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Wieder ein Run so gut wie vorbei, und ein neuer muss her!


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61 Antworten in diesem Thema

#46 n3mo

n3mo

    Semiotikguerilla

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Geschrieben 15. Dezember 2019 - 02:07

Hey das moderne Turbo-Laserskalpell reinigt sich doch selbst :P . Und so ein Steri und ein Einschweissgerät stellt man auf den Tisch/Rollwagen. Gut, die große Knochensäge muss man mal unter die Spüle halten. Von Einmalinstrumenten für den Eimer mal ganz abgesehen.

 

 

[...]

P.S.: Was ich mich gerade noch frage, warum sollten die Triaden ihre Supergeheimwaffe zur Vernichtung aller Feinde in irgendeinem Abflussrohr parken? Warum nicht in einer ihrer eigenen, gut gesicherten Lagerhallen/Strohfirmenlabore? Da fällts auch nicht so auf, wenn überall Triadengangster als Wachen rumstehen.
[...]

 

Weil die auch Trid gucken :P ... und keine Burg verfügbar war. Die Madame Dottore hatte ihr Labor vielleicht vorher dort. Es ist weitab von allem und die HGS sorgt auch dafür das keiner genauer nachschaut...  und es ist schön icky. Im Flackern der Blitze könnte es ja mal kurz wie im Schwarzweiß Trid von damals aussehen. Düstere Silhouette. Blitze flackern. Irgendwo heult eine Teufelsratte...


Bearbeitet von n3mo, 15. Dezember 2019 - 02:09 .

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They never tell you how heavy a corpse is in training school.
You can´t afford to fall in love with a plan...

 

Whilst I write this, I hold a sword in each hand and a pistol in the other.

 

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#47 BruderLoras

BruderLoras

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Geschrieben 15. Dezember 2019 - 03:49

Eben. Gut gesichert wird das da auch sein, das Gelände ist abgelegen und ausgedehnt - da kann man auch mal ein paar Drills mit den beiden Supergeheimwaffen und den normalen Hoschis fahren, um den Angriff vorzubereiten. HGS hilft, versteckt zu bleiben,  die Location bringt keiner mit den Triaden in Verbindung... und, das allerwichtigste: Ich will 'ne geile, eindrückliche Location, wo eine fette Schießerei mit schwerem Kram stattfinden kann ohne dass 2 Minuten später die HAZMAT auf der Matte steht. Irgendeine unauffällige Lagerhalle in der Nähe von Kaltenkirchen wäre wahrscheinlich realistischer, aber die verfallende Kläranlage ist geiler und wird mit Sicherheit mehr im Gedächtnis bleiben.


Bearbeitet von BruderLoras, 15. Dezember 2019 - 03:50 .

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#48 BruderLoras

BruderLoras

    Märchenonkel

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Geschrieben 10. Januar 2020 - 17:04

So, in 10 Minuten kommen die Spieler, und ich habe Bedenken... ich bin schlichtweg ziemlich sicher dass die Gruppe nicht in der Lage sein wird, 2 Cyberzombies in einer direkten Konfrontation auszuschalten. Trotz der Hardware, die sie über Klaas beziehen konnten (zB eine Ruhrmetall SF-20 mit Gyro-Harness für Gadget).

 

Ich hoffe, denen fällt was besseres ein als "Tatataaaa - Angriff!". Ansonsten wird's realistischerweise einfach übelst auf die Mütze geben... aber das sollte ihnen eigentlich klar sein.

Mal sehen, wie's läuft.



#49 Corn

Corn

    Advanced Chaotic

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Geschrieben 10. Januar 2020 - 17:31

So ist's leben...

Ich musste auch schon einstecken weil ich es mit stumpfer Gewalt versucht hatte

Das Lesen von Rollenspielforen verdirbt den Charakter


#50 n3mo

n3mo

    Semiotikguerilla

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Geschrieben 10. Januar 2020 - 17:43

Game on... das wird schon. Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt :P . Bitte berichten...


