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König...! Reich...! Unten...! (NOW/ Moderne)

NOW; Deutschland; Konvertierung;

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4 Antworten in diesem Thema

#1 JaneDoe

JaneDoe

    Crawling Chaos

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  • 836 Beiträge

Geschrieben 14. August 2019 - 13:57

Hallo zusammen,

 

da ich mal wieder munter 1920er-Szenarien auf die Gegenwart konvertiere :) , dachte ich es interessiert vielleicht jemanden, den Klassiker "König...! Reich...! Unten...!" auf die Moderne adaptiert zu sehen. Dies ist bei dem genannten Szenario relativ problemlos möglich.

 

Einige Prämissen des Szenarios habe ich abgeändert damit es den Realitäten des 21. Jahrhunderts entspricht.

- Es gibt tatsächlich in der Nähe von Geilsdorf heute einen Stausee. An der Talsperre Pirk wird die Weiße Eltster aufgestaut. Der Stausee wurde 1935 - 1938 erbaut und wird im Rahmen der Ereignisse des Szenarios aufgrund des Alters repariert, "überarbeitet" und erweitert. Dementsprechend verschieben sich die Ereignisse in Krebes nach Pirk was auf das Szenario keinerlei Einfluss hat. Einen kleinen Einfluss hat es auf das Finale, da die Staumauer ja nicht mehr "oben offen" ist - dazu an passender Stelle mehr.

https://de.wikipedia.../Talsperre_Pirk

 

- Der Burgstein wurde durch die Ruine Stein ersetzt, deren Überreste direkt am Stausee liegen und einst über das Tal wachten. Die jüngere der beiden Wallfahrtskapellen wurde zwecks Irrelevanz aus dem Szenario gestrichen.

https://de.wikipedia...Stein_(Sachsen)

 

- Praktischerweise liegt die Talsperre in der Nähe eines Kreuzungspunktes zwischen A72 und der diese dort kreuzenden Bahnlinie - praktisch für den "Zugspringer" Wolff der alternativ auch auf der Autobahn vors Auto laufen kann (dazu später mehr).

https://www.google.c...,12.0695827,16z

 

Wie man sieht gibt die Realität eine völlig problemlose Umgestaltung des Szenarios her ohne irgendetwas verbiegen zu müssen.

Zeitgemäß wurde der "Bund der Sonnenritter" durch einen historischen Re-Enactmentverein ersetzt.

 

mehr folgt in Kürze...


Bearbeitet von JaneDoe, 05. September 2019 - 13:17 .

  • FrankyD, Dark_Pharaoh, Hasturs Erbe und 3 anderen gefällt das
"In existentiellen Fragen zählt Stil mehr als Aufrichtigkeit." (Oscar Wilde)

#2 Dark_Pharaoh

Dark_Pharaoh

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Geschrieben 14. August 2019 - 20:08

Ich lese interessiert mit :)



#3 Kreggen

Kreggen

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Geschrieben 14. August 2019 - 22:01

Ich lese interessiert mit :)

 

Ich auch!



#4 JaneDoe

JaneDoe

    Crawling Chaos

  • Cthulhu Insider
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Geschrieben 03. September 2019 - 12:19

Charaktere:

Jana Berger - Polizeipsychologin

Stanislav aka "John Smith" - Drogendealer

Peter Recke - Journalist beim Berliner Express

Elisabeth "Elly" Schmidt - Taxifahrerin mit semikrimineller Vorgeschichte

 

Wer sich über die lustige Zusammenstellung der Charaktere wundert - wir spielen nach FHTAGN Regeln mit dem FHTAGN-Kampagnenrahmen. Eine App schustert den SCs Aufträge zu und der mysteriöse Auftraggeber revanchiert sich mit angenehmen "Zufällen" bei den SCs. Die SCs wurden von ihrem Auftraggeber nach Plauen geschickt weil sie einen Gegenstand, den Schwarzen Gral, für ihn bergen sollen.

