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[Anarchy] Erfahrungsaustausch / Praxistipps: gleichberechtigte Erzählrechte


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4 Antworten in diesem Thema

#1 HeadCrash

HeadCrash

    Regel-Anarchist

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Geschrieben 08. Dezember 2017 - 17:41

Aus der berechtigten Rückfrage aus dem KFKA Thema wollte ich diesem Topic mal eine seperate Diskussionmöglichkeit bieten.

 

Wer spielt Anarchy und wer spielt es dabei in der vorgeschlagenen Weise der gleichberechtigten Erzählrechte zwischen Spielern und Spielleiter?

 

Wer spielt in der vorgeschlagenen alternativen Weise der klassische spielleiterzentrierten Erzählweise?

 

Wer spielt Anarchy mit irgendeiner Mischung der beiden Varianten?

 

Und gibt es Praxiserfahrungen im Umgang mit dieser (für SR) ungewöhnlichen Methodik der gemeinsamen Erzählung und dem Aufbau von Szenen die man Neueinsteigern oder Ausprobieren mit auf den Weg geben kann?


Bearbeitet von _HeadCrash, 08. Dezember 2017 - 17:42 .

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#2 Arlecchino

Arlecchino

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Geschrieben 18. Dezember 2017 - 09:55

Meine erste Runde ist beendet und ein Detail hat zu Irritationen geführt. Der SL spricht weiterhin die NSC, wenn ein Spieler mit seiner Erzähung dran ist. In der Erzählung hat der Spieler die Möglichkeit die Welt zu beeinflussen. Auch die Handlungen der NSC? Wenn ja, wie weit geht es? Für eine konsistente Erzählung muss dem Spieler auch die Werte und Motivationen des NSC bekannt sein. Wenn nein, dann ist der Einfluss des Spielers während seiner Erzählung begrenzt. Wie habt ihr den richtigen Misch gefunden aus Spielspaß und Run-Vorgaben?


"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden." - Christopher Hitchens


#3 Corpheus

Corpheus

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Geschrieben 18. Dezember 2017 - 10:07

Spontan aus dem Gedächtnis...

 

Die Spieler dürfen (bei mir) neue NSC`s durch Plotpunkte einbringen, aber nicht auf vom SL eingeführte NSC`s anwenden (um sie zu steuern).

 

Die genaue Einschätzung solcher Situationen ist imho immer sehr individuell abzuschätzen.

 

Bsp:

Die Runner sind in einem edlen Restaurant und wollen durch die bewachte Hintertüre in den verbotenen Bereich. Die Wache an der Tür wurde vom SL bereits eingeführt. Dh. die Spieler dürfen per Plotpunkt nicht den NSC direkt "übernehmen".

Aber sie könnten per Plotpunkt sein Kommlink klingeln lassen und dadurch irgendeine Ablenkung inszenieren. Die Wache wird aber immer noch vom SL geführt und verhält sich halt entsprechend dem vorgehen/Idee des Spielers.

 

 

Hast du an der richtigen Stelle gesucht? Anarchy s. 70 - Plauderei: Interaktion zwischen Spielern (Rollenspiel) - behandelt genau diese Situation.

 

Ansonsten wie _Headcrash schreibt.

 

Eine Verständnis-Frage habe ich bezüglich der Erzählweise. Geplant ist meine erste Runde und dann mit abwechselnder Erzählung. Eine der wichtigen Regel ist es, nicht zu unterbrechen, esseiden man nutzt einen Token. Wie bekommt man dann Dialoge als Spieler mit einem NSC hin, der Infos hat, die nur der SL hat? :wacko:

 

In der Praxis sieht das in meiner Runde so aus: Der Spieler bringt zb. einen NSC ins Spiel oder beschreibt die Handlung des NSC... aber ich als SL führe in der Regel die Dialoge des NSC (natürlich im Sinne der vom Spieler vorgegebenen Erzählung). Ist sonst ziemlich ätzend, wenn der Spieler im Dialog mit einem NSC mit sich selbst sprechen muß.


Bearbeitet von Corpheus, 18. Dezember 2017 - 10:12 .

"Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht."

> Rosa Luxemburg

 

"Was wir brauchen ist den Opitimismus des Willens anstatt den Pessimismus des Intellekts"

> Maya Göpel

"Je genauer man plant, umso härter trifft einem der Zufall!"

 

"Ist etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist es das auch..."

"Alle Heldengruppen starten als Gemeinschaft des Rings und enden als Ritter der Kokosnuss"


#4 Arlecchino

Arlecchino

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Geschrieben 18. Dezember 2017 - 11:03

Danke für die schnelle Antwort.

 

Dass die Dialoge einhellig durch den SL passieren, ist ja geklärt, wie im Zitat angegeben.

 

Meine Herausforderung im Spiel war dem Spieler viel Freiheit in der Erzählung zu lassen, aber nicht die Handlung aufzugeben. Im konkreten Fall wollte ein Spieler wissen, ob der NSC-Schamane Zauber hat, die ihm nützlich erscheinen, die der NSC, durch den Spieler, einbringen wollte.

Durch das ausgeben eines Plotpunktes Einfluss zu gewähren ist schon gut, aber wo wird da die Grenze gezogen? Wie frei sind die Erzählungen wenn die NSC statisch sind?

 

Mir ist schon klar, daß so ein Anarchy-Konzept viel Justierung der eigenen Gruppe ist, aber für Tips bin ich dankbar :)


"Was ohne Beleg behauptet werden kann, kann auch ohne Beleg verworfen werden." - Christopher Hitchens


#5 Corpheus

Corpheus

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  • 12.407 Beiträge

Geschrieben 18. Dezember 2017 - 11:25

Meine Herausforderung im Spiel war dem Spieler viel Freiheit in der Erzählung zu lassen, aber nicht die Handlung aufzugeben.

 

Durch das ausgeben eines Plotpunktes Einfluss zu gewähren ist schon gut, aber wo wird da die Grenze gezogen? Wie frei sind die Erzählungen wenn die NSC statisch sind?

 

Ich lasse den Spielern quasi die Freiheit über die Umwelt und NSC`s, sie sie selbst einbringen. NSC`s, die ich selbst einbringe, sind in der Regel plotrelevant... und ich leite trotz Anarchy immer noch plotbasierte Runs.

Dh. das starke anarchische, wie es in Anarchy propagiert wird, hat weniger Einfluss auf "unseren" Spielstil. Zu viel Anarchy ist in meiner Runde nicht unbedingt erwünscht.

 

 

Im konkreten Fall wollte ein Spieler wissen, ob der NSC-Schamane Zauber hat, die ihm nützlich erscheinen, die der NSC, durch den Spieler, einbringen wollte.

 

Wenn die Spieler den NSC selber eingebracht haben, hat er genau die Sprüche, den er aus Sicht der Spieler haben sollte. Geht quasi aus der Erzählung des Spielers hervor.


"Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht."

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