Zum Inhalt wechseln


Foto

Legale & Illegale Spielzeugwaffen einschliesslich Nazikeulen


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
55 Antworten in diesem Thema

#46 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

  • Admin
  • PIPPIPPIP
  • 15.355 Beiträge

Geschrieben 09. Juli 2019 - 22:44

Wie kommst du darauf, dass ich darüber nachsinnen würde?

Ich bedaure lediglich, keine andere Begründung zu hören als "das ist nicht wegen 4. Reich". Ja wegen was soll es denn dann sein?

Wäre vermutlich amüsant.

In Anlehnung an Forrest Gump: Doof ist, wer Doofes sagt.

 

jetzt ist mir doch was eingefallen: abartige Sexpraktiken.

Aber du hattest doch mit dem diskutiert - hat er denn gar keine Begründung abgegeben?


Bearbeitet von Judge Gill, 09. Juli 2019 - 23:07 .

Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/


#47 fexes

fexes

    Neo-Anarchist

  • Shadowrun Insider
  • PIPPIPPIP
  • 1.730 Beiträge

Geschrieben 09. Juli 2019 - 23:18

Das Video das ich gepostet habe gibt den Diskussionsverlauf ganz gut wieder. Da ist Satire ziemlich nah an der Realität.

#48 Corpheus

Corpheus

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 7.997 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 04:32

Eine Diskussion hat nur Sinn, wenn beide Seiten daran interessiert sind.

Rechte Aktivisten mit Hakenkreuztattoos gehören offensichtlich nicht dazu.

"Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus".

Ignazius Silone zugeschrieben

 

"Je genauer man plant, umso härter trifft einem der Zufall!"

 

"Ist etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist es das auch..."

 

"Alle Heldengruppen starten als Gemeinschaft des Rings und enden als Ritter der Kokosnuss"

 

"The absence of evidence is not the evidence of abscence!"

 

 


#49 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

  • Admin
  • PIPPIPPIP
  • 15.355 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 05:20

Bloß weil eine Diskussion sinnlos ist, bedeutet ja nicht, dass sie nicht passiert.

(fexes): Also die letzten Rechten, mit denen ich gerade erst die Tage diskutiert habe, haben versucht mir, oder besser gesagt den Mitlesenden weiß zu machen, dass die Hakenkreuz-Tattoos und die Hitler-Büste in ihrem Regal ja nichts damit zu tun hätten, dass sie sich ein Viertes Reich oder ähnliches wünschen würden.

Da ging es ja wohl (u.a.) darum, dass sie entsprechende Tätowierungen (und Dekogegenstände) haben. Und wenn sie dann schon erklären, womit das nichts zu tun hst, wäre ja eine logische Frage gewesen womit das dann zu tun hat. Und das würde dann wahrscheinlich zwangsläufig lustig (weil absurd) sein.

 

@fexes: So wie du es schreibst (von wegen Mitlesenden) klingt das, als ob du das im Internet diskutiert hast? Kann man das irgendwo finden?

 

edit: das Video finde ich prima :D


Bearbeitet von Judge Gill, 10. Juli 2019 - 05:58 .

Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/


#50 fexes

fexes

    Neo-Anarchist

  • Shadowrun Insider
  • PIPPIPPIP
  • 1.730 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 07:11