 

Spielsitzung 1:

 

Die erste Spielsitzung lief im Grund ab wie im Abenteuer beschrieben. Die Charaktere sassen im Zug, ihr Waggon wurde von Jonas Wolff "angesprungen" und er verunglückte. Der Zug machte eine Notbremsung und die Charaktere untersuchten zumindest kurz die Leiche, fanden den Brief und die Visitenkarte des Verlegers und hielten sich sonst aber zurück. Der Journalist erkannte Wolff und wußte von seinen Büchern.

 

Änderungen:

Der Zugspringer springt zwischen den Ortschaften Türbel und Pirk (wo die Zugstrecke die A 72 kreuzt) auf den Zug, da ich das geheime Lager des Wolfsrudels südlich von Türbel in die Wälder verlegt hatte. Da man sich an einem modernen ICE kaum festhalten kann würde ich empfehlen die SCs entweder in einem Regionalzug sitzen zu lassen oder wenn es ein ICE sein soll nahe einer Tür (da das der einzige Ort, wo man sich festhalten kann) und den ICE wegen Bauarbeiten an der Strecke langsam fahren zu lassen. Alternativ kann Wolff den SCs auch auf der Autobahn vors Auto oder vor einen Fernbus laufen. Die Ratten klettern dann ebenfalls während dem Halt an Bord und nagen Kabel durch. Es droht dann ein Abkommen von der Strasse. Damit weitere Personen beteiligt sind (wichtig für den Anschlag aufs Hotel) ist dann ein Bus besser oder mehrere beteiligte Fahrzeuge. Ich bin bei der Zugvariante geblieben.

 

Es folgte eine stundenlange Zwangspause für den Zug während die Spurensicherung lief. Während dessen kontaktierten die SCs Wolffs Verleger, meldeten seinen Tod und erfuhren dass sich das "Rudel" nicht mehr gemeldet hatte. Sie erkundigten sich nach den Handynummern der übrigen Rudelmitglieder, die sie auch anriefen: alle Handys waren aus. Der Verleger gab den Hinweis auf Geilsdorf und wollte unbedingt die noch bei Wolff befindlichen Teile des Manuskripts haben. Journalist Peter Recke erhielt das Angebot das Buch gegen ein gutes Honorar fertig zu schreiben. Die Polizeipsychologin kontaktierte Kollegen und brachte so Typ und Kennzeichen des auf Wolff zugelassenen luxuriösen Wohnmobils in Erfahrung.

Wie vorgesehen fuhr der Zug nach der Weiterfahrt immer schneller, die Notbremsen versagten und der Zugführer wurde schließlich von den SCs mithilfe des Chefs der Zugbegleiter überwältigt und der Zug quasi in letzter Sekunde im Bahnhof gestoppt. Davonhuschende Ratten im Gleisbett wurden hier noch als "ist das aber dreckig hier" abgetan.

 

Änderungen:

Abweichend von der zu erwartenden Realität, in der die Passagiere sicher mit Bussen weitertransportiert werden würden, liess ich den Zug inklusive Passagieren schließlich nach erfolgter Spurensicherung langsam nach Plauen weiterfahren "weil der Zug eh von der Schiene muss und es nur noch wenige km bis Plauen sind".

Dank Handys können die SCs schon im Zug einiges in Erfahrung bringen. Die Handys des Wolfsrudels sind schon seit Tagen leer und aus so dass sie nicht geortet werden können, jedoch könnte man den letzten Standort der Handys (letzter Login in einen Sendemasten) abfragen. Dies würde einerseits zu schnell verraten wo sich das Lager des Wolfsrudels befindet, andererseits kann man nicht beliebig ohne triftigen Grund Standortdaten eines Handys abfragen. Sollten die SCs wirklich die Ressourcen besitzen, dies zu tun ist es immer noch ein mehrere qkm großes Gebiet, das es zu durchsuchen gilt. Die SL muss dann aber damit rechnen, dass das Lager früh gefunden wird.


Bearbeitet von JaneDoe, 06. September 2019 - 19:43 .

