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Schreckensherrschaft


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4 Antworten in diesem Thema

#1 Hasturs Erbe

Hasturs Erbe

    Rettungsschwimmer am See Hali

  • Cthulhu Moderator
  • PIPPIPPIP
  • 940 Beiträge

Geschrieben 24. Mai 2020 - 16:00

Une merveilleuse journée, Mesdames et Messieurs, et un accueil chaleureux en France en 1789“

Wohl an!

Da es im gesamten Forum keinen Spielbericht zur Schreckensherrschaft gibt habe ich für meine Gruppe beschlossen ihren Weg durch die französische Revolution zu dokumentieren.

Nun ist es aber so,dass
a ) unsere Gruppe über Whatsapp spielt (so wie ich an anderer Stelle bereits beschrieben habe) und
b ) einige Spieler meiner Gruppe ebenfalls forenaktiv sind und gerne mal hier reinschauen werden.

Dadurch wird es sich also nicht um einen gewohnten Bericht handeln,sondern vielmehr eine lose Darstellung unseres Chats in den kommenden Wochen und Monaten wiederspiegeln.

Wir werden das Spiel der Publikation entsprechend am 2.Juni beginnen.
Ich wünsch euch dabei viel Spaß und gute Unterhaltung.Es handelt sich hier um meinen ersten Bericht,daher bitte ich um Rücksicht und konstruktive Kritik.

Handouts:

Die Handouts und die Charakterblätter gibt es kostenlos unter https://www.pegasusd...p?filters=45811
@ Dralim @ Ubelogar FINGER WEG!! :P

Charaktere:

Die Charaktere wurden aus der Publikation übernommen und von mir nach besten Wissen und Gewissen den Spielern zugeordnet.

- Serjant Thierry Renault
- Michel Beaumains
- Jean Dupois
- Christophe Pressi
- Etienne Babin
- Joseph Hugel

Edit.

- Maurice Furnierre (ein zusätzlicher Charakter)

 

Edit,edit..

Ich habe jedem Spieler sein Charakterfoto geschickt und dieses wird bei jedem Post vorgesetzt. Sieht super aus im Chatverlauf.

Prologue:

Für den Prolog der Publikation entschied ich mich für die großartige Audioversion von Frostgeneral,die unter https://drive.google...ydV8ic8Px5IhHEz kostenlos erhältlich ist.Nochmals danke Frosti fürs bereitstellen.


Bearbeitet von Hasturs Erbe, 22. Juni 2020 - 15:02 .


#2 Hasturs Erbe

Hasturs Erbe

    Rettungsschwimmer am See Hali

  • Cthulhu Moderator
  • PIPPIPPIP
  • 940 Beiträge

Geschrieben 24. Mai 2020 - 16:02

Première scène:

Die Katakomben von Paris

SL:
Feucht und ungemütlich liegt die Nacht vor euch.Der Regen des letzten Tages hat kleine Pfützen hinterlassen in denen sich das Licht eurer Blendlaternen spiegelt.Solch modernen Dinge wie Gaslampen oder Trottoirs sucht man hier vergeblich,da solche Annehmlichkeiten dem Adel im Herzen der pariser Innenstadt vorbehalten sind. Aber was schert es euch?Schließlich habt ihr schon weitaus schlimmeres im Krieg durchgemacht als nasse Straßen und schwüle Luft. Gelassen aber dennoch aufmerksam steht ihr vor dem Eingang zu den Katakomben (8) am südlichen Rand von Paris.Es ist eure Aufgabe für heute Nacht die Umbettung der Toten zu überwachen.Die Plätze auf den Friedhöfen sind rar und daher werden die Gebeine seit 1785 in die Katakomben der Stadt umgebettet. Mittlerweile türmen sich diese bis unter die Decken der schmalen Nischen und Gänge so heißt es. Da es in jüngster Vergangenheit immer wieder zu Unruhen in der Stadt kam sollt ihr hier nach dem Rechten sehen und während der Arbeiten für Ordnung sorgen. Dies wäre eigentlich die Aufgabe der lokalen Ordnungshüter,doch diese scheinen der Aufgabe nicht gewachsen. Erst letzten Monat kam es zu einem Zwischenfall als ein Leichentransporter umgestürzt und die begleitenden Kirchenmänner schwer verprügelt und geschunden wurden.

Aber wie euer Hauptmann (Louis Malon) verlauten ließ sollte dies ja eine leichte Aufgabe für euch sein. Und so harrt ihr der Dinge die da kommen mögen.
AUDIO: Hufgeklapper
Klappernd kommen einige schwarz-verhüllte Pferdekarren die Rue entlang auf euch zu. Neben den Kutschern stehen oder sitzen katholische Priester weihrauchschwingend und in schlichte Roben gehüllt. Jedoch vermag der Duft des heiligen Krautes kaum den pestilenten Gestank des süßlichen Verwesungsgeruchs,der von den Ladeflächen aufsteigt und fast stofflich scheint,zu übertünchen. Am Ende dieses grotesken Trosses kommt ein Fuhrwerk mit etwa zwanzig ausgemergelten Männern. Angeführt wird das ganze Spektakel von einer schlichten Kutsche,wo auf den Türen noch wage die Reste des königlichen Wappens unter Schmutz und Schlamm zu erkennen sind. Noch bevor der Lakai die Türe öffnet ist euch bewusst um wen es sich bei dem Insassen handelt.
Den königlichen Hofarzt seiner Majestät persönlich,Monsieur médecin Lucien Rigault.

Rigault ist ein untersetzter und beleibter Mann der von einer Aura der Gereiztheit und Nervosität umgeben ist. Als er aussteigt sitzt seine getürmte Perücke schief auf seinem Haupt und das Puder,welches für die vornehme Blässe auf den Wangen sorgen sollte,ist in einem Schwall aus Schweiss verlaufen.
Schnaufend marschiert er auf den Karren mit den Männern zu und bellt ihnen auf dem Weg bereits Anweisungen entgegen.


Rigault:
"sur les messieurs" keucht er "es gibt viel zu tun und wenig Zeit. Köpfe zur Linken und Torsi zur Rechten.Dépêchez-vous!"

Serjant Renault:
Erst schaue ich schweigend zu, wie der Tross auf uns zu kommt und beobachte den Leibarzt beim aussteigen aus der Kutsche.
'Soso, der fette Leibarzt darf also weiter leben?' Innerlich hebe ich die Schultern.
"Mise en garde, mes amis. Helfen wir, damit wir hier fertig werden. Je schneller die wieder weg sind, umso ruhiger wird die Nacht werden."
Ich kremple selbst die Ärmel meiner Uniform hoch, bleibe aber weiterhin wachsam und gehe auf den Arzt zu.
"Monsieur." ich nicke kurz zu. "Alles ruhig auf eurem Weg hier her?"

Rigault:
"Oui bien sûr serjant. Selbstredend." er tupft sich den Schweiss von der Stirn. "Seien Sie ein guter Soldat und behindern Sie die Arbeiten nicht." Und somit widmet er sich wieder den Arbeitern und lässt dich links liegen. "Bouge toi!!"