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#51 Corpheus

Corpheus

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Geschrieben 10. Januar 2020 - 17:51

... ich habe Bedenken... ich bin schlichtweg ziemlich sicher dass die Gruppe nicht in der Lage sein wird, 2 Cyberzombies in einer direkten Konfrontation auszuschalten. 

Ansonsten wird's realistischerweise einfach übelst auf die Mütze geben...

Hast du eine Exit-Strategie. Dh. was machen die Cyberzombies/Gegner mit den Runnern, wenn sie die Runner überwältigen? Gefangennahme und aufwachen ... wo?

 

Ansonsten gibts vielleicht Tricks mit der Infrastruktur. Ein umstürzender Silo oder vergleichbares könnte einen der Cyberzombies unter sich begraben. Die Spieler sollten sich von Superhelden-Filmen inspieriren lassen. Die interagieren immer sehr schön mit der Umgebung.


"Wenn der Faschismus wiederkehrt wird er nicht sagen: "Ich bin der Faschismus". Nein, er wird sagen: "Ich bin der Antifaschismus".

Ignazius Silone zugeschrieben

 

"Je genauer man plant, umso härter trifft einem der Zufall!"

 

"Ist etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist es das auch..."

 

"Alle Heldengruppen starten als Gemeinschaft des Rings und enden als Ritter der Kokosnuss"

 

"The absence of evidence is not the evidence of abscence!"

 

 


#52 Index

Index

    Ætherpedia-KI

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Geschrieben 11. Januar 2020 - 15:08

Man sollte auch nie vergessen: Jeden Kampf, den du nicht kämpfen musst, hast du gewonnen. Das hat meinen Runnern zumindest bisher immer ganz gut geholfen.


I thought what I'd do was, I'd pretend I was one of those deaf-mutes.


#53 BruderLoras

BruderLoras

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Geschrieben 14. Januar 2020 - 19:32

Kleines Update nach dem letzten Spielabend:

 

Da Wladislaw ja Arzt mit Erfahrung in Cyberware ist und die Zomberinos gesehen hat, habe ich ihn während der Planung einfach mal auf seinen Skill würfeln lassen und ihm danach recht unverblümt mitgeteilt: nach allem was Du weisst und gesehen hast, wäre eine direkte Konfrontation mit höchster Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt. Muss nicht in die Hose gehen, aber Du rechnest Dir keine tollen Chancen für euch aus. Fortan bewegte sich die Planung mehr in Richtung indirekter Optionen - man ist da allerdings noch in der Ideenphase. Die im Moment Dinge beinhaltet wie "so eine Art Granate mit jeder Menge Datenwanzen und Kleber drin, und dann hackt Margareta dadurch ihre Ware...?" Ich beobachte das amüsiert und interessiert und bin gespannt, was ihnen noch einfällt.

 

Konkret haben Sie mal die Adresse der Schattenklinik abgecheckt, die Ärztin recherchiert und den Laden beobachtet. Und Wladi ist mal als Kunde in Amelies Elektrowelt rein, um sich ein direktes Bild zu machen. Sie schlussfolgerten dann korrekt dass die Klinik im Keller sein musste, hackten die Kameras, um rauszukriegen wann Leute kamen und gingen (darüber fanden Sie dann Bilder von der Ärztin, Glaive und Igor) und folgten Dr. Jensen nach Feierabend im Auto - die Fahrt endete in einer Gated Community in Stormarn, wo sie mit ihrem Van direkt mal von der Hansec angehalten und kontrolliert wurden. Das endete glimpflich, aber veranlasste die Runner, alle Ideen betreffs Dr. Jensen zu Hause nach Feierabend zu begraben. Also beschlossen sie spontan, ihre Ausrüstung zu holen, in die Schattenklinik einzubrechen und dort bis zum Morgen auf Dr. Jensen zu warten. Der Bruch lief glatt, die Sicherheitsmassnahmen wurden überwunden ohne Alarm auszulösen und die Runner waren drin. Margareta fand über das System der Klinik 'raus, dass eines der beiden Krankenzimmer belegt war - ein Triadensoldat, der einen neuen Arm verpasst bekommt und über Nacht alleine ist. Margareta hackte sein Krankenbett, und Wladi verpasste ihm per Fernsteuerung eine hübsche Dosis Beruhigungsmittel, die ihn bis morgen Mittag sedieren würde. Gadget vertrieb sich später noch ein wenig die Zeit damit, ihm jede Menge Pimmel, Schnurrbärte und ähnliches auf seinen neuen Arm und ins Gesicht zu malen.

