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Proben als SL für SCs würfeln? (Wahrnehmung z.B.)


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5 Antworten in diesem Thema

#1 Calivar

Calivar

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Geschrieben 04. Mai 2020 - 15:12

In Anlehnung an den Thread über das "offene oder verdeckte Würfeln als SL für NSCs", möchte ich noch einen Thread aufmachen und euch fragen, wie ihr es handhabt mit Würfeln für die SCs in Situationen, in denen alleine der Hinweis an die SC eine Probe zu würfeln, dem Spieler Informationen gibt.

 

Klassisches Beispiel wäre eine Wahrnehmungsprobe. Der Spieler weiß dann natürlich, dass es etwas "wahr zu nehmen" gibt. Aus meiner Erfahrung gibt es dann immer mindestens einen Spieler am Tisch, der hier nicht SC und Charaktewrwissen treffen kann und so lange aktiv weiter sucht unter fadenscheinigen Begründungen, bis dann etwas gefunden wurde.

 

Es wäre also aus meiner Sicht eigentlich sinnvoll, solche Proben als SL zu würfeln. Allerdings nimmt man den Spielern auch etwas weg und sie haben keine Chance hier ggf. "Edge" einzusetzen, wenn sie gar nicht wissen, dass gewürfelt wurde.

 

Wenn man das konsequent weiter denkt, gibt es eine Vielzahl an solchen Proben..."Menschenkenntnis", "Wahrnehmungszauber", "Askennen" etc.

 

 

 

 



#2 Darian

Darian

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Geschrieben 04. Mai 2020 - 15:44

Machen wir nie! Bei uns wird alles offen gewürfelt und die SC würfeln ihre Proben immer selbst und haben in der Regel auch immer die Möglichkeit einen Abwehrwurf zu machen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Diese Abwehr oder der unbewusste Angriff mit Wahrnehmung oder dergleichen muss natürlich nicht erfolgreich sein. Die Gruppe kann auch unverschuldet in die Situation kommen, dass ihr ein weitaus höherer Pool gegenübersteht, den sie nur mit irrwitzigen Glück bezwingen könnte. Wo also ein Misserfolg wahrscheinlich ist. Aber das ist dann realistisch von der Story her begründet, so geplant und resultiert nicht gleich im SC-Tod. Das gehört halt zur Story. Ein Held muss auch mal straucheln, sonst werden die Siege glanzlos (siehe Captain Marvel als Negativbeispiel)

 

Das bedingt aber das man Charakterwissen und Spielerwissen (ich mache gerade eine Probe?!) trennen kann.

 

Häufig kommt aber vor das man gar nicht weiß und nicht sofort erläutert wird, warum man eine Probe gewürfelt hat, gerade bei einem Misserfolg. Hier ist es dann natürlich sehr schlechtes Rollenspiel wenn der Charakter sein Verhalten aufgrund einer unbewussten Probe ändert. Kommt bei uns nicht vor am Tisch.

 

Was eventuell selten einmal passiert, ist, dass der SL es spannend machen will und nach einem Blick auf das Charblatt sagt: "würfel mal mit X Würfeln" und man auch als Spieler nicht weiß, was genau überhaupt man gerade würfelt. (vor allem da man Modifikatoren ja nicht kennt)

 

In allen Fällen ist es hier wichtig und (zumindest bei uns) absolut lohnenswert dem SL zu vertrauen. Ein SL will ja, dass alle eine gute Zeit haben, er will das das gemeinsame Abenteuer dramaturgisch spannend und interessant daher kommt. Man macht sich also nur etwas kaputt, wenn man misslungene Proben nicht akzeptiert und Spieler- und Charakterwissen vermischt.

 

Ich persönlich habe mit temporären Niederlagen bzw. Misserfolgen meiner SC auch immer als Spieler zu kämpfen, vor allem wenn mein SC dies auch für sich wahrnimmt. Meist sind diese Tiefpunkte aber der Auftakt umso befriedigenderen Twists oder Comebacks.

 

Oft merkt man es ja schon ob ein Misserfolg beabsichtigt/vorhergesehen/überraschend war. Und selbst wenn man wegen Würfelpech eine Probe verhaut die eigentlich nicht als Stolperstein für die Gruppe gedacht war, so können sich daraus oft die interessantesten Szenen entwickeln.


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#3 Medizinmann

Medizinmann

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Geschrieben 04. Mai 2020 - 16:30

Es wäre also aus meiner Sicht eigentlich sinnvoll, solche Proben als SL zu würfeln. Allerdings nimmt man den Spielern auch etwas weg und sie haben keine Chance hier ggf. "Edge" einzusetzen, wenn sie gar nicht wissen, dass gewürfelt wurde.

 

Ich finde nicht ,das man den Spielern was wegnimmt . Eher im Gegenteil , wenn Soe wissen ,das sie einen Wahrnehmungswurf machen müssen ,ist der Überraschungsmoment weg .

Das hat nichts mit

Das bedingt aber das man Charakterwissen und Spielerwissen (ich mache gerade eine Probe?!) trennen kann.

 

zu tun .

Was man einmal weiß ( Ich muss eine Probe machen , irgendwas passiert) kann man nicht mehr ungeschehen machen/Vergessen .

 

Das

Aus meiner Erfahrung gibt es dann immer mindestens einen Spieler am Tisch, der hier nicht SC und Charaktewrwissen treffen kann und so lange aktiv weiter sucht unter fadenscheinigen Begründungen, bis dann etwas gefunden wurde.