Michel Beaumains:
Ich schau abwechselnd den Sergeant und den Arzt an. - Wieso krempelt er die Ärmel hoch? Der will doch nicht wirklich dass wir helfen? - mit diesen Gedanken bin ich auf die nächsten Befehle gespannt.

SL:
@ Joseph Hugel
Noch während du unentschlossen vor dich blickst entdeckst du einen zerknüllten Zettel im Matsch

Joseph Hugel:
'Also ich werde da ganz bestimmt nicht mithelfen!' bei dem Gedanken schweift mein Blick umher,als ich einen zerknüllten Zettel direkt vor mir auf dem Boden sehe. 'Oh, un morceau de papier qui pourrait contenir des informations importantes!' ich bücke mich unauffällig Richtung Zettel, hebe ihn auf und gucke was drauf steht.

HANDOUT 3!

Etienne Babin:
Ich lege meine Standarte weg und Eile zur Hilfe. Dann packe ich so gut ich kann mit meiner einen Hand zu und benutze die andere Hand um diese zu stützen. 'Befehlsverweigerung? Ich? Niemals! Ich werde immer alles geben, auch wenn ich kein gutes Gefühl dabei habe. Aber schließlich habe ich ja noch eine gute Hand und lerne immer mehr und besser mit meiner Holzhand umzugehen. Ist ja schon etwas Zeit vergangen seit meinem Unfall bei den Artillerieisten.' Wortlos schaue ich den Arzt und meinen Befehlshaber voller Eifer an. " Wohin haben Sie gesagt müssen die Teile hier hin? Ich habe sie nicht richtig verstanden."

SL:
@ Etienne Babin
Probe:Bildung

Jean Dupois:
Ich räuspere mich und würge eine Schleimklumpen hoch, den ich etwas durchkaue und dann wieder runter schlucke.
'Oha, der Hofarzt seiner Majestät... Dann ist es wichtig'
Ich schaue zu unserem Vorgesetzten
„Feldwebel, wie lautet ihr Befehl"?

Christophe Pressi:
Ich stehe da und sehe noch, wie der Hofarzt unserem Sergeant hektisch und im vorbeilaufen etwas sagt und praktisch stehenlässt.
Ich gehe hinüber zum geschehen.
„Sergeant, wenn sie erlauben.
Gibt es etwas neues? Ich hoffe der Befehl lautet nicht, dass wir mithelfen sollen die Gebeine zu verlegen!“

Ich schaue ihm unglaubwürdig in die Augen.

Serjant Renault:
Ich überblicke die Menge an Helfer die der Arzt mitgebracht hat und schüttle den Kopf.
"Das wird nicht nötig sein, mes Amis. Es sind genug Hände da, die anpacken können. Ces pauvres diables."
Ich lege die Hand auf dem Griff meines Schwertes ab.
"Wir verteilen uns gleichmäßig hier um den Karren und auf dem Weg in die Katakomben. Seid wachsam." Ich lasse den Blick über die Truppe schweifen.

Michel Beaumains:
`Na nochmal Glück gehabt`- "Jawohl" ich entferne mich auf Sichtweite und beginne wache zu halten.

Etienne Babin:
" Jawohl!!" Ich lasse fallen was ich gerade im Griff hatte und gehe zurück zu der Standarte.

Joseph Hugel:
'Zum Glück sieht der Serjant das genauso wie ich!' Ich stelle mich zu den anderen und halte wache.

Jean Dupois:
Ich halte mich bei meinen Kameraden auf und beobachte argwöhnisch die Szenerie.
'warum werden Köpfe und Körper getrennt?'
Ich flüstere den anderen zu:
"Der Arzt hat auch schon mal besser ausgesehen... Nichtmal die Schminke hält mehr."
Beim Sprechen kommt ein Schwall üblen Mundgeruchs aus meinem Mund.

Christophe Pressi:
Auch ich stelle mich wieder dorthin, wo ich zuvor Wache gehalten hatte.
„Noch mal Glück gehabt, das hätte ich nicht lange mitgemacht!“ sage ich zu den anderen im Vorbeigehen.

Die Kutsche

SL:
Während ihr eure Posten einnehmt, beginnen die Arbeiter damit, die Karren zu entleeren und die Kadaver gefühlskalt und grobschlächtig in die Katakomben zu bringen. Der Geruch von altem Blut und Exkrementen steht wie ein giftiger Nebel in der Luft und nimmt euch fast den Atem. In dieser angespannten Stille, ist nur das Rascheln und Fiepen der Ratten zu hören, die zu Hunderten aus den Katakomben drängen. Im flackernden Lichtschein tanzen ihre Schatten wie Marionetten in einem Kindertheater um euch herum. Sie scheinen sich auf das bevorstehende Festmahl regelrecht zu freuen und geleiten die Arbeiter frohlockend zurück in die dunklen Gänge.
AUDIO: Hufgeklapper
Erneut hallt das Klappern von Hufen durch die Nacht und reißt euch aus der Konzentration, der unangenehmen Situation zu trotzen. Immer schneller und treibender wird das Hufgetrappel. Mit einem wahnsinnigen Tempo prescht eine weiße Kutsche mit roten Zierleisten um die Ecke und die funken stiebenden Räder fassen nur unzureichend auf dem feuchten Kopfsteinpflaster.
Ein Schauer läuft euch über den Rücken als ihr das fahle Totengesicht des Kutschers erblickt. Erst auf den zweiten Blick erkennt ihr, dass er eine Maske trägt. Rücksichtslos treibt er die beiden Rappen direkt auf euch zu.
Der schwarze Umhang des Kutschers weht wild, als er halb stehend, die Peitsche knallen lässt. Die Rappen, vor Schweiß glänzend, die Augen fast weiß vor Wahnsinn und das Maul vor Schaum triefend, jagen an euch vorbei.

@Michel Beaumains
Aus den Augenwinkeln erkennst du schemenhaft die Silhouetten zweier Personen. Der warme Lichtschein zieht deinen Blick an, wie die Motte das Licht. Du atmest langsam aus und blickst ins Innere, als in einem Augenblick der totalen Stille, die Zeit für einen kurzen Herzschlag erstarrte. Dein Augenmerk gilt üppigen roten Locken, die über den halb entblößten Rücken der Gespielin fallen. Das Konterfei eines Mannes schiebt sich aus dem Schatten und beginnt, den Hals der jungen Maitresse zu liebkosen. Unter leidenschaftlichen Küssen lässt sie den Kopf zur Seite fallen und gibt sich dem Spiel hin. Inmitten des Kusses hält er inne, als würde ihn etwas stören. Eisige Schauer überkommen dich und jagen dir über den Rücken, als sein Blick dich fixiert.
AUDIO: Herzschlag
Voller Panik stehst du da. Das markante Gesicht verzieht sich zu einem breiten Grinsen, als mit einem weiteren Peitschenknall die Kutsche wieder fahrt aufnimmt und in der Nacht verschwindet. Wie taub blickst du dich um und wirst gewahr, dass es niemandem sonst so wie dir ergangen ist.