 

Ansonsten wurde alles gründlich durchsucht, die Geheimtür gefunden, das Medikamentenlager um alles Wertvolle erleichtert und ein Hinterhalt für Dr. Jensen, Glaive und Igor gelegt. Igor kam als erstes an und wurde problemlos betäubt. Danach kamen die anderen beiden zusammen an - und Glaive war deutlich zu gut, um überrascht zu werden. Ein nur wenige Sekunden dauerndes, aber extrem intensives Feuergefecht (in dessen Verlauf Lippe von Glaives' Ares Alpha mit einer langen Salve getroffen wurde und 15K wegwürfeln musste - und mit 15 Würfeln 11 Erfolge hinlegte...) endete mit einem von Schockmuni sacht britzelnden, bewusstlosen Elfensam auf dem Boden. Und einer Ärztin, die mit betont erhobenen Händen sagte "ihr habt keine Ahnung, wie viel Ärger ihr euch einhandelt. Ich kann euch Kohle und Medikamente mitgeben, aber haut einfach ab bevor das hier eskaliert..." Die Runner kassierten die Dame ein und verdrückten sich durch die Geheimtür, während oben die Sirenen näher kamen. Da unten hatten insgesamt 4 Sturmgewehre ziemlich viel Muni von sich gegeben, und jeder Panikknopf in ein paar Häuser Umkreis war gedrückt worden. Ab gings durch die Kanalisation, an derem Ende der Van geparkt war... und die Erkenntnis setzte sich durch, dass sie hier zwar den Schlüssel zum Auffinden ihrer Ziele dabei hatten, aber ihr Zeitplan höchstwahrscheinlich soeben deutlich enger geworden war...

 

Cut.


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#54 Karel

Karel

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Geschrieben 14. Januar 2020 - 22:25

Klasse. - Gadget kann offensichtlich manchmal ein ziemlich (spät) pubertierender Kindskopf sein, oder?

 

Nebenbei: Bei dreien meiner Run-Angebote in meinem inoffiziellen Dezember-Novapuls habe ich mich von Deinen Runs und den Vorschlägen anderer Nutzer hier ein wenig inspirieren lassen. (Wollte es nur mal erwähnen, falls er Dir nicht aufgefallen war). 


Bearbeitet von Karel, 18. Januar 2020 - 09:18 .

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Shadowhelix  - ein Shadowrun Wiki &
Shadowiki - auch ein Shadowrun Wiki

Besitzer des ldt. "Berlin" (Nr. 341 von 1000), des ldt. "Rhein-Ruhr-Megaplex" (Nr. 126 von 250), des ldt. "Schattenkatalog I" (Nr. 279 von 750), "II" (Nr. 345 von 700) & "III" (194 von 800), "Schattenhandbuch 1" (Nr.1418 von 3000).


#55 BruderLoras

BruderLoras

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Geschrieben 14. Januar 2020 - 23:01

Muss ich direkt mal reingucken.

 

EDIT: cooler Scheiss Mann. ;) Das muss ich direkt meinen Spielern zeigen, die schmeissen sich weg!


Bearbeitet von BruderLoras, 14. Januar 2020 - 23:17 .

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#56 BruderLoras

BruderLoras

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Geschrieben 10. Februar 2020 - 15:43

All right, die letzte Session ist gespielt, und dieser Teil der Kampagne damit beendet!

