglichkeit zu weiteren Aktionen lässt, dann finde ich das durchaus legitim. Zudem sind auch schon sicher gewonnen geglaubte Spiele gedreht worden, weil jemand das Ziel aus den Augen verloren hat. Das ist das Risiko, das jeder tragen muss.

 

wiederspricht aber dem spielziel, den gegner zu töten, wenn es geht und zieht die spiele in die länge.

 

 

@BruderBär

zu 3) Schwer nachvollziehbar. Warum sollte jemand versuchen, nicht auf Sieg zu spielen, wenn er die Möglichkeit hat. Ein Sieg gibt mehr Punkte, daher ist das immer ratsam. Allerdings birgt es auch die Gefahr, seine eigene Verteidigung zu sehr zu vernachlässigen.

 

das war umgekehrt gemeint. es macht durchaus sinn, nicht zu versuchen zu überleben und mich töten zu lassen, weil ich unter umständen mehr punkte bekomme, wenn ich dem gegner noch etwas schaden reinhaue. wiederspricht zumindest meiner natur der sache.

 

 

zu 4) Wo ist da jetzt ein Kritikpunkt? Kannst du das genauer erklären?
 

 

es war eine feststellung, daß jeder wurf, der immer glücksabhängig ist, sich nun im ergebnis wiederspiegelt. nun gibt es nicht mehr bei einigen spielen durch glück extreme punkteunterschiede ( 4 oder 0 ), dafür spiegelt sich nun in jedem spielergebnis das glück wieder, wenn auch nur mit 0.05 punkten je schadenswurf mehr oder weniger.


Bearbeitet von bruder bär, 17. Juli 2017 - 15:13 .


#11 bruder bär

bruder bär

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 15:19

@BruderBär


zu 5) Richtig. Ich denke, ein Spieler, der nur auf seine Defensive achtet und wenig auf seine Offensive, der hat auch nicht so viele Punkte verdient. Mit anderen Worten: Ich kann mir nur schwer einen Deutschen Meister vorstellen, der es nicht schafft, seine Gegner in den Staub zu schicken.

wie gesagt ich hab nur gegen die plätze 4, 7 und 9 gespielt, die mich besiegt haben und konnte 90 min durchhalten. ich weiß zwar, daß auch die ersten 3 besser waren als ich, denke aber, daß auch die mich nicht so schnell in den staub geschickt hätten und ich war nur platz 10 und hab mit dem einen deck nur 1 mal so vorher gespielt. damit werden in zukunft gegner defensiver spieler bestraft, obwohl bestimmte decks gut gespielt in 90 min schwer zu killen sind.


Bearbeitet von bruder bär, 17. Juli 2017 - 15:24 .


#12 Schwenkgott

Schwenkgott

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 15:24

Mach mal zu 3) ein konkretes Beispiel, wo dir das komisch erscheint.

#13 bruder bär

bruder bär

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 15:42

ich hab am zweiten tag zum beispiel mit der machtmeisterin gespielt. es ist die letzte runde. ich hab nur noch wenige leben. ich könnte nun mit meinen 10 mana das kraftfeld aufdecken und sicher alle angriffe abwehren oder ich spiel noch nen großen angriffszauber. der mehr schaden macht, als ich noch leben hab und hab letztendich etwas mehr punkte, obwohl der gegner mich tötet.

 

nachtrag: in zahlen bedeutet das bspw., daß ich somit z.b. 0,1 punkte mehr holen kann und damit dem gegner 0,9 punkte schenke, was durchaus sinn machen kann.

 

und um dem noch eins draufzusetzen könnte ich dem gegner sagen, daß ich ein kraftfeld aufdecken könnte, woraufhin er sagen könnte, daß er paßt, sodaß ich einen weiteren angriff auf ihn machen könnte und ich dan bspw. 0,4 punkte mehr hab und er 0,6 punkte, als wenn ich das kraftfeld aufgedeckt hätte.


Bearbeitet von bruder bär, 17. Juli 2017 - 16:32 .


#14 Schneeente

Schneeente

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 16:37

Hoi, 

 

ich möchte auf Bruder Bärs Punkte eingehen und die anderen Kommentatoren daran erinnern, zu sagen, ob sie auch lieber mehr als 5 Runden spielen wollen. 

Beispielsweise Samstag kann man locker, wenn man um 8 anfängt und jedes Spiel 2 Stunden dauert, 5 Runden spielen. Haben wir ja letztes Jahr auch geschafft :P

Und am Sonntag dann nochmal 3 + Finalrunde, wenn die wirklich versetzt stattfinden soll. 

