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GRENZLAND


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64 Antworten in diesem Thema

#61 Anno_nym

Anno_nym

    Künstler in seiner gelben Phase

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Geschrieben 12. August 2021 - 07:25

Also einmal Komplett durchlesen ist in meinen Augen schon sehr wichtig. 

Grund dafür ist die Relevanz einzelner Charaktere für den weiteren Verlauf. Zudem lassen sich 'Kleinigkeiten' besser highlighten, die später noch entscheident sind. 

Weitere Details würde ich aber eher im Spielleiterbereich diskutieren wollen weil es für hier zu Spoiler behaftet ist 


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#62 Johnny Dillinger

Johnny Dillinger

    Redakteur

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Geschrieben 13. August 2021 - 11:07

Also, Notizen und einmal Durchlesen wäre schon wichtig. Kampagnen sind allgemein eher etwas für erfahrene Spielleiter und Spieler mit der ausgewiesenen Fähigkeit zur Improvisation.

 

++Spoiler++Spoiler++

 

 

 

 

 

 

 

 

 

@Harbringer:

Die Werte der "Schergen des Majors" stehen eigentlich auf S. 125 bzw. 135; je nachdem, was man gerne nehmen möchte. Die Werte des Kinde-Etwas auf S. 110. Die Werte des Kaisers stehen auf S. 142. Den Anwurf, es gebe keine Werte, kann ich also nicht nachvollziehen oder sind Werte zu anderen gemeint?

 

Die "Kardinalssünde" nehme ich gerne auf mich. Im Autorenkreis war schnell klar, dass wir die Kampagne nicht mit dem üblichen 08/15 Endkampf gegen ein mächtiges Mythoswesen enden lassen wollen. Hier liegt für mich eher die Kardinalssünde, dass es so oft und immer wieder auf den finalen "Endgegner" hinausläuft, der dann durch Waffen oder Magie doch noch eben besiegt wird.

 

Aus diesem Grund ist ein Face to Face Enkampf gegen den "Kaiser" nicht beschrieben, da er einfach nicht als Gegner vorgesehen ist bzw. durch die SC so nicht zu besiegen ist. Es ist eine sehr mächtige Mythoskreatur, deren Niederwerfung die Fähigkeiten der SC einfach überfordert. Genau das ist es doch, worum es in den Lovecraft Geschichten geht: Der Mensch ist hilflos. Und diese Hilflosigkeit wollten wir auch zeigen. 

 

Deshalb müssen die SC ein anderes mächtiges Mythoswesen in den Kampf schicken: Den Sohn. Dies mit diplomatischen Geschick bei der feindlich gesinnten Ärztin bzw. mit der Idee der Spieluhr zu bewerkstelligen, ist die Aufgabe der SC. Die Feder schlägt das Schwert. Sich die Hilfe des Kind-Etwas zu sichern, ist der Clou - nicht ein sinnloses Geballer. Diplomatie und eine Spieluhr als Waffe waren Idee des Ganzen und diese Idee finde ich nachwievor viel reizvoller.

 

Die SC haben ihre Aufgabe erfüllt und sehen dann, wie sich ihr Werk im Kampf Vater gegen Sohn vollendet.  

 

Aber jeder findige SL kann das Finale nach seinem Gusto uminterpretieren, wenn er und seine Gruppe und einen üblichen Endkampf wollen. Das ist ja kein Hexenwerk. Jeder so, wie er mag. Wo ist das Problem?

 

Dass da am Ende halb verhungerte Menschen auftauchen, ist in der Form tatsächlich nicht konform. Das gebe ich zu. Es ging uns eher um geschundene Menschen, denen man die Strapazen der letzten 36 Stunden ansieht. Vielelicht sind aber auch einige durch den einfallenden Wahnsinn oder die geschlagenen Wunden der Mythoswesen körperlich stark gezeichnet wie "verhungert". Aus meiner Sicht muss man wegen dieser einen Beschreibung kein neues Zeit-Kontinuum schaffen. Aber auch hier kann jeder Spielleiter es so gestalten, wie er und seine Gruppe es am besten finden. (Anders sieht es aus, wenn die SC sich länger in den Ruinen aufhalten. Nach ein oder zwei Wochen ist die Nahrung knapp.)

 

Die Russen als Verbündete machen im Finale absolut Sinn und waren dafür auch vorgesehen. Jedenfalls einer der Russen ;) Gerhardt taucht im Könisgberg Kapitel als Erzählung auf, später dann in Realitas. Er spielt für die SC keine wichtige Rolle und hat seine eigene Geschichte. ich habe ihn vor allem dazu genutzt, offene Fragen der SC zu klären über die Vorgeschichte der Verschwörer. Das fand ich wichtig. 