Stabilitätswurf:0/1W3 STA Probe:Bildung

"Verfluchter Adelsabschaum!!" brüllt noch einer der Arbeiter der Kutsche hinterher um seinen Hass Luft zu machen.

Rigault:
"Schnauze du Tölpel und weiter an die Arbeit" schnauzt der Arzt den Mann an und deutet sichtlich gereizt auf den vordersten Karren.

Michel Beaumains:
Der hat`s auf jeden Fall besser als wir. Hm... Woher kenne ich diese Kutsche?`

Etienne Babin:
' So jetzt noch die Standarte im richtigen Winkel stellen und... Was ist los…?' Als meine Blicke die anderen treffen erkenne ich das sie angespannt in eine Richtung sehen. Ich erkenne die Kutsche und mit jedem Meter wo sie näher kommt wird das typische Geräusch einer rasch fahrenden Kutsche hörbarer.In perfekter Haltung stehe ich da und beobachte akribisch das Treiben.

Serjant Renault:
Erschrocken springe ich auf die Seite, als die Kutsche heran saust und ich gerade noch rechtzeitig auf die Seite springen kann. Ich erhebe mich tropfend aus der Pfütze in der ich gelandet bin und schaue auf meine nun teilweise durchnässte Kleidung.
"Hat jemand den Kutscher erkennen können, oder die Passagiere? Ich will wissen, wer das war!" brülle ich verärgert zu meinen Männern. "Wenn ich den erwische...." sage ich immer noch wütend, mehr zu mir selbst, während ich versuche den Dreck der Straße von mir herunter zu wischen und meine Uniform auszuwringen.

Jean Dupois:
'Wer zum Teufel war das denn?'
Ich versuche mich zu erinnern, ob ich die Kutsche schon mal irgendwann gesehen habe....
'Hehe, jetzt hat der Feldwebel auch mal wieder einen Grund, seine Uniform zu reinigen und, statt uns immer nur zu schikanieren, dass wir zu ungepflegt herumlaufen.'
Dann schaue ich wieder den Arbeitern zu.

Die Störung

SL:
Alle Anwesenden können sich ein Lächeln nur schwer verkneifen und blicken daher schnell in verschiedene Richtungen. Doch schon nach kurzer Zeit kommt es zu einem Tumult am Eingang zu den Katakomben.Die Männer kommen hastig und von Panik erfüllt aus dem Stollen und berichten von Geräuschen in der Dunkelheit und leuchtenden Augen die sie anstarren würden. Freiwillig würde niemand mehr in die Tiefe steigen.Sicherlich sind es die Geister der Verstorbenen die Rache für solch eine grobe Verletzung der ewigen Ruhe üben wollen. Rigault platzt nun endgültig der Kragen.

Rigault:
Serjant!! Lassen Sie einen der Männer exekutieren um ein Exempel zu statuieren!" brüllt Rigault mit hochrotem Gesicht und fiebrigen Augen. „Wir haben keine Zeit für solchen Unfug und ich dulde keinen Widerspruch!"

Serjant Renault:
Ich schaue Rigault etwas verwirrt und dann verärgert an.
"Wir sollten nachsehen, was in den Katakomben herumspukt, Rigault. Dann beruhigen sich die Männer von alleine. Sehen sie selbst, wie viele Tote auf dem Karren liegen. Wir brauchen doch nicht noch mehr."
Damit drehe ich mich zu meinen Soldaten um.
"Wir gehen in die Katakomben und schauen dort nach dem Rechten. Macht euch kampfbereit." Dann drehe ich mich wieder zu Rigault um. "Wenn wir darin nichts finden können, dann suchen wir denjenigen, der für diese Hysterie verantwortlich war."

In den Katakomben

SL:
Und so begebt ihr euch in die Finsternis unter Paris. Euer Weg führt euch über eine steinerne Wendeltreppe in die Tiefe und endet in einer schmalen Kammer. Aus dieser führen lange Gänge in die Dunkelheit und überall stapeln sich die Gebeine tausender Leichen. Die Decken sind niedrig und an den Wänden hängen Laternen in regelmäßigen Abständen um den Arbeitern den Weg zu weisen. Trockener Staub reizt die Kehle und macht Atmen und Sprechen unangenehm. Mit makaberer Kunstfertigkeit liegen Gebeine gleicher Art so in Reihen aufgestapelt,dass Muster zu erkennen sind.

Etienne Babin:
Als Ich voraus gehe ziehe ich meine Axt und halte sie kampfbereit vor mich. Langsam rinnt mir der Schweiß die Stirn herunter, da das Schweissband unter dem Hut schon durchnässt ist.
'Bestimmt sind diese abergläubischen armen Trottel vor irgend einer hässlich-missgestalteten fetten Ratte weggelaufen! Kurzen Prozess mit dem Ungeziefer machen und es kann weiter gehen. Habe keine große Lust auf irgendwelche Exempel...'
Meine Kehle fühlt sich wie eine Pflastersteinstraße an. Ich sammel in meinem Mund Spucke an und schlucke etwas lauter runter.
'Schon besser.'
Schritt für Schritt gehe ich voran und mit jedem Meter wo ich voran gehe wird mein Bauchgefühl unwohler.

Jean Dupois:
Ich blicke nochmals zur lebhaften Straße bevor ich mit in die Dunkelheit schreite.
Ein eiskalter Schauer läuft mir über den Rücken und in einem günstigen Moment nehme ich einen hastigen Schluck vom Wein den ich in meiner Feldflasche habe.
'mmmmhh köstlich'

Christophe Pressi:
Ich reihe mich ein und folge den Anderen. Ich tippe Jean auf die Schulter. „Jean, hast du vielleicht einen Schluck für mich? Bei dieser Luft trocknet ja bei einem alles aus!“ Mit einem leichten grinsen schaue ich ihm Erwartungsvoll über die Schulter. „Gemütlich ist was anderes oder?“

Jean Dupois:
Ich drehe mich zu Christophe um.
„Natürlich mein Freund. Warte, einen Schluck nehme ich noch“
Ich trinke einen weiteren Schluck und lasse vorm Absetzen eine Ladung Speichel in die Flasche zurückgleiten.
'Dieser Schwachkopf... hoffentlich schmeckt es ihm'
Dann reiche ich die Feldflasche zu Christophe rüber.
„Hier, bitte, lass es dir schmecken.“

Christophe Pressi:
Ich nehme die Flasche an mich und setze zu einem tiefen Schluck an. In dem Moment an dem die Öffnung fast meine Lippen berührt, stolpere ich über einen Totenschädel und die Flasche fällt leise in den sandig staubigen Boden.
Ich greife im dämmrig schalen Lichtschein nach der Feldflasche und übergebe sie, nachdem ich ein paar Mal mit meiner Hand über den Hals gefahren habe, wieder an Jean.
„Danke dir, mein Freund.“

Jean Dupois:
Missbilligend greife ich meine Flasche und stecke sie wieder ein. „Jederzeit wieder“

SL:
Euer Hauptgang führt immer weiter und tiefer in die unterirdische Dunkelheit. Finstere Nebengänge zweigen in die Finsternis ab. Die Aura des Todes ist erdrückend und allgegenwärtig.