Ansonsten hätte ich auch nichts dagegen wenn wir auf diese "zusätzliche" Runde verzichten, wenn dadurch jeder Teilnehmer eine Runde mehr spielen kann. 

 

Wenn man sich schon nur ein einziges Mal im Jahr zum deutschlandweiten Mage Wars spielen trifft, dann doch bitte volle Kanne. Natürlich gibts Personen, die sich nicht über einen so langen Zeitraum konzentrieren können, aber dass die Konzentration vllt beim fünften Spiel um 18 Uhr langsam etwas abnimmt, damit wird ja jeder zu kämpfen haben. Nur ist das doch normal für "Weltmeisterschaften" bzw. Turniere. Schaut euch die Magic Turniere an, selbst die Sealed-Veranstaltungen wenn eine neue Editionen rauskommen, dauern so lange. Von der Pro Tour gar nicht zu reden. 

 

---

 

Zu Bruder Bärs Punkten: 

 

1. "weshalb soll eine strategie mit der ich sicherer gewinne oder schneller töte, aber mehr schaden nehmen muß, weniger wert sein?"

 

=> Ich würde argumentieren, je mehr Leben du zum Schluss noch hast, desto sicherer war der Sieg. Das heißt, wenn du noch 3 Leben hast, dein Gegner ebenfalls noch 3, du dann aber Ini hast und ihn in Runde 5 schon besiegst, dann war das für mich kein klares Spiel. Im Gegenteil, das war für mich super knapp. Und das wird durch das neue Punktesystem ausgedrückt. Je knapper ein Spiel ist, desto mehr Punkte hat auch der Verlierer verdient. 

Zusätzlich wird ein schnelles töten (also innerhalb der Zeit jemanden besiegen) durch die neue Regelung ja sogar aufgewertet: Denn ein Sieg über Zeit wird jetzt standardmäßig immer mit einem Punkt weniger weniger honoriert als ein KO Sieg. 

 

 

2. " es wird situaionen geben, in denen ich den gegner bewußt noch nicht töte, um mich erstmal selber zu heilen, damit ich mehr punkte bekommen kann."

 

=> Wie ich gerade schrieb, gibt dir ein KO Sieg immer mehr Punkte als ein Sieg über Zeit. Das heißt du gehst ein großes großes Risiko ein, wenn du - statt den Gegner zu finishen - ein Heal spielst. 

Stell dir vor, dein Gegner hat noch 5 Leben, du hast noch 10 Leben. Greedy wie du bist, spielst du keinen Hurl Boulder sondern heilst dich um 8. So ein Move kann deinen Sieg gefährden. Vielleicht gibst du ihm genau damit die Zeit, die er brauchte, um dich unter Druck zu setzen. Also ich habe so viele Spiele mittlerweile gesehen, die sich noch gedreht haben, dass ich persönlich mich nur anfangen würden zu heilen, wenn wir mir 100% sicher bin, dass das Spiel dadurch nicht ins Timeout geht und wenn ich überragende Boardkontrolle habe. Und wenn es so gut für dich aussieht, dann finde ich, hast du dir einen Heal verdient und kannst die volle Punktzahl mitnehmen - denn dann hast du das Spiel ja echt dominiert, wenn du solche "Spielchen" mit einbauen kannst ohne die Initiative aufm Board zu verlieren.

 

 

3. " hab am zweiten tag zum beispiel mit der machtmeisterin gespielt. es ist die letzte runde. ich hab nur noch wenige leben. ich könnte nun mit meinen 10 mana das kraftfeld aufdecken und sicher alle angriffe abwehren oder ich spiel noch nen großen angriffszauber. der mehr schaden macht, als ich noch leben hab und hab letztendich etwas mehr punkte, obwohl der gegner mich tötet."

 

=> Okay, stellen wir uns die Situation mal vor. Du hast noch 5 Leben, dein Gegner hat noch 20. 

Wenn du einen Hurl Boulder auf ihn schießt, dann machst du meinetwegen 5 Schaden. Stirbst aber. Das wären dann 2,75 zu 0,25 Punkte 

Wenn du das Forcefield aufdeckst, dann bleibt er bei 20 Leben und du bei 5 (Das heißt wir haben erneut wieder 15 Zähler Lebenspunkteunterschied): 1,75 zu 0,25 Punkte

 

Deine Spielleistung ist die gleiche gewesen. Du hast mit einem Lebenpunkteunterschied von 15 Punkten verloren. Deswegen wirst du auch gleich honoriert.