 

Wir begannen mit der Befragung von Dr Jensen. Deren erste Reaktion bestand im Großen und Ganzen aus "wenn ich die Wahl habe, von Shadowrunnern erschossen oder von den Triaden auf kreativste Art zu Tode gefoltert zu werden, weil ich sie verraten habe, nehme ich eure Kugel..." Lippe arrangierte per Kommlink einen Deal mit Klaas - er dehnt seinen Schutz auf Dr Jensen aus und hilft ihr, unterzutauchen - und sie arbeitet das dann in seinen Diensten ab. Somit mit einer Alternative präsentiert, in der sie eine Chance davonzukommen, packte sie fröhlich aus und lieferte die Location der alten Kläranlage in Pinneberg und alles, was sie über ihre beiden Patienten wusste. In der Kläranlage hielten sich ein gutes Dutzend der besten Soldaten, die die Roten Drachen in der Stadt haben, zwei Magier und die beiden Cyberzombies auf. Sie hatte in paar Kameras gesehen. Und die beiden Cyberzombies sind aktiv, in topform und haben alles eingebaut, was das Herz von Fans militärischer Cyberware höher schlagen lässt. Und ein paar Extras, von denen diese Fans wahrscheinlich noch nicht mal gehört haben. Die Bewohner halten sich zum größten Teil im Verwaltungsgebäude auf, abgesehen von patroullierenden Wachen.

 

Nichts davon gefiel den Runnern. Eine ausführliche Suche nach Schwachstellen und einige eher undurchdachte Planansätze ("Dr Jensen geht heute Abend zu dem Termin mit den Beiden und injiziert ihnen dabei irgendeinen Scheiss!" - "Äh, nein. Tue ich nicht. Die wissen ziemlich sicher dass meine Klinik überfallen wurde und ich dabei verschwunden bin.") führten zunächst ins Leere. Lippe hatte schließlich die zündende Idee für das Grundgerüst eines machbaren Plans: wir haben nicht die Feuerkraft, um mit denen fertig zu werden. Wer hat die nötige Feuerkraft? Die HAZMAT. Wie kriegen wir die dazu, dort massiert reinzugehen?

 

Da man sich einig war, dass die Sache nach Möglichkeit an diesem Abend steigen sollte, wurde flott zusammengezimmert wie das laufen sollte. Im Kern ging es darum, dort so massiv Rabatz zu machen, dass die Reaktion der Behörden entsprechend ausfallen musste. In Pinneberg befindet sich auch eine Raffierie der AGC, von der Rund um die Uhr Tanklaster abfahren. Ein Tanklaster sollte gekapert, von Wladi als Bombe umgebaut und dann ferngesteuert für einen äusserst lautstarken Angriff genutzt werden. Zuvor würden ein paar billige automatische Waffen auf umliegende Häuser (größtenteils verlassen) verteilt werden, auf Laffetten, grob auf's Verwaltungsgebäude ausgerichtet und einfach per Fernsteuerung abzufeuern. Zielen unnötig. Weiterhin würden ein paar billige, off-the-shelf Flugdrohnen angeschafft, die jeweils ein bis zwei Granaten tragen sollten. und zuletzt: Gadget plante, ein Katapult zu bauen, dass, zuvor aufgestellt und ausgerichtet, per Funkbefehl eine ordentliche Ladung Granaten in's Ziel bringen sollte. Lippe würde, bevor die Action losging, einen Anruf bei der HAZMAT absetzen, so mit grobem Inhalt "in Pinneberg bricht grad der dritte Weltkrieg aus, AAAHHHHHH!"

 

Damit ging's in A-Team-Manier auseinander, und die Vorbereitungen begannen. Gadget rief eine Connection an, die die Spieler früher gemacht hatten: den General, einen zwergischen Büchsenmacher und Tüftler, der einen Schrottplatz am Nordende der Stadt betreibt. Der General verkauft keine Waffen von der Stange, der ist auf Umbauten und Sonderanfertigungen spezialisiert. Gadget fuhr hin und führte aus, was er wollte: das Katapult (betrieben mit einer LKW-Blattfeder für ordentlich Schmackes) und 5 automotische Waffen, egal welcher Art, auf Lafette, mit Gurtumbau für den Verschluß. Ferngesteuert abzufeuern, Rest völlig wurscht.