 

hat doofe Ohren und verdient

http://www.your3dsou...ewspapergif.gif

 

;)

 

Wahrnehmungsproben (oder Menschenkenntnis) habe ich meist dann als SL gewürfelt, wenn der Spieler nicht wissen soll ,das da überhaupt was sein kann . Manchmal habe ich (um Spannung zu erzeugen ) "Leer" gewürfelt ,also einfach so die Würfel hinter dem Schirm kullern lassen , sowas wie : "Hmmm,Aja" gemurmelt und dann weitergemacht

Ich habe sogar ( im letzten Jahrtausend , für D&D ) sogar ganze Listen mit Wahrnehmungswürfen vorab  selbst gemacht ,sie aufgeschrieben und dann wenn nötig abgestrichen .Apple macht sowas (IIRC ) auch für seine SR Runde

 

Was eventuell selten einmal passiert, ist, dass der SL es spannend machen will und nach einem Blick auf das Charblatt sagt: "würfel mal mit X Würfeln" und man auch als Spieler nicht weiß, was genau überhaupt man gerade würfelt. (vor allem da man Modifikatoren ja nicht kennt)

 

jouh, das ist auch eine der üblichen Taktiken ;)

 

mit einem der üblichen Tänze

Medizinmann


-Alle meine Post sind ImO und IIRC-

 

Orange ist Moderator

Schwarz ist User

Wenn ich eine generisches Maskuline Form wähle sind alle damit gemeint und alle Inkludiert !

(Arzt ist sowohl männlich als auch weiblich als auch nicht-binär und Transgender)

 

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shadowrun350x20.gif


#4 MahdiAvendesora

MahdiAvendesora

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Geschrieben 04. Mai 2020 - 16:30

Klassisches Beispiel wäre eine Wahrnehmungsprobe. Der Spieler weiß dann natürlich, dass es etwas "wahr zu nehmen" gibt. Aus meiner Erfahrung gibt es dann immer mindestens einen Spieler am Tisch, der hier nicht SC und Charaktewrwissen treffen kann und so lange aktiv weiter sucht unter fadenscheinigen Begründungen, bis dann etwas gefunden wurde.

 

Wenn diese Gefahr zu groß ist, kannst du es deinen Spielern auch abtrainieren, indem du auch mal an unwichtigen Stellen einfach Proben verlangst. Je nach Wurf erhalten sie dann ein (unwichtiges) Detail mehr oder eben auch nicht, wenn sie nicht erfolgreich sind.

 

Aber wie so vieles hängt das auch von der jeweiligen Gruppe ab, wie das aufgenommen wird. Leider ist es hier schwierig, das im Vorhinein zu besprechen, da du dadurch genau den Effekt erhälst, den du nicht haben möchtest: Spieler interpretiert Probe und nicht der SC.

 

Ansonsten ist natürlich auch Darians Vorschlag mit den "Würfel mal X Würfel" eine gute Methode um zumindest einigermaßen einen Mittelweg zu finden.



#5 Black Metal

Black Metal

    no groove, just blast

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Geschrieben 06. Mai 2020 - 10:34

Man kann auch, wenn man will, einfach das durchschnittliche Ergebnis eines Nettopools nehmen. Hat ein SC nach Einrechnung aller Mods noch einen Pool von 8, dann sind das statistisch 2 Erfolge. Spielerfreundlich kann man das auch auf 3 aufrunden. Oder man nimmt nicht das durchschnittliche Ergebnis eines Nettopools her , sondern die Anzahl der Erfolge die sich ein Spieler mit dem Nettopool noch kaufen könnte, bei 8W also 2. Alle Angaben SR4, keine Ahnung wie das bei SRSixucks ist.

 

Ein Vorteil ist, dass man als SL überhaupt nicht mehr würfeln muss. Bei der Vorbereitung eines Runs kann man die Situationen einigermaßen einschätzen (=anfallende Mods) und aufschreiben, wer was ohne Probe in welchem Umfang „entdeckt“ (Verfolger, Hinweise und Spuren, astrales Zeug, Lug und Trug etc.). Im Spiel kann/muss man das on the fly anpassen, z.B. wenn ein SC relevant verletzt in eine vorbestimmte Situation kommt. Die Spieler bekommen mit diesem System jedenfalls nicht mit, dass sich überhaupt was tut, jedenfalls bis der SL ihre Wahrnehmung oder Eindrücke beschreibt.

 

Natürlich sollte man den Spielern das Vorgehen mitteilen und je nach Feedback anpassen. Außerdem sollte man den Spielern verklickern, dass sie Proben jederzeit selbst ansagen können und sich eigene Proben möglicherweise lohnen, zumal sie bei eigenen Proben auf ihr Edge zugreifen können.


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#6 Corn

Corn

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Geschrieben 28. Mai 2020 - 12:41

Ich halte das wie darian. Ich sage meinen Spielern immer wieder, dass ich versuche die Welt so agieren zu lassen, wie es für mich sinnig erscheint, damit die Welt sich nachvollziehbar und unterhaltsam gestaltet. Mir ist wichtig, dass meine Spieler das Gefühl haben nicht von mir beschnitten oder bevorteilt zu werden.
Ich Würfle nicht für sie und meist erfragen sie proaktiv was sie bemerken können.
Ich merke gerade, dass das nicht selbstverständlich ist und auch eine lange Entwicklung war.

Falls einer hier mitliest: Danke für euer Vertrauen und die tolle Mitarbeit!
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