Zum Inhalt wechseln


Foto

12 Apostel (Terror Germanicus)

1920 Apokalpyse

  • Bitte melde dich an um zu Antworten
2 Antworten in diesem Thema

#1 Belshannar

Belshannar

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 70 Beiträge

Geschrieben 28. September 2018 - 22:55

Orginal Spielbericht auf https://black-oracle...12-apostel.html

 

Cthulhu: 12 Apostel

 

Ab heute gibt es einen Mehrteiler. Thema sind, wie es scheint, Zeitreisen und das Szenario ist Homage an diverse Filme. Gespielt wird 12 Apostel von Kaid Ramdani und Ralf Sandfuchs. Das Szenario findet man im Terror Germanicus.

 

Die Charaktere

 

Elisabeth Hess: Die Witwe hat reich geerbt. Zu Lebzeiten ihres Mannes war sie mit ihm häufig in Afrika unterwegs, um Großwild zu jagen. Derzeit widmet sie sich eher der Malerei.

Rudolf Leitz: Enkel des erfolgreichen Firmengründers Ernst Leitz und Neffe des derzeitigen Geschäftsführers. Er selbst hat wenig Interesse an den Geschäften, lässt sich ausbezahlen und beschäftigt sich mit Okkultismus.

Roland Schmitt: Der ehemalige Taxifahrer ist Elisabeths Chauffeur, manchmal fährt er aber auch Rudolf herum. Er ist sehr versiert im Umgang mit mechanischen Geräten.

Ernst Thiele: Der ehemalige Leutnant hat zusammen mit Rudolf gedient. Durch einen Giftgasangriff hat er ein Auge verloren und leidet unter PTSB. Mittlerweile ist er Elisabeths Buchhalter.

 

Die Geschichte - Teil 1

 

Es ist das Jahr 1929, so glauben es zumindest die Charaktere. Sie erwachen allmählich, gefesselt und ohne Erinnerungen an die letzten Wochen und Monate. Man vermutet, in einem Krankenhaus zu sein. Vielleicht war man in einen Unfall verwickelt, doch warum ist man dann an Armen, Beinen und Kopf festgeschnallt wie in einem Irrenhaus? Die Gruppe ruft nach einem Arzt oder einem Pfleger, allerdings taucht zunächst jemand anders auf: Ein abgerissen wirkender Kerl mit wirrem Blick, der anscheinend Ruge heißt und die Gruppenmitglieder ganz genau in den Blick nimmt. Er beugt sich über sie und flüstert Dinge wie: "Der Herr wird kommen." "Marantha." "Die Aposteln sind erschienen." Und etwas darüber, dass in drei Tagen die Welt untergehe oder der Herr aufsteige. Sehr seltsame Dinge eben.

Kurz darauf schaut Oberpfleger Müller nach den Patienten und geht los, um Oberarzt Bonnhöfer zu informieren. Noch während man auf diesen wartet, setzen plötzlich Halluzinationen ein. Ernst glaubt sich zurück im Krieg, Rudolf sieht bunte Wolken und Farben und Elisabeth glaubt, ein Feuer sei ausgebrochen, da Asche und Rauch ihren Hals zuschnüren. Sie geraten in Panik, beruhigen sich aber schließlich, kurz bevor der Arzt eintrifft.

Er erklärt, die Gruppe sei in der Charité in Berlin. Da sich seine Patienten nicht daran erinnern können, was geschehen ist, erzählt er es ihnen: Sie sind an diesem Morgen nackt durch die Straßen gerannt und haben Passanten angegriffen. Auch gegen die Polizei haben sie sich gewehrt, Ernst hat sich dabei wohl zusätzlich eingekotet. Er erklärt zudem, es sei Freitag der 10. März 1922, was die Gruppe extrem verblüfft. Sie glaubten immerhin bis jetzt, es sei 1929. Bonnhöfer gibt ihnen etwas Zeit, um zu versuchen, sich zu erinnern. Auch Rolands Verband, den er am Arm hat, soll dann gewechselt werden.