Der General fragte, wann sich Gadget das vorstelle. Gadget legte einen Ebbie mit 15K auf den Tisch und meinte "Jetzt, und ich helf Dir." Als SL hatte ich keine weiteren Fragen - wenn man mit so nem Angebot einsteigt, gibt's wenig Diskussion! Also wurde dort für ein paar Stunden geschweisst, geflext, montiert und, im Falle des Katapultes, auf dem Schrottplatz getestet und justiert. Das Ergebnis war in der Lage, einen Wurfteller mit 15 Granaten ca. 150-200 Meter weit zu werfen und diese in einem Gebiet von grob 30-40 Meter Durchmesser niedergehen zu lassen. Die Ladung sollte aus einem soliden Mix (auch diktiert davon, was eben bereits vorhanden oder schnell zu besorgen war) aus Spreng-, Rauch-, Schock- und 3 Gasgranaten mit Neurostun bestehen.

 

Das Teameigene U-Boot wurde in der Nähe der Kläranlage als Backup-Fluchtweg geparkt.

 

Wladislaw feilte aus, wie ein Tanklaster am besten als Bombe umzubauen wäre - einen sehr guten Wurf auf Sprengstoffe später begann er, die Berechnungen für seine Lösung anzustellen. Ladungen von Plastiksprengstoff entlang den Seiten des Tanks würden den Tank bersten lassen und durch die Wucht den Treibstoff zumindest ein weing verteilen. Ebenfalls am Rand angebrachte Sauerstoff-Tanks würden gleichzeitig gesprengt und ihren Inhalt freisetzen. Phosphorgranaten im Innern des Tanks zünden eine Zehntelsekunde später und setzen das Treibstoff-Sauerstoffgemisch in Brand. Eine grobe und ineffiziente Version einer Fuel-Air-Bombe.

 

Lippe ging Drohnen, die Sauerstoffflaschen und anderen Kram besorgen. Margareta machte Aufklärung - die Raffinerie, mit welcher Häufigkeit dort Tanklaster abfuhren, welche Routen sie nahmen und was sie geladen hatten (die ADL ist immer noch Deutschland... aber sicher sind da Gefahrstoff-Tafeln gut sichtbar angebracht!). Besorgte Pläne der Kläranlage. Suchte nach passenden Locations für die schnelle Präparation des Lasters, und passenden Stellen für das Katapult und die Selbstschuss-Rabatzmacher.

 

Schließlich war alles fertig vorbereitet, und Gadget kam von seiner Bastelrunde zurück, in einem Teamvan, aus dem eine Sitzbank 'rausgerissen worden war, um Platz für die Teile des Katapults, die Sauerstoffflaschen und die Waffen zu machen. Die Runner machten sich bereit, verluden die restliche Ausrüstung - und los gings, in den Sonnenuntergang...


Bearbeitet von BruderLoras, 10. Februar 2020 - 15:49 .

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#57 BruderLoras

BruderLoras

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Geschrieben 11. Februar 2020 - 14:33

Die Runner fuhren nach Pinneberg, in die Nähe der Kläranlage, um Teil eins der Vorbereitungen abzuschließen - Selbstschuss-Lärmer und Katapult aufstellen. Ich wies darauf hin: das Katapult ist da einigermaßen unkritisch, da suchst Du mit einer Map-Software nach einer Stelle in passender Entfernung und richtest es auf's Ziel, das braucht ja keine direkte Sichtlinie. Die Knarren schon... die Runner teilten sich in 2 Gruppen auf, um die 5 Kanonen aufzustellen - Lippe und Gadget (wie sich rausstellte: können anständig schleichen), und Margareta und Wladi (wie sich rausstellte: können NICHT anständig schleichen. Seufz. Und ich sag's noch, dass die Dinger direkte Sichtlinie brauchen...). Gruppe 1: kein Problem. Gruppe 2: Wladi peilt aus dem Fenster einer Häuserruine. Eine Gestalt am Tor zeigt in seine Richtung. Sagt was in sein Handgelenk. 2 weitere Gestalten kommen aus dem Hauptgebäude. Alle drei Gestalten marschieren zügig über die Straße auf das Gebäude zu. Wladi und Margareta währenddessen sind 'raus, Wladi meint "nimm das mit, ich kümmer mich drum", drückt ihr die Knarre in die Hand und geht langsamen Schrittes in eine andere Richtung weiter, während Margareta sich versteckt.

