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Wie wichtig ist euch der Mythos in den Szenarien?


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8 Antworten in diesem Thema

Umfrage: Wie wichtig ist euch der Mythos in den Szenarien?

Nur Mythosbezug?

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#1 Lexx

Lexx

    Untergrundkultist #0027

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Geschrieben 11. Dezember 2019 - 13:22

Mir ist neulich wieder aufgefallen, dass, wenn ich mir ein Szenario ausdenke, es meistens wenig mit dem Mythos zu tun hat. Ich weiß auch nicht so recht warum. Ist es der Wunsch nach Neuem? Liegt mir der Mythos vielleicht ansich so gar nicht? So richtig kann ich es auch nicht einkreisen.

Mir gefallen Szenarien bei denen der Mythos nicht so recht greifbar ist bzw nur die Teile, die sich in jede gewünschte Richtung formen lassen. Ich mag den König in Gelb, Nyarlathothep oder die eher unsichtbaren Wesenheiten. Meistens kann ich mit diesen Mythosgestalten erschaffen was ich möchte oder mich mehr auf die Stimmung konzentrieren. Ich will eigentlich immer gerne so etwas in die Richtung Silent Hill produzieren, wo die Monster (wenn sie dann mal auftauchen) sich trotzdem auf die Charaktere beziehen.

Wer auf der anRufung eines meiner Szenarien schon einmal gespielt hat, weiß, dass der Mythos eigentlich bei mir nicht so wichtig ist oder erst gar nicht vorhanden.
Ich mag eher die Charakterverknüpfungen, Andeutungen, Stimmung, das Drama und vor allen Dingen, die Psyche. Ob ich das so gut hinbekomme? Muss jeder für sich entscheiden. Ich bin darin leider nicht so gut das selber einzuschätzen.
Ich habe aber auch kein Problem damit, Szenarien zu leiten, bei denen es um klassische Geister, Vampire und Dämonen im christlichen Sinne oder einfach nur einen Kriminalfall mit übernatürlichen Andeutungen geht. Z.B. bin ich gerade mit der Idee eines Kriminalfalls in der Stimmung wie True Detective (erste Staffel) oder Mindhunter mit realen Unterbau schwanger.

Nun habe ich mich schon öfters mit Leuten darüber unterhalten. Und recht oft kam die Antwort "Kein Mythos? Dann leite ein anderes System".
Das System ist mMn so vielseitig, da es ja eigentlich nur normale Menschen und ihre Psyche abbildet.

Wie seht ihr das? Ausschließlich Mythosbezug mit CoC und mit anderen Themen andere Systeme verwenden oder CoC auch anders einsetzen?


Bearbeitet von Lexx, 11. Dezember 2019 - 13:41 .

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#2 Die InsMaus

Die InsMaus

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Geschrieben 11. Dezember 2019 - 13:36

Ich glaube, das hängt von der individuellen Mythos-Phase ab in der man sich gerade befindet;-)

Ich habe nach wie vor große Lust, irgendwann einmal eine Innsmouth Kampagne zu leiten.

Beim Ersinnen eigener Szenarien habe ich häufig einen Startpunkt, der mit dem Mythos zunächst nicht so viel zu tun hat. Insofern: Ich baue Szenarien nicht um ein Mythos-Monster, -Buch oder -Artefakt herum, sondern gehe eher den entgegengesetzten Weg. Ich finde aber schon, dass der Mythos zu Cthulhu gehört. Nur muss er nicht immer mit der Holzhammermethode vermittelt werden.

#3 Seanchui

Seanchui

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Geschrieben 11. Dezember 2019 - 13:49

Ich denke, wenn ich CoC spiele, dann deswegen, weil ich den Mythos mag :P . Klar, es geht auch ohne, nur dafür gibt es ja auch unzählige Alternativen.

 

Der Mythos muss ja nicht immer in Form eines Monsters daherkommen. Aber dass irgendeine Art von Mythosaktivität die Grundlage des Szenarios bildet, ist mir schon wichtig. Wenn es bspw. ein Kriminalfall sein soll, dann darf es nicht irgendein Serienkiller sein - nein, der Typ sollte schon Augen sammeln müssen, damit sein Mythosritual gelingt. OB es zu dem Ritual kommt und OB es dann funktioniert (und evtl. tatsächlichen Mythos-Kontakt für die SC bereithält) ist dabei total zweitrangig. Aber die zugrundeliegende Idee sollte in meinen Augen Mythosbezug irgendeiner Art haben.


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#4 Belshannar

Belshannar

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Geschrieben 11. Dezember 2019 - 14:22

Äußerst unwichtig, der Mythos ist nett, oft jedoch auch bekannt.

Klar kann er ein Szenario aufwerten, jedoch bekomme ich Stress&Drama auch komplett ohne.

 

Nicht selten entferne oder reduziere ich Mythos Elemente in offizielen Szenarien (sehe oft keine Mehrwert oder der Mythos Part ist eh kaum vorhanden oder gar unwichtig z.B die Schreckliche Welt des Paul Wegner).