Joseph Hugel:
Ich folge den anderen in die Tiefe. 'Ganz schön widerlich hier unten' denke ich so bei mir. Ich merke, je weiter wir in den Tunnel gehen wie mein Hals trockener und rauer wird. Es fühlt sich an, als hätte ich ein Reibeisen verschluckt. 'Wie furchtbar, die ganzen Leichen liegen unehrenhaft aufeinander gestapelt wie Kisten übereinander. Wenn die Bretagne wieder ein selbstständiges Land wäre, würde es so etwas nicht geben! Naja,der Serjant wird schon wissen was er tut.' Ich nehme meine Flasche und trinke einen Schluck in der Hoffnung auf Besserung meines Halses.

Michel Beaumains:
'Leuchtende Augen, na toll jetzt sollen wir wilde Hunde jagen die sich da unten satt fressen. Hoffe nur keines der Viecher beißt mich.' ich schau mir nochmal das Gewehr an um sicher zu sein dass es mich nicht in Stich lässt wenn es darauf ankommt und folge den Anderen nach unten. Ein leichtes Husten überkommt mich als ich die miese Luft in den Katakomben einatmen muss.

SL:
Und so folgt ihr dem Weg den euch die Laternen weisen immer weiter durch den Gang und an schier endlosen Massen an Gebeinen vorbei. Schon kurze Zeit nachdem ihr von der Treppe in den Stollen gekommen seid verebben die Geräusche der Stadt die sich nun über euch befindet.

@Michel Beaumains
In einem Seitengang erkennst du ein Augenpaar matt gelblich glänzend in der Finsternis vor einer Biegung.

Michel Beaumains:
'Verdammt da ist was' "Leuchtet mal in den Gang rein, da schaut uns was an" mein Lauf zielt in der Dunkelheit zwischen die leuchtende Augen.

SL:
Als hätte dieses Etwas deine Reaktion erwartet verschwindet es hinter der Biegung in der Dunkelheit. Du bist dir nicht sicher,aber dir kommt es so vor als ob es ein Mensch war der sich wie ein Hund bewegt hat.

Michel Beaumains:
'Was zum... Menschen Augen leuchten nicht in der Dunkelheit. Ich hab mich sicher getäuscht.

Serjant Renault:
Ich gehe zu Beaumains und schaue in die Dunkelheit. In der rechten meinen Säbel und in der linken eine Pistole. "Eine Laterne her!Macht schon! Scheinbar ist hier Tatsächlich etwas." Mit zusammengekniffenen Augen schaue ich in die Dunkelheit.

Etienne Babin:
Ich nehme eine Laterne und hänge sie an meine Holzhand. Dann gehe ich eiligen Schrittes zu den anderen und leuchte in die Dunkelheit.

SL:
Etwa zwanzig Meter geht der Seitengang bevor er seine Richtung mit einer Biegung ändert. An der Stelle wo Beaumains noch eben Etwas gesehen hab will liegt am Boden der Torso einer halb verwesten Leiche.

Jean Dupois:
Ich blicke grimmig auf die Leiche
Was ist denn hier passiert?
„He, Beaumains, was hast du denn nun gesehen?“

Michel Beaumains:
"Da war ein paar Augen das uns angesehen hat, war sicher ein... Hund. Es ist in der Dunkelheit verschwunden als ich darauf gezielt habe." sag ich während mein Blick weiter in der Dunkelheit nach einer Bewegung sucht.

Etienne Babin:
"Wir sollte trotzdem mal genauer schauen! NICHT das hier irgendwelche SPINNER ihr Unwesen treiben."

Jean Dupois:
Ach komm, lass es.Wer sollte schon freiwillig hier unten sein?“

Serjant Renault:
Ich gehe zu dem Torso und Knie mich nieder um die Leiche genauer zu betrachten. Mit meinem Säbel hebe ich Teile der Leiche an und suche gezielt nach Bissspuren.
"Babin, leuchte mal hier her."

SL:
An den Überresten des Torso befinden sich Bissspuren die an die Kiefer eines Hundes erinnern.

 

Christophe Pressi:

Serjant, was sehen sie? Wissen Sie wer der Tote ist? Meinen Sie das eben war ein wilder Hund?
Mir ist nicht gut zumute, wenn ich mir vorstelle, was für Abscheulichkeiten hier unten ihr Unwesen treiben.“

 

Michel Beaumains:

"Abscheulichkeiten? Was erwartest du außer Ratten und Hunde?"

 

Serjant Renault:

"Wer der Tote ist, kann ich nicht sagen, aber wie es aussieht sind hier unten Hunde unterwegs. Die Bisse sehen aus, wie von Hunden."
Mit einem grimmigen Ausdruck im Gesicht erhebe ich mich und starre in das fahle Zwielicht vor uns. Dann packe ich meinen Säbel fester und deute in die Dunkelheit der Katakomben.
"Lasst uns ein paar davon erledigen und nach oben zerren. Dann werden sich die Leichenträger beruhigen und ihre Arbeit fortsetzen. Hoffentlich ist Rigault dann auch zufrieden und wir bekommen endlich unsere Ruhe."

Ich sehe nochmal auf den Kadaver. "Keine Sorge Pressi. Der hier liegt schon eine Weile hier unten. Der ist schon halb verwest. Wundert mich ein wenig, das da Hunde noch dran gehen. Lasst uns gehen."

 

Joseph Hugel:

"Der Serjant hat recht,es sind wilde Hunde, nichts weiter. Vielleicht waren sie so ausgehungert das sie sogar Aas essen. Oder stehen im Rudel ganz unten. Lasst uns weiter gehen."

Ich blicke umher,kann mich aber nicht von dem Gedanken lösen dass es vielleicht doch etwas anderes sein könnte. Aber nur was?.....ich lasse meine Gedanken schweifen und gehe hinterher. Je weiter wir in die Katakomben kommen desto größer wird der Gestank, es ist kaum auszuhalten. Ich halte mir den Unterarm unter die Nase um den beißenden modrigen Gestank nicht ganz in meine Nase zu lassen was mir jedoch nicht zuverlässig gelingen mag.

 

Michel Beaumains:

'Verdammtes Zwielicht, je mehr ich darüber nachdenke umso weniger sah es wie ein Hund aus. Ich sag aber lieber nichts. Am Ende halten sie mich für verrückt.' Langsam folge ich wortlos den anderen mit der Muskete schussbereit in die Dunkelheit zielend.

