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Reale Orte in Szenarios: Juristisch problematisch?


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17 Antworten in diesem Thema

#16 mvdf

mvdf

    Hausmeister bei der Marsh Refinery Company

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Geschrieben 09. August 2018 - 10:13

Aber man sieht: Das ist schon was anderes als die Verwendung des Kölner Doms für ein Szenario. Immerhin sind über den Kölner Dom viele Quellen und Infos zu finden. Selbst zu einer Station wie der ISS - die ja sehr bekannt ist - wurde schon viel geschrieben, und da dürften Fiktionen darüber eher unproblematisch sein. Aber eine polare Forschungsstation, die nicht so sehr "in der Öffentlichkeit" steht und über die die meisten Informationen nur auf der hauseigenen Website zu finden ist? Bestünde da nicht die Gefahr, dass sich die Administration der Station bzw. die Behörde, zu denen die Station gehört, ein Problem mit einer fiktiven Geschichte oder einem Rollenspielszenario haben könnten?

...welches Problem sollten Sie denn damit haben? Du solltest nicht mit den echten Crew-Namen arbeiten, aber abseits davon: welches Problem könnte denn für die Betreiber/Behörde entstehen?

Das weiß ich nicht. Aber Behörden sind halt Behörden, und deren Gründe sind nicht immer für jeden nachvollziehbar. :D Es stellt sich halt die Frage, ob man auf Nummer sicher gehen sollte. Das Szenario also juristisch "wasserdicht" machen. Oder ob es nicht eher ratsam ist, sich gar nicht zu intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

Vielleicht wäre es zumindest sinnvoll, zu erfragen, ob man die öffentlichen Reports der Mitarbeiter für diesen Zweck als Quelle nutzen darf. Ist also keine ortsrechtliche, sondern eher eine nutzungsrechtliche Frage. Aber auch hier wieder: Würde man möglicherweise schlafende Hunde wecken? (s. Beispiel mit dem Ort Seesen)

Bearbeitet von mvdf, 09. August 2018 - 10:15 .


#17 Seanchui

Seanchui

    Advanced Member

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  • 128 Beiträge

Geschrieben 09. August 2018 - 11:07

 

 

Aber man sieht: Das ist schon was anderes als die Verwendung des Kölner Doms für ein Szenario. Immerhin sind über den Kölner Dom viele Quellen und Infos zu finden. Selbst zu einer Station wie der ISS - die ja sehr bekannt ist - wurde schon viel geschrieben, und da dürften Fiktionen darüber eher unproblematisch sein. Aber eine polare Forschungsstation, die nicht so sehr "in der Öffentlichkeit" steht und über die die meisten Informationen nur auf der hauseigenen Website zu finden ist? Bestünde da nicht die Gefahr, dass sich die Administration der Station bzw. die Behörde, zu denen die Station gehört, ein Problem mit einer fiktiven Geschichte oder einem Rollenspielszenario haben könnten?

...welches Problem sollten Sie denn damit haben? Du solltest nicht mit den echten Crew-Namen arbeiten, aber abseits davon: welches Problem könnte denn für die Betreiber/Behörde entstehen?

Das weiß ich nicht. Aber Behörden sind halt Behörden, und deren Gründe sind nicht immer für jeden nachvollziehbar. :D Es stellt sich halt die Frage, ob man auf Nummer sicher gehen sollte. Das Szenario also juristisch "wasserdicht" machen. Oder ob es nicht eher ratsam ist, sich gar nicht zu intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

Vielleicht wäre es zumindest sinnvoll, zu erfragen, ob man die öffentlichen Reports der Mitarbeiter für diesen Zweck als Quelle nutzen darf. Ist also keine ortsrechtliche, sondern eher eine nutzungsrechtliche Frage. Aber auch hier wieder: Würde man möglicherweise schlafende Hunde wecken? (s. Beispiel mit dem Ort Seesen)

 

 

Die öffentlichen Reports als "Inspirationsquelle" zu nutzen, ist m. E. unproblematisch. Abschreiben oder kopieren darfst Du sie aus urheberrechtlicher Sicht aber bestimmt nicht :-)


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Mein cthuloider Blog: https://seanchuigoes...h.wordpress.com

#18 Lexx

Lexx

    Untergrundkultist #0027

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  • 898 Beiträge

Geschrieben 15. August 2018 - 09:58

Nach dem vorher beschriebenen Fall solltest du nur darauf achten nicht 100% authentisch zu sein. Den du solltest keine indirekte Anleitung für ein Verbrechen schreiben. Das beste wäre:

- realer Ort
- grobe reale Fakten (was machen die Leute da und wieviele sind dort)
- möglichst größtenteils fiktive Personen bzw ihre Funktion ändern, damit man sagen kann "es war aber nicht die und die Person im eigentlichen Sinne gemeint"
- Pläne nicht komplett übernehmen und Räume anders strukturieren (kann man dann auch noch besser ans eigene Szenario anpassen)

Beispiel:
Da ich in meinem Beruf PR für Kraftwerke erstelle (klingt genauso langweilig wie es ist) konnte ein Szenario in einem solchem stattfinden (neuer Erdwärmekanal bohrt Schlafplatz eines GOO an). Ich könnte die Personen die ich in meinem Beruf dort kennen gelernt habe dort einbauen und die Flucht- und Baupläne, die ich während des Projektes bekam, verwenden um möglichst ein realistischen Ort abzubilden. Dazu noch Details wie z.B. die Sicherheitsvorkehrungen, wo der zentrale Steuerraum ist und welche Maschine man wie bedienen muss um das Werk zu zerstören.
Wenn ich das so veröffentliche, dann muss ich mich nicht wundern wenn ich dann Post vom Anwalt bekomme. Denn ich habe eine indirekte Anleitung zur Manipulation/Zerstörung des Werkes geschrieben. Immerhin gelten alle Energieversorger als mögliches Angriffsziel für Terroristen.
Ihr glaubt gar nicht wie paranoid die teilweise da sind. Je mehr BUM so ein Werk machen könnte und je mehr andere empfindliche Systeme da angeschlossen sind desto höher sind die Sicherheitsvorkehrungen.

Auch kann ich mir vorstellen das es heikel wäre wenn du einen Ort verwendest der ethisch fragwürdig ist.
Flüchtlingsheim, (der eine) Weihnachtsmarkt in Berlin oder eine Gedenkstelle in einem KZ.
Und alles wo man sagen könnte "uw ... zu früh".


Bearbeitet von Lexx, 15. August 2018 - 09:59 .

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