"In existentiellen Fragen zählt Stil mehr als Aufrichtigkeit." (Oscar Wilde)

#5 JaneDoe

JaneDoe

    Crawling Chaos

  • Cthulhu Insider
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  • 836 Beiträge

Geschrieben 06. September 2019 - 21:40

Spielsitzung 2

 

Die SCs kamen in einem Ibis Hotel unter, auf dem gleichen Stockwerk wie der ältere Herr aus ihrem Zugabteil. Da die SCs am liebsten gleich nach Geilsdorf weiterwollten, dann aber der Anschlag auf das Hotel nicht so gelaufen wäre wie er soll, ließ ich die Hotelzimmer in Geilsdorf abends (außerhalb der Saison, während der Bauarbeiten am Staudamm sind keine Gäste da) nicht fertig sein und vertröstete sie im "Goldenen Adler" auf den morgigen Tag.

Stattdessen statteten die SCs mit einem Mietauto einfach so Geildsorf einen abendlichen Besuch ab, wobei sie sich in eine "Mädels"- und eine "jungsgruppe" aufteilten um ihre Effektivität zu erhöhen. Sie erfuhren von den Bauarbeiten am Staudamm, dem Kappelmönch, dem historisch bewanderten Lehrer, dem historischen Verein der gegen den Staudamm gearbeitet hatte und sackten die Adressen des Lehrers und des Försters Jäger ein. Selbst direkt im Goldenen Adler schnüffelten sie herum, da sie den Rest des Wolfsrudels (oder zumindest einen vorherigen Aufenthalt derselben) hier vermuteten. Allerdings hatten v.a. Peter und John ein paar gesellige Schnäpse und Biere zuviel und auch Elly hatte ein bisschen was an Alkohol getrunken, so dass die Stimmung recht übermütig und voller schlechter Scherze war (was ich absichtlich als SL nicht abkürzte oder unterbrach, weil es mir als schöner Kontrast zu der folgenden Szene erschien). Jana als einzig Nüchterne musste das Auto zurückfahren und die SCs kehrten recht spät ins Hotel zurück.

 

Änderungen:

Mit dem Auto ist Geilsdorf heute bequem in weniger als 20 min von Plauen aus zu erreichen. Die Verkürzung der entfernungen durch moderne Transportmittel muss man bedenken. Damit der Anschlag gebührend wirken kann muss man die Weiterreise nach Geilsdorf gleich nach Ankunft auf jeden Fall verhindern. Alterantiv lesen die SCs dann am Morgen davon in der Zeitung, das ist aber deutlich weniger dramatisch und mit weniger Infos verbunden als andersherum.

 

Zurück im Hotel rochen die SCs auf ihrem Stockwerk im Flur Gas. Sie fanden die vermeintliche Quelle, drangen in den Raum ein wo sie eine bewegungslose Person fanden die Jana aus dem Raum zerrte während John das Fenster aufriss. Es stellte sich relativ schnell eine gewisse Ernüchterung ein. Elly eilte nach unten um dem Portier Bescheid zu geben und Peter war zu diesem Zeitpunkt so dicht, dass die anderen ihn einfach nur in der Nähe des Aufzugs postierten. Während Jana Wiederbelebungsmaßnahmen an dem älteren Herrn aus dem Zug - um diesen handelte es sich - begann, weckte John mit Rufen die anderen Gäste. Jemand stand auf, machte ein Licht in einem der Zimmer an - und eine Explosio riß die SCs von den Füßen. Elly hatte inzwischen selbst die Feuerwehr angerufen und die Rezeption alarmiert. Als es einen mächtigen Rumms gab, schlug sie spontan den nächsten Feuermelder ein und der Alarm im gesamten Hotel heulte los.

Oben bemühte man sich im Chaos noch um den Leblosen während erschreckte und in einem Fall eine brennende Person aus den Zimmern stürzten. Manche Türen blieben auch geschlossen. Durch die geöffneten Fenster des Zimmers konnten die SCs im allgemeinen Durcheinander nur wenig später einen großen Feuerball sehen und eine weitere Explosion hören - ein ganzes Stockwerk des anderen, nahe gelegenen Hotels in dem Zuggäste untergekommen waren, war in Flammen aufgegangen. Die SCs übergaben an Feuerwehr und RD und traten die Flucht an wobei sie die ganze Zeit (erfolglos) nach verdächtigen Personen Ausschau hielten.