 

Etienne Babin:

'So hat er sich bestimmt nicht seine letzte Ruhe vorgestellt. Naja,ich kann es auch nicht mehr ändern. Hunde hier unten? Als ob! Das sind bestimmt fette Ratten!' Ich behalte die Laterne an meiner Holzhand und beeile mich um vorne aufzuschließen.Vorne angekommen gehe ich ein Stück voraus und leuchte zusätzlich mit meiner Errungenschaft den Weg aus.

 

SL:

Ein enger,verschlungener Gang von dem sich einige Quergänge abteilen führt immer weiter unter die Metropole.Überall türmen sich Kadaver und Gerippe übereinander und der Gestank ist erbärmlich.

 

Jean Dupois:

'Verdammt, hätte ich doch bloß auch eine eigene Laterne',denke ich verärgert über mich selbst nach.
Langsam, immer den Lichtschein im Auge folge ich Babin den dunklen Gang weiter in die Tiefe.
Mir wird vom Gestank schlecht.'Reiß dich zusammen Jean. Nur nicht den köstlichen Wein verschwenden', denke ich und schlucke etwas Erbrochenes wieder runter.

 

Christophe Pressi:

'Worauf habe ich mich da eingelassen?!' Ich gehe den Anderen in gebückter Haltung hinter her.
„Sergeant, vielleicht sollten wir uns aufteilen?! In diesen verzweigten Gängen gibt es tausende Möglichkeiten sich zu verstecken.Irgendetwas muss die Männer verschreckt haben.“

 

Maurice Funierre:

Behutsam schiebe ich die Blätter zur Seite, um einen besseren Blick auf die beiden Schönheiten zu erhaschen. 'Was kann so einen Tag noch schöner machen?' An diesem warmen Frühsommertag, suchten die beiden Damen Zuflucht am "Lac de Silence". Im Schatten eines großen Baumes, am Rande des Sees, hatten sie es sich auf einer Decke bequem gemacht.
"Maurice...."
Ich blicke mich um. Ein Donnern und Grollen ertönt in meinem Kopf.
"Maurice...."
Nun ist der Ruf schon bedeutet lauter und näher. Die beiden Frauen sind fort... und der Teich hat zu kochen begonnen... 'Was ist hier los?'
„Mauriiiiiiice.…!! "
Ich hebe mein Gewehr und ziele auf die Gestalt, die sich langsam aus dem schwarzen, blubbernden, gotteslästerlichen Pfuhl aus kochendem Teer erhebt. Schweiß läuft mir in die Augen und trübt mir die Sicht.
'Es hat keinen Kopf' schießt es mir durch den Geist....

Mein Finger am Abzug beginnt zu zittern und der Schuss löst sich....
Der Knall ist ungewöhnlich laut, reißt meinen Kopf zur Seite und schmerzt schrecklich.
"Soldat Maurice, aufstehhhheeeeen!!!! Verdammt nochmal, muss man dich immer aus dem Schlaf prügeln?!" dröhnt Malon, das Gesicht knallrot vor Wut.
"Sehr wohl Monsieur, ich bitte um Entschuldigung..." antworte ich benommen und versuche Haltung anzunehmen.
Seit Marlon zum diensthabenden Offizier ernannt wurde hatte sich viel geändert. Meine Hand fährt über meine Wange, auf der noch immer alle Finger Marlons Hand zu sehen sind.
"Machen Sie sich dienstbereit, Soldat. Ich erwarte Sie in meinem Büro. Und nicht trödeln!"
Ich sehe in seinem Blick, dass es ihm leid tut, dass er mich geohrfeigt hat, aber getan ist getan.
'Wir hatten gute Zeiten zusammen, mein Lieber Marlon, dieses eine Mal verzeihe ich dir deine unnötige Entgleisung....ein einziges Mal noch...'
Ich lege meine Uniform an und mache mich, nachdem ich von Marlon genaustens instruiert wurde, auf den Weg. Im Stall sattle ich mein Pferd, verstaue den versiegelte Brief an Renault und verschwinde in die nasskalte Nacht. Es hatte wieder zu regnen begonnen und noch ein letztes Mal blitzte mir das Bild der beiden Damen an diesem heißen Sommertag in das Bewusstsein und eine kleine Träne rinnt mir über das Gesicht und vermischt sich mit dem Regen....'Nadine, ach meine Liebste Nadine,...' hallt es durch meinen Kopf und ich wische den Gedanken fort…

 

SL:

Derweil wieder in den Katakomben unter der Stadt.

 

Serjant Renault:

"Nein Pressi, wir bleiben zusammen, wir wissen nicht, wie groß das Rudel ist und wie verzweifelt und hungrig sie sind. Das könnte zu gefährlich werden."
Ich gehe vor Babin, so das ich die Lichtquelle hinter mir habe. 'Außerdem mein Freund, glaube ich nicht so recht an Hunde. Die würden die frischeren Leichen fressen und nicht die halb verwesten. Nachschub daran gibt es ja genug.' denke ich mir noch während ich weiter durch die übel riechende Dunkelheit gehe. Ich stecke die Pistole weg und zücke ein Tuch um es mir vor die Nase zu halten. Den Säbel immer noch fest im Griff befehle ich den Männern weiter vorzurücken.

 

Michel Beaumains:

'Trennen? Zum Glück ist Renault nicht so blöd das zu befehlen. Kann es hier unten Kannibalen geben? Das war kein Hund. Aber wurden die dann nicht die frischen Leichen essen? Verdammt ich will hier raus. Wer weiß wie viele von den Aasfressern sich hier unten rum treiben.' Ich achte darauf in der Mitte zu bleiben.Atme so flach wie möglich und halte beide Hände fest an der Muskete.

 

Etienne Babin:

" Zu Befehl!"

Als sich Renault an mir vorbei drückt und vorangeht versuche ich die Laterne immer so gut wie möglich zu heben dass das Meiste ausgeleuchtet wird. Immer wieder wandert mein Blick hin und her, vor und zurück. Die Gesichter der Anderen sprechen für sich. 'Mir ist bei der Scheiße hier auch nicht wohl... Ich hasse Ratten die Leichen naschen!'

 

SL:

@Jean Dupois

Als du einen weiteren Quergang passierst scheint es dir als ob eine Bewegung in ihm stattfinden würde.

 

 

Jean Dupois:

Hektisch drehe ich mich um und blicke in den Gang hinein. Schlagartig reiße ich meine Muskete von der Schulter und gehe mit ihr in den Anschlag.
Mein Herz pocht so stark, dass ich es im Hals schlagen merke.
"Verdammt, da war was...habt ihr das auch gesehen?
'Wenn wir hier wieder draußen sind, werde ich mich erstmal richtig voll laufen lassen'
„Babin, komm und leuchte mal hier rüber.“
Als ich einen Schritt vorwärts gehe, trete ich auf etwas hartes. Ich schaue nach unten und sehe etwas längliches...
'Scheiße, mein Bajonett hat sich schon wieder vom Gürtel gelöst.'
'Hätte ich bloß die Schnalle repariert.'
Ich halte das Gewehr in der einen Hand und hebe mit der anderen das Bajonett auf, ohne den Gang aus den Augen zu lassen.