 

Wladi wird zügig eingeholt und auf Chinesisch aggressiv angesprochen. Versucht einen auf harmlos zu machen. Zieht ein paar Päckchen Cram raus und bietet die "naiv" an. Überreden-Probe. Kein Erfolg... der Anführer der 3 Chinesen zieht ein Messer und setzt es ihm an den Hals. Wladi leistet keinen Widerstand - der Chinese schlitzt ihm die Kehle auf, lässt ihn gurgenld zu Boden fallen (auf 0 Kästchen - sterbend). Die drei gehen wieder zurück zur Kläranlage. Margareta meistert ihre Selbstbeherrschung - sie gibt keinen Laut von sich, greift nicht ein, wartet, bis die Chinesen sicher ausser Sicht sind. Im Kopf die Sekunden mitzählend. Den Medkit in der Hand. Sagt den anderen Bescheid. Gadget hat ein abgebrochenes Medizinstudium. Spurtet schließlich los, und dann muss alles ziemlich schnell gehen.

Wladi wird stabilisiert. Gerade noch. Kriegt eine Infusion aus dem dicken Medkit gelegt, um den hypovolämischen Schock zu bekämpfen. Wird medikamentös fitgespritzt, so gut es geht. Versucht, seine Nahtoderfahrung zu verarbeiten und weiter zu funktionieren. Es ist noch nicht vorbei.

Margareta hilft ihm zum Van, damit er sich ausruhen kann, während Gadget und Lippe die Vorbereitungen beenden... (an diesem Punkt hatte keiner der Runner mehr Karma verfügbar... es war ein langer Tag!)

 

Danach steigen alle wieder in den Van ein, und die Fahrt ging Richtung Westen, zu der AGC-Raffinerie. Der Plan: einen Tanklaster mit passender Ladung abpassen, Margareta hackt ihn, blockt den Notruf des Wagens und des Fahrers. In die verfallende Lagerhalle fahren, die sie sich für den Zweck ausgeguckt haben, dort flott die präparierten Ladungen dran, und dann: los gehts.

 

Ein passender Laster ("AG Chemie - we power tomorrow!") wird nach einer halben Stunde ausgemacht: Kerosin. Nice. Der Van hängt sich dran. Margareta hackt den LKW, übernimmt die Kontrolle, hält ihn an. Kein Ding. Notrufe abschneiden. Whoops. Nope. Klappt nicht. Notruf ist raus... Gadget flucht, rennt rüber, rupft den Fahrer aus der Kabine. Dieser bleibt einigermaßen ratlos auf der Straße hocken, während die Runner seinen Schlitten in die Lagerhalle fahren. Jetzt muss es richtig schnell gehen. Wie lange wird die AGC brauchen, um zu reagieren? Nicht lange. Wie lange wird Wladi brauchen, um die Ladungen abzubringen? Nach einem gottgleichen Wurf trotz heftiger Verletzungsabzüge - nicht lange! Um genau zu sein, 4 Minuten. Die letzte Ladung wird gerade verkabelt, als die Flyspy des Teams 2 Ares Roadmaster ausmacht, die die Straße entlangbrettern, neben dem Fahrer des LKW scharf bremsen. Eine gepanzerte Gestalt lehnt sich 'raus. der Fahrer redet, gestikuliert, zeigt, wohin die Runner gefahren sind...

 

Gadget meint "OK, ich mach das", schwingt sich in's Cockpit. Stöpselt sich ein. Und gibt GAS.