 

Und eine bewußte Jagd auf den Baron ist absichtich ausgelassen. Wenn die SC den Baron in seiner menschlichen Gestalt töten, was relativ einfach möglich ist, wäre das ganze Finale und eine apokalyptische Stadt Königsberg eigentlich dahin. Er ist der Kopf der Verschwörung, das Mythosreich ist sein Ziel, er allein hat das WIssen und die Kraft und er hat eigentlich - bewußt - keinen Stellvertreter. Er ist die ungeteilte Macht. Um ihn bis ins Ende zu "retten", tauchte er auch kaum vorher auf. 

 

Besten Gruß

Ein armer Sünder


Bearbeitet von Johnny Dillinger, 13. August 2021 - 11:22 .

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#63 Harbringer357

Harbringer357

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Geschrieben 14. August 2021 - 08:27

Also, erstmal zu der Vorbereitungszeit. Ja sollte man unbedingt reinstecken. Bin ja eh der Meinung, dass es durchaus sinnvoll ist jede Kampagne vor dem spielen einmal durchzulesen. Ich für meinen Teil kann dann besser Dinge verbinden und vorbereiten. Und wie ich oben ja angemerkt habe denke ich bei dieser gilt. Aber ich denke auch, dass es sich auf jeden Fall lohnt. 

 

Und dann noch kurz zu Johnny Dillenger:

Ich sprach ja auch nicht von den Rittern des Ordens (S. 125) oder die Wiganten (S. 135) oder dem Kaiser oder dem Kind Etwas. Die sind alle da. Was mir fehlt sind Werte für die Seligen des Shub-Nigguraths (Gof'nn Hupadgh) in die sich Major Kessler und seine Vertrauten verwandeln können. Und die hätte ich für wesentlich interessanter gehalten als die des Kaisers. 

 

Das es gegen den keinen Endkampf geben kann soll finde ich ja auch gut. Aber eine wirklich brauchbare Idee für einen dramatischen Höhepunkt für die Charaktere finde ich halt auch nicht. Bin total bei dir, dass ein klassischer Endkampf gegen den Kaiser total unpassend wäre. Das wäre so als würde man am Ende mit Waffen gegen Cthulhu selber kämpfen. Das wäre einfach nur doof. Aber irgendwas sollten die Charaktere während des Kampagnen Höhepunkts schon zu tun haben. Sonst spiele ich als Abschluss der Nummer 10 Minuten mit mir selber. Und das will nun wirklich keiner sehen. Und ich zitiere mal S. 149:

 

"Der Gof'nn und zwei herbeieilenden Wiganten kommen ihrem Herrn zu Hilfe und könnten das Kind-Etwas töten. Je nach Zustand der Gruppe und benötigter Dramatik kann zusätzlich ein Dunkles Junges sie unterstützen. Die Investigatoren müssen dem Wesen nur Zeit verschaffen, indem sie die Gegner vier Runden lang aufhalten und in Kämpfe verwickeln."

 

Nenn mich Haarspalter, aber das klingt für mich genau nach nem Endkampf. Nur für den bräuchte ich persönlich schon Werte für den Hauptgegner. Und dann funktioniert die End Szene auch richtig gut. 

 

Wie gesagt, ich finde die Kampagne über weite Teile wirklich genial. Aber gerade das Ende ist mir da zu eng gesteckt. Und es sind mir wirklich zu viele Fehler in der Ausarbeitung bzw. Editing.


Bearbeitet von Harbringer357, 14. August 2021 - 08:28 .


#64 Anno_nym

Anno_nym

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Geschrieben 14. August 2021 - 15:13

Noch einmal kurz die Erinnerung an die Spoilertags ;)

 

Spoiler


Bearbeitet von Anno_nym, 14. August 2021 - 15:16 .


#65 myth conception

myth conception

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Geschrieben 23. August 2021 - 17:02

bin mal hinabgestiegen in die salpetrigen Säulengänge der bröckelnden Katakomben meiner schwer angeschlagenen Erinnerung auf der Suche nach muffig modrigen Folianten, deren Einbände beim Öffnen ein wehmütiges Knarzen ertönen lassen, welches widerhallt von den basaltenen Wänden aus unvordenklichen Zeiten

 

oder anders:

Spoiler

 

außerdem:

Spoiler

 

vielleicht hilft das ja, was bedeuten schon die Reste meiner geistigen Gesundheit, solang nur andere Gefallen finden an den absonderlichen Absurditäten

iäh


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