 

Etienne Babin:

Mein Kopf dreht sich geschwind zu meinem Kameraden der mich um Licht gebeten hatte. 'Was macht er denn da? Hat wohl seine Flasche voll Fusel und Eigensäfte fallen lassen der alte Trunkenbold.' Schnellen Schrittes gehe ich zu ihm und leuchte in das tiefe Schwarz des widerwärtig stinkenden Ganges. 'Ich weiß gerade nicht wer mehr stinkt…' Ich habe die Augen zusammen gekniffen um mich schneller an das schummrige Licht zu gewöhnen.

"Was ist denn? Hast du was gesehen?"

 

 

Jean Dupois:

Keine Ahnung!Irgendwas hat sich da bewegt...Vielleicht ist es der Hund den wir suchen.“
Ich versuche in der Dunkelheit was auszumachen.
„Wir sollten hier lieber mal nachschauen.“
'Und dann bringen wir die Dreckstöle um...und ich hab endlich Feierabend'

 

SL:

Als die Laterne in den Gang leuchtet fällt ihr Lichtschein auf eine Ratte,die fast die Größe eines Terriers hat. Böswillig faucht sie euch an:
"IIIEEEEEEKKKKKKK"

 

Christophe Pressi:

EINE RATTE!!! Passt auf dass sie euch nicht beißt! Sonst könnt ihr direkt hier unten bleiben und euch zu den Toten gesellen. Mein Bruder wäre fast am Fieber gestorben, das diese Mistviecher übertragen!“
Ich gehe zwei Schritte zurück und schaue mich hektisch um, um nach anderen Bewegungen in der Dunkelheit Ausschau zu halten.

 

Joseph Hugel:

'Mensch, ist das ekelhaft hier unten.` "Das ist garantiert keine gewöhnliche Ratte, am besten wäre es leise zu sein und dann die Richtung wechseln,nicht das wir noch mehr von dem Gesindel anlocken. Was meinen Sie Serjant?" Meine Blicke wandern hin und her,sollte sich etwas nähern will ich vorbereitet sein. Ein Unwohlsein durchströmt meinen Körper, dennoch probiere ich ruhig zu atmen. Der Gestank beißt in meiner Nase, obwohl ich mir meinen Ärmel auf mein Gesicht lege.

 

Maurice Funierre:

Das Schlagen der Hufe auf dem Kopfsteinpflaster hallt wie Trommelschläge durch die menschenleeren Gassen. Die vereinzelten Lichtquellen in den Häusern werfen das Gefühl von Wärme und Geborgenheit in grotesken Formen auf meinen Weg. Ich ducke mich in den Windschatten, spüre den Puls meines Tieres und treibe es weiter an. Der nasse Nachtwind kühlt meine Wange und zerstreut meine destruktiven Gedanken. „In dieser Nacht würden wir selbst dem Teufel davon reiten“ flüstere ich Milan ins Ohr, doch mir dämmert,das es eher meiner Beruhigung dienen soll...
Bevor ich die Katakomben erreiche, zügle ich das Tempo und tätschle den Hals des Fuchses bevor ich absteige. "Guter Junge......Mein Milan..." sage ich und streiche sanft über seine Blässe. Am Zügel führe ich ihn weiter und der süßliche Gestank des Todes empfängt mich und hüllt mich ein. Ich werde mich nie an diesen Geruch gewöhnen, der diesen madengefüllten und dennoch leeren Überresten des menschlichen Seins entspringt. Zögernd greife ich nach der Sturmlaterne, nehme meinen Mut zusammen und halte sie hoch. Als ich den Vorplatz der Katakomben erreiche, zeigt sich, für einen kleinen Augenblick der fahle, kalte Mond durch das Wolkenmeer. Die Arbeiter, besudelt von den stinkenden Überresten ihrer gottlosen Arbeit, sehen ängstlich auf, als ich auf sie zusteuere. Im Mondschein sehen sie den Leichen auf dem Wagen erschreckend ähnlich....
Direkt vor dem Eingang sind zwei Personen in ein Gespräch verwickelt. Klar erkenne ich einen Geistlichen, die Hände gefaltet, die gewohnte Haltung. Die andere Person dreht sich langsam um. Unbewusst fahre ich mir durch die nassen schwarzen Haare, die unter meinem Hut hervorquellen und nehme Haltung an.
"Ich bitte die Störung zu entschuldigen. Ich habe eine wichtige Nachricht an Serjant Renault. Die Angelegenheit duldet keinerlei Aufschub!" stoße ich im militärischen Ton aus.

 

Rigault:

"Mmmhpf!..Da entlang Bursche. Die sind schon eine Ewigkeit da unten und hier geht's nicht weiter." Rigault blickt dich scharf an "Spornen Sie Renault zur Eile an,die Zeit drängt und es gibt noch viel zu tun."

 

SL:

Zurück unter der Stadt

 

Serjant Renault:

"Erschießt das Mistvieh, wir schleppen es nach draußen und zeigen es den Arbeitern. Vielleicht reicht das schon. Der Krach wird den Rest genug erschrecken, das sie flüchten, sollte es noch mehr von ihnen geben." Entschlossen hebe ich meinen Säbel und zeige damit auf die Ratte. "Anlegen und Feuer!"

 

Michel Beaumains:

`Anlegen und Feuer!` Wie automatisch nehme ich den sich bewegenden Schatten ins Ziel. Ein leichter Druck mit dem Finger und ein Augenblick lang erhellt der Funkenschlag des Feuersteins den Gang worauf ein ohrenbetäubender Donner durch die Gewölbegänge rollt. Das tödliche Blei schlägt in den Schädel der armen Kreatur ein und verwandelt selbigen in eine Wolke aus Fell, Blut, Knochen und Gehirn. Noch immer ist das Echo zu hören das jedem in den Katakomben unsere Anwesenheit verkündet. "Befehl ausgeführt, ich lade nach."

 

SL:

@Maurice Funierre

Dein Weg führt über eine steinerne Wendeltreppe in die Tiefe und endet in einer schmalen Kammer. Aus dieser führen lange Gänge in die Dunkelheit und überall stapeln sich die Gebeine tausender Leichen. Die Decken sind niedrig und an den Wänden hängen Laternen in regelmäßigen Abständen um den Arbeitern den Weg zu weisen. Trockener Staub reizt die Kehle und macht Atmen und Sprechen unangenehm. Mit makaberer Kunstfertigkeit liegen Gebeine gleicher Art so in Reihen aufgestapelt,dass Muster zu erkennen sind.Noch während du dich zu orientieren versuchst hörst du aus einem Gang den Schuss aus der Muskete.

 

Etienne Babin:

Als der dumpfe Knall der Muskete ertönt und das Gemisch aus Blut,Knochen und Gehirn wie in Zeitlupe durch die Luft wirbelt,schließt sich meine Hand ganz fest um den Griff meiner Axt. Ich warte noch kurz ab bis sich der Rauch legt,gehe dann entschlossen vor mit der Laterne um den Kadaver zu inspizieren und um zu schauen ob noch mehr von den Kreaturen hier rum kriechen. ' `Ach,bei dem Knall kommen doch wieder Erinnerungen hoch wie schön es doch bei der Artillerie war.'

