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Ein Ruck ist durch Deutschland gegangen


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735 Antworten in diesem Thema

#31 n3mo

n3mo

    Semiotikguerilla

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Geschrieben 05. Januar 2019 - 16:16

Zu guten Aktionen ein Artikel zum 35C3 (den man auch mit AdBlocker lesen können sollte ;) ) auf netzpolitik.org.
 

35C3: Hackerkonferenz zeigt Rechten den Mittelfinger
Der diesjährige Chaos Communication Congress mit seiner klaren Haltung gegen Rechts war eine politische Demonstration. Rechtsradikale und AfD-Versteher sind genervt von der größten Gesellschaftskonferenz des Landes. Der CCC hat also alles richtig gemacht. Ein kleiner Rückblick.


Und wer sich an die Kommentarspalten traut...

https://netzpolitik....inger/#comments

 

Zu den schicken "Zitaten" die da gerne mal rausgehauen werden eine Betrachtung... ist jetzt nicht der Wahrheit letzter Schluss aber als Denkansatz interessant.

https://lagushkin.wo...wendete-zitate/


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They never tell you how heavy a corpse is in training school.
You can´t afford to fall in love with a plan...

 

Whilst I write this, I hold a sword in each hand and a pistol in the other.

 

.ninja {color: black; visibility: hidden; animation-duration: 0.00001s; }


#32 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 05. Januar 2019 - 18:26

Dann dürfte als Nebenerkenntnis ja auch sein: Gute Hacker sind links, jedenfalls nicht rechts.

Also sind die Leaks vom Jahresende nicht von rechts sondern von sostwo gehackt worden.

Denkfehler? :ph34r:


Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/

(und ab 2019 unter pegasusdigital.de)


#33 Doc-Byte

Doc-Byte

    Been there, run that.

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Geschrieben 05. Januar 2019 - 22:48

Wurde doch längst alles aufgeklärt. :ph34r:


If you want to take back what they stole
Feed the rage in your heart
Till it's ready to blister.
Now put your gun in your hand
And take it to Mister


#34 Sir Doudelzaq

Sir Doudelzaq

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 02:04

Da "Rechts" die Nazis, das Imperium, das Reich, Nordkorea, Brasilien oder die russische Föderation kurz die Bösen sind, müssen die "Guten" somit Links sein.

"Peace and Onion"

das Prinzip Sir Doudelzaq

„Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“

Das Prinzip Verantwortung Hans Jonas

Bei Rechtschreib- und Grammatikfehlern bitte nicht ärgern. Meist schreibe ich vom Handy aus, da geht einiges durch und als alter LRSler finde ich auch nicht immer alle. Wenn sie einen aber wirklich stören schreibt mir. Wenn ich abends dazu komme korigier ich.


#35 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 11:19

Beispiel Kandel: Bei einer antifaschistischen Gegendemonstration werden ein paar Böller über eine Polizeikette geworfen. Die Polizei greift sofort zum Pfefferspray, nur kurz darauf wird eine Ermittlungsgruppe in Landau eingerufen.

 

Die Quelle berichtet: "Wir waren am Einsatztag ein stückweit überrascht von der Aggressivität, die von der Antifa ausgegangen ist", sagte Abschnittsleiter Peter Landau von der Bereitschaftspolizei. Die Gruppe habe gleich zu Beginn Auflagen wie das Vermummungsverbot missachtet, sei dann aber ein stückweit mitgelaufen. Als der Zug der anderen Demonstration am nächsten gewesen sei, hätten die Antifa-Leute Kurs darauf genommen. Bei den folgenden Konfrontationen hätten acht Beamte seiner Einheit Hautabschürfungen und Prellungen erlitten, zudem seien sie mit Knallkörpern beworfen worden, die Knalltraumata verursachen und - bei einem defekten Visier - das Augenlicht kosten könnten.

 

(Die Quelle spricht lustigerweise von Kritik an "der Antifa". Aber Schwamm drüber.)

