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Bewertungen und Tipps von Szenarien auf Basis von Spielerfahrungen


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31 Antworten in diesem Thema

#31 Tegres

Tegres

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Geschrieben 06. Juli 2019 - 17:13

Diener der Schlange

 

Titel: Diener der Schlange

System: Call of Cthulhu 6
Veröffentlichung: Cthulhu Mittelalter – Die dunklen Jahre
Autoren: Ole Christiansen, Thomas Plischke
Verlag: Pegasus Press

Spieldauer: ein Spielabend (wir haben ca. 2,5 Stunden benötigt)

vorgefertigte Charaktere: ja

Handouts: 0

 

Ort: Island

Zeit: 1000

Antagonisten/Kreaturen: Schlangenmenschen, niedere Schlangenwesen

NSCs: wenige

Einstieg: Die Investigatoren sehen, wie ein Mönch von einem anderen durch Zauberei getötet wird.

kampagnentauglich: ja

Besonderheiten: keine

 

Zusammenfassung: Die Investigatoren sehen, wie ein Mönch von einem anderen durch Zauberei getötet wird. Der Mörder ist ein Schlangenmensch, der ein Mythosartefakt an sich reißen wollte. Die Spur führt nach Hoefn, wo es ein Kloster gibt, in dem tatsächlich ein weiterer Schlangenmensch und niedere Schlangenwesen leben. Gegebenenfalls flieht ein Schlangenmensch in eine Höhle, um dort mit dem Mythosartefakt weitere Artgenossen zu erwecken.

Genre: Mythos-Horror, historische Fantasy

Stil: pulpig

 

Positiv:

  • Das Szenario verspricht actionbetont zu sein und ist es auch.

  • Das Szenario eignet sich als Positivbeispiel für Verfolgungsjagden.

  • Das Szenario ist zwar linear, aber es funktioniert sowohl, wenn die jeweiligen Antagonisten früh oder spät besiegt werden.

  • Der zweite Dungeoncrawl bietet viel Potential, vor allem die Flucht.

 

Neutral:

  • Der Kampf im Kloster ist extrem schwer.

  • Der Dungeon im Kloster ist sehr simpel und linear. Er ist aber auch nicht für einen Dungeoncrawl gedacht.

  • Die Zauber der Schlangenmenschen sind potentiell sehr mächtig und machen die Investiagtoren beinahe chancenlos, allerdings können sie die meisten Zauber mit einem MA-Kräftemessen abwenden.

 

Negativ:

  • Das Szenario sieht nicht vor, die Schlangenmenschen gefangenzunehmen. Hier muss man als Spielleiter gut improvisieren.

  • Das Szenario hat das Problem, dass die Spieler zu wenig über die Zeit wissen und daher Schwierigkeiten bekommen können ihre Charaktere auszuspielen. An was genau haben zum Beispiel die heidnischen Isländer geglaubt.

  • Das Szenario fühlt sich mehr nach Fantasy als nach Cthulhu an. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das nicht gut begründen kann.

 

Anmerkungen und weitere Tipps:

  • Ich habe hier einen Spielbericht geschrieben.

  • Ich habe hier etwas zu den Verfolgungsjagdregeln in Cthulhu 7 geschrieben und warum sich dieses Szenario gut als Positivbeispiel eignet.

 

Fazit: Ein lineares, aber nicht railroadiges, dafür actionbetontes Mittelalter-Abenteuer, das sich mehr nach Fantasy als nach Cthulhu anfühlt.


Bearbeitet von Tegres, 06. Juli 2019 - 17:22 .

  • JaneDoe und Die InsMaus gefällt das

#32 Tegres

Tegres

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Geschrieben 21. September 2019 - 16:48

Die Morde des Herrn S.

 

Titel: Die Morde des Herrn S.

