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Schlangenmenschen - Kommunikationsverhalten, Informationen, Erwartungen der Spieler


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Eine Antwort in diesem Thema

#1 Tegres

Tegres

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Geschrieben 21. September 2019 - 17:51

Hallo zusammen,

 

ich leite momentan eine Pulp-Kampagne rund um Schlangenmenschen, die nach ein oder zwei Abenteuern zur Zweiköpfigen Schlange überleiten soll. Unter anderem habe ich "Die Morde des Herrn S." geleitet. Darin treffen die Charakter auf den Priester Salvarezzi, ein Abgesandter des Vatikan, der ebenfalls gegen die Schlangenmenschen kämpft. Mit dessen Hilfe sind die Charaktere in die USA geflohen, da sie eine Chemiefabrik in die Luft gejagt haben.

Im letzten Abenteuer sind die Charaktere auf einen leibhaftigen Schlangenmenschen getroffen. Da die Charaktere zuvor seine Ghast-Leibwächter umgenietet haben, war er dementsprechend schlecht auf sie zu sprechen und ist direkt zum Angriff übergegangen. Einer meiner Spieler hätte aber gerne noch mit ihm geredet. Für das nächste Mal hat er sich quasi vorgenommen, das zu tun, um an Informationen zu kommen. Außerdem möchte er gerne den Priester ausfragen, denn er geht davon aus, dass der Vatikan viele Informationen besitzt.

Für mich ergeben sich nun mehrere Probleme:

  1. Schlangenmenschen sind aus meiner Sicht nur dann kommunikativ, wenn sie in menschlicher Verkleidung unterwegs sind und sich entsprechend verstellen müssen. Sind sie bereits in ihrer wahren Gestalt, heißt dass, die Kacke ist am Dampfen und sie haben wenig Lust zu reden, vor allem nicht mit aus ihrer Sicht wertlosen Menschen. Das kann die Spieler aber frustrierend. Außerdem finde ich es gerade schön, wenn sie nicht versuchen, ein Problem mit Waffengewalt lösen möchten.
    Die einzige Ausnahme zur Kommunikationsbereitschaft wäre aus meiner Sicht eine Gefangennahme. Das führt mich zu einer der Fragen unten.
  2. Ich weiß nicht, welche Informationen der Vatikan über die Schlangenmenschen hat. Da müsste ich mir erst etwas aus den Fingern saugen. Das ist eine Gradwanderung, schließlich steht die eigentlich Kampagne mit ihren eigenen Informationen und Wednungen noch bevor. Allerdings ist es für die Spieler auch frustrierend, nichts herauszufinden. Aus meiner Sicht haben sie jedoch schon einiges herausgefunden. Allerdings sind dies Puzzleteile, die noch kein vollständiges Bild ergeben (sollen).
  3. Der Vatikan wird nicht einfach so Informationen an Leute herausgeben. Daher würde wenn eher Salvarezzi persönlich sagen, was er weiß und was nicht. Auch das könnte die Spieler frustrieren, weil sie den Eindruck bekommen könnten, ich ließe sie am ausgestreckten Arm verhungern.

Für mich stellen sich also mehrere Fragen, bei denen ich eure Hilfe bräuchte:

  1. Gesetzt den Fall, die Charakere nehmen einen Schlangenmenschen gefangen: Wie würdet ihr den ausspielen? Ich würde ihn zunächst Zauber wirken lassen, wenn die Charaktere das nicht unterbinden. Dann würde ich ihn die Menschen verspotten lassen und fast keine Informationen preis geben. Ich würde nur kleine Schnipsel weitergeben, aus denen die Spieler selber schlau werden müssen. Schließlich könnte er durch sein eigenes Gift Selbstmord begehen. Das macht Sinn, um einer Gefangenschaft zu entgehen. Allerdings sind Schlangenmenschen ja eigentlich immun gegen ihr eigenes Gift. Das macht total Sinn. Andererseits sind es Mythos-Kreaturen und die versteht ja eh keiner. :D
  2. Wie verhindert man aus eurer Sicht eine mögliche Frustration der Spieler angesichts spärlicher Informationen?
  3. Würdet ihr diese Probleme so offen mit euren Spielern kommunzieren, um gewisse Erwartungen zu dämpfen, oder würdet ihr versuchen, das Ganze ingame zu lösen? Ersteres wäre deutlicher, hätte aber die Gefahr des Immersionsbruchs. Letzteres ist schwieriger und kann voll in die Hose gehen, wahrt aber die Charakterebene und gibt den Spielern keine Metainformationen. Vielleicht ist auch eine Mischung möglich.

Vielen Dank und schöne Grüße

Tegres


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#2 Mondsänger

Mondsänger

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  • 58 Beiträge

Geschrieben 23. September 2019 - 08:18

Also ich versuche mich mal an einer Antwort. 

 

1) Wenn er wirklich gefangen genommen wird, ohne dass er sich befreien kann (mittels Magie o.ä.) würde ich persönlich ihn wahrscheinlich pendelnd zwischen interessiert (immerhin haben diese Leute ihn gefangen nehmen können) und überheblich (weil man das von einem Schlangenmenschen erwartet) darstellen. Informationen würde ich schon rausgeben, halt aber nur gegen Gegenleistungen oder "Hafterleichterungen". Wenn die Spieler in bester SC Manier natürlich direkt die Folterwerkzeuge auspacken, dann ist so ein verhandeln natürlich nicht unbedingt sinnvoll. In dem Fall würde ich trotzdem Infos rausrücken. SC sollen ja was von ihrem Erfolg haben. 

 

Von seinem eigenen Gift sterben finde ich auch blöd. Dagegen sollten sie schon immun sein. Wie wäre es mit Winterschlaf ;-) 

 

2) Gib mehr Informationen ;-) Eventuell auch triviale oder falsche. Aber gib auch echte Infos raus. Warum denn nicht? Was ist das schlimmste das passieren kann?

 

3) Ich würde mir vorab für mich klar werden, welchen Kurs ich fahren will und warum. Dann würde ich das im Spiel lassen und nur wenn ich Frust auf SC Seite bemerke auf die OT Ebene gehen.  






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