Während der Stunde, die Bonnhöfer ihnen gibt, kehren die Visionen zurück, darunter auch eine von bedrohlicher Musik und Motorengeräuschen. Elisabeth vermutet, dass sie in einen Autounfall verwickelt waren und dadurch ihre Erinnerungen verloren haben. Und Rudolf ist sich sicher, eine Stimme zu hören, welche ihn an einen wichtigen Auftrag erinnert. Als der Arzt schließlich zurückkehrt, lässt er alle bis auf den verbal aggressiven Ernst losmachen. Dem Soldaten wird eine Beruhigungsspritze gegeben, während die anderen in den Gemeinschaftsraum geführt werden. Doch zuvor wird Roland noch der Verband entfernt, unter dem etwas äußerst Mysteriöses zum Vorschein kommt: Anscheinend wurde ihm am Unterarm etwas Haut entfernt und mit anderer, alt aussehender Haut ersetzt. Darum herum sind Zahlen, Buchstaben, Hieroglyphen und andere Symbole eintätowiert.

Im Gemeinschaftsraum sehen sie einige sehr verrückte Leute. Unter anderem wird gerade Ruge entlassen, der permanent etwas davon faselt, der Herr würde kommen. Dann gibt es da noch den Mann, der sich für Newton hält und dauernd mit einem Apfel spricht - in einem willkürlichen Mischmasch aus Deutsch und Englisch. Und dann ist da noch eine hübsche, junge Frau. Ihr Name ist Viktor Kaube... Sie erklärt, sie sei im falschen Körper geboren worden und will als Mann anerkannt werden.

Zum Essen wird schließlich der völlig neben sich stehende Ernst im Rollstuhl hereingefahren und muss von Elisabeth gefüttert werden. Man unterhält sich mit Viktor, als plötzlich wieder eine akustische Halluzination die klassischen Klänge des Grammophons durchbricht: Grässliche Musik und laute Motorengeräusche lähmen die Gruppe beinahe. Zudem hören alle der Gruppe einen Mann von seltsamen Theorien sprechen. Elisabeth erkennt die Stimme als die von Albert Einstein. Natürlich bekommt Viktor das seltsame Verhalten seiner Tischgenossen mit und beobachtet alles ganz genau.

Ernst, der allmählich wieder zu sich kommt, entdeckt schließlich an der Tür einen Kerl in feinem Anzug, mit Aktenkoffer und Narrenkappe, der ihm zuwinkt. Der Buchhalter schlurft hinterher, kann den Mann aber im Gang nicht mehr entdecken. Also schaut er sich in dem nächstgelegenen Zimmer um, wo er Ruges alte Kleidung findet, in die er seinen Namen und eine Adresse reingeschrieben hat. Die Essenszeit ist derweil vorbei und die Gruppe macht sich auf den Weg zu ihrem Zimmer. Viktor verabschiedet sich, aber Roland entdeckt, dass er schnurstracks zu einem der Pfleger geht und schließt sich ihm an. Er erfährt von Viktor, dass man sich Bonuspunkte für Privilegien verdienen kann, wenn man den Pflegern etwas über die anderen Insassen berichtet. Roland macht gerne mit - für die Gruppe, versteht sich, einer muss sich ja mit dem Feind gutstellen.

Am Abend tauscht man noch einige Informationen aus, dann legt man sich schlafen. Als die Gruppe wieder erwacht, ist es bereits der 12. März und der Pfleger, der sie weckt, spricht ärgerlich mit ihnen. Anscheinend haben sie am Vortag bei den Tests nur Unfug gemacht und sich danebenbenommen. Allerdings kann sich keiner der Vier daran erinnern... Und am Frühstückstisch kommen wieder seltsame Visionen von einem staubigen Plateau, von seltsamen, in Leder gekleideten Personen und grünen Kristallpilzen. Etwas später entdeckt Roland in der Zeitung einen Artikel über eine demnächst stattfindende Radiumkonferenz, welche im selben Stadtteil stattfindet, in der die Gruppe aufgegriffen wurde.

Bevor sich die Gruppe überlegen kann, wie sie die Zeit bis zu den nächsten Tests verbringen will, entdeckt Ernst erneut den Mann mit der Narrenkappe und dieses Mal folgen ihm seine Freunde. Doch einmal mehr ist der Mann verschwunden, obwohl er nirgendwo hingehen könnte. Zuvor sah es aber so aus, als habe er den Koffer um die Ecke gestellt, also fühlt Rudolf danach und ertastet tatsächlich etwas. Ernst bemerkt währenddessen, dass Viktor sie unauffällig beobachtet, stapft zu ihm herüber und bedroht die Frau eindringlich, hierüber den Mund zu halten.

