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Gender-Wahnsinn


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536 Antworten in diesem Thema

#526 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 23. September 2019 - 12:28

Hiho

 

Was bitte hat denn Zielscheibe der eigenen Familie mit Bildung und Entscheidungsfreiheit zu tun?

Bei minderjährigen, ok, dann aber bitte wenigsten noch die Probleme der Arbeit der Jugendämter erwähnen, damit wir wenigsten einen Verbund-Themenkomplex haben. (Oder hab ich hier nen Trigger, daß das wieder bloss auf Islam und Flüchtlinge hinauslaufen soll?)

 

Grüße

 

Ok, jetzt versuche ich das mal zusammenzubekommen, wie s mir gegenüber gesagt wurde:

"Es gibt Staaten, in denen du als weiblicher Mensch nicht chancengleichen Zugang zur Bildung hast."

"Entscheidungsfreiheit = Partnerwahl." Bis hin zu gleichgeschlechtlicher Partnerwahl meinetwegen, damit ich auch was eigens dazupacken kann.

Vielleicht als relevante Ergänzung (weil es nichts mit "Flüchtlingen" zu tun hatte): Die Aussage wurde mir gegenüber in globaler Sicht gemacht. Also "solange es auf der Welt so und so ist, ist Schreibweise = Wohlstandsproblem = mir egal."

Deutlicher geworden?

 

Grüße zurück


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#527 Medizinmann

Medizinmann

    ewiger Tänzer

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Geschrieben 23. September 2019 - 12:59

Es gibt viele Gründe, warum Meinungsaustausch kompliziert ist. Erst mal aolltet man sich einig sein, dass man ein Problem hat. Soweit sind wir hier denke ich nicht nicht gemeinsam gekommen. Das macht es ja so schwierig.

Ich denke eher es sind verschiedene Gewichtungen von Problemen (und wie man damit umgeht) !

Ich z.B. weiß das es Unterdrückung von Frauen gibt (sowohl solche, die Systemimmanent sind als solche die aus der Religion als auch der Kultur kommen , oder Tradition) oder Rassismus gegen Schwarze

 Ich weiß aber auch das es Unterdrückung von Männern gibt und Rassismus gegen Braune,Gelbe,Weiße,etc Menschen  .

Ich springe nicht gleich auf die Barrikaden wenn es nur gegen eine "Fraktion " geht sondern bin gegen JEDE Art von Unterdrückung  .

Ich weiß das es Sklaverei gegen Menschen jeder Hautfarbe gab & gibt und verschließe meine Augen aber nicht vor Sklaverei die auch Nicht-Schwarze betrifft .

So ,aber Ich sehe es nicht so stark als Problem an und finde das manche User einfach übertreiben

(als Beispiel sei Hier mal eine PM angeführt die ich bekam, wo man mich warnte, das in dem alten Zitat:" Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan,der Mohr kann gehen " man Rassismus rauslesen kann und sich so mancher beleidigt fühlen kann)

 

Ich will in die "Erfahrungsblase " dieser User gar nicht reingezogen werden .

Denn Ich kann nicht sagen wer mehr in der Realität lebt ( der in dem Zitat eine Rassistische Beleidigung sieht oder der der sie nicht sieht ; der, der Überall Sklaverei und Unterdrückung aber nur bei Frauen oder Schwarzen sieht ,aber nicht bei Männern oder Menschen anderer Hautfarbe oder der ,der das ganze für alle anerkennt,aber nicht glaubt das es so schlimm ist ° )

 

Ich kanns wirklich nicht sagen , ich kann nur Sagen das ich anscheinend in einer freieren,fröhlicheren & friedlicheren Sozialblase lebe als diese anderen User .

 

°zumindest nicht hier in Europa/Deutschland .in Afrika oder Muslimischen Ländern ist das was GANZ anderes !

 

mit freiem,friedlichen & fröhlichen Tanz

Medizinmann


Bearbeitet von Medizinmann, 23. September 2019 - 13:13 .

-Alle meine Post sind ImO und IIRC-

 

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#528 Corn

Corn

    Advanced Chaotic

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Geschrieben 23. September 2019 - 17:36

Solange es also andere Probleme gibt, die wir als vorrangig/drängender einstufen, brauchen wir uns mit allem anderen nicht beschäftigen.

Lässt sich die Haltung so zusammen fassen, judge?

Bearbeitet von Corn, 23. September 2019 - 18:18 .

Das Lesen von Rollenspielforen verdirbt den Charakter


#529 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 23. September 2019 - 19:05

Ist zwar tendenziell stille Post, aber ich habe es so verstanden:

Solange lebenswichtige Probleme nicht gelöst sind, interessieren mich Wohlstandsprobleme (desselben Themas) nicht. Dann stecke ich meine energie in die lebenswichtigen Probleme.