("antifaschistisch" als Label für etwas gegen eine lt. Quelle  Kundgebung der rechtspopulistischen Initiative "Kandel ist überall" klingt ein wenig nach "alles, gegen das ich bin, das ist rechts und damit bin ich der Gute". Aber Schwamm drüber.)

("Gegendemonstration" als Bezeichnung der geschilderten Vorgänge? Ein Gegendemonstration würde für mich anders (nämlich deutlich friedlicher) aussehen, als in der Quelle beschrieben.

Objektiver hätte man vielleicht sagen können: Bei einer Antifa-Demonstration gegen eine Veranstaltung der rechtspopulistischen Initioative "Kandel ist überlall" wurden Böller auf Polizisten geworfen und damit die Möglichkeit schwerer körperlicher Schäden in Kauf genommen. Die Poliziet reagierte mit ...

 

Die geschilderte Reaktion der Polizei sieht für mich völlig ok aus.Sich mit Spengkörpern bewerfen lassen ohne was zu tun wäre auch ziemlich blöd.

Aber was mich interessieren würde: Hat denn die Ermittlungsgruppe Täter ermitteln können?

 

 

@ Sir Doudelzaq

"Da "Rechts" die Nazis, das Imperium, das Reich, Nordkorea, Brasilien oder die russische Föderation kurz die Bösen sind, müssen die "Guten" somit Links sein."

 

ist das nicht eine Begriffsvermatschung?

Ist eine gute Suppe links, weil sie gut schmeckt?

ist ein guter Henker links, weil er schmerzlos ins Jenseits befördert?

Ist jemand, der schnell laufen kann, und somit als guter Läufer bezeichnet werden kann, dadurch ein linker Läufer?

 

und wenn Nordkorea Rechts ist, war dann Stalin auch rechts? Oder Pol Pot?


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#36 Sir Doudelzaq

Sir Doudelzaq

    Gutmensch

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 11:51

Hautabschürfungen und Prellungen?
Also Kratzer und blaue Flecken!
Da habe ich nach jedem Lager mit den Pfadfinderinnen üblere verletzungen, die beißen die Mäddels...
Und Knallkörper die zu irgendwas hätten führen können...
Mit der Argumentation mussan alle Autofahrer in Gewaltsam nehmen, die Autos können zum Tod führen...auch bei funktionierendem Visier.

Naja, ist halt das selbe erbärmliche geheule und aufgebausche wie in Hamburg, wo manch einer seine journalistische Würde damit endgültig wegwirft, in dem er von "Kriegsähnlichen-zuständen" faselt.
Kein Schuss, kein Toter, (was ja auch keiner beabsichtigt) aber die Jungs im Vollpanzer fangen an zu weinen wenn sie aich nen Fingernagel einreißen.

Weisst du wie die Polizeimelsung aussieht, wenn ein Polizist einen flüchtigen anfährt und dem der Unterschenkel komplett zerlegt wird?
"Einer der Flüchtigen verletzte *sich* bei der Flucht am Bein"
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#37 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 12:05

@Sir Dudelzaq:

Dann werten wir das mit Feuerwerkskörpern beworfen werden wohl sehr unterschiedlich. Dir wäre es vielleicht egal, ich würde es als versuchte Körperverletzung ansehen. Da kommst du mir gerade wie der König der Verharmlosung vor, nichts für ungut.

Mit Autos beworfen zu werden wäre natürlich auch nicht schön, wenn ich dein Beispiel mal aufgreifen darf. Aber da die meisten Autofahrer das nicht tun, besteht auch kein Grund für eine reaktion der Polizei.

Und ich vermisse in der Quelle den Hinweis darauf, dass die Polizei geweint hat. Das richtige Wort war glaube ich "gewehrt".

Ist natürlich schade für den Böllerwerfer, wenn er statt der "Ich halte auch die andere Wange hin Bibelgruppe" ausgerechnet die Polizei attackiert, die dann eben nicht unbedingt die andere Wange hinhält.

Wer machte den Fehler: Der Täter beim Werfen oder die Polizei beim sich wehren?