 

Das ein oder andere Mythos Theme gibt andererseits auch echt viel her und hat sein fokussiertes Thema (was manchmal überstrapaziert wird z.B King in Yellow).

 

Es lassen sich sehr viele Cthulhu Szenarien mit sehr wenig Mythos Anteil finden und mittlerweile "werben" ja auch ein paar Cthulhu Produkte mit kaum/keinem Mythos Anteil z.B Stygia Fox´s Occam´s Razor.

 

Allerdings spiele ich auch überwiegend Oneshots (die ich nicht selten auf Unknown Armies adaptiere) bei den generell der Mythos auch weniger "Entfaltungsmöglichkeit" hat.

Bei Kampangen würde ich dagegen sagen, wäre es mir "etwas" wichtiger, der Mythis wäre/ist zentraler in der Handlung.


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#5 Bartimäus

Bartimäus

    Der Flüsterer im Dunkeln

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Geschrieben 11. Dezember 2019 - 15:40

Sehr wichtig, deswegen spiele ich CoC. Was nicht heißt, dass ich nicht auch mal ein Nicht-Mythos-Szenario dazwischenschieben würde (wie z.B. Westchester House)...



#6 Tegres

Tegres

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Geschrieben 11. Dezember 2019 - 17:59

Ich schließe mich Bartimäus an. Übrigens: Viktorianische Horrorelemente, wie Werwölfe oder Vampire fände ich bei Cthulhu nur interessant, wenn die Bevölkerung ein bestimmtes Wesen oder eine Gefahr für einen Vampir oder Werwolf hält - dafür ist es etwas viel schlimmeres. Ebenso mag ich psychologischen Horror bei Cthulhu eher weniger. Irgendwie rückt das aus meiner Sicht den Mensch zu sehr in den Vordergrund. Dabei ginge es aus meiner Sicht bei idealtypischen puristischem Cthulhu gerade darum, dass der Mensch und seine Probleme total unbedeutend sind.

Auf der pulpigen Schiene - auf der ich gerade mehr unterwegs bin - ist der Mythos-Anteil ebenso wichtig, aber aus anderen Gründen: Hier will ich coole, gefährliche, grausame Monster, Artefakte und Zauber in meinem SL-Repertoire haben, sprich ganz viel Mythos.



#7 Sarturas

Sarturas

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Geschrieben 12. Dezember 2019 - 08:24

Bei meiner Gruppe kamen gut Abenteuer an, die ähnlich wie Akte X geschrieben waren, etwas bis dato nicht bekanntes Phänomen was sich auch zum Ende hin vielleicht garnicht so genau aufklären ließ. Das hat bei meinen Spielern oft für Diskussion bzw. Rätseln gesorgt und kam sehr gut an.

 

Ich selber hab mich beim erstellen oft an existierende Mythen orientiert oder habe meiner Phantasie freie Bahn gelassen. Man sagt ja nicht selten, dass man am besten eine Lüge hinter einer Wahrheit versteckt.

Typische Mythen wie Vampire oder Werwölfe sind meiner Gruppe zu offentsichlich gewesen und kämen wahrscheinlich nicht sogut an. Aber das ist ja bekanntlicherweise Geschmacksache.

 

So typische Cthulhu Weluntergangsszenarien gab es bei mir eigentlich nicht, viel mehr Verschwörungen die übleres erahnen ließen. Auch ein guter Aufhänger für Kampagnen.


BÄM... Headshot... voll ins Knie!


#8 Colonel Chestbridge

Colonel Chestbridge

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Geschrieben 12. Dezember 2019 - 09:00

Für mich zeichnet sich der Cthulhu-Mythos dadurch aus, dass jeder etwas zu ihm beitragen kann. Jedes Monster und jeder Kult, die ausreichend fremdartig sind, um in den Mythos zu passen, finde ich gut. Gewöhnliche Geister oder Vampire fände ich genauso langweilig wie die immer gleichen, altbekannten Mythoskreaturen!


"This world is but canvas to our imaginations." (Henry David Thoreau)


#9 PacklFalk

PacklFalk

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Geschrieben 12. Dezember 2019 - 13:22

Habe zwar für "ja" gestimmt, aber für mich kann der Mythos auch in einer Light-Version kommen. Ich habe als Spielleiter große Erfolge mit Szenarios wie "Spuk im Corbitt-Haus" oder "Gail 1" gefeiert, ohne den großen Mythoshammer. (Obwohl das jetzt schon fast 20 Jahre her ist, reden die Spieler von damals in nostalgischen Phasen immer noch davon.) Aber der Mythos sollte doch vorherrschend sein oder zumindest einen spürbaren Bezug zum Szenario haben. Dann sind auch Geister, Vampire oder Werwölfe wieder spannend. :)


Bearbeitet von PacklFalk, 12. Dezember 2019 - 13:23 .

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