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#106 Storyteller

Storyteller

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Geschrieben Heute, 07:57

Mit zittrigen Händen greife ich nach dem Paket. Mir scheint, als wäre es dem Boten eine Erleichterung die Ware endlich loszuwerden. Gedankenverloren schließe ich die Tür und beginne, im Wohnzimmer angekommen, das unscheinbare Gut aus seiner Verpackung zu schnitzen. Mein Herzschlag beschleunigt sich zu einem schmerzhaften Hämmern, je weiter ich das Buch befreie. So liegt es nun vor mir, in seiner ganzen Pracht.
Die warnenden Stimmen in meinem Kopf ignorierend, schlage ich es auf und....
...Tentakel schießen aus dem Buch, durchbrechen meine Augen und finden tief im Inneren meines Gehirns Ruhe. Steif, wie unter Stromstößen hänge ich halb sitzend, halb stehend vor dem Buch, als der Austausch beginnt.
Ein letzter, leiser Gedanke irrt durch nun unbekannte Räume meines Kopfes und verhallt...
Kein menschlicher Geist ist in seiner Einfachheit in der Lage, dieses Buch zu verstehen, hieß es...
...doch selbst wenn ich es verstehen würde, die körperlichen Schäden sind jetzt schon zu schwer. Ich spüre wie mein Lebensfunke weicht und etwas anderem Platz macht. Etwas altem, unnatürlich Bösem....
Es ist zu stark, ich schaffe es nicht zu bestehen.... und das Chaos bricht über die Welt hinein.
Mit zornerfüllter Mine steht Gott so ruckartig auf, dass fast sein Stuhl umkippt.
"Verdammt, schon wieder verloren!" brüllend verlässt er den Raum.
Soll heißen:
Das Necronomicon ist nun in meinem Besitz.


Ich stehe in einer verrauchten Postfiliale mitten im Nirgendwo und habe das Gefühl einen Fehler zu begehen. Seit dem ich das Geschäft betreten habe schmerzt auch meine rechte Hand aus unerfindlichen Gründen, doch es ist rein gar nichts an ihr zu erkennen. Ich blicke nach vorne und die Leute, die vor mir in der Schlange stehen, machen ebenfalls einen etwas verschrobenen Eindruck. Mein Kopf beginnt leicht zu schmerzen, als ich dann endlich vor der Frau am Schalter stehe...

Mit grunzenden Lauten schaut sie von der Kasse auf und ich schaue ich ein ein Gesicht, dass vor Zornesfalten aussieht, wie ein frisch geplügter Acker.
"Ja?" donnert es kehlig und dumpf aus ihrem Schlund.
"Dieses Päckchen, bitte." gebe ich kleinlaut zurück.
"Es muss wieder auf Reisen gehen, ja...? Ich hoffe, sie haben ein angemessenes Opfer hinzugefügt?" fragt sie.
Es kommt mir vor, als hätte ich ein Déjà-vu, kann aber keinen klaren Gedanken fassen.
"Opfer?" frage ich und die Kopfschmerzen werden stärker.
„Sie sind der Storyteller, was? Was ist denn das für ein blöder
Name? Naja, muss ja jeder selber wissen!“ sagt sie grinsend.
Und schon wieder beschleicht mich dieses seltsame Empfinden.
Ein mächtiger Schmerz rast mir, von meiner Hand ausgehend direkt in die Brust und raubt mir die Sinne.
Ich spüre noch, wie ich auf dem kalten Granitboden aufschlage und es langsam warm und klebrig um meinen Kopf wird.
Ganz leise vernehmen ich noch ihre Stimme wie ein Flüstern an meinem Ohr....
„Das Paket muss weitergeleitet werden .......An... Lexx?“ sagt sie kalt.
"Bringt den da in den Keller zu den anderen, keine Spuren bitte!“
Das Echo meines letzten Herzschlag hallt noch einen Moment in mir, auf der verzweifelten Suche nach einer Antwort und erstirbt leise.
...and the story ends.

Das Buch sucht sich nun das nächste Opfer.
Viel Spaß damit Lexx!
  • Hasturs Erbe, Der Flüsterer, Ubelogar und einem anderen gefällt das

"Ich bin der Erde überdrüssig, der Menschen, das Gewirr ihrer Leben, in dem ich mich verfange."

Dr. Manhattan





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