Bei solchen Diskussionen rede ich auch nicht mit denen direkt, sondern es geht bei dieser Form der Gegenrede darum für die schweigende Mehrzahl der Mitlesenden nicht falsche Behauptungen unwidersprochen im Raum stehen zu lassen. Ich gehe nicht davon aus, dass jemand, der Begriffe wie "Personengruppen importieren", "antideutschen Weltbild", "originären Deutschen" oder "Neumerkel" verwendet, plötzlich Einsicht zeigt, wenn er mit Fakten konfrontiert wird oder nur "erwachsen" genug mit ihm diskutiert wird. Es ist liegt auch nicht an mir Offensichtliches richtigzustellen, etwa wenn ein Nazi einer einschlägig bekannten Neonazikameradschaft mit seinen Hakenkreuztattoos vor der Hitler-Büste versucht außerhalb seiner Filterblase – in der er stolz darauf ist Nazi zu sein – versucht öffentlichdas Gegenteil darzustellen. Um es mit einer Parabel auszudrücken: Ich gehe ja auch nicht in den Stall und diskutiere mit dem Esel, auch wenn ich das, was es sagt, aufgreife und scheinbar mein Wort an ihn richte. Ich rede stattdessen mit den Pferden, die in den Boxen daneben stehen und zuhören. Pferde sind nicht per se leichtgläubig. Aber wenn Behauptungen, etwa dass der Esel eigentlich ein Einhorn ist und ihm die Kühe das Horn geklaut haben, oft genug unwidersprochen widerholt werden, gibt es durchaus Pferde, die diese Position für wahr halten und übernehmen, so abwegig die objektiv gesehen auch erscheinen. Auf Fakten oder Widersprüche aufmerksam zu machen, rückt das Bild im Stall in der Regel wieder gerade, auch wenn die Esel das mit umso lauterem Geschrei versuchen zu übertönen. Es ermuntert bzw. ermutigt außerdem andere sich ebenfalls zu äußern und dem Esel nicht die Deutungshoheit zu überlassen.

 

Diese "Diskussionen", wenn man das im Internet so nennen kann, finden zum Teil in öffentlichen Räumen statt. Andere in geschlossenen Gruppen sind nicht immer von außen einsehbar, auch wenn die Gruppe selbst in ihrer Zusammensetzung grundsätzlich eine öffentliche ist. Nur sehe ich an dieser Stelle aus Gründen des Selbstschutzes davon ab, konkrete Links zu posten und verweise da auf das, was ich weiter oben schon geschrieben habe: "Wenn ich rauskriege wo du wohnst, komm ich mal vorbei zum 'Kamillenteetrinken'." Darum vermeide ich es unterschiedliche Profile in Verbindung zu bringen.


Bearbeitet von fexes, 10. Juli 2019 - 08:58 .

  • Medizinmann, TwistedMinds, Eran und 2 anderen gefällt das

#51 Judge Gill

Judge Gill

    CTHULHU Chefredakteur

  • Admin
  • PIPPIPPIP
  • 15.355 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 07:40

@fexes: ich würde zwar nicht soweit gehen, dass jemand, der Begriffe wie "Personengruppen importieren", "antideutschen Weltbild", "originären Deutschen" oder "Neumerkel" verwendet, nicht in einem Gespräch interessante Beiträge liefern kann (siehe oben, ich würde manche dieser Begriffe selbst an passender Stelle verwenden, falls ich ein entsprechendes Gesprächsthema wüsste, nur bei "Neumerkel" müsste ich passen, weil ich das nicht definieren könnte). Aber das hat auch nicht direkt mit Hakenkreuzträgern zu tun (nicht jeder, der Wort X verwendet, lässt sich vorher tätowieren, nicht jeder Tätowierte verwendet Wort X, Schnittmengen sind selbstverständlich möglich).

 

Das Denkmodell mit dem Einhornesel finde ich brilliant. Ist das direkt von dir? Hut ab und Applaus.

Dieses Dilemma hat man ja in bestimmten Bereichen in Netz. Da schreibt jemand offenkundigen Schwachsinn und spätestens nach zweimaligem Hin- und Hergeschreibe ist klar "der spinnt und aus". Dann macht man manchmal zwangsläufig mit dem Gespräch weiter, nicht um den Spinner zu überzeugen, sondern um den schweigenden mitlesenden die Chance zu geben, den Esel als Esel zu erkennen, anstatt den Schwachsinn vom Einhornesel zu glauben. Das ist ja schon im harmlosen Rollenspielbereich teilweise extrem ätzend, wo man mit eigentlich ganz friedlichen Nerds zu tun hat, da kann ich mir vorstellen, wie es erst sein muss, wenn am anderen Ende gewaltbereite Kamillenteegäste gibt. Umso wichtiger ist es und ich drücke dir die Daumen, dass du du da den richtigen Weg findest, dich unexponiert genug an "Diskussionen" zu beteiligen.

 

Ist mir auch kein Herzensanliegen, das nachlesen zu wollen (um mich darüber zu amüsieren) und auf Sieg-Heil-Webseiten würde ich eh nicht wollen, von daher alles ok und erledigt und Daumen oben.