 

Und vorsichtshalber, falls jemand den Ursprungsbeitrag nicht verstanden hat: der war eine Antwort auf

"Es gibt viele Gründe, warum Meinungsaustausch kompliziert ist. Erst mal aolltet man sich einig sein, dass man ein Problem hat. Soweit sind wir hier denke ich nicht nicht gemeinsam gekommen. Das macht es ja so schwierig."

 

Es ist m. M. nach noch komplizierter, weil selbst im einvernehmlichen gemeinsamen Denken "hier ist ein Problem" die Einordnung von Problemen in ein wichtig-weniger wichtig Schema dazu führen kann, dass "weniger wichtig" sehr viel später Thema wird.

Muss ja nicht so sein, dass das plötzlich alle denken, aber ich kennen jemanden, der genau so - meiner Erinnerung nach - argumentiert hat, als ich ich mit ihm mal drüber reden wollte. Jedenfalls denkt nicht niemand so, um es andersherum auszudrücken.


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#530 Khorneflakes

Khorneflakes

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Geschrieben 23. September 2019 - 19:37

Das noch niemand eine Frauenquote auf dem Bau verlangt hat... ;)

Bei schlecht bezahlten Jobs die kaum jemand bis zur Rente durchhält haben Frauen schon jetzt die große Mehrheit, was für eine Quote stellst du dir da vor?



Ich würde sagen, dass generelle Existieren eines Problems - global gesehen - verneint vielleicht kaum jemand (falls ich mich da irre, einfach sagen). Die Einordnung einzelner Elemente kann dann schon total unterschiedlich ausfallen.
 
Mal als Beispiel diese Sichtweise:
 
"Die Problematik einer Ausformulierung mit "innen", Sternchen etc. ist für mich ein Wohlstandsproblem, das mir solange egal ist, solange das Basis-Problem besteht, dass man aufgrund seines Geschlechts z. B. bei falscher kutlureller Zugehörigkeit im Rahmen der Partnerwahl zur Zielscheibe der eigenen Familie werden kann. Sobald das generell gelöst ist und niemand mehr aufgrund seines Geschlechts von Bildung, Entscheidungsfreihit etc. ausgeschlossen oder benachteiligt wird, kann man sich über Schreibweisen Gedanken machen."

Der Fachbegriff dafür lautet "Nirvana-Fehlschluss".

#531 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 23. September 2019 - 20:10

@Khorneflakes - danke!

Hab das gleich gegoogelt, weil ich den Begriff noch nicht kannte.

Wikipedia sagt: "Den Nirvana-Fehlschluss (engl. nirvana fallacy), auch Trugschluss der perfekten Lösung, begeht, wer etwas Wirkliches oder Realisierbares mit einem unrealisierbaren modellhaften Ideal vergleicht und auf dieser Basis – ohne die Realitätsferne des Ideals zu berücksichtigen – ein Urteil fällt oder eine Entscheidung trifft. Die- oder derjenige setzt sich damit dem Nirvana-Vorwurf aus."

 

Ist es das tatsächlich?

Weil die reale Unterdrückung der weiblichen Bevölkerungshälfte ist ja in Teilen der Welt sehr real. Und ich hoffe jetzt ehrlich, dass eine Änderung dort nicht ein unrealisierbares modellhaftes Ideal ist. Siehst du das so?

Und eine Entscheidung in Sachen "gendergerechtes Schreiben und Sprechen" wird dadurch ja auch eigentlich nicht entschieden, sondern im Gegenteil hinternangestellt. Ist das nicht auch irgendwie was anderes?

 

Den Begriff finde ich aber ungeachtet dessen lerneswert, nochmal danke für den Hinweis.

(Und falls du Lust hast, das näher zu erläutern, warum du den treffend findest, immer gerne; ich will dich aber nicht drängeln.)


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#532 Corpheus

Corpheus

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Geschrieben 23. September 2019 - 22:36

Das noch niemand eine Frauenquote auf dem Bau verlangt hat... ;)


Bei schlecht bezahlten Jobs die kaum jemand bis zur Rente durchhält haben Frauen schon jetzt die große Mehrheit, was für eine Quote stellst du dir da vor?

Ich glaube du hast den Smily übersehen. Ich bin nicht für eine Frauenquote auf dem Bau.

"Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus".

Ignazius Silone zugeschrieben

 

"Je genauer man plant, umso härter trifft einem der Zufall!"

 

"Ist etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist es das auch..."

 

"Alle Heldengruppen starten als Gemeinschaft des Rings und enden als Ritter der Kokosnuss"

 

"The absence of evidence is not the evidence of abscence!"

 

 


#533 Sam Stonewall

Sam Stonewall

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Geschrieben 25. September 2019 - 08:19

Die- oder derjenige setzt sich damit dem Nirvana-Vorwurf aus."

