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Wie kommt man in ein Setting rein?


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7 Antworten in diesem Thema

#1 Die InsMaus

Die InsMaus

    Postapokalyptisches Liftgirl im Hotel Nyarlathotep

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Geschrieben 26. September 2019 - 23:06

Ich stelle immer häufiger fest, dass die Präferenz für ein bestimmtes Setting (bei Cthulhu die 1920er, Gaslicht, Now oder ein anderes Setting) stark davon abhängt, womit sich die Spieler/der Spielleiter gegenwärtig (in der Freizeit) beschäftigt. Liest jemand zB gerade Bücher über das Mittelalter, steigert dies oftmals das Interesse für das Mittelalter als Rollenspielsetting. Wenn dann plötzlich jemand vorschlägt, Cthulhu Now zu spielen, muss man sich in das Now Setting erst einmal (wieder) hineinversetzen. Das kann durchaus etwas dauern. Eventuell ist es daher eine gute Idee, wenn alle sich zunächst auf ein Setting „vorbereiten“, bevor man wirklich damit beginnt. Wie sieht das bei euch aus?
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#2 Seraph

Seraph

    Revolvermann

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Geschrieben 27. September 2019 - 07:21

Jap, sehe ich genau so. Man muss sich schon für das Setting interessieren und am besten schon anderweitig damit zu tun gehabt haben.

Am einfachsten natürlich:

- Bücher lesen

- Serien/Filme schauen (z.B. The Great Gatsby, From Hell, True Detective)

- passende Musik hören und wirken lassen

- Videospiele


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I had a dream, which was not all a dream.
The bright sun was extinguish'd, and the stars
Did wander darkling in the eternal space,
Rayless, and pathless, and the icy earth
Swung blind and blackening in the moonless air;
Morn came and went--and came, and brought no day,
And men forgot their passions in the dread

- Lord Byron: Darkness -

#3 Charons Alptraum

Charons Alptraum

    Der fahle Gigant

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Geschrieben 27. September 2019 - 08:11

Ich würde noch ergänzend, oder eher: Konkretisierend, zu dem was Seraph angemerkt hat, noch hinzufügen, dass oft eine ausgedehnte Wikipedia-Session ein guter Anfang ist. Von Artikel zu Artikel gesprungen hat man oft auf einmal Wissen im Überfluss. ^^ Gerade die Intuitive Verlinkung im Fließtext finde ich super, um in ein Thema einzutauchen.

Wenn einem Wikipedia dann irgendwann allerdings zu steril/eintönig/einheitlich ist, die Gleichartigkeit der verschiedenen Artikel der Seite, die ansonsten ihre Stärke ist, da man sich so auch in neuen Artikeln sehr schnell zurecht findet, ist hier ein Nachteil, würde ich behaupten, dann sollte man eine allgemeine Google suche starten. Eine Google hilft oft dabei, einzelne, oft sehr eigentümlich wirkende, Webseiten zu finden, deren individueller Charakter mir häufig hilft, mich in den Erstellern hineinzuversetzen, z.B. beim Themengebiet amerikanischer Städte/Orte/Bundesstaaten etc. und deren Geschichte finde ich, dass nichts über schrullige Heritage-Homepages der einzelnen Communities geht. ^^


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“The psychotic drowns where the mystic swims. You are drowning, I am swimming.” 


#4 Mondsänger

Mondsänger

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Geschrieben 27. September 2019 - 09:01

Also das ist definitiv auch bei mir der Fall. Manche Filme, Bücher, Songs oder sonstige (Medien-)Erlebnisse machen bei mir einen solchen Eindruck, dass ich das Bedürfnis habe, diese Energie irgendwie im Rollenspiel zu kanalisieren. Das ist häufig der initiale Funke, der einen dazu bringt, sich mit einem Setting oder einer Abenteueridee auseinander zu setzen. Bei mir war das konkret zum Beispiel mal so, dass ich "Das Boot" und "Jagd auf Roter Oktober" gesehen habe und daraufhin so viel Bock auf Uboot-Dinge hatte, dass ich "Paukenschlag im Atlantik" geschrieben habe. Ein ander Mal, bin ich bei Wikipedia über den Artikel der Ourang Medan Katastrophe gestolpert, der am Ende zu "Der treibende Holländer" geführt hat. Wenn ich jetzt länger nachdenken würde, fielen mir bestimmt noch mehr Beispiele ein, aber die grundlegende Idee sollte ja klar sein :-) 


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#5 Makenyo

Makenyo

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Geschrieben 27. September 2019 - 09:59

Ich suche im Internet immer nach Bildern und Musik die zu einen bestimmten Setting passen. Ich suche z.B. gerade Bilder zu Kleidung, Frisuren, Autos, Alltagsgegenständen, Filmplakaten, etc. zu den 60ern und 70ern, da ich mal in diesen Jahrzehnten spielen möchte. Bilder und Musik helfen schon mal ein ganzes Stück weiter, um sich in Stimmung zu versetzen.
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#6 Die InsMaus

Die InsMaus

    Postapokalyptisches Liftgirl im Hotel Nyarlathotep

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Geschrieben 27. September 2019 - 12:27

Ja, das erklärt auch schön, warum Spieler manchmal merkwürdige Settingwünsche äußern. Wer den ganzen Tag Zombieserien schaut, der will evtl. selber nur die Zombieapokalypse spielen und nicht den Ermittler im London des Jahres 1890.
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#7 Makenyo

Makenyo

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Geschrieben 27. September 2019 - 19:40

In den Kulissen von Fiasko werden oftmals eine Reihe Filme genannt, um sich auf die Kulisse einzustimmen. Man könnte sich ja auch für Cthulhu jeweils 1-3 Filme raussuchen, um sich auf ein bestimmtes Setting einzustimmen. Wenn ich mit Leuten ganz klassisch Cthulhu in den 20ern und in Arkham spiele empfehle ich "Dreams in the Witch House" von "Masters of Horror". Meiner Meinung nach die Beste Verfilmung einer Lovercraftgeschichte überhaupt. Und dann natürlich noch "In the Mouth of Madness". Besser lässt sich auf dieses Setting wohl kaum einstimmen.
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#8 JaneDoe

JaneDoe

    Crawling Chaos

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Geschrieben 28. September 2019 - 18:09

Lustig...mir geht das absolut nicht so. Für mich ist das total unerheblich was ich an Filmen/ Serien/ Büchern konsumiere und auf was ich Bock habe zu spielen.

Meiner Meinung nach braucht es für NOW sowieso praktisch keine Einstimmung...es ist ja unserer Welt, deshalb fällt der Einstieg in NOW ja gerade auch so leicht.

Andererseits sprechen mich die "klassischen" 1920er Jahre als Setting am allerwenigsten an, weiß auch nicht warum.

 

Sich auf ein Setting einzustimmen ist nun sicher keine schlechte Sache. Für mich ist es aber hauptsächlich Aufgabe der SL die Atmosphäre und damit auch "das Setting" zu transportieren. Wenn sich die Spieler belesen: gerne. Aber es ist für mich nicht zwingend notwendig.


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"In existentiellen Fragen zählt Stil mehr als Aufrichtigkeit." (Oscar Wilde)




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