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#38 Sir Doudelzaq

Sir Doudelzaq

    Gutmensch

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 12:53

Ne mit autos werde ich nicht beworfen.
Aber mir wird als Fahrradfahrer regelmäßig die Vorfahrt genommen, man überholt mich mit 50cm abstand, oder biegt links ab während ich gradeaus fahren möchte...

Ist irgendeiner der Autofahrer wegen Verauchter Körperverletzung, Nötigung oder aonst was dran?
Nein!
Typen hauen mir eins auf die Nase und die bricht, also eine echte Körperverletzung, bei der Polizei ist nachher von einem Gerangel die Rede.

Es ist genau andersrum Judge.
Die Polizei verharmlost ihre Gewalttaten, fahren Menschn über den haufen und reden dann von "verletzte sich" oder berixhten davon das die bösen Demonstranten Reizgas einsetzen wobei sie sich nur selbst eingenebelt haben.

Und sie bauschen die gegen sie gerichteten Gewalttaten extrem auf.
Bei den Böllerwürfen kann es zu Dingen kommen wenn etwas anderes (unwahrscheinliches) eintrifft.
Zwei Konjunktive in einem Satz um die "AntiFa" als besonders böse da zustellen.

Es geht mir hier gar nicht so sehr darum die Böllerwürfe zu verharmlosen. Es geht mir darum, dass die Poizei aufbauschend von " schlimmen Dingen" berichtet.
Und damit mein Vertrauen und ihre Glaubwürdigkeit verspielt.

Denn die Aussage, "Bei Auseinandersetzungen mit Antifa-Gruppierungen, kam es zu keinen nennenswerten Verletzungen, obwohl Böller geworfen wurden." wäre genauso wahr.
Nur wäre der Ton dann etwas weniger in Richtung " gefährliche Linke Aktivisten ".

Bearbeitet von Sir Doudelzaq, 06. Januar 2019 - 13:22 .

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#39 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 15:59

Bei den Böllerwürfen kann es zu Dingen kommen wenn etwas anderes (unwahrscheinliches) eintrifft.
Zwei Konjunktive in einem Satz um die "AntiFa" als besonders böse da zustellen.

Es geht mir hier gar nicht so sehr darum die Böllerwürfe zu verharmlosen. Es geht mir darum, dass die Poizei aufbauschend von " schlimmen Dingen" berichtet.
Und damit mein Vertrauen und ihre Glaubwürdigkeit verspielt.

Denn die Aussage, "Bei Auseinandersetzungen mit Antifa-Gruppierungen, kam es zu keinen nennenswerten Verletzungen, obwohl Böller geworfen wurden." wäre genauso wahr.
Nur wäre der Ton dann etwas weniger in Richtung " gefährliche Linke Aktivisten ".

 

Was soll denn da Unwahrscheinliches eintreten, wenn man Böller auf Leute wirft? Dass den Leuten dadurch was passiert, obwohl das im Fernsehen beim A-Team nie zu Verletzungen geführt hatte?

Dann könnte ich auch mit einer 9mm auf einen Bus schießen und sagen "der war ja nicht vollbesetzt, ich bin davon ausgegangen, dass ich nur leere Sitzplätze treffe. Personeneschaden war total unwahrscheinlich" (Was selbstverständlich eine dämliche Ausrede wäre).

 

Und wenn Demonstranten Polizisten angreifen, dann finde ich unter Ausblendung der politischen Ausrichtung am passendsten: "Scheißtypen." (Darf man das schreiben? Sonst weich ich per edit aus auf "Dreckskerle").

 

Aber um mal die Überschrift dieses Threads aufzugreifen und da einen kleinen gedanklichen Bogen zu schlagen: Ich habe den Eindruck, dass die Presse generell eher "links" ist, jedoch in letzter Zeit überhaupt und auch in größerem Ausmaß in Berichten sinngemäß auftaucht (ich verknappe jetzt plakativ): "Teile der Antifa = brutal und rechtswidrig". Wenn man die oben genannte Quelle da mit drunterfasst, ist eigentlich eine Menge an Berichten abgedeckt.