Wichtiger Hinweis: Man findet zahlreiche Spielhilfen, u.a. diverse Handouts als kostenlose Downloads unter

www.pegasus.de/cthulhu/spielhilfe-zu-bestimmten-veroeffentlichungen/


#52 _HeadCrash

_HeadCrash

    Regel-Anarchist

  • Shadowrun Mods
  • PIPPIPPIP
  • 2.173 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 07:57

Nur um das nochmal richtig zu stellen. Ich verbiete Niemanden, den von ihm bevorzugten Wortschatz zu verwenden. Die meisten tun das sowieso eher unbewusst aus Gewohnheit ohne immer wieder darüber nachzudenken wem sie es gerade schreiben / sagen und ob die Aussagen möglicherweise missverstanden werden könnten, weil Leser / Zuhörer keinen persönlichen Bezug zum Verfasser haben.

Ich weise nur darauf hin, dass aber eben genau dieses Nachdenken darüber welche Worte man in welchen Personengruppen verwendet relevant ist, wenn man ungern missverstanden oder vorschnell in eine Schublade gesteckt werden möchte. Die deutsche Sprache ist eine wunderbar vielseitige Sprache, die es oft ermöglicht das gleiche mit vielen Worten zu sagen. Wenn man sich unterhält spielen die Worte eine untergeortnete Rolle, sind aber auch nicht egal. Kommuniziert man per Text spielen sie dafür aber ganz im Gegenteil eine sehr entscheidende Rolle. Das unterschätzen sehr viele Menschen meiner Meinung nach. Ich beobachte daher permanent Missverständnisse, welche oft genug aus dieser Fehleinschätzung resultieren.

Ich werde daher nicht müde immer wieder darauf hinzuweisen. Manche verstehen das so, als wolle ich bestimmte Worte verbieten oder das ich übertreibe und das gar nicht so relevant ist. Anderen ist es schlicht egal, ob sie richtig oder falsch verstanden werden, Missverständnisse waren schließlich nicht ihr Problem etc. Das sind alles legitime Meinungen und Reaktionen auf meine Hinweise.

Mir geht es nur darum, Bewusstsein dafür zu schaffen, damit diese Missverständnisse nicht unbewusst entstehen, sondern evtl. auch hin und wieder deren Ursache verstanden wird. Auch hier im Forum ist der Ton bisweilen härter. Aber immer noch in einem absolut moderaten Verhältnis. In anderen "Medien" oder Plattformen verzichte ich meistens auf Diskussionen, einfach weil ich aus der Vergangenheit genug gelernt habe und mir meine Lebenszeit zu schade ist. Außerdem ist z.B. der Facebook Algorithmus so dämlich, dass ich einer Dummen Aussage durch eine Gegenrede letztlich zu mehr Reichweite verhelfen. Aber oft wird gar nicht meine Gegenrede als Kommentar weiter unten gelesen, sondern nur die dumme Aussage auf die ich reagiert habe. Deshalb verzichte ich auch auf Facebook auf das Kommentieren dummer Beiträge (wozu ich auch jegliche Hetze zähle).

Und es ist auch richtig, das es schwierig ist eine Grenze zu ziehen zwischen echten Framing oder einfach nur einem okkupierten ursprünglich neutralen Wort durch eine bestimmte Gruppe "Meinungsvertreter". Deshalb versuche ich ja auch keinen Vorwurf aus der Verwendung zu machen, sondern zunächst nur darauf hinzuweisen, dass ich den Begriff leider mittlerweile stark damit assoziiere. Generell spielt die Assoziation in diesem Zusammenhang eine enorm große Rolle.

Es ist legitim zu sagen, ich lasse mir meine Art etwas zu sagen und meine Wortwahl nicht vorschreiben. Wie gesagt, das ist gar nicht meine Absicht. Auch meiner Oma hatte ich schon als Jugendlicher gesagt, dass sie doch bitte nicht mehr Neger zu dunkelhäutigen Menschen sagen soll, das wäre einfach unhöflich. Auch sie wollte sich das nicht "vorschreiben" lassen. Das ist so in Ordnung.