Rudolf öffnet den unsichtbaren Koffer und fühlt, was sich darin befindet. Es fühlt sich an und riecht wie Blut. Diese Erkenntnis versetzt ihn in Schock und er rennt zum Badezimmer, um sich die Hände zu waschen. Roland folgt ihm. Als sie die Tür öffnen, finden sie sich kurz in einer Studierstube wieder, wo Albert Einstein ihnen gerade über die sechste Dimension erzählt und wie alles eigentlich zur selben Zeit stattfindet, Man könne durch die Zeit reisen, jedoch lebten in den anderen Dimensionen Kreaturen, welche einem des Verstandes berauben können.

Da die beiden sehr lange brauchen, folgt Elisabeth den beiden schließlich ins Bad, wo sie etwas verdattert stehen, während "Newton" mit seinem Apfel redet. Rudolf verschwindet schnell in einer Kabine, um sich zu übergeben, während Elisabeth die Symbole auf Rolands Arm abzeichnet, um diese von Newton lösen zu lassen.

Und dann befinden sie sich plötzlich ganz woanders. Sie sitzen in zwei mit Speeren gespickten Sattelschleppern, neben ihnen fahren weitere, seltsame Fahrzeuge und hinter ihnen hört man aus einer Staubwolke weitere Motorengeräusche. Und noch etwas Schlängelndes scheint sich dort zu verbergen. So schnell, wie der Traum gekommen ist, ist er wieder vorbei und die Gruppe erwacht. Es ist der 12. März, doch einige Dinge sind wie bei ihrer letzten Erinnerung: Rudolf riecht nach Erbrochenem, Elisabeth hat Nasenbluten und Roland hat noch immer die Schachfigur, die er beim Frühstück eingesteckt hat. Beim Nachsehen fällt auf, dass diese tatsächlich bei dem Schachspiel im Gemeinschaftsraum fehlt. Auch Viktor erinnert sich nicht an Ernst' Drohungen.

Gerade zeichnet Elisabeth die Symbole an Rolands Arm auf - dieses Mal zweimal - als sich die Gruppe wieder in den Wagen befindet. Dieses Mal lehnen Elisabeth und Ernst aus den Fenstern und schießen auf die Fahrzeuge hinter sich. Und dann erscheint etwas über ihnen, ein riesiges Maul und Flügel...

 

Fazit

 

Der Einstieg war etwas zäh, da unser SL uns Zeit geben wollte, unsere Charaktere und deren Psychosen auszuspielen. Vielleicht hätten wir auch mehr mit den anderen Insassen interagieren können oder andere Räume erforschen. Zum Ende hin nahm das Ganze dann aber ordentlich Fahrt auf, als die merkwürdigen Zeitsprünge und Reisen in eine andere Welt einsetzten. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht und was für merkwürdige Vidionen uns noch heimsuchen.

 

Anmerkung des Spielleiters (mir)

 

- Folgen wenn das Szenario abgeschlossen ist.


Bearbeitet von Belshannar, 28. September 2018 - 22:56 .

  • Tom, JaneDoe und Bartimäus gefällt das

#2 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

  • Admin
  • PIPPIPPIP
  • 9.832 Beiträge

Geschrieben 29. September 2018 - 10:40

Ich bin gespannt, wie es weitergeht!


Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/


#3 Belshannar

Belshannar

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 70 Beiträge

Geschrieben 10. Oktober 2018 - 16:54

12 Apostel - Die Geschichte - Teil 2

https://black-oracle...tel-teil-2.html

 

Und weiter geht es mit dem Szenario 12 Apostel. Beim letzten Mal sind unsere Charaktere in einer Irrenanstalt aufgewacht und haben seltsame Sprünge zwischen zwei verschiedenen Welten gemacht. Was es genau damit auf sich hat, erfahren wir dieses Mal.

Fast unbemerkt verändert sich die Welt um die Charaktere herum. Erst ist das riesige Monster weg, dann sind es plötzlich weniger Wagen, die in der Kolonne unterwegs sind. 12 dröhnende Wagen verfolgen sie jedoch noch - dann plötzlich nur noch 8, gespickt mit Speeren, rostig und halb auseinanderfallend. Die Leute darauf schreien und johlen wild. Schwarze Wolken wallen über ihnen am Himmel, senken sich mal tiefer, mal höher. Staub und Asche wohin das Auge sieht. Rudolf ist nirgends zu sehen. Roland fährt voran und entdeckt einige merkwürdige Kreaturen auf einer Düne, welche er mit einem gezielten Manöver umfährt. Einige der verfolgenden Wagen drehen ab und einer davon bleibt dabei stecken.