Möglichkeit 1: Die Presse ist eine Geldhure und schreibt, um zu verkaufen, Inhalt praktisch egal und erfunden.

Möglichkeit 2: Durch den sog. "Ruck" übersteigert die Berichterstattung die wahren Verhältnisse (zulasten der Antifa, zugunsten von "rechts")

Möglichkeit 3: In der Vergangenheit hat die Berichterstattung der Antifa durch einen Sympathiebonus eine geschönte Berichterstattung zukommen lassen bei identischen Vorkommnissen. (Ebenfalls Bestandteil eines "Ruck", weil der Bonus jetzt weg ist)

Möglichkeit 4: Die Antifa ist brutaler und rechtswidiriger geworden und das schlägt sich in weiterhin neutraler, aber dadurch drastischerer Berichterstattung nieder.

 

Eigene Meinung bis hierhin: Es gibt ja nicht "DIE Antifa", sondern zig Gruppen, die unabhängig voneinander Dinge tun. Darunter die vom Verfassungsschutz so definierten:

"Der „antifaschistische Kampf“ ist ein Hauptagitationsfeld von Autonomen. Aus ihrer Sicht ist es geboten, den Kampf gegen Faschisten und Rassisten in die eigenen Hände zu nehmen. In autonomen Publikationen und Stellungnahmen wird für Gegenveranstaltungen zu rechtsextremistischen Kundgebungen geworben. Die Agitation richtet sich auch gegen bestimmte staatliche Einrichtungen oder ihre Repräsentanten. Darüber hinaus werden Adressen und „Steckbriefe“ von politischen Gegnern veröffentlicht, die nicht selten mit der Aufforderung verbunden sind, diese Personen auch anzugreifen. Im Rahmen der „antifaschistischen Selbsthilfe“ werden auch militante Aktionen befürwortet, die sich in erster Linie gegen den politischen Gegner, insbesondere tatsächliche oder vermeintliche „Nazis“ richten. Dadurch kommt es regelmäßig zu hohen Sachschäden, teilweise aber auch zu Personenschäden."

Innerhalb dieses Gruppenmischmasches gibt es genug "faule Äpfel", deren brutale Handlungen in der Öffentlichkeit durch eine vermehrte Berichterstattung dadüber als "Handlungen DER Antifa" wahrgenommen werden (und damit alle anderen mit in den Dreck ziehen). Das ist im grunde weitgehend "Möglichkeit 3".


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#40 Sir Doudelzaq

Sir Doudelzaq

    Gutmensch

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 16:29

Habe das wohl nicht klar genug geschrieben.
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass ein Polizist mit einem nicht-funktionierenden Helm zur Demo kommt.
Und die Böller die durch die Körperpanzer und den Helm durchkommen kriegst du nichtmal in Polen.

Und der Grund warum die Presse eher linls ist?
Naja, Journalismus ist halt ein Studium...
Und viele Journalisten kommen eher aus dem Bildungsbürgertum, müssen sie auch den vom Journalismus allein können immer weniger Leben.

Was den Rechtsruck angeht.
Einiges was heute fast normaler Sprachgebrauch geworden ist, war früher wesentlicher verabscheuter.
Unter dem Label "wird man ja noch sagen dürfen" geht so einiges.
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#41 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 06. Januar 2019 - 16:43

Sprachgebauch: Sehe ich genau umgekehrt. Durch das Gebot der Political Correctness ist der Sprachgebrauch in den letzten 10-15 Jahren gilt eher: "Darf man heute nicht mehr sagen."

 

Böller: Ok, wenn man diesen Denkansatz verfolgt: "Ich werfe mit einem grundsätzlich gefährlichen Explosivkörper auf Leute, bei denen ich davon ausgehe, dass die aufgrund ihrer korrekten Schutzkleidung davon keinen Schaden davontragen werden, daher ist das nicht schlimm. Ich kann auch zu 100% ausschließen, dass das mal einer weniger gut geschützt ist oder ich gar danebenwerfe. Darum ist es insgesamt nicht schlimm." dann bleibt nur die Rückfrage: warum wirfst du dann überhaupt?