Nur fände ich es dann auch nur fair, wenn jeder dem die mögliche Wirkung seiner Wortwahl vollkommen egal ist, dann auch aus seiner Ansicht unangemessene Reaktionen darauf und das stecken in Schubladen genauso egal sein sollte. Zumindest in der rein schriftlichen Unterhaltung. Denn der Vorwurf des Missverständnisses ist dann zweigeteilt. Sowohl der Leser, der durch die Wortwahl falsch vorschnell urteilt als auch der Schreiber, der das unbewusst oder billigend in Kauf nimmt. Einseitige Schuldzuweisungen nach einem so entstandenen Missverständnis finde ich eben nicht korrekt, aber das ist die Regel, aus meiner Erfahrung.

Das ist eigentlich alles worauf ich hinaus will. Das große Problem dabei ist aber, die komplett individuelle Erfahrung der Beteiligten. Was für den einen, wegen bestimmter verwendeter Worte sofort nach einem Rassisten klingt, weil die Worte sonst nur in Texten von sich klar rassistisch äußernder Menschen so verwendet werden, klingt für den Anderen (der solche Texte nicht kennt) harmlos. Das ist besonders gravierend bei klassischen Framing Begriffen. Hier empfehle ich auch eindringlicher, solche doch bitte nicht weiter zu verbreiten. Andere Begriffe sind eigentlich vom Grundsatz und der Intension her harmlose Worte, die aber aus der individuellen Erfahrung häufig aus einer bestimmten Richtung kommen. Hier kann ein einfacher Hinweis und eine Rückfrage helfen. Oder auch eine freundliche Bitte, den Begriff oder Formulierung doch wenn nicht so gemeint, auch nicht zu verwenden.

Deshalb muss ich mir oft Kritik oder Angriffe wie "Sprachpolizei" "Gesinnungspolizei" oder ähnliches anhören. Übrigens auch in der Regel aus einem bestimmten eher undemokratischen politischen Spektrum. Und deshalb reagiere ich auf diese Begriffe besonders genervt. Das ist aber was individuelles und mein persönliches Problem. (Und nein, damit beziehe ich mich jetzt nicht auf dich Corpheus und will ihn damit nicht in eine politische Ecke stellen, weil ich dich eben nicht so einschätze. Ich erkläre nur, warum mich persönlich der Begriff schneller triggert).

Und zum Thema, ob man damit nicht "den Rechten" zu viel Macht lässt, wenn man ihnen einfach erlaubt gewisse Worte umzudeuten habe ich eine andere Meinung als Corpheus. Da das in der Regel nicht bewusst stattfindet, sondern schleichend und oft unterbewusst, lässt man den extremen Rechten meiner Meinung nach zu viel Macht, wenn man die Begriffe trotz besseren Wissens weiter nutzt. Sprache ist lebendig. Manche Worte anderen bisweilen ihre Bedeutung auf Grund von Assoziationen und persönlicher Erfahrung. Man sollte daher lernen seine Sprache anzupassen, will man nicht missverstanden werden. Es ist ja nicht so, dass am Ende keine Worte mehr übrig bleiben. Oft sind es leicht zu ersetzende prägende Begriffe. Mir jedenfalls liegt etwas daran, weshalb ich mich stets darum bemühe. Aber auch ich werde bisweilen missverstanden. Ganz kann man das sowieso nie ausschließen. Es erschwert ausserdem gewissen politischen Akteuren, sich in eine Opferrolle zu begeben, weil sie ja bloß missverstanden wurden und immer gleich die Nazikeule als Totschlag Argument ausgepackt würde. Daher vermeide ich auch den Begriff Nazi. Selbst wenn mich die Worte und das Verhalten der gemeinten Person, an eben einen solchen erinnert.

Bearbeitet von _HeadCrash, 10. Juli 2019 - 08:07 .

  • CMD gefällt das
Copyright Avatar: Andreas AAS Schroth
Meine stetig wachsende Sammlung: RPG-Charakterbilder für SR (und mehr)
Anarchy wie ich es mag: Erweiterte Anarchy Regeln
Einfache SR5 Charaktererschaffungshilfe Google Tabelle
(Einfach eine neue Kopie erstellen und gleich im Browser nutzen)

Beiträge als Shadowrun Spieler und Fan sind in schwarz und stellen somit ausschließlich meine persönliche Meinung dar.
Offizielle Beiträge in meiner Funktion als Shadowrun-Moderator verfasse ich in orange.