 

Jean Dupois:

Als der Schuss bricht spüre ich, wie die Kugel an meinem Kopf vorbeirauscht. Noch bevor ich selber abdrücken kann, sehe ich wie das Biest im Gang förmlich explodiert.
'Gott sei dank ist es tot...',
denke ich und mir wird klar, dass ich das Vieh unmöglich mit dem Wein im Blut so präzise getroffen hätte. Ich drehe mich zu meinen Kameraden um und sehe, dass Beaumains Muskete unmittelbar hinter mir rauchend in den Gang ragt.
Ein Kitzeln am Hals veranlasst mich, mich zu kratzen und als ich in meine Hand blicke, erkenne ich Blut im fahlen Laternenschein.
Erst jetzt merke ich, dass ich auf meinem linken Ohr keine Geräusche mehr wahrnehme.

MERDE!MICH HAT'`S ERWISCHT!“

 

Serjant Renault:

"Schnappt euch das Vieh und nichts wie raus hier. Vielleicht kann Rigault sich die Verletzung ansehen. Beeilung!"

 

Christophe Pressi:

Dupois! Komm ich helfe dir. Lass uns hoch gehen,Hilfe ersuchen. Man....das sieht echt übel aus!“
Ich hake mich bei ihm unter und wir machen kehrt.

 

Jean Dupois:

Ich fasse an die Stelle, wo mein Ohr sein sollte.Mein Finger tasten durch glitschiges Blut und ich spüre,daß mein Ohr nur noch an einem dünnen Hautfetzen herunter hängt.
„VERDAMMT, MEIN OHR...BEAUMAINS DU ARSCH, DASS ZAHL ICH DIR HEIM...“ brülle ich. Dann reiße ich mein Ohr ab und schleudere es Beaumains ins Gesicht.

 

Michel Beaumains:

"Der Befehl lautete :Anlegen und Feuer! Und nicht :Regt Euch! Sei froh dass ich rechtzeitig reagiert habe als du dich vor mein Lauf bewegt hast sonst wäre deine Rübe vor der der Ratte geplatzt." sag ich trocken während die Überreste seines Ohrs die Uniform hinunter gleiten.

 

Maurice Funierre:

Ich ziehe meinen improvisierten Mundschutz herunter und lege die Hände, zu einem Trichter gefaltet, an meinen Mund.
"Serjant Renault....!" rufe ich aus. "Auf was schießt ihr verdammt...? Kommt da raus!... Marlon schickt mich.... "
Schnell ziehe ich mein Halstuch wieder über Mund und Nase, doch der faulige Geruch lässt mich schwindeln und Übelkeit steigt in mir auf.
Leicht benommen greife ich nach hinten um mich zu stützen. Doch das, was meine Hand ergreift, lässt mich bis ins Mark erschaudern. Langsam drehe ich meinen Kopf und blicke auf die aufgetürmten Kadaver. Ein Arm ragt aus dem Haufen heraus, den ich fest umfasst habe. Ruckartig ziehe ich meine Hand zurück und betrachte sie ungläubig. Ich weiß nicht, was schlimmer ist, der Geruch der meine Kleidung durchdringt oder die Gewissheit, dass ich eine von den Leichen berührt habe. Angewidert blicke ich mich um. 'Irgendetwas muss es hier doch geben, woran ich mir die Hand abwischen kann...'
"Renault…? Michel…? Jean…? Joseph…? Ettienne…? Christophe.…? Kommt da raus, denn weiter als bis hier werde ich nicht gehen.…!"

 

Serjant Renault:

Ich bücke mich zu dem am Boden liegenden Ohr und hebe es auf. Blut läuft über meinen Handschuh nach unten. Dann blicke ich Dupois an und auf das kleine, blutige Loch, dass bis vor kurzem noch sein Ohr war. 'Dupois hat es schwerer erwischt, als ich zuerst dachte... hoffentlich kann dieser Widerling Rigault etwas tun, doch wahrscheinlich wird er sich nicht darum kümmern wollen.' Wieder zeige ich auf die Überreste der Ratte und brülle: " Los, los, los... Mitnehmen und nichts wie raus hier." Das klingeln in meinen Ohren lässt zum Glück langsam wieder nach, als ich leise rufe vernehme. "Funierre? Bist du das? Wir sind unterwegs. Dupois ist verletzt, Rigault soll sich bereit halten!" Ich treibe die Truppe zur Eile an.

 

Michel Beaumains:

Ich lade so schnell es geht nach. Schüttel kurz den Kopf und setze die Muskete wieder im Anschlag. 'Raus hier Leute bevor ich mich übergeben muss.' denk ich mir.

 

Etienne Babin:

Ich stochere mit der Axt noch in dem Körper herum bis der Befehl kommt. Anschließend packe ich die Axt weg und schnappe mir die Überreste der Ratte. Dann Eile ich zu den anderen und begebe mich Richtung Ausgang.

 

Jean Dupois:

Immer noch wütend auf Beaumains folge ich den anderen nach draußen. Ich halte meine Hand auf die Wunde, wo einst mein Ohr war. Ich spüre meinen Herzschlag in der Wunde und wie warmes Blut an meiner Hand hinunter zum Ellenbogen läuft.

 

SL:

@ alle
In der schmalen Kammer trefft ihr aufeinander.

 

Maurice Funierre:

Bestürzt blicke ich in Jean's Gesicht. Durch seine Finger sickert langsam gerinnendes Blut, das durch frisch nachlaufendes vorangetrieben, seine Uniform besudelt. Ich habe in meiner Laufbahn schon viele Verletzungen gesehen. Viel Blut muss nicht immer eine schwere Verletzung sein, aber sein blasses Gesicht, normalerweise dunkelrot, durch den... nun ja... beherzten Weingenuss, bereitet mir schon etwas Sorgen. Mit bestürzter Mine wende ich mich an meinen verletzten Kameraden: "Jean, mein Bester, was ist passiert? Wie schlimm ist es?"
Als ich den blutigen Fetzen in Ettienne's Hand sehe, bleibt mein Herz kurzzeitig stehen...
"Oh Gott, sagt mir bitte nicht, dass dieser blutige Fleisch und Knochenberg zu Jeans Gesicht gehört!" sage ich mit zitternden Stimme. "Bitte schnell die Treppenstufen hoch mit euch. Rigault und ein Priester warten oben am Eingang. Was auch immer eher von beiden gebraucht wird." Ich mache Platz, peinlich darauf achtend die menschlichen Überreste nicht zu berühren.

 

Jean Dupois:

Es brennt wie die Hölle! Beaumains der Idiot sollte mal besser schießen üben.“
Dann tue ich was mir gesagt wird und gehe weiter den Gang weiter in Richtung Ausgang. Als ich die Treppe hoch gehe kommt mir frischer Wind entgegen, der von der Stadt rein geweht wird.
Dann endlich stehe ich am Eingang der Katakomben und gehe weiter zu Rigault.