Kurz: Es bleibt für mich - wenn mit dieser Begründung auch in den Bereich des Dämlichen (nicht von dem Foristen, sondern von dem Werfer) verschobenen eine versuchte Körperverletzung und der Wille dazu.

 

Presse eher links: Nicht alle Studenten sind links, daran kann es nicht liegen. Nicht alle Studenten sind die geistige Krone der Schöpfung, daran kann es auch nicht liegen. Ist aber auch nicht so wichtig. Die Frage für mich ist: Ist die Presse weiterhin - so wie in den letzten jahrzehnten - identisch weit links, oder bewegt sie sich auf die Mitte zu? (was ja von links gesehen eine Bewegung nach rechts wäre).


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#42 Corpheus

Corpheus

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Geschrieben 07. Januar 2019 - 05:27

Eigentlich traurig, dass die Polizei zu Demonstrationen in Vollpanzerung kommen muß.

Und ganz ehrlich... schwarz vermummte Demonstranten mit Böller schrecken mich genauso ab für meine Überzeugung auf die Straße zu gehen wie Polizisten in Vollpanzerung und Wasserwerfer.

So sollte politische Willenbekundung auf der Straße nicht aussehen :(

Ps: Welchen Sinn erfüllen die Böller auf einer Demo?

"Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus".

Ignazius Silone zugeschrieben

 

"Je genauer man plant, umso härter trifft einem der Zufall!"

 

"Ist etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist es das auch..."

 

"Alle Heldengruppen starten als Gemeinschaft des Rings und enden als Ritter der Kokosnuss"

 

"The absence of evidence is not the evidence of abscence!"

 

 


#43 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 07. Januar 2019 - 06:33

Das ist absolut traurig und das Gegenteil von "jeder darf seine Meinung äußern".

Denn die psychologisch beabsichtigte Langzeitwirkung Wirkung dürfte sein: "Schau mal politischer Gegner, DIE sind gepanzert, darum passiert denen wahrscheinlich nichts, aber DU bist das nicht. Und wenn ich das auf dich werfe, dann bist du am Arsch."

Einschüchterungstechnik gepaart mit Gewaltbereitschaft.


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#44 Corn

Corn

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Geschrieben 07. Januar 2019 - 13:01

"... dadurch kommt er regelmäßig zu hohen Sachschäden aber auch personenschäden. "

Ist das wieder eine Vermutung oder gibt es dafür eine Quelle? Immerhin sagte die Statistik letztes Jahr zu politisch motivierten Straftaten dass es deutlich mehr rechte Taten sind und diese auch im Vergleich zugenommen hätten.

Auch bei der Presse kann ich den vermuteten "linksdrall " nicht erkennen. Zum einen gibt es in den letzten Jahren mehr "Alternative Medien " zur Berichterstattung die ja immer wieder von afd und Konsorten als Quelle herangezogen werden und zum anderen war es in der Geschichte in Deutschland noch nie so dass man linke Gewalt gutgeheißen hat. Weder in der Weimarer Republik noch im deutschen Herbst (abgesehen von Ulrike Meinhof) noch nach der Wende.


Aber mal die Frage
Wieso lasst ihr euch von Diskussion um links oder rechts ablenken? Es geht hier weder darum ob linke oder rechte gewaltbereiter sind noch welche politische Partei die meisten Anschläge ertragen muss noch ob Polizisten im Dienst Gewalt ausüben die durch die Presse dann geschönt wird.

Die Frage ist
Rückt die Gesellschaft in Deutschland gedanklich mehr nach rechts?
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#45 Judge Gill

Judge Gill

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Geschrieben 07. Januar 2019 - 13:35

@Corn: das ist wörtlich der Verfassungsschutz. HIER

ob die das nur vermuten, kann ich nicht beantworten.