Sprung. Man sitzt wieder im Speisesaal, es gibt Mittagessen. Viktor kommt zur Gruppe und reicht Ernst die Akte von Ruge. Fast ängstlich redet er dabei und zieht sich dann zurück. Eine kurze Forschung nach der Zeitung ergibt, dass es immer noch der 12. ist und man befürchtet, dass man sich während der seltsamen Traumsequenzen genauso aufführt, da Roland gerade wieder in eine Verfolgungsjagd verstrickt zu sein scheint. Daher will man sich in der nächsten Sequenz ruhig verhalten. Was aber schwierig wird...

Sprung. Wieder befindet man sich in den Sattelschleppern, die Verfolger sind näher gekommen und ein paar Wagen der Kolonne fehlen. Roland macht ein hartes Bremsmanöver, woraufhin zwei der Verfolger auffahren, dann düst er weiter. Ein anderer wirft eine Kette auf den Wagen und klettert daran hoch. Zwar kann Elisabeth einem anderen das Bein wegschießen, doch zwei weitere Verfolger klettern nun auf den Wagen und greifen den Schützen an, der das Dach sichert. Mit einem gekonnten Manöver befördert Roland sie alle vom Dach herunter, doch einer konnte sich festhalten. Dann rollt etwas über das Dach. Ernst springt auf und schaut durch ein Loch in der Decke des Sattelschleppers, schnappt sich die rollende Flasche und wirft sie weg. Elisabeth soll derweil die Kette losmachen und beginnt, aufs Dach zu klettern. Einer, der sich noch halten konnte, geht daraufhin mit einem Messer auf sie los und Ernst versucht sie zu verteidigen.

Währenddessen wird von einem anderen Wagen nun ein Netz auf den Sattelschlepper geworfen, an dem sich einige der seltsamen Leute festhalten. Elisabeth klettert zurück in den Wagen und versucht, diese aus dem Fenster heraus abzuschießen, verfehlt jedoch und lässt zu allem Unglück auch noch ihre Waffe fallen. Währenddessen ist einer der Kerle in die Fahrerkabine gekrochen und liefert sich mit Ernst ein Handgemenge über die Sitze der anderen beiden hinweg, bis der Soldat ihn erschießt. Ein anderer springt dafür auf die Motorhaube, kann jedoch durch ein Bremsmanöver abgeworfen werden.

Sprung. Die Gruppe sitzt wieder im Gemeinschaftsraum und spielt Schach. Mittlerweile fehlen etliche Figuren und auch der Bauer, den Roland eingesteckt hatte, ist nicht mehr da. Auf die Frage hin, wo Rudolf sei, meint ein Pfleger, er kenne diese Person nicht und man sei zu dritt eingeliefert worden. Ernst überlegt derweil, ob Ruge möglicherweise eine Botschaft im Garten hinterlassen haben könnte und spricht mit der Frau, welche eine unsichtbare Violine spielt, ob die ihn nicht mit nach draußen nehmen könnte, immerhin hat sie bereits diese Privilegien.

Sprung. Zwei Sattelschlepper sind übriggeblieben. Sie stehen in den Ruinen einer Stadt, die einst Frankfurt war. Von hier, erklären die beiden anderen, die noch dabei sind, geht es weiter nach Göttingen. Da die Gruppe beginnt, Fragen über diese Welt zu stellen, werden die beiden misstrauisch, glauben, sie würden möglicherweise mutieren und befehlen ihnen, sich auszuziehen, um sie zu untersuchen. Anscheinend löst die Asche in dieser Welt Mutationen aus und man wird zu solchen Wesen, wie ihre Verfolger.

Sprung. Rudolf - der nun endlich wieder da ist - und Ernst stehen halb ausgezogen im Gemeinschaftsraum und müssen sich daher wieder einmal mit einem Pfleger herumschlagen. Dann hat Ernst auch noch einen Flashback und wähnt sich wieder im Krieg. Währenddessen finden die anderen heraus, dass Ruge an seinem letzten Aufenthaltstag in den Garten durfte.