 

Rigault:

"Grande Merde!!! Was treiben Sie da unten? Setzen Sie sich...heda.." Rigault winkt einen Burschen her bei... "Holt Wein und meine Tasche.."

 

SL:

Der Bursche ist der Kutscher von Rigault und holt sofort eine Flasche Wein und die Tasche des Arztes. Währenddessen positioniert Rigault den armen Dupois auf einem Fass,drückt ihm die Weinflasche in die Hand und beginnt im Anschluss damit einen Faden auf eine Nadel zu reihen.

 

Rigault:

"Verflucht,Renault! Was zum Gehörnten haben Sie gemacht?" Er zieht Renault das Fleischstück aus den Fingern und zieht den Faden durch. "Trink Soldat! Und ihr haltet ihn fest!!!" So beginnt Rigault das Ohr wieder optisch an seinen gewohnten Platz zu bringen.

 

Etienne Babin:

Als ich die frische Luft riechen kann kommt ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Am Ausgang lösche ich die Lampe und stelle sie ab. Dann beobachte ich das Treiben des Arztes und unserm Schwerverletzten, der sich das nicht zweimal entgegnen lässt. Er trinkt den Wein wie Wasser. Und da ist wieder ein Lächeln auf meinen Lippen. Ich stelle mich in die Nähe des Arztes mit dem blutigen Fleischklumpen in meiner Hand. "Hier ist das Ding!!" Erst halte ich es hoch. Dabei tropft etwas Blut mir auf den Hut und ins Gesicht dann schmeiße ich es auf den Boden so das jeder es sehen kann. Ich trete militärisch zurück zu meinem Befehlshaber und positioniere mich bei ihm.

 

Michel Beaumains:

Ich stelle mich neben unseren Schwerverletzten. "Das nächste Mal nehme ich auf schwankende Betrunkene keine Rücksicht." dann entferne ich mich wieder.

 

Maurice Funierre:

Als letzter trete ich aus den Leichenhallen zurück in die Nacht. Ich verschnaufe kurz und gehe meinen Kameraden hinterher. Neben Ettienne bleibe ich stehen und sehe ungläubig wie Jean die Flasche leert. Kopfschüttelnd denke ich daran, was man alles in die Flasche hätte füllen können, ohne das er es je gemerkt hätte...
Michels Aussage kann ich aber in keinster Weise respektieren. An ihn gerichtet, gerade so laut, dass er es noch hört, sage ich: "Na dann kann man nur hoffen, dass dein Weg ohne Stolpersteine gepflastert ist, mein junger Beaumains." 'Wer gibt solchen Leuten ein Gewehr?' Nachdem er außer Hörweite ist, wende ich mich wieder der Operation mit Totenambiente zu....

 

SL:

Rigault spornt die Arbeiter zur Fortsetzung ihres Tagewerks an und widerwillig gehorchen diese.

 

Rigault:

Rigault beugt sich leicht lächelnd zu Dupois intaktem Ohr hinunter.
"Nun gut Soldat,ich hoffe der Wein zeigt seine betäubende Wirkung bereits..."
Und ohne eine Antwort abzuwarten knallt er Dupois einen Knüppel auf den Hinterkopf.
"Mhmpf...Feldchirurgie...Schlimmer als vorher wird er nachher auch nicht aussehen. " Er beginnt zu nähen und wendet sich an Maurice ohne auf zu blicken: "Ach Soldat....welche Nachricht habt ihr von Hauptmann Malon?"

 

Michel Beaumains:

Ich geh zu Maurice. "Solltest du mal volltrunken vor ein Lauf stolpern solltest du beten dass ich am Abzug bin" sag ich sichtlich wütend.

 

Maurice Funierre:

Ich blicke zu ihm hoch und lächle. "Ja, ich werde dafür beten, dass wenn ich betrunken bin, ich vor deinen Lauf stolpern werde." mein Lächeln verschwindet aus meinem Gesicht. "Aber vor allem werde ich dafür beten, dass nie wieder ein Kamerad vor deinem Lauf steht, wenn du auf Ratten schießt…"

 

Serjant Renault:

Wütend brülle ich los. "Seid ihr kleine Kinder oder was? Was soll das? Beaumains hat auf meinen Befehl hin geschossen, wenn Dupois nicht so geschwankt hätte, hätte er sein Ohr noch. Ich will jetzt nichts mehr davon hören. Und jetzt alle bis auf den Verletzten STILLGESTANDEN!!" Geiferfäden laufen mir die Wange herunter, während ich dabei wild den Säbel schwinge.
"Was für eine Nachricht bringst du Funierre?"

 

Michel Beaumains:

Gerade als ich antworten will ertönt lautstark Renaults Befehl dem ich dann folge leiste. 'Crétin, du bist es nicht wert'.

 

Maurice Funierre:

"Ich habe diese Nachricht von Marlon." Ich ziehe den Umschlag aus der Innentasche meiner Uniform und halte ihn Renault hin. "Bitte sehr, Serjant"

 

Serjant Renault:

"Rigault, seid ihr mit Dupois soweit fertig? Wir haben Order erhalten uns zurück zu ziehen. Wir werden an andere Stelle gebraucht." Ich sehe Rigault fragend an.

 

Rigault:

"Wegen mir" Rigault zückt gleichgültig mit den Schultern und hebt seine Stimme im gewohnt zornigen Ton an "Hier können Sie wohl eh nichts ausrichten wie mir scheint. Und nehmen Sie Ihren Trunkenbold mit." Mit den letzten Worten kippt er Dupois einen Eimer Wasser über den Kopf.


Bearbeitet von Hasturs Erbe, 27. Juni 2020 - 11:08 .

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#3 Hasturs Erbe

Hasturs Erbe

    Rettungsschwimmer am See Hali

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  • 940 Beiträge

Geschrieben 16. Juni 2020 - 12:08

Das ich den Text ständig aktualisiere wird gar nicht angezeigt,oder?
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#4 Die InsMaus

Die InsMaus

    Mayor of Nerdville

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  • 574 Beiträge

Geschrieben 17. Juni 2020 - 07:02

Das ich den Text ständig aktualisiere wird gar nicht angezeigt,oder?

Das sieht man nur, wenn man den Originalbeitrag direkt ansteuert (Text ergänzt und das „Bearbeitet von“ wird aktualisiert).


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„We can still kill It. We can still kill It . . . if we‘re brave.“

Stephen King, It


#5 Hasturs Erbe

Hasturs Erbe

    Rettungsschwimmer am See Hali

  • Cthulhu Moderator
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  • 940 Beiträge

Geschrieben 18. Juni 2020 - 09:55

 

Das ich den Text ständig aktualisiere wird gar nicht angezeigt,oder?

Das sieht man nur, wenn man den Originalbeitrag direkt ansteuert (Text ergänzt und das „Bearbeitet von“ wird aktualisiert).

 

Ah okay......Danke dir.






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