#53 Corn

Corn

    Advanced Chaotic

  • Shadowrun Insider
  • PIPPIPPIP
  • 8.608 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 13:38

Das Worte in einer persönlich geführten Unterhaltung eine eher untergeordnete Rolle spielen kann ich so nicht stehen lassen. In meiner Arbeit erlebe ich täglich wie wichtig eine der Situation angemessene Wortwahl ist.

Nicht nur um Missverständnissen vorzubeugen. Auch um mit dem gegenüber "auf Augenhöhe " zu kommunizieren.

Was das Thema sprachpolizei oder das verbitten von Formulierungen angeht:

Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht und der Austausch gerade mit der Opposition ist für die Klärung der eigenen Haltung extrem wichtig. Dennoch kann, darf und muss ich Grenzen setzen. Gerade im Internet. Viele halten öffentliche Bereiche noch immer für einen rechtsfreien Raum in dem sie hemmungslos alles sagen dürfen.
Wenn Ihnen niemand sagt:Das will ich nicht hören.
Werden Sie nicht aufhören. Und sie werden nie erkennen, dass ihre private Meinung nicht von der schweigenden Mehrheit geteilt wird.

Und p.s. an denjenigen der davon ausgeht, dass man unter rollenspielern sowieso keine wirklich rechten findet: doch. Selbst rechtsextreme haben Hobbys. Und da wir in einem freien Land leben können die genau so Bücher kaufen oder in Foren schreiben wie alle anderen. Die Mehrheit der konservativen bis rechts aussen RPG ler wird vielleicht sogar erst im Laufe der Jahre ihre Meinung gefestigt haben. Aber dass einige rollenspieler zumindest mit dem Gedankengut sympathisieren weiß ich aus diversen Diskussionen.
Und für diejenigen die schon wieder Luft zum protestieren holen, ja es gibt auch links Extremisten unter den rollenspielern. Wir sind nunmal ein Querschnitt der Gesellschaft
  • TwistedMinds und CMD gefällt das

Das Lesen von Rollenspielforen verdirbt den Charakter


#54 Corpheus

Corpheus

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 7.997 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 13:54

Hmm ... das Problem Sender/Empfänger ist nicht gerade neu. Allerdings hier die Verantwortung mehr oder weniger auf den Sender zu schieben ("dann muss er Missverständnisse in Kauf nehmen") finde ich falsch.

Als Sender habe ich nicht die Verantwortung, mangelnde Objektivität/Sorgfalt beim Lesen oder individuelle Empfindlichkeiten/ persönliche Trigger auszugleichen und zu berücksichtigen.

Für eine "erfolgreiche" Diskussion sehe ich die Verantwortung sowohl beim Sender als auch beim Empfänger - zu gleichen Teilen.
Von daher finde ich auch eine Aufforderung, bestimmte Formulierungen zu lassen, etwas unverschämt.
Ein Hinweis darauf, dass diese Formulierung Teil einer bestimmten Szene ist, ist ok. Aber bitte ohne die Unterstellung, Teil dieser Szene zu sein. Und dann kann ich selbst entscheiden, ob ich auf die Formulierung verzichte.

Wo ich dir absolut Recht gebe ist der Umgang mit fragwürdigen Formulierungen.
Ich wünsche mir das eher so:

1. Fragwürdige Formulierung
2. Nachfragen wie das gemeint ist/ welchen Eindruck das macht
3. Erklärung der Formulierung
4. Akzeptanz der Erklärung
5. Weiter sachlich diskutieren

"Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus".

Ignazius Silone zugeschrieben

 

"Je genauer man plant, umso härter trifft einem der Zufall!"

 

"Ist etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist es das auch..."

 

"Alle Heldengruppen starten als Gemeinschaft des Rings und enden als Ritter der Kokosnuss"

 

"The absence of evidence is not the evidence of abscence!"