 

Änderungen: keine groß erforderlich. Die Unterbringung der anderen Zuggäste wurde so erklärt, dass die starke Verspätung des Zuges sie die Anschlusszüge hatte verpassen lassen. Für das moderne Setting eignen sich elektrische Kurzschlüsse am ehesten. Der Tod des älteren Herrn wie im Szenario beschrieben soll ja die SCs aufwecken bevor sie an einer Rauchvergiftung sterben. Das hat sich bei uns im Spiel erfreulicherweise eleganter ergeben.

 

Nach einer unruhigen Nacht in einer notfallmäßigen Unterkunft fuhren die SCs erneut nach Geilsdorf und suchten zunächst den Förster außerhalb des Ortes auf. Im Vorgarten fanden sich Abdrücke von Ratten. Das ständige Lauschen auf ein vermeintliches Klingeln des Telefons, die wirren Erklärungen, das wiederholte Aufsetzen von Kaffee in einer nicht fuktionierenden Kaffeemaschine und das Putzen einer geladenen Waffe (!) durch Jäger und seine Frau machten die SCs ziemlich schnell seeeehr unruhig. Unter einem Vorwand inspizierten sie sogar den Keller (zwecks Nachweis einer Anschalgsbeteiligung auf die Hotels) und das OG, wo sich nichts besonderes fand. Nachdem sie ein "Telefongespräch" Jägers am Telefon, dessen Kabel durchgenagt waren, belauscht hatte, das sich offenkundig auf sie selbst bezog und der letzte Satz von Wolf ("König! Reich! Unten!") bei Jäger offenkundig Panik hervorrief, zogen sie es vor schnell zu gehen.

 

Änderungen:

Der dritte Bewohner des Försterhauses wurde mangels Relevanz gestrichen. Auch die "Geheimnisse" der beiden sind nicht zwingend nötig.

Die Ratten haben das Haus nicht nur vom Telefonnetz, sondern auch von der Stromzufuhr getrennt. Deshalb funktioniert weder die Kaffemaschine, die Frau Jäger mehrfach erfolglos bedienen wollte, noch haben die Handys der beiden nach Tagen ohne Strom noch Saft. Mit ein wenig schauspielerischem Einsatz (Kopf schief legen, lauschen), ständigem Wiederholen von Aussagen und Aktionen und Wiedersprechen eigener Aussagen ließ sich hervorragend eine paranoide Stimmung erzeugen.

 

Die SCs beobachteten das Haus erst noch etwas (das dunkel und still blieb) und zogen einige Schlüsse über die Explosionen am Vorabend. Erkundigungen über Polizeikontakte erbrachten die Info, dass im explodierten Stock des  anderen Hotels v.a. Gäste aus Waggon 4 untergebracht worden waren. Nun stattete man Lehrer Hellberg einen Besuch ab, der natürlich eine ganz andere Geschichte als Jäger erzählte, was den Brief an Wolff und den Widerstand gegen das Bauvorhaben anging und die SCs mit historischen Infos und Hinweisen u.a. auf die Burg Stein und das Geschlecht der "Edlen von Sack" versorgte. Die SCs waren zunächst sehr paranoid, überpüften unter einem Vorwand das Stromnetz und Telefon Hellbergs (alles in Ordnung natürlich) und wurden erst langsam etwas zutraulicher. man erfuhr, dass Jäger schon seit längerem nicht mehr gesehen worden war. Hellberg gab seine Verschwörungstheroien zum Besten und vermittelte ihnen Hellberg Kontakt zum Pfarrer um Einblick in historische Bücher zu nehmen und einen Blick auf die Glocke (aus der ehemaligen Burgkapelle) zu werfen.

 

Änderungen: Die zweite Kapelle und Glocke wurde wie oben gesagt wegen mangelnder Relevanz gestrichen. Die SCs erlangten hier schon recht frühZugang zu einigen historischen Dokumenten und besahen sich die Glocke. Aus den "Sonnenrittern" wurde hier ein Historischer / Reenactment-Verein. Das letzte verstorbene Mitglied, das ja eine authentische Figur ist wurde nichtsdestotrotz einfach "in der Zeit versetzt".


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