 

Ist es das tatsächlich?

Im Wesentlichen ja. Dazu kommt eine Variante dieses Vorwurfes, nämlich die unsinnige Forderung, man dürfe sich nur den lebensnotwendigen und noch drängenderen Problemen widmen und alle anderen Probleme müssten hinten anstehen. Das ignoriert, dass in einem Staat von 80 Millionen Menschen eben mehr als eine Aufgabe gleichzeitig bearbeitet werden kann. Wir sind in der Lage, Umweltschutz zu betreiben und gleichzeitig Diskriminierung zu bekämpfen. Insbesondere, da die meisten der 80 Millionen eine Ausbildung haben, die nicht für jedes Problem geeignet ist.

 

EDIT: Oh, und natürlich die weitere Variante, dass bei größeren Problemen irgendwo anders die besseren, aber nicht guten Zustände hierzulande kein Problem seien oder ebenfalls warten müssen. Wie in "In Saudi-Arabien droht Homosexuellen die Todesstrafe, warum beschweren die sich in Deutschland über Diskriminierung? Hier ist das sogar legal!"


Bearbeitet von Sam Stonewall, 25. September 2019 - 08:22 .

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#534 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 25. September 2019 - 08:32

"Im Wesentlichen ja , weil ..." wäre bei einer Frage die bessere Antwort gewesen, aber vielleicht sagt ja Khorneflakes noch was dazu, der das sicher besser erklären kann (es kam ja von ihm).

 

Die beiden Zusatzvarianten finde ich dagegen auch interessant. Sie beinhalten, dass man sich um nichts kümmert, solange es woanders objektiv schlimmer ist als Zuhause.(so habe ich das zumindest rausgelesen)

Sie ignorieren aber die Möglichkeit, sich zuhause gegen Misstände woanders zu engagieren (was m. M. nach Leute tun).

Man sollte mein zuvor genanntes Beispiel in dem Kontext wohl so formulieren: "Ich engagiere mich bereits in Sachen schlimmer Zustände woanders, wenn die gelöst sind, richte ich meine Energie auf geringere Problem (z. B. auch zuhause)." Das halte ich dann für völlig legitim.

"Ich tue nix, solange es irgendwo schlimmer ist und es nicht alle anderen außer mir gelöst haben" halte ich dagegen nicht für legitim.


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#535 Sam Stonewall

Sam Stonewall

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Geschrieben 26. September 2019 - 08:05

Man sollte mein zuvor genanntes Beispiel in dem Kontext wohl so formulieren: "Ich engagiere mich bereits in Sachen schlimmer Zustände woanders, wenn die gelöst sind, richte ich meine Energie auf geringere Problem (z. B. auch zuhause)." Das halte ich dann für völlig legitim.

"Ich tue nix, solange es irgendwo schlimmer ist und es nicht alle anderen außer mir gelöst haben" halte ich dagegen nicht für legitim.

Exakt. Meist kommt es aber eben von Leuten, die selbst nichts tun und andere kritisieren, wenn die zwar was tun, aber die angeblich falschen Prioritäten setzen.



#536 Medizinmann

Medizinmann

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Geschrieben 28. September 2019 - 08:56

Hier mal was zum Thema Farbe

 

 

Hough!

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#537 Khorneflakes

Khorneflakes

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Geschrieben 28. September 2019 - 19:27

@Khorneflakes - danke!
Hab das gleich gegoogelt, weil ich den Begriff noch nicht kannte.
Wikipedia sagt: "Den Nirvana-Fehlschluss (engl. nirvana fallacy), auch Trugschluss der perfekten Lösung, begeht, wer etwas Wirkliches oder Realisierbares mit einem unrealisierbaren modellhaften Ideal vergleicht und auf dieser Basis – ohne die Realitätsferne des Ideals zu berücksichtigen – ein Urteil fällt oder eine Entscheidung trifft. Die- oder derjenige setzt sich damit dem Nirvana-Vorwurf aus."

Das Nirvana ist nach buddhistischer Lehre ein selbstverständlich erreichbarer Zustand (welche Religion sagt denn "es gibt eine Erlösung, aber die kann niemand erreichen"?), deshalb meine ich mit dem Begriff eher das, was Sam schrieb: Kritik an einem konkreten Problem oder eine Lösung für ein konkretes Problem wird kritisiert, weil es ja anderswo auch schlimm ist und diese Lösung nicht zu einem Ende jeglichen Leids (=Nirwana) für die gesamte Menschheit führt.


Man könnte es auch als eine Variante des Whataboutism bezeichen, denn meistens interessiert das als Gegenargument angeführte ungelöste Problem die so Argumentierenden genau so lange, wie es in einer Diskussion als "ja, aber" benutzt werden kann.
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