 

Der Fahrer hat immer noch seinen zeigenden Arm erhoben, als die Rückwand der Lagerhalle nach aussen explodiert und der Tanklaster sich aus der Wolke aus Schutt und Gips schält und beschleunigt. Die Roadmaster nehmend schlingernd und quietschend die Verfolgung auf, den Fahrer, mit offenem Mund erstarrt, zurücklassend. Der Rest des Teams springt in den Van, Lippe fährt und nimmt seinerseits die Verfolgung auf. Und setzt seinen "Notruf" bei der HAZMAT ab. Gadget sieht in der Rückkamera, wie das Turmluk des vorderen Roadmasters aufgeht, eine gepanzerte Gestalt halb sichtbar wird und die Autokanone im Turm klarmacht.

Sich dann nach unten beugt und in den Panzer runterguckt. Nickt. Mit den Schultern zuckt, und wieder in der Luke verschwindet. Der Kommandant war wohl der Meinung, dass das Beschießen eines Kerosintankers keine brilliante Idee ist...

Stattdessen entspinnt sich ein Pilotenduell um Überhol-, Abdräng- und Abschüttelversuche. Gadget gewinnt durch geschickte Manöver ein wenig Vorsprung. Margareta mischt kräftig mit Hacking mit, übernimmt kurzfristig (bevor der Bordrigger neu bootet) einen der Roadmaster und lässt ihn seitlich in eine Häuserzeile karriolen, dass die Ziegel nur so spritzen. Ein weiterer Zeitgewinn. Die Kläranlage kommt in Sicht. Gadget beschleunigt weiter, die Geschwindigkeitsanzeige ist bei ungefähr 100 Sachen... Gadget richtet den LKW auf das Verwaltungsgebäude aus. Wladi hat im Van den Finger auf dem Zünder. Margareta murmelt "Gadget, du musst da raus, DU MUSST DA RAUS", Lippe weiter in Verfolgungsfahrt. Nah dran, aber nicht nah genug, um von den Roadmastern als Bedrohung wahrgenommen zu werden. Gadget lockt die Lenkung auf die momentane Richtung - und springt 'raus. Er will versuchen, Stuntmanmässig mit Überschlagen um die eigene Achse Energie abzubauen.

 

Meine Ansage: das sind 25K Schaden. Akrobatik-Probe: jeder Erfolg reduziert das um 3K. Restschaden muss ohne Rüstung gesoakt werden.

 

Gadgets Spieler nimmt ungerührt seine Würfel, legt 4 Erfolge bei der Athletikprobe hin und reduziert dann mit Konsti den Restschaden auf 9. Jubel am Tisch! Gadget überschlägt sich immer wieder, klatscht dann in den Maschendrahtzaun, der sein Momentum vollends killt. der LKW bricht mittlerweile in Zeitlupe durch die Wand des Verwaltungsgebäudes.

Wladi drückt den roten Knopf.

Krachen des Tanklasters, als er in das Gebäude pflügt. Das trockene Knallen der Ladungen - und dann ein WHOOOOOSHBOOOOOOOM, und die Welt löst sich in Flammen auf. Gadget, gerade zum Stillstand gekommen, wird von der Wucht der Explosion in die andere Richtung geschleudert, trotz der Entfernung. Setzt den Schaden, den ihm die Explosion verpasst, auf 2 runter.

Margareta hat einen der Roadmaster in die Ruinen auf der gegenüberliegenden Straßenseite krachen lassen, der andere kommt gerade weiter hinten um die Kurve. Der Van kommt mit kreischenden Reifen vor Gadget zum stehen, halb kriecht er, halb wird er 'reingezogen, während ein ohrenbetäubendes Trommeln den Van erbeben lässt: herabfallende Trümmer. Eine brennende Gestalt taumelt in sicht, fällt zu Boden. Bewegungslos.

 

Eine riesige, massive, schwarze Silhouette stapft aus den Flammenmeer. Eine Zweite wird schemenhaft dahinter sichtbar.