Sprung. Die Gruppe schläft gerade auf den Sattelschleppern, als der Boden zu beben beginnt. In der Mitte der Stadt beginnt ein Kristallgebilde grün zu leuchten und zu pulsieren. Das Licht wird heller, erleuchtet aber die Umgebung nicht. Auch das Dröhnen wird lauter. Schnell wird alles zusammengepackt und man fährt los. Überall aus der Stadt hört man weitere Fahrzeuge, die die Flucht antreten. Anscheinend ist dies das letzte Mal 1922 passiert, als die Kristalle erschienen sind. Jetzt ist 1929. Hinter ihnen gibt es ein lautes Krachen, der Kristall wird wieder dunkel, dafür breiten sich aber düstere Wolken rasend schnell am Himmel aus. Man erfährt noch, dass die Fahrt in Heidelberg gestartet ist und die Fracht Saatgut ist. Einstein - genannt Der Jude - ist Präsident der Republik Göttingen, Friedhelm von Gevenich der Vizepräsident. Roland entdeckt derweil, dass er die Narbe an seinem Arm in dieser Welt nicht hat. Über ihnen dröhnt Lärm wie von einem Flugzeug, doch in den dunklen Wolken ist nichts zu sehen.

Sprung. "Newton" sitzt an ihrem Tisch und erbost sich über die Gleichung, die die Gruppe ihm gegeben hat. Diese sei gegen jede Physik und vollkommen unsinnig. Wenn es aber funktionieren würde, sei das wohl eine Art Kommunikationsmittel. Roland beginnt, sich in die Haut zu pieksen, um zu sehen, ob es eine Reaktion gibt. Tatsächlich fangen an, einige Zahlen und Buchstaben zu bluten und zu schmerzen. Sie zeigen: 14.3. 9.00? B d 9? r Roland ist sich daraufhin fast sicher, dass er sein Stück Haut mit Einstein getauscht hat und so mit diesem kommunizieren kann. Die Nachricht soll Uhrzeit und Ort zeigen, wo vermutlich der Auslöser des Chaos, welches sie immer wieder sehen, sich befindet.

Sprung. Vor ihnen liegt Göttingen, die Oase des Lichts. Sie scheint in eine blaue Lichtsäule gehüllt zu sein, denn über ihr ist der Himmel klar und wolkenlos. Überall im Ödland darum herum bewegen sich Mutanten und auch große Wesen schlängeln sich durch die Wolken. Als einer der beiden Wagen plötzlich steckenbleibt, eilt Roland hinüber und bemerkt dabei, dass der Boden unheimlich heiß ist. Er versucht noch, den Wagen freizuziehen, sieht dann jedoch seltsame Schattenwürmen, welche am Wagen ziehen. Schnell springen alle auf den anderen Sattelschlepper und brausen davon, während der andere unter den Sand gezogen wird. In Göttingen erwartet sie eine Front schwerbewaffneter Leute, die sie jedoch durchlassen, da sie die Saat der Hoffnung transportieren. Auf der Fahrt zur Universität wird schnell klar, warum: Überall sieht man abgemagerte und kranke Menschen, die sich auf den Straßen und in den Häusern drängeln. Überall sieht man bewaffnete Leute und sogar alte Kanonen.

Endlich erreicht man den Innenhof der Universität, wo sie von Einstein und Friedhelm in Empfang genommen werden. Noch bevor irgendjemand etwas sagen kann, platzt Ernst damit heraus, dass sie Einsteins Hilfe benötigen, da sie zwischen den Zeiten oder Parallelwelten springen. Der Physiker mahnt ihn zur Ruhe und untersucht erst einmal das Saatgut. Leider ist bereits die Hälfte davon von schwarzen Würmern durchsetzt. Bei dem grässlichen Anblick von schwarzen Körnern verlieren einige der umstehenden Soldaten die Hoffnung. Einige brechen weinend zusammen, andere fallen auf die Knie und einer erschießt sich noch an Ort und Stelle selbst.

Später, in einem ruhigen Gespräch mit Einstein, erfährt die Gruppe die ganze Geschichte. Die erste Kristallblume - oder auch Azathoth-Blume - entstand 1922 in Berlin in der Nähe von Dahlenheim, wo demnächst die Radiumskonferenz tagt. Man soll. so Einsteins Plan, dorthin zurückkehren und mit dem Leiter des Institutes, Max von Laue, einem Mann, der ungerne Risiken eingeht, in Kontakt treten. Zudem soll auch ein gewisser Abraham Fjodorowitsch Joffe auf der Konferenz sein, ebenfalls ein möglicher Ansprechpartner. Er steht im Briefaustausch mit Einstein und schätzt dessen Meinung sehr.