 

Zu deine Kernfrage lautet meine Meinung:

Nachdem die Gesellschaft von ganz recht außen in den 1930ern auf 1940ern in der Zeit 1950er auf 1970er auf 1990er nach Einstieg der 68er in die Instanzen, politischer Etablierung der Grünen, Ende des Kalten Krieges, Mauerfall und Wiedervereinigung kontinuierlich nach Links gerückt ist, war m. M. nach der linke Außenpunkt mit der rot-grünen Regierung unter Schröder (dem Genossen der Bosse) erreicht und wurde unter Merkel nach besten Mitteln gehalten.Nicht umsonst ist ja die CDU der Gegenwart quasi eine SPD der 1980er Jahre. In die Lücke zwischen heutiger CDU und ganz rechts ist die AfD als quasi CDU der 1980er Jahre gewachsen, weil die Gesellschaft tatsächlich nach Erreichen des linken Zenits (wenn man sie sich mal als Pendel vorstellt) wieder zurück in Richtung rechts pendelt, weil es nach links nicht weiterging und unbefriedigend war.  

Diese Pendelbewegung ist solange nicht schlimm, solange nicht voll durchgezogen wird bis nach Rechtsextrem, sondern nur "weiter rechts als heute", denn da ist parlamentarisch, gesellschaftlich und demokratisch noch viel Luft, ehe es extrem wird (ich nenne das mal "80er Jahre Niveau"). Ebenso wie es hier statlich nie linksextrem wurde (DDR mal außen vor gelassen).

Also im Grunde: Einen "Ruck" gibt es nicht, aber eine Pendelbewegung, bei der man darauf achten sollte, dass das Pendel nicht zu weit (nach rechts) pendelt. Eine Gefahr sehe ich da aber ebensowenig wie in Richtung linksextrem, dafür ist die Gesellschaft zu modern und erwachsen.

Und natürlich gibt es in beide Richtung Extremisten (siehe aktuelle Enthüllungen). Aber gerade deren Enthüllung zeigt ja, dass die Gesellschaft nicht wehrlos ist, sondern aufmerksam und zur Selbstverteidigung gegen Extremismus bereit.

 

edit: zu deine anderen Frage: "Wieso lasst ihr euch von Diskussion um links oder rechts ablenken? Es geht hier weder darum ob linke oder rechte gewaltbereiter sind noch welche politische Partei die meisten Anschläge ertragen muss noch ob Polizisten im Dienst Gewalt ausüben die durch die Presse dann geschönt wird."

Das ist m. M. keine Ablenkung, sondern Bestandteil der Überlegungen.

FALLS linksextreme Gewaltbereitschaft zugenommen hat / die Berichterstattung darüber zugenommen hat / die Berichterstattung darüber übertrieben sein sollte ... dann wäre es eine nachvollziehbare Reaktion der Gesellschaft, das Scheiße zu finden und sich gedanklich davon stärker zu distanzieren (was eine Bewegung des Pendels in die rechte Richtung bedeuten würde).

FALLS von Linksextremen mehr Anschläge auf politische Parteien gemacht werden sollten / die Berichterstattung darüber zugenommen hat / die Berichterstattung darüber übertrieben sein sollte ... dann wäre es eine nachvollziehbare Reaktion der Gesellschaft, das Scheiße zu finden und Sympathie für die Opfer dieser Gewalt zu haben. (was eine Bewegung des Pendels in die rechte Richtung bedeuten würde).

FALLS die Polizei als eigentlich anerkannte Hüter der Ordnung Zielscheibe bestimmter Personengruppen sind / die Berichterstattung darüber zugenommen hat / die Berichterstattung darüber übertrieben sein sollte ... dann wäre es eine nachvollziehbare Reaktion der Gesellschaft, das Scheiße zu finden und sich gedanklich davon stärker zu distanzieren (was eine Bewegung des Pendels in die rechte Richtung bedeuten würde, falls diese Gewalt überwiegend von links kommen sollte).


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