 

Wladi aktiviert die ersten beiden Geschütze. Leuchtspur-Muni aus 2 Gebäuden tasten nach dem Inferno. Die Gestalt reagiert mit unglaublicher Geschwindigkeit: ein langer Schemen in ihrer Hand ist plötzlich auf die Quelle des Beschusses gerichtet, ein massives, anhaltendes Kreischen, und das obere Stockwerk, in dem das Geschütz aufgestellt ist, scheint von einer unsichtbaren Kreissäge durchschnitten zu werden und stürzt ein. Wiederholt sich fast sofort mit Beschussquelle Nummer zwei. Das Feuer verstummt - für eine halbe Sekunde. Dann beginnen der Roadmaster und die Gestalten, einander zu beschießen. Die Cyberzombies sind wohl nicht der Meinung, dass hier in diesem Moment zufällig ein Panzer rumheizt und durch Häuser pflügt. Margareta fliegt die Granaten-Drohnen an. Wladi aktiviert die nächsten beiden Knarren. Lippe gibt Gas, zurück wie sie gekommen sind. Die Granaten-Drohnen fliegen an. Cyberzombie schießt drauf.

Ich hab 30 Würfel in die Hand genommen.

Am Tisch wurde es ein bisschen stiller. Die Drohen kamen nicht durch.

Der zweite Roadmaster kommt entgegen, macht jedes Ausweich-Manöver von Lippe mit und scheint entschlossen zu demonstrieren, dass Panzer > Van. Margareta spuckt ihm in die Suppe und schickt ihn von der Straße. Gadget löst das Katapult aus, ein paar Sekunden später detonieren 15 Spreng-, Rauch-, Gas- und Betäubungsgranaten im Zielgebiet. Erhöhen die Verwirrung noch. Der Van beschleunigt weiter, hinten Schreie, Krachen, Explosionen. Gogogo AGC!

 

Gadget vergeigt seinen Sensoren-Check komplett, daher fahren die Runner vor Schreck fast aus der Haut, als 2 GMC Banshees im Tiefflug entgegenkommen, den Van mit dem Orkan ihres Vorbeifluges fast umwerfen.

HAZMAT-Markierungen.

Kondensstreifen lösen sich, tasten nach dem Inferno. Mehr Explosionen.

Und der Van umrundet die Kurve, ausser Sicht...

 

Ein Strom von Blaulichtern kommt entgegen. Lippe fährt brav. Leicht über Tempolimit. Hinter ihnen gehen Straßensperren hoch.

Die Runner sind entkommen.

Und es wird mit Sicherheit Zeit, Hamburg den Rücken zu kehren. Dieses Pflaster ist jetzt deutlich zu heiss.

Aber sie haben es geschafft.

Die Ambitionen der Roten Drachen und die Investition Wuxings enden in der Hölle einer alten Kläranlage in Pinneberg.


Bearbeitet von BruderLoras, 11. Februar 2020 - 20:29 .

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#58 BruderLoras

BruderLoras

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Geschrieben 11. Februar 2020 - 23:59

Und damit, und mit der anstehenden Rückkehr nach Berlin, ist dieser Teil der Kampagne abgeschlossen.

 

Zeit für eine Shadowrun-Pause für mich. Ich hab leichten Spielleiter-Burnout und starken Bock, endlich mal wieder zu spielen. Da trifft es sich gut, dass Wladi's Spieler eine Weile D&D für uns leiten wird.

Mal wieder was ganz anderes, Cyberpunk-Batterien aufladen und all so was. Ich freu mich drauf!



#59 Krushvor

Krushvor

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Geschrieben 13. Februar 2020 - 09:13

Das klingt nach einem absolut geniale Finale! Da wäre ich gern dabei gewesen. ^^
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#60 BruderLoras

BruderLoras

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Geschrieben 13. Februar 2020 - 09:58

Ja, das hat Spass gemacht! Ist immer wieder schön, eine Kampagne tatsächlich mit einem Finale zu beenden - kommt nicht so oft vor im Rollenspielerleben. Meistens läuft's ja einfach irgendwie aus.

 

So sind wir an einem Punkt, an dem alle Bock haben, mit diesen Charakteren weiterzuspielen.

Kommt bestimmt auch. Wird aber ein bisschen dauern. Jetzt komm ich erst mal hinter dem Schirm hervor und bastel' mir einen Barden.

B) 






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