Veröffentlichung: Cthulhus Ruf 3

Autor: Ralf Sandfuchs

Verlag: Deutsche Lovecraft Gesellschaft

Spieldauer: zwei bis drei Spielabend (ich habe 2 + 3 + 3,5 Stunden benötigt)

vorgefertigte Charaktere: nein

Handouts und Karten: 2 Karten

 

Ort: Berlin

Zeit: 1925 (aber auch andere Jahre in den 1920ern sind möglich)

Antagonisten/Kreaturen: Werksschutz, Schlangenmenschen, degenerierte Schlangenmenschen

NSCs: einige

Einstieg: Die Investigatoren werden von einem Teilbesitzer einer Chemiefabrik gebeten, die Morde an zwei Wissenschaftlern, die für die Firma geforscht haben aufzuklären. An beiden Tatorten ist ein mit Blut gemaltes S zu finden.

kampagnentauglich: ja

Besonderheiten: keine

 

Zusammenfassung: Die Investigatoren werden von einem Teilbesitzer einer Chemiefabrik gebeten, die Morde an zwei Wissenschaftlern, die für die Firma geforscht haben aufzuklären. An beiden Tatorten ist ein mit Blut gemaltes S zu finden. Bei den Recherchen stellen sie fest, dass es noch einen weiteren Toten, einen Chemielaboranten, gab, der angeblich bei einem Unfall gestorben ist. Außerdem können sie bei der Besichtigung des Werksgeländes und der Untersuchung der Leiche des ersten Toten einige Ungereimtheiten entdecken. Schließlich gibt es noch einen verschwundenen katholischen Pfarrer, dessen Arbeit vertretungsweise von einem italienischen Priester übernommen wurde.

Es stellt sich heraus, dass die Wissenschaftler Schlangenmenschen sind, die mit dem anderen Besitzer der Fabrik gemeinsame Sache machen. Der Chemielaboranten entdeckte die wahre Natur der Wissenschaftler und beichtete seinem Pfarrer. Kurz darauf starb er bei einem Experiment der Schlangenmenschen. Der Pfarrer suchte die Schlangenmenschen auf und tötete zwei von ihnen und malte das S auf den Boden als Warnung. Dann musste er untertauchen. Der italienische Priester kam aufgrund einer Warnung des Pfarrers und ist Wahrheit Teil der Inquisition, die Jagd auf die Schlangenmenschen macht.

Genre: Ermittlung, Mythos-Horror

Stil: puristisch bis pulpig

 

Positiv:

  • Es gibt stets viele Hinweise, sodass die Ermittlungen nie ins Leere laufen.

  • Es gibt zwei NSCs, die sehr variabel eingesetzt werden können, und es so den Charakteren einfacher oder schwerer machen.

  • Die Gegner sind nicht passiv, sodass die Zeit gegen die Charaktere arbeitet.

  • Die Charaktere genießen absolute Handlungsfreiheit.

 

Neutral:

  • Auf den Tod des Chemielaboranten gibt es nur wenig Hinweise, auch wenn diese Information hilfreich ist.

    Tipp: Die Wirtin der Herberge, in der die Charaktere absteigen, könnte auch Teil der katholischen Gemeinde sein und Informationen zum Tod des Chemielaboranten als auch vom Verschwinden des Pfarrers weitergeben.

 

Negativ:

  • Es ist fest vorgesehen, dass der Pfarrer stirbt. Das ist unnötig. Außerdem ist es durchaus möglich, dass die Charaktere den Pfarrer finden und schützen können.

  • Der erste Tote, also der vom Pfarrer ermordete Wissenschaftler, wird ausgerechnet vom italienischen Pfarrer beerdigt. Dies ist natürlich praktisch für die Charaktere, dieser Zufall wird aber nicht weiter erläutert.

    Tipp: Hier sollte man einfach davon ausgehen, dass der Priester als Abgesandter des Vatikan einfach über Mittel verfügte, eine Beerdigung unter seinen Fittichen sicherzustellen.

 

Anmerkungen und weitere Tipps:

  • Ich habe einen Spielbericht in drei Teilen (Teil 1, 2, 3) geschrieben.

 

Fazit: Ein gelungenes investigatives Szenario mit viel Freiheit, vielen Hinweisen und Flexibilität, was das Ende anbetrifft, denn dies kann sehr düster, aber auch sehr pulpig ausfallen.






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