Dein Gegner allerdings, hat es nicht geschafft dich in der Zeit zu besiegen, dementsprechend bekommt er weniger Punkte, da er das Spielziel nicht erreicht hat.

 

 

4. "während im alten system das glück eine rolle spielte, ob man 4, 3, 1 oder 0 punkte bekam, ist hier jeder schaden 0,05 punkte wert."

 

=> Jein. Nicht jeder Schaden ist 0,05 Punkte wert. Erst ab einer bestimmten Nähe zum Gegner, fängt diese Zählung an. Wenn du beispielsweise noch volles Leben hat und dein Gegner fast tot ist, dann nützt es ihm nichts dir kurz vor seinem Ende nochmal einen Stein ins Gesicht zu werfen, da die Lebenspunktedifferenz erst anfängt reinzuzählen, wenn man sich auf 20 Lebenspunkte angenähert hat. 

 

 

5. "es ist nicht nur so, daß defensivspieler im verhältnis weniger punkte bekommen werden, auch die gegner solcher spieler haben es schwerer, höhere punktzahlen zu machen"

 

=> Hmmm. Ich würde das nicht soo sehr verallgemeinern. Defensive Spieler haben nicht automatisch einen Nachteil, denn auch wenn man defensiv spielt, kann man locker in 90 Minuten fertig werden. 

Wenn du als defensive Spielweise allerdings verstehst, dass man sich ein Meditiationsamulett anlegt und mit Tempel spielt und sich in den ersten 4 Runden erst mal 4 Guardian Angels holt, dann muss ich dir zustimmen, einbunkern wird bestraft. 

"Leider" wird nicht nur derjenige bestraft, der sich einbunkert, sondern im auch Derjenige, der dagegen antreten muss. Dazu muss man aber sagen, dass ich niemanden gesehen habe, der auch nur ansatzweise so defensiv gespielt hat auf der DM. 

Also ich stimme dir zu, richtig heftige einbunker-Taktiken werden bestraft. Aber ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass defensives Spielen generell bestraft wird, wie gesagt, es gibt ja viele Abstufungen in dem Bereich. Und man sollte halt nicht mit einem Deck aufkreuzen auf der DM, mit 4 Mage Wands welches völlig auf Denial ausgelegt ist, so dass man quasi jede Karte des Gegners neutralisieren kann und erst gewinnt, wenn der Gegner keine Karten mehr in seinem Deck hat. Das kann man auf OCTGN machen, so wirklich Spaß machen diese Spiel aber auch selbst dort nicht ^^  


Bearbeitet von Schneeente, 17. Juli 2017 - 16:42 .


#15 bruder bär

bruder bär

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Geschrieben 17. Juli 2017 - 16:48

nochmal zu samstag um 8 uhr anfangen. nicht jeder wohnt um die ecke oder kann freitag abend zum übernachten schon anreisen.

 

ich selbst würde samstag 3 spiele und sonntag 3 spiele bevorzugen. ich weiß von chemnitz, daß 4 spiele a 90 min an einem tag schon an die substanz gehen können, v.a., wenn du nie vorher fertig wirst.

 

zu schneeente punkt 2. man kann ko´s unterschiedlich gewichten, allerdings war es bislang ein grundpfeiler bei mage wars, daß es darum geht den gegner zu killen, egal welche verluste man dabei selbst erleidet: "last man standing" oder wie es so schön heißt?

 

schneeente punkt 3 von dir hast du ein anderes bspw. konstruiert. in meinem geb ich das mana für das kraftfeld für nen angriffszauber aus, der mehr schaden beim gegner macht, als ich noch leben habe, sodaß ich danach besser dran bin. und um dem gegner nicht den bärenanteil an dem zusätzlichen zu verteilenden punkt zu lassen, könnte dieser auch verhandlungsmasse werden.

 

ich wollte einige mögliche schwächen des neuen systems aufzeigen, die es für mich auch nicht zum heilsbringer machen ( das ist wahrscheinlich auch nicht möglich ). insofern bevorzuge ich als gewohnheitstier nachwievor das alte. vermutlich wird das system für den erstplazierten wieder egal sein, da er wieder alle spiele gewinnen wird, wie schon bei den ersten 3 dms.


Bearbeitet von bruder bär, 17. Juli 2017 - 17:14 .





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