Auf Nachfrage erfährt man, dass Einstein schon länger mit der Zeit experimentiert und Ruge vor einigen Jahren sein Assistent/Proband war, der dann aber verschwunden ist. Um die Reise vernünftig durchzuführen benötigt die Gruppe jedoch einen Hund von Tindalos, ein Wesen, welches sich nur in Winkeln manifestieren kann und Menschen über Jahrhunderte verfolgen kann. Er hat auch einen Mann, dessen Familie von einem solchen Hund gejagt wird und der nur darauf wartet, von dem anhalten Jaulen und Bellen erlöst zu werden. Rudolf kommt das irgendwie bekannt vor, denn auch er hat früher so ein Bellen gehört und dann ist sein Vater plötzlich unerwartet verstorben. Und auch die anderen hören, seit sie im Irrenhaus sind, hin und wieder das Bellen eines Hundes... Der Proband setzt sich in eine mit Pech perfekt abgedichtete Taucherglocke, die perfekt abgerundet und mit Kirchensteinen ausgekleidet ist. Diese kann der Proband zum Explodieren bringen und das Wesen damit töten. Dies muss allerdings außerhalb der Stadt geschehen, da das Wesen genau wie die Schrecken außerhalb der Stadt diese nicht betreten können.

Man fährt also hinaus, neu bewaffnet und in der Erwartung, angegriffen zu werden, doch alles läuft glatt. Kaum hat man die Stadt verlassen, hört man die Explosion in der Tauscherglocke und Rudolf sieht nach, ob das Wesen auch wirklich tot ist. Er entdeckt tatsächlich die Überreste eines gehäuteten, mehrwinkligen Wesens, welches aber kaum wie ein Hund aussieht. Als man zurückkehrt, wird er gefragt, ob er sich sicher ist, ob der Hund in der Glocke ist. "Er ist drin!", sagt er bestimmt. "Du hast es gesehen?" "Nein." "Woher weißt du dann, dass es drin ist?" "Na, ich hab es gesehen!" Einstein ist sich aufgrund dieses Verhaltens ziemlich sicher, dass ihr Plan funktioniert hat. Später am Abend präpariert er noch Rolands Arm.

Sprung. Die Gruppe sitzt im Gemeinschaftsraum. Es ist Abend, kaum jemand ist noch da. In der Tür steht wieder der Kerl mit der Narrenkappe und winkt ihnen fast schon hönisch mit dem Koffer zu. Als sie ihm nachgehen, ist er aber wieder verschwunden. Man schaut sich daher die Ausgangstür an, um herauszufinden, ob eine Flucht möglich ist.

Sprung. Das Experiment soll beginnen. Die Gruppe muss die Augen schließen, als die Hundehaut aufgespannt wird, dann werden sie mit Glibber übergossen und in die Haut gestoßen. Sie fallen durch endlose Schwärze, kein Geräusch erklingt. Und dann sehen sie alles, was geschehen ist: Wie sie gerade auf der Straße unterwegs sind und von der Blume in Berlin berichtet wird, als dasselbe plötzlich auch in Frankfurt passiert. Mit Schrecken beobachten sie, wie das fremdartige Gebilde gen Himmel schießt, pulsiert und Asche zu regnen beginnt. Die Temperatur fällt rapide und finstere Wolken bedecken den Himmel.

 

Fazit

 

Ein actionreicher Einstieg und endlich mehr Klarheit über das, was eigentlich los ist. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und unserer Vermutungen wurden ja bestätigt. Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob wir es tatsächlich mit einer Zeitreise oder Reisen durch Parallelwelten oder dergleichen zu tun haben, immerhin scheinen sich ja gewisse Dinge zu verändern. Einsteins These zufolge könnte das an den Medikamenten liegen.

Auch nett zu erfahren war auch, wer eigentlich Ruge ist, denn bisher dachten wir ja, er würde vielleicht zu uns gehören. Möglicherweise ist er ja sogar der Auslöser für das Ereignis, wer weiß. Spannend wir es beim nächsten Fall sicherlich. Dann wird sich auch zeigen, wer unser Mann mit dem Koffer ist und was es mit der Kristallblume auf sich hat.


Bearbeitet von Belshannar, 10. Oktober 2018 - 16:56 .

  • Tom, 123 und Bartimäus gefällt das





Auch mit einem oder mehreren dieser Stichwörter versehen: 1920, Apokalpyse

Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0