 

 


#55 _HeadCrash

_HeadCrash

    Regel-Anarchist

  • Shadowrun Mods
  • PIPPIPPIP
  • 2.173 Beiträge

Geschrieben 10. Juli 2019 - 13:55

Das Worte in einer persönlich geführten Unterhaltung eine eher untergeordnete Rolle spielen kann ich so nicht stehen lassen. In meiner Arbeit erlebe ich täglich wie wichtig eine der Situation angemessene Wortwahl ist.


Ich hätte vielleicht weniger relevant Scheiben sollen statt untergeordnet. Ich habe damit gemeint, dass dann, wenn ich Worte betonen kann, sie weniger Missverständnisse verursachen als wenn ich sie schreibe. Noch dazu Mimik und Gestik. All das hilft auch ungeeignete Worte deutlich zu entschärfen und sie vom Empfänger richtig zu interpretieren. Und all das fehlt, beim geschriebenen Wort. Hier ist es allein der persönliche Hintergrund des Lesers, der die Worte deutet und interpretiert. Übrigens ganz unbewusst und ohne sich extra Gedanken darüber zu machen. Ist einfach menschlich.

Das meinte ich mit untergeordnet. Ich kann mit Mimik und Gestik sowie einer konkreten Betonung mit den gleichen Worten ganz unterschiedliche Dinge sagen und vermitteln. Als reiner Text funktioniert das nicht. Selbst wenn man das Geschriebene im Geiste beim Schreiben richtig betont, kommt es beim Leser schnell falsch an. Daher ist eine defensive und überlegte Wortwahl in reinen textbasierten Unterhaltungen viel entscheidender als im persönlichen Gespräch. Egal ist die Wortwahl aber natürlich auch dann nicht.
  • CMD gefällt das
Copyright Avatar: Andreas AAS Schroth
Meine stetig wachsende Sammlung: RPG-Charakterbilder für SR (und mehr)
Anarchy wie ich es mag: Erweiterte Anarchy Regeln
Einfache SR5 Charaktererschaffungshilfe Google Tabelle
(Einfach eine neue Kopie erstellen und gleich im Browser nutzen)

Beiträge als Shadowrun Spieler und Fan sind in schwarz und stellen somit ausschließlich meine persönliche Meinung dar.
Offizielle Beiträge in meiner Funktion als Shadowrun-Moderator verfasse ich in orange.

#56 Corpheus

Corpheus

    Advanced Member

  • Mitglieder
  • PIPPIPPIP
  • 7.997 Beiträge

Geschrieben 11. Juli 2019 - 16:19

Bei solchen Diskussionen rede ich auch nicht mit denen direkt, sondern es geht bei dieser Form der Gegenrede darum für die schweigende Mehrzahl der Mitlesenden nicht falsche Behauptungen unwidersprochen im Raum stehen zu lassen.

 

Das sehe ich genauso. Es macht natürlich immer einen Unterschied, ob ich vor bzw. für ein Publikum diskutiere oder unter 4 Augen mit einer Person. Ich ging dabei eigentlich von ...

 

Und dass das, wenn auf ihrer Demo behauptet wird, die Juden hätten ja dem deutschen Volk den Weltkrieg erklärt, kein Antisemitismus ist und dass ein von ihnen organisiertes Wikingerfest, zu dem in erster Linie polizeibekannte, gewalltbereite Neonazis kommen, ja ein ganz normales Familienfest sein, zu dem "jeder" eingeladen wäre. Danke, auf eine derartike "Einladung" kann ich verzichten. Am Rande von Demos bekomme ich diese "Einladungen" von denselben Leuten nämlich auch. Da heißt es dann "Komm wir zwei gehn mal dahinten um die Ecke" oder "Wenn ich rauskriege wo du wohnst, komm ich mal vorbei zum 'Kamillenteetrinken'.

 

... aus. Also eine Diskussion mit Demo-Teilnehmern.


"Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus".

Ignazius Silone zugeschrieben

 

"Je genauer man plant, umso härter trifft einem der Zufall!"

 

"Ist etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist es das auch..."

 

"Alle Heldengruppen starten als Gemeinschaft des Rings und enden als Ritter der Kokosnuss"

 

"The absence of evidence is not the evidence of